der fünfte Gefechtsabschnitt der Skagerrak-Schlacht (von 9 Uhr 37 Minuten bis 10 Uhr 35 Minuten) und die Nacht zum 1. Juni

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die zwei weissen Völker! (The two white Nations!)

Letztes Feuergefecht. Die Nachtgefechte. Untergang der „Pommern“.

Den gewaltigen Aufregungen unserer Fahrt „Ran an den Feind“ folgte eine Gefechtspause, die bis 10 Uhr 22 Minuten dauerte. Auf „Derfflinger“ trafen wir in dieser Zeit die Vorbereitungen für die Nacht. Fast alle Scheinwerfer waren zerstört worden.

An Steuerbordseite hatten wir noch einen, an Backbordseite zwei. „Heinzelmännchen“ und seine Gehilfen hatten alle Hände voll zu tun, um allen Wünschen, die an sie herantraten, nur einigermaßen gerecht zu werden. Ich blieb auf der Kommandobrücke, in steter Erwartung, wieder auf den Feind zu stoßen. An jedem Sehrohr stand ein Mann, der den Horizont absuchte, alle Ferngläser waren in Tätigkeit.

Gegen 10 Uhr sichteten wir unser erstes Geschwader auf südlichem Kurse. Unser Kommandant, der zu dieser Zeit noch die Führung der Schlachtkreuzer hatte, führte unseren Verband auf die Spitze unseres Gros zu, um sich vorzusetzen. Ohne Signal folgten die übrigen Schlachtkreuzer dem „Derfflinger“. Als wir diese Bewegung ausführten, bekamen wir und das erste Geschwader plötzlich schweres Feuer aus Südosten. Es war schon dämmerig geworden. Die Diesigkeit hatte eher zu- als abgenommen. „Klar Schiff zum Gefecht!“ raste es wieder durch alle Räume, und nach wenigen Sekunden bereits hatte ich Turm „Anna“ auf das Ziel gebracht, und es wurde ein Schuß gefeuert. Turm „Bertha“ war bei der herrschenden Diesigkeit nicht mehr auf das Ziel zu bringen. Ich feuerte nun mit Turm „Anna“, so schnell es ging. Aber auch da entstand eine Pause. Ein schwerer Treffer streifte Turm „Anna“ und verbog eine Dichtungsschiene des Schwenkkranzes, so daß der Turm klemmte. Unsere letzte Waffe drohte unserer Hand zu entfallen!

Da lief kurz entschlossen der Stückmeister Weber aus dem Turm und entfernte mit Hilfe einiger Unteroffiziere und Geschützmannschaften mit Äxten und Beilen die verbogene Dichtungsschiene und machte dadurch den Turm wieder gefechtsklar. So konnte doch wenigstens ab und zu ein Schuß gefeuert werden. Ich schoß fast nur noch nach geschätzter Entfernung. Ganz selten gelang es einmal dem Bg-Messer, den Abstand von einem aufleuchtenden Mündungsfeuer zu messen. Ich schoß mit Entfernungen von 80 Hundert, 60 Hundert, 100 Hundert und ähnlichem. Eine Beobachtung der Aufschläge war unmöglich. Es war wieder einmal eine äußerst ungemütliche Situation. Da kam Hilfe von einer Seite, die wir am wenigsten erwartet hatten. Unser zweites Geschwader, die alten Schiffe der „Deutschland“-Klasse, hatten nach der Kehrtwendung der Flotte auf südlichen Kurs an der Spitze der Flotte gestanden. Jetzt hielt Admiral Scheer den Augenblick für geeignet, die Flotte so zu rangieren, wie es für den Marsch nach Süden taktisch richtig war. Das zweite Geschwader bekam infolgedessen Befehl, sich hinter die beiden modernen Geschwader zu setzen. Diesen Befehl führte der Geschwaderchef des zweiten Geschwaders jetzt gerade aus, indem er sein Geschwader östlich von der übrigen Flotte und auch von uns vorbeiführte. Damit kam er zwischen uns und den uns hart bedrängenden Feind. Der sah plötzlich sieben große Schiffe mit hoher Fahrt auf sich zustoßen. Gleichzeitig griffen wieder einmal unsere unermüdlichen Torpedoboote an. Das war ihm zuviel: Der Gegner drehte ab, verschwand in der Dämmerung. Auf Nimmerwiedersehen! Uns aber erfüllte eine große Freude, als wir so plötzlich entlastet wurden. Ich sah all die guten Freunde meines ehemaligen Geschwaders ankommen, die brave „Hessen“, auf der ich fünf Jahre gewesen war, die „Pommern“, die „Schleswig-Holstein“ und andere. Alle feuerten lebhaft und bekamen auch heftiges Feuer. Aber das dauerte nur kurze Zeit, dann hatte der Gegner genug. Wenn er geahnt hätte, was für Schiffe da ankamen, ich glaube, er hätte nicht kehrt gemacht! Waren es doch die berühmten deutschen „five-minutes-ships“, auf deren Erledigung der Engländer nicht mehr als fünf Minuten verwenden wollte. Jetzt wich er ihnen aber tapfer aus!

Um 10 Uhr 31 Minuten abends hat mein getreuer Chronist den letzten von „Derfflinger“ gefeuerten Schuß der schweren Artillerie bei einer Seitenstellung von 244° und einer Entfernung von 75 Hundert gebucht.

Der lange nordische Tag ging zu Ende. Die kurze Nacht, die nur von 11 Uhr bis 2 Uhr dauerte, begann.

Für die Nacht bekamen die Schlachtkreuzer den Befehl „An die Linie anhängen“. Wir hatten also die ehrenvolle Aufgabe, der Flotte auf ihrem Marsche nach Süden den Rücken zu decken. Ich weiß nicht, wo „Seydlitz“ und „Moltke“ in dieser Nacht gestanden haben. „Seydlitz“ hatte bereits schwer zu kämpfen, um das schwerhavarierte Schiff über Wasser zu halten. Nur unter größten Anstrengungen ist es der Besatzung des Schiffes unter seinem tatkräftigen Kommandanten, dem Kapitän zur See v. Egidy, und seinem ausgezeichneten ersten Offizier, dem Korvettenkapitän v. Alvensleben, gelungen, das Schiff zwei Tage nach der Schlacht nach Wilhelmshaven einzubringen.

Am Ende der Linie versammelten sich in dieser Nacht nur „Derfflinger“ und „von der Tann“. Für eine sehr geeignete Rückendeckung hielten wir uns allerdings selbst nicht mehr! Unsere Steuerbordseite war unsere schöne Seite. Da waren noch alle sechs 15 cm-Geschütze intakt. Aber ein einziger Scheinwerfer war etwas wenig. An Backbord waren nur noch zwei 15 cm-Geschütze feuerbereit. Also mußten wir die englischen Torpedoboote dringend ersuchen, möglichst nur an Steuerbord anzugreifen. Da konnte für kalte Abwaschung gesorgt werden!

Da der Himmel bedeckt war, wurde es schließlich doch noch eine dunkle Nacht. Wir Offiziere hatten jetzt den Kommandoturm verlassen und hielten uns auf der Kommandobrücke auf. Der Kommandant kam heraus. Er schüttelte mir herzlich die Hand, sagte: „Das haben Sie gut gemacht!“ Diese Worte waren mir mehr wert, als jede Anerkennung, die ich später noch gefunden habe. Als es anfing kühl zu werden, ließ er eine Flasche Portwein kommen, die Gläser wurden gefüllt, und wir Offiziere stießen auf den heutigen Tag an. Ich schickte meinen Burschen unter Deck in meine Kammer, er sollte nachsehen, wie es da aussähe und mir einen anderen Mantel holen. Hänel kam mit dem Mantel zurück und meldete freudestrahlend: „Herrn Kapitäns Kammer ist die einzige heile. Alle anderen Kammern sind völlig zerstört!“ Ich mußte bei seinem freudestrahlenden Gesicht an den Spruch denken:

„O heiliger Florian,

Beschütz’ mein Haus, zünd’ andre an!“

Da wir als vorletztes Schiff der langen Linie fuhren, war anzunehmen, daß wir von Torpedobootsangriffen, die fast immer von vorn angesetzt werden, verschont bleiben würden. Tatsächlich hat während der ganzen Nacht nur ein englischer Zerstörer den Weg bis zu uns gefunden. Alle übrigen Zerstörer wurden bereits von den vor uns stehenden Schiffen abgeschossen oder abgedrängt. Über diese Nachtgefechte kann ich wenig berichten, da wir ziemlich weit abstanden. Es wurde eigentlich die ganze Nacht hindurch fortgesetzt geschossen. Man muß gestehen: Die englischen Torpedoboote haben mit bewunderungswürdigem Schneid immer und immer wieder angegriffen. Und haben doch so gut wie nichts erreicht! Das einzige deutsche Schiff, das während der eigentlichen Nacht versenkt wurde, ist der kleine Kreuzer „Frauenlob“ gewesen. Und den haben nicht Torpedoboote versenkt, sondern ein englischer Kreuzer hat ihn mit Artillerie niedergekämpft und ihm dann auch noch einen Torpedo in die Seite gejagt. Erst in der Morgendämmerung ist den englischen Torpedobooten ein Erfolg beschieden gewesen: Auf große Entfernung ist es einem englischen Zerstörer gelungen, die „Pommern“ mit einem Torpedo zu treffen und zu vernichten.

Von unserer Stellung aus konnten wir uns die Gefechte, die sich zum Teil sehr weit von uns abspielten, in aller Ruhe betrachten. Scheinwerfer blitzten auf, beleuchteten mit höchster Fahrt anlaufende Torpedoboote. Die Schiffe und die Torpedoboote schossen mit Artillerie, haushohe Wassersäulen wurden beleuchtet, dicke Rauchwolken zogen an den Schiffen und Booten vorbei. Einzelheiten entgingen uns. Aber das Ergebnis der Kämpfe wurde uns doch klar, als jetzt ein brennendes, rotglühendes Fahrzeug nach dem anderen an uns vorbeitrieb. Ich mußte an die lebendigen Fackeln denken, die die Römer bei ihren Grausamkeitsorgien hatten brennend herumlaufen lassen. Alle Eisenteile waren rotglühend, die Boote sahen aus, wie eine besonders feine, rotgoldene Filigranarbeit. Daß sich das Feuer so schnell über die englischen Boote verbreitete, hatte seinen Grund darin, daß sie nur Ölfeuerung besaßen. Das in Brand geschossene Öl verbreitete sich in den stark schlingernden Booten schnell über alle Teile der Boote. Es mögen wohl zehn Boote und Schiffe gewesen sein, die so an uns vorübertrieben. Wir betrachteten sie mit gemischten Gefühlen. Denn ganz sicher waren wir uns doch nicht, ob nicht auch deutsche Boote dabei waren! Tatsächlich ist aber in dieser Nacht kein deutsches Boot abgeschossen worden. Unsere Boote waren auf der Streife zum Suchen der feindlichen Flotte. Merkwürdig und äußerst bedauerlich ist es, daß unsere Boote die ganze Nacht nach der großen englischen Flotte gesucht und sie nicht gefunden haben, obwohl doch ihr Abgangspunkt genau bekannt war.

Als das Schießen vorn etwas ruhiger geworden war, hörte ich, neben dem Kommandanten stehend, das Geräusch eines mit hoher Fahrt anlaufenden Turbinentorpedobootes. An Steuerbordseite. Und bald tauchte auch ein schwarzer Gegenstand etwa vier Strich an Steuerbord auf. Sollten wir unseren einzigen Scheinwerfer leuchten lassen und uns damit verraten? Oder lieber abwarten, bis der Zerstörer uns beleuchtete, um zur Abgabe seines Schusses unsere Lage festzustellen? Ich schlug dem Kommandanten rasch vor, nicht leuchten zu lassen. Er war einverstanden, und der Zerstörer sauste an uns vorüber. Er war ganz nahe, nur 3 bis 400 m ab, aber er leuchtete nicht, schoß auch weder mit Artillerie noch mit Torpedo. Unser Hintermann, die „von der Tann“, machte es genau so wie wir. Auch dort hatte man, erzählte mir später der Artillerieoffizier, gefürchtet, durch das Beleuchten mit den Scheinwerfern sich die ganze Meute von Torpedobooten auf den Hals zu locken. Ob man uns auf dem englischen Zerstörer nicht gesehen hatte? Hatte er seine Torpedos schon verschossen? War er vorn bereits unter so mächtigem Feuer gewesen, daß er jetzt an nichts anderes dachte, als „fort von hier“? Ich weiß es nicht! Ships that pass in the night!

So verging die Nacht, und der Morgen dämmerte. Um 2 Uhr 15 Minuten trieb ein brennendes Schiff an uns vorbei, wohl der englische Panzerkreuzer „Black Prince“. Das ganze Schiff eine Glut. Schon längst konnte da kein lebendes Wesen mehr an Bord sein. Um 3 Uhr 10 Minuten hörten wir an Backbord zwei große Detonationen, doch konnten wir nicht entdecken, was geschehen war. Oft mußten wir stoppen, weil die ganze Linie vor uns bei den vielen Torpedobootsangriffen in Unordnung kam. Schiffe fuhren beim Ausweichen vor den Angriffen und beim Hineinfahren in die feindlichen Boote aus der Linie hinaus, schlugen Kreise und mußten sich dann an irgendeiner Stelle wieder einschieben. So war die „Nassau“, die ursprünglich an der zweiten Stelle der ganzen Linie gestanden hatte, allmählich das letzte Schiff in der Linie und damit unser Vordermann geworden. Es war für unseren Navigationsoffizier und den Wachoffizier keine kleine Aufgabe, das Schiff stets auf dem richtigen Abstand von der Linie zu halten, so daß wir sie nicht in der Dunkelheit verloren.

Als die erste Morgendämmerung begann, glaubten wir bestimmt, mit der ganzen englischen Flotte von neuem ins Gefecht zu kommen. Alle Vorbereitungen für die Tagschlacht waren getroffen. Die Richtungsweiseranlage des Turmes „Bertha“ war von „Heinzelmännchen“ und seinen Getreuen wieder in Ordnung gebracht worden.

So standen wir denn vorn auf der Kommandobrücke und spähten in die Nacht und in den beginnenden Morgen hinein. Die Torpedobootsangriffe schienen aufgehört zu haben. Plötzlich — es war um 3 Uhr 50 Minuten vormittags — hörten wir eine starke Detonation, und vor uns steigt eine riesige Feuersäule gen Himmel. Sie sieht von weitem aus, wie die Riesenfeuergarbe eines Brillantfeuerwerkes, das vor uns abgebrannt wird. Wir sehen, daß unsere beiden Vorderleute mit hart Ruder nach Backbord abdrehen. Was war da vorn vor sich gegangen? Welche Katastrophe hatte sich da abgespielt? Unser Schiff durchschnitt weiter die Fluten, wir hielten Kurs durch und passierten so die Stelle, wo das Gewaltige geschehen war. Wir sahen uns überall um, ob wir irgendwelche Schiffstrümmer oder Menschen im Wasser treiben sahen. Aber nichts war zu sehen! In dem Augenblick, als wir über die Steile der Katastrophe fuhren, konnten wir uns keine Vorstellung von dem machen, was hier geschehen war. Und doch war noch wenige Minuten vorher die „Pommern“, ein Linienschiff von 13000 Tonnen, hier gefahren! Ein englisches Torpedoboot hatte sich bis an die Grenze der Sichtigkeit herangeschlichen und die „Pommern“ torpediert. Das Schiff muß in Atome zerstoben sein, so daß wenige Minuten hinterher auch nicht die geringste Spur von ihm zu sehen war. Kein Mensch der gesamten Besatzung wurde gerettet. Mein lebensfroher Freund und Jahrgangskamerad Korvettenkapitän Elle fand auf der „Pommern“ den Heldentod. Er hatte als Artillerieoffizier immer so viel Ärger und Mühe mit dem torpedoschußsicheren Unterbringen der Munition gehabt, — nun hatte das alles doch nichts genützt. Denn offenkundig hatte der Torpedo gerade eine Munitionskammer getroffen. Daß es die „Pommern“ gewesen war, die hier in die Luft geflogen war, erfuhren wir erst tags darauf.

Um 4 Uhr 10 Minuten fing das vor uns stehende zweite Geschwader an zu schießen. Wir ließen „Klar Schiff zum Gefecht“ anschlagen, denn wir glaubten bestimmt, daß es nunmehr zur großen Entscheidungsschlacht kommen würde. Aber es ergab sich, daß es nur ein englischer Zerstörer war, der sich zu nahe herangewagt hatte und nun unter Feuer genommen wurde. Vielleicht war es derselbe, der kurz vorher die „Pommern“ torpediert hatte. Jedenfalls erging’s ihm jetzt übel: Der Zerstörer, der gar nicht weit von uns entfernt stand, wurde vor unseren Augen in Brand geschossen und schloß sich nun als letzter dem grausigen Zuge der lebenden Fackeln an.

Mittlerweile war die Sonne aufgegangen. Hunderte von Doppelgläsern und Sehrohren suchten auf allen Schiffen den Horizont ab, aber nirgends war etwas vom Feinde zu entdecken. Die Flotte setzte ihren Marsch nach Süden fort und noch am Nachmittage des 1. Juni liefen wir in Wilhelmshaven ein. Unser Schiff war sehr stark zerschossen, an vielen Stellen waren ganze Abteilungen in wüste Trümmerhaufen verwandelt. Aber vitale Teile waren nicht getroffen, die Maschinen, die Kessel, die Steuereinrichtungen, die Schraubenwellen und fast sämtliche Hilfsmaschinen waren dank des starken Panzers unbeschädigt geblieben. Die Maschinenräume waren lange Zeit mit giftigen Gasen erfüllt gewesen, aber unter Benutzung der Gasmasken hatte das Maschinenpersonal — wenn auch unter Verlusten — weiterarbeiten können. Das ganze Schiff war mit Tausenden von großen und kleinen Sprengstücken übersät. Unter den Sprengstücken fanden wir zwei fast unbeschädigte 38 cm-Geschoßkappen, mächtige Stücke von der Form von großen Kübeln, die später in der Kommandantenkajüte und in der Offiziersmesse als Sektkühler Verwendung fanden — wenn wir auch annehmen mußten, daß sie uns von unseren englischen Gegnern nicht zu diesem Zwecke an Bord geworfen waren. Der Gürtelpanzer war mehrmals durchschlagen worden, aber die Lecks hatten stets gedichtet oder das einströmende Wasser in kleineren Abteilungen lokalisiert werden können.

In Wilhelmshaven begruben wir unsere Toten, annähernd 200 vom „Derfflinger“, die jetzt auf dem dortigen Ehrenfriedhofe ruhen.

Am 4. Juni besichtigte der Kaiser unser Schiff und dann ging’s zur sechsmonatigen Ausbesserung in die Werft nach Kiel. Mit zahlreichen artilleristischen und sonstigen Verbesserungen ausgestattet, waren wir im Dezember 1916 wieder kampfbereit. Aber die Skagerrak-Schlacht ist das letzte Zusammentreffen unseres Schiffes mit unseren Feinden geblieben, wenigstens solange am Heck unseres Schiffes die Flagge geweht hat, der wir den Eid der Treue geschworen hattenl Jetzt ruht auch dieses stolze Schiff in der Bucht von Scapa Flow auf dem Grunde des Meeres.

Text und Bild aus dem Buch: Die zwei weissen Völker! (The two white Nations!) Verfasser: Hase, Georg Oskar Immanuel von.

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Siehe auch:

Die zwei weissen Völker! (The two white Nations!)
Die Kieler Woche 1914
Erste Begegnungen mit englischen Seestreitkräften.
Die artilleristischen Grundlagen des Kampfes auf hoher See.
Der historische Wert persönlicher Darstellungen von Seegefechten.
An Bord des „Derfflinger“ während des Vormarsches nach dem Skagerrak.
Der erste Gefechtsabsehnitt der Skagerrak-Schlacht (5 Uhr 48 Minuten bis 6 Uhr 55 Minuten).
Der zweite Gefechtsabschnitt der Skagerrak-Schlacht (6 Uhr 55 Minuten bis 7 Uhr 5 Minuten).
Der dritte Gefechtsabschnitt der Skagerrak-Schlacht (7 Uhr 50 Minuten bis 9 Uhr 5 Minuten).
Der vierte Gefechtsabschnitt der Skagerrak-Schlacht. (9 Uhr 5 Minuten bis 9 Uhr 37 Minuten.)

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