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von H.-P. Schröder

Liebe Aktionäre der Ablaß- und Asylbetrügermafia: Gott liebt weder den Verrat noch die Verräter

debunkedZwischen Wahn und Wirklichkeit, – und vor dem Aus !

„Der Geist ist Quelle, Strom und Mündung in Einem.
Wer dem Menschen Schleusen errichtet,
ihm Wegezoll abverlangt, der sei verdammt.“

Jetzt ist es amtlich: die katholische Kirche hat sich ihre Sause fast 10 Mio. Euro kosten lassen. Warum auch nicht? Trägt ja fast alles der Steuerzahler…“

Ein Bischof verdient zwischen 9 000 und 12 000 Euro im Monat, bei mietfreier Wohnung plus Dienstwagen mit Chauffeur…“

Petr Bystron via facebook https://www.facebook.com/bystronpetr/

Wenn wir unser Verhalten nicht den Maximen der Lehre Christi anpassen wollen, so passen wir die Lehre Christi den Maximen unseres Verhaltens an.

aus „Wie man aus dem Jenseits Zinsen für das Diesseits presst“, von Glorio us Mundi

Nicht vergeben, nicht vergessen: Ein kurzer Auszug aus dem Sündenregister

Oskar Panizza, Leipzig 1894: Der teutsche Michel und der römische Papst

THESE 309: In vielen Ablaß-Instructionen findet sich die Wendung, daß, wenn Arme nichts geben könnten, sollte man ihnen gegen Beten und Fasten die Indulgenz (Nachsicht, Gnade = Amnestie) ablassen. Dies geschah aber in praxi nicht, wie die bekannte Weigerung Tetzels gegen Friedrich Myconius in Annaberg, in Sachsen, beweist, einem jungen Studenten, der seine Bitte um Sünden-Ablaß, an den auch er streng glaubte, sogar lateinisch vortrug, zugleich auf seine Armut verweisend, die ihm nichts zu geben gestattete. Tetzel, der allmählich durch die Commissare auf den Handel aufmerksam gemacht worden war, erklärte, nach der ausdrücklichen Bestimmung des Papstes dürfe er den Ablass nur gegen Geld hergeben. Der Student weigerte sich und zwar auch dann, als Tetzel ihm, um den für ihn ärgerlichen Fall aus der Welt zu schaffen, die Taxe auf einen Kupfer-Groschen erniedrigte. ( siehe das Verfahren wegen Holocaustleugnung gegen Bischoff Williamson, bei dem die Strafe von Instanz zu Instanz reduziert (!) wurde, Bischoff Williamson sich jedoch weiterhin standhaft weigert, irgendetwas zu zahlen, da er von der eigenen Unschuld überzeugt ist und mittlerweile davon ausgeht (pers. Mitteilung), daß das Gericht „sein“ Verfahren bis zum Sankt Nimmerleinstag verschleppen wird, um einer Entscheidung und damit einer Klärung, auszuweichen)

Myconius verteidigte mit Nachdruck die später in der Reformation festgehaltene Überzeugung, daß Sünden-Vergebung von Gott ausgehe und nichts mit irdischer Bezahlung zu thun habe, in dem Falle also, wo letztere nicht geleistet werden könne, erstere umsonst abzulassen sei. Schliesslich offerierte ihm einer der Commissare im Einverständniß mit Tetzel, ihm den nötigen Groschen zu schenken, nur damit kein Präzedenzfall geschaffen werde, und Sünden-Ablaß nicht ohne Bezahlung erfolgt sei. ( wie bei Bischoff Williamson, da bot ein Dritter an, die Strafe zu begleichen. Bischoff Williamson lehnte ab.)

Jetzt ergrimmte Myconius auf`s Äußerste, gieng weg, ohne die offerierte Sünden-Vergebung angenommen zu haben, aber auch mit heftigen Gewissensbissen über die rechte Art, Gnade von Gott zu erlangen. Dieser junge Mann machte schon damals, vor Luther, den ganzen schweren, inneren Kampf durch, der stets nötig ist, um einen neuen, von dem großen Haufen abweichenden, Standpunkt zu gewinnen. Er ist ein Spiegelbild jener Krise, die damals weite Kreise in Deutschland erfasst hatte, um gegen eine unerhört niedrige Religions-Auffassung, wie die der Päpste, Front zu machen, und, da keine Aussicht war, die an der Goldkrankheit leidenden römischen Kirchenfürsten zum Anstand zurück zu bringen, sich von ihnen zu trennen. – Myconius gieng in ein Kloster, wo er mehrere Jahre in tiefem Seelenschmerz verbrachte; er schloß sich später der protestantischen Sache an, und starb 1546 als Superintendent in Gotha.

THESE 320: Eine der häufigsten Absoluzionen war die für gestohlenes Gut; sie war theuer; ein Armer,-der ja jetzt, nachdem er gestohlen, nicht mehr arm war, zahlte 20 grossi; ein reicher Mann 50 grossi; eine ganze Stadt zahlte 100 grossi. Um aber, wenn die Diebstähle größeren Umfang annahmen,- nicht etwa das Verderben einzuschränken ( Was die Kirchen unterlassen zu fordern: Zustände und Verursacher der Zustände in den Heimatländern offenzulegen, Grenzkontrollen durchzuziehen, illegal Einreisenden die Fingerabdrücke zu nehmen und sie sofort über die Grenze zurückzuschicken), sondern dem heiligen Stuhl seinen Antheil zu sichern,- (Diakonie und Caritas beteiligen sich ganz weit vorne am Geschäft mit den Illegalen, benutzen die Illegalen als Mittel zum Zweck, um dem Michel, unter Vorschützung einer, von den Kirchen zu einem Rohstoff herabgewürdigten Nächstenliebe, hohe Summen für das eigene Säckel abzupressen.) mußte sich der Betreffende in jedem Fall außer Bezahlung der Taxe noch mit der Kurie „vergleichen“ (componere), d. h. einen Theil des (gestohlenen) Geldes oder Gutes abgeben, um den Rest sicher behalten zu dürfen. Man wartete aber nicht, bis die Übelthäter kamen, sondern suchte sie durch Legaten auf, und ließ ihnen, auch wenn man sie gar nicht kannte, öffentlich verkündigen, der apostolische Legat sei jetzt da, und für gestohlenes Gut könne gegen Vergleich (gegen Bezahlung = Abgabe von Teilen des Diebesgutes = die kath. Kirche als Hehler) päpstliche Absoluzion und ewige Garantie des Besitzes erlangt werden. So gab Sixtus IV. 1480 seinem Legaten Angelus de Clavasio folgende Bulle mit, die mit den Worten „Im Namen unseres Herrn und Erlösers“, „Domini et salvatoris nostri“ beginnt: „Wir haben dem Angelus de Clavasio die Ermächtigung ertheilt, über gestohlenes, zweifelhaftes oder durch Wucher erworbenes Gut in der Art zu vergleichen (componendi), daß die Schuldigen, nachdem sie einen Theil abgegeben haben, von der Zurückgabe des übrigen gestohlenen und erwucherten Guts absolvirt und auch weiterhin durchaus nicht zur Rückgabe verpflichtet sind.“

THESE 321: Und der Erzbischof Albrecht von Mainz, der im päpstlichen Auftrag derartige Legaten ebenfalls im Land herumschickte, fügte seiner Spezial-Instrukzion ausdrücklich hinzu: „Um derartiger Gnade teilhaftig zu werden, bedarf es der Reue und Beichte nicht. ….

THESE 322: Unter diesen Umständen durften sich die Päpste nicht wundern, wenn sie Geschäfte, wie das folgende, machen mußten: Gregor XIII. (1572-1585) war seinem Sohn Giacomo, den er zum Gonfaloniere der Kirche (Bannerträger) machte , besonders zugethan; dieser letztere war aber von einem vornehmen Spießgesellen, Alfonso Piccolomini, der mit seiner Mordbande die ganze Campagna plündernd und raubend durchzog, bedroht; und dieser erklärte, er werde nur dann von der Ermordung Giacomos (dem Sohn des Papstes) absehen, wenn ihm alle seine früheren Mordthaten, mehrere hundert, vom Papst im Namen Jesu vergeben würden. Der Papst, aus Angst für seinen Sohn, ließ alle Sünden und Missethaten des Piccolomini durch einen Kurialbeamten als „vergeben“ registrieren; und es wurde ein Breve darüber ausgefertigt, welches der Papst dem Räuber in der Audienz überreichte.- Diese Sünden waren nicht etwa nur im Himmel vergeben- was dem Piccolomini ganz gleichgültig (war) – sondern auch auf Erden, was viel wichtiger war; denn Niemand konnte den Piccolomini nun belangen.- Das Sündenvergeben war eben damals nicht nur ein Kassen- sondern auch ein politisches Geschäft.

THESE 323: Nicht so gut gieng die Sache mit einem andern ebenfalls gefürchteten und vornehmen Räuberhauptmann, Marianazzo, unter dem gleichen Papst. Man leitete Verhandlungen mit ihm ein, ob er die Sünden ebenfalls vergeben haben wolle; man hätte sie ihm gern vergeben, und wahrscheinlich noch Geld herausgegeben, wenn er nur sein Mordhandwerk aufgegeben hätte; so große Furcht hatte man vor ihm. Die Verhandlungen zerschlugen sich aber, und Marianazzo erklärte, es sei ihm so lieber: er fühle sich im nicht vergebenen Zustand sicherer.- So tief sank das Lastergeschäft der päpstlichen Sünden-Vergebung. Ich muß sagen, dieser Räuber Marianazzo und der teutsche Student Myconius, die beide sich weigern, aus solchen Händen Sünden-Vergebung zu empfangen, erscheinen mir noch als die propersten (saubersten) Menschen in dieser ganzen Gesellschaft.

Zugabe THESE 328: Die höchsten Geldstrafen verlangte die Kurie nicht wegen Übertretung göttlicher Gebote, sondern wegen Auflehnung gegen päpstliche Verordnungen. ……….

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