wird Deutschland rechtsradikal?

rechtsbankrottvon Heinz-Werner Bähr

Wird Deutschland rechtsradikal? Der Zuzug von einer nicht enden wollenden Flut von Menschen, die von der Lebenswirklichkeit der Deutschen nichts verstehen und die gefühlt das Fremde, das Andere sind, das das eigene Leben bedroht, wurde kurzfristig in gewissen Kreisen begrüßt, führt aber rasch zu den zu erwartenden Konflikten. Deutschland selbst ist sich nicht einig. Die Medien und linken Politiker ringen öffentlich darum, die Deutungshoheit zu behalten, um rechtes Gedankengut zu unterdrücken, das der unsichtbare Fremde, der Nazi, besitzt, der manchen Deutschen noch erheblich fremder vorkommt als der „Fremde“ aus dem anderen Kulturkreis.

Dieser Fremde mit den rechten Gedanken zieht durch Dresden und skandiert: „Lügenpresse“ und „Deutschland den Deutschen!“ Der Schlachtruf „Lügenpresse“ zeugt davon, dass es zu einer Entkoppelung zwischen der veröffentlichten Sicht auf die deutsche Wirklichkeit und der Selbstwahrnehmung vieler Bundesbürger gekommen ist. Während im Fernseher und in den Zeitungen und Gazetten ein recht einhelliger Tenor vorherrscht, wie begrüßenswert die „bunte“ Republik ist, die wir angeblich haben, sinkt der „rechte“ Bürger in stiller Wut in die Agonie dessen, der sich in Form der Medienvertreter und der meisten Politiker Menschen ausgeliefert fühlt, die nun für ihn ebenfalls das Fremde sind, und zwar das manipulative Fremde, das ein Bündnis eingehen will, mit den als Bedrohung empfundenen Fremden aus einem unbekannten Kulturkreis.

Als die Bundekanzlerin, die in ihrer gemütlichen Leibesfülle und gedanklicher Trägheit so etwas wie eine Klammer zwischen den schon lange als wahnsinnig empfundenen medialen Vertretern und dem Volk verstanden wurde, sich outetet, indem sie von der Zukunft aller! in einem anderen Deutschland sprach, den Deutschen also verhieß, nun selber in die Rolle des Fremden gerückt zu werden, der nun mit den wirklichen Fremden nach dem Willen der Kanzlerin etwas Neues zu bilden habe, ein neues Deutschland, dass er also seine Heimat verloren geben solle, wurde die latent friedliche und passive Haltung des Deutschen Michel Zug um Zug aufgeladen mit Wutenergie. Diese Wutenergie gleicht der Wutenergie des deutschen Volkes am Ende der Weimarer Republik, wo ein Bündnis zu herrschen schien zwischen den demokratischen Parteien und dem raubenden Ausland, das den Deutschen Forderungen auferlegte, um sie von der eigenen Kraft fern zu halten. Auch damals gab es das Fremde: auf der einen Seite die kommunistische Bewegung, die, wie Merkel heute, den Deutschen ein anderes Deutschland zumuten wollte, nämlich einen kommunistischen Staat, der alles, was bisher deutsche Wirklichkeit war, zerstören würde und das Ausland, das im Bunde mit den Demokraten das Volk zerstören wollte.

In dieser Lage wurde von vielen die NSDAP als der Bewahrer des Eigenen, der „Deutschen“ verstanden und Adolf Hitler wurde zur Projektionsfigur für alle Rettungswünsche der Menschen, der, indem er die Juden als das wahre Fremde im Hintergrund behauptete, einen Rückstoßeffekt erzeugte, der das deutsche Volk aus der Trägheit der Selbstaufgabe in die Aktion der „Selbstverteidigung“ rief. Dass auch die National Sozialisten das deutsche Volk dem „Fremden“ unterwarfen, nämlich dem nationalsozialistischen Staat, wurde im Kriege immer deutlicher, der scheinbar immer ein deutscher Krieg war und vom Landser in der Hoffnung geführt wurde, das unnennbare, bedrohliche Fremde zu besiegen um das Deutsche endlich frei von Bedrohung zu sehen. Dementsprechend ist in der heutigen Lage ein Umschlagen in Aggression zu erwarten, wenn sich eine Person oder Partei findet, die als Katalysator dient.

Was ist aber auch in diesem Falle der versteckte Wunsch der Deutschen? Wollen sie Radikalität, den Mord an den Fremden? – Den sie dann freilich in Kauf nehmen werden.- Die Penetranz des politisch Korrekten drängt den deutschen MIchel gedanklich in eine Schmuddelecke, aus der er als Monster zurück kehren wird. In Wahrheit will aber selbst der radikalste Rechte niemals mehr als seine Heimat, wobei als Heimat eine gewisse deutsche Wurst- und Biergemütlichkeit verstanden werden darf, in einer Umgebung, in der man unbedrängt von Besserwissern oder Außenseitern man selber sein kann. In dieses Vorgartenidyll, in dem alle Kumpels um die Ecke bekannt sind, in dem man gute Weiber kennt und eine nette Frau hat, findet sich der Deutsche im Zustand der Geborgenheit und der Wohlbefindens, das auch nicht gestört wird, wenn der „coole“ Marokkaner, Mexikaner, Syrier oder Türke um die Ecke in Jeans und moderner Kleidung dazu stößt, ein Bier mit trinkt, den Mohammed in der Tasche lässt und seine Frau und seine Kinder mit den einheimischen Kindern Kontakt haben lässt. Dann ist der Deutsche Normalbüger der beste Freund und freut sich am Kumpel Ahmed und seiner Frau ,und diese werden mit geschützt und mitgenommen im gedanklichen Kreis (das gilt auch für den schwulen Bäcker Anton von nebenan oder die lesbische Gerda).

Wenn aber der Imam Wallebart in seiner Moschee auf Arabisch dem Jussuf etwas erzählt, was niemand nicht versteht, und anschließend rennt Jussuf in seltsamer Kleidung herum, kostümiert seine Frau und zieht der kleinen Fatima ein Kopftuch an, dann ist der Fremde da, weil er sich selber distanziert hat. Er wird nun belauert wie er um die Zeltlager der Gemeinschaft schleicht wie der Wolf um die Schafe. Wenn sich diese Vorfälle häufen – und sie tun es, wenn die Regierung Millionen Jussufs in fremder Kleidung, Religion und Sprache in die gemütliche Welt des Michels lässt) kommt es zuerst zur stillen Ablehnung, dann zum Protest und wenn man die Menge des Fremden weiter erhöht zum Widerstand, der brutal geführt wird, weil man lange mitbekommen hat, dass es sich bei Jussuf und Ahmed um durchaus gefährliche Typen handelt, die auf den Fußballpätzen bereits ihre Aggressivität gezeigt haben und die auch in den Schulen die Josef oder Franz zusammenschlagen, die also keineswegs Opfer sind sondern immer bereit dazu, Täter zu werden. Das ist der deutsche Weg in die rechte Ecke. Wenn der Deutsche dort zur Gegenwehr übergeht, verwandelt er sich und wird von der gutmütigen Kartoffel, die die Fremden eben noch verhöhnten, zum organisierten Schlächter, der seine Fähigkeit zur Organisation dazu einsetzt, seine latente Angst zu besiegen. Das nun entstehende Deutschland wird nicht wieder zu erkennen sein. Die Schicht der Meinungsmacher und Herrschenden war nur geduldet, wurde aber niemals respektiert oder geliebt. Der Zeitpunkt an dem der Jupp vom Tagesblatt von seinen Kumpels die Aufforderung erhält, entweder den Inhalt seines Käseblattes zu ändern oder nun seinerseits zum bekämpften Fremden zu werden, wird kommen.

Wir halten also fest: der Deutsche will im Grunde nur in Ruhe leben. Er duldet sowohl Oberschicht als auch Fremdes, wenn es seine Gemütlichkeit nicht stört. Wenn die Oberschicht diese Gemütlichkeit in Frage stellt, wird sie die Kraft aus der Tiefe zu spüren bekommen. Die Deutschen sind nicht rechtsradikal, sie neigen auch nicht dazu. Sie sind ängstlich und benötigen den Schutz des vertrauten Umfeldes, der Heimat. Gegen diese Urgefühle arbeiten all die Gutmenschen, die mehr Zorn treffen wird, als alle Immigranten – die ja nichts dafür können.

Die Deutschen fanden Ideen der Grünen gut: saubere Energie, schöne Natur, Tierschutz, Schluss mit der Tierquälerei. Sie fanden die SPD gut: Kampf um gerechten Lohn, Förderung des sozialen Wohnungsbaus, Versöhnung mit Russland. Die Deutschen fanden die CDU gut, als Sachwalter der Heimat, als Bewahrer und vertrauenswürdige Menschen aus dem Volk. Die Deutschen hassten die Linken, die die Gemütlichkeit stören, sie hassten die Rechten, die provozierten. Wird Deutschland also rechtsradikal?

Es ist es schon. Nur noch ein wenig Manipulationen der öffentlichen Meinung um den Volkswillen zu diskreditieren nur noch ein wenig Arbeiten am Verlust des Heimatgefühl und man wird ihn zu Gesicht bekommen, den Michel ohne Schlafmütze.

Heinz-Werner Bähr

4 Gedanken zu „wird Deutschland rechtsradikal?

  1. Zeigt die Verhältnisse, schildert Folgen Danke. Ich darf in diesem Zusammenhang an „Karrikaturen“ (Spottbildchen) des 19. Jahrhunderts erinnern, in denen der deutsche Michel mit Schlafmütze im Sessel dösend dargestellt wird, dicklich-gutmütig friedfertig und die anderen europäischen Nationen stehen um ihn herum, zerren an ihm und zapfen ihm Geld und Blut ab. Von nichts kommt nichts. Es gibt gute Gründe. Und jeden Tag werden es mehr. Danke Herr Maizière.

  2. Und was Frau Merkel betrifft, an der stimmt nichts. Lebenslauf, Aussehen, schulischer Werdegang. Alles Blendung. Sie blendet sogar die Blender. Dazu kommt noch der Parasitismus auf Gegenseitigkeit in den abgehobenen Kreisen. Eigenintelligenz cirka 75 bis 85, der Rest ist Mimikry. Mimikry. Bitte nachsehen, was das ist. Dann kommt man „ihr“ biologisch auf die Spur
    Merkel ist ein Finger eines Handschuhs. Das Problem für Otto Normal besteht darin, daß die anderen Finger, die zum selben Handschuh gehören, ihm Vielfalt vorspiegeln. Das Ding, dem der Handschuh gehört, sieht nicht schön aus. Mag sich selber nicht. Mag niemand. Freut sich an Leid. Leidet darunter. Das nennet man den Teufelskreis. Bitte nicht füttern.

  3. Vera Lengsfeld 10.10.2015 11:19

    Friedens-Nobelpreis: Ein doppeltes Lob für die Osloer Entscheidung

    Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Und diesmal sind es gleich zwei auf einmal. Erstens: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an das nationale Dialogquartett in Tunesien. Die Gruppe hat dazu beigetragen, einen Bürgerkrieg im Lande zu verhindert. Das tunesische Quartett hat damit mehr für eine friedlichere Welt getan, als die meisten Politiker zusammen. Der Preis dafür war hochverdient. Gratulation.

    Und nun zur zweiten guten Nachricht: Angela Merkel wurde nicht ausgezeichnet.
    Das Nobelpreiskomitee in Oslo hat sich besonnen und ist so einer erneuten Blamage entgangen – nach Arafat, Obama und Europäischer Union wäre Merkel der nächste Sockenschuss gewesen. Dabei hat es am Einsatz unserer Herzenskanzlerin gewiss nicht gefehlt. Im Gegenteil. Was hat sie nicht alles getan, um zu gewinnen.

    Sie hat die Realitäten so fest ausgeblendet, wie einst das Politbüro der DDR. Sie hat unserer Land an den Rand des Chaos getrieben. Sie hat sich ins Fernsehen gesetzt, um ihre Uneinsichtigkeit mit ihrem angeblich großen Herzen zu kaschieren, auf das sie hören müsse, statt ihren Verstand zu gebrauchen, den sie als promovierte Physikerin haben müsste, aber vermissen lässt. Sie hat, angefeuert von Bischoff Marx, munter weiter Gesetze gebrochen und damit den Rechtsstaat unterhöhlt, indem sie Anweisung gab, auch “Flüchtlinge” ins Land zu holen, die schon in Österreich registriert waren oder ohne Pässe an der Grenze erschienen sind und abgewiesen werden müssten. Sie hat dafür von der halbstaatlichen Bahn Züge “erbeten”, auch wenn reguläre Passagiere, ihre Steuerzahler, deren Geld sie leichthändig zu verschwenden pflegt, dadurch im Regen stehen gelassen wurden.

    Unter unseren Augen hat sich die Kanzlerin in eine Autokratin verwandelt, deren Nimbus vor allem von Heerscharen journalistischer Anbiederer und Kaisergeburtstagsdichter gestützt wurde. Wenn es nach den meisten Medien gegangen wäre, allen voran BILD, hätte Merkel in Oslo gekürt werden müssen. Zum Glück hat sich das Nobelpreiskomitee darauf besonnen, wer die wirklichen Friedensstifter sind: die Bürger, die den Schutt wegräumen, der von der Politik verursacht wurde.

    Blamiert steht jetzt nicht nur die “mächtigste Frau der Welt” da, der offenbar niemals jemand gesagt hat, dass sie sterblich sei, sondern auch all die Schreiber, die ihre Federn plattgeschrieben haben, um Merkel zur Führerin Europas und der Welt zu deklarieren. Der Schock sitzt tief. Der ” Spiegel” kann es gar nicht fassen: “Überraschung in Oslo” .
    Dabei war die Osloer Entscheidung ein Signal, dass die neue deutsche Selbstüberhebung nicht so gut ankommt, wie es scheint.
    Ich bin gerade in Calgary und habe auf den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Vereinigung an der Uni und am nächsten Tag beim Treffen der Honorarkonsuls viel artiges Lob über Deutschlands tapfere Aufnahme von Flüchtlingen gehört, im Privatgespräch hinter vorgehaltener Hand aber die Frage beantworten müssen, ob wir verrückt geworden seien.
    Ich habe dann immer klar gemacht, dass es der Wunsch einer einzelnen Dame war, was jetzt in Deutschland geschieht.
    Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern ihre gnadenlose Instrumentalisierung um persönlicher Ambitionen willen. Um den ersehnten Preis zu bekommen hat die Dame die Flüchtlingsfrage sogar zur Chefsache gemacht. Gut so, denn nun sind die Verantwortlichkeiten ganz klar. Und die Kritik wächst. „Moralisch verbrämt wird hier ihr Nichtstun als Politik ausgegeben“, schreibt beispielsweise Stefan Aust über Merkels “politischen Offenbarungseid”.

    Um die schwierige Aufgabe doch noch bewältigen zu können, habe ich einen Vorschlag: Flüchtlinge ins Kanzleramt!

    Aber bitte einen repräsentativen Querschnitt und nicht handverlesene Ärzte, Wissenschaftler und IT-Fachkräfte. Auf über 12000 Quadratmetern Gelände gibt es jede Menge Platz für Zelte. Im Gebäude können jede Menge überflüssige Büros geräumt und zu Flüchtlingsunterkünften umgewidmet werden.

    Im Büro der Kanzlerin könnte ein Flüchtlingsrat installiert werden. Der Kanzlerinnenschreibtisch braucht keine über 100 Quadratmeter freie Fläche um sich herum. Zusammenrücken ist außerdem gut für die Herzenswärme. Die Kanzlerin hat ja ein Mantra: Wir schaffen das.

    Also soll sie uns mal ganz persönlich vorführen, wie sie selbst das schafft.

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