wehret den Anfängen

von H.-P. Schröder

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wer, wer

Fels und Burg Wasigenstein (13. Jahrh.), nach dem Waltharilied (9./10. Jahrh.)  Schauplatz des Kampfes zwischen Walter (Westgoten) und Gunther (Burgunder) (4./5. Jahrh.) um die Schätze des Hunnenkönigs Attila (Etzel)

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PS: Wer sind die Todfeinde? Diejenigen Völker, die die Beweise besitzen (oder besaßen) und daran arbeiten, ihre Fälschungen, Lügen und die damit verbundenen Verbrechen quer durch die Geschichte der bekannten Welt offen zu legen: Deutschland, der Irak, Syrien, Ägypten (was in Saudi-Arabien im Boden liegt, wurde niemals bekannt gemacht, hunderttausende von Quadratkilometern weiße Wüste auf der archäologischen Landkarte).  Nachdem sie Babylon kräftig geflucht hatten, – der Unbegabte schaut meist mit Neid auf den Begabten, anstatt diesem nachzueifern, – und der mehr oder minder natürliche  Lauf der Welthistorie über Bayblon hinwegangen war, lehnten sie sich erleichtert und zufrieden zurück und machten das Fälschen zur Wissenschaft. Sie hatten niemals damit gerechnet, daß  umfangreiche  Archive im Boden verblieben waren  und daß eines Tages ein paar unbefangene Neugierige daherkommen würden, darunter einige bemerkenswerte Menschen deutschen Geblütes, die mit dem Spaten den Jackpot ausgruben UND, sie rechneten nicht damit, daß wiederum einige Neugierige (Amateure!) daherkommen würden, die sich mit Erfolg der Keilschrift (-en) annahmen, darunter wiederum einige Deutsche, und daß es dadurch möglich wurde, den Inhalt der Urkunden, die wahre Geschichte, bekannt zu machen. Genügend Motiv für den „Haß aus dem Abgrund“? Aber ja…. .
Die großen Monumente der klassischen Kulturen stehen bis in unsere Tage, manches in Ruinen, aber sichtbar. Und was steht in Israel?  Die Grundmauer des sogenannten Tempels, erbaut von den Megalithikern ! Kein Witz.
Und was befindet sich im israelischen Nationalmuseum ? Viel Platz. Kein Witz.
Und was suchen sie in dem Gewirr von Tunneln und Stollen, die sie in einem Zustand besinnungslosen Wahnsinns wie die Berserker unter Israel und die Umgebung graben? Die Legitimierung der Gegenwart durch EINEN EINZIGEN Beweis ihrer Ansprüche auf das Land und für die Authentizität der in ihren „Heiligen“ Legenden  abgelegten Geschichten. Sie suchen den Beweis für etwas, das niemals existiert hat. Und deshalb, um dem Offenbarungseid zu entgehen und nicht  mit leeren Händen vor der Weltgeschichte dazustehen, stehlen und fälschen sie auf Teufel komm `raus. Quod erat demonstra(n)tum

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16 Gedanken zu „wehret den Anfängen

  1. Die Wühlmäuse wühlen auch unter Heiligtum der Moslems die Erde auf – bis er eines Tages einstürzt. Das wäre ja praktisch.

    Das Land Israel – in vielerlei Hinsicht ein großes ?

    1. An Fa:

      Und ging es nicht auch bei der Hollywood-Fortsetzung zur Trilogie „Der Herr der Ringe“ – war das „Der Hobbit“? – um die Aushöhlung eines Berges? Ich weiß allerdings nicht, ob davon bereits bei Tolkien die Rede war oder ob das „unsere“ Wühlmäuse zurückgeht…

  2. Endlich schreibt jemand mal etwas über Babylon, ohne dieses großartige Reich, das mehr mit uns Germanen zu tun hat, als die Schulwissenschaft es uns glauben machen will, mit Dreck zu besudeln!

    Ich hatte ja schon unter http://trutzgauer-bote.info/2015/06/06/das-konzept-der-schuld-die-grundlage-fuer-die-heutige-versklavung/#comment-695 einen Artikel geschrieben, in dem ich mit der Edda, genauer gesagt mit Gylfaginning, und mit dem Schöpfungs-Epos (sowie dem Rigveda und dem Mihr-Yašt) bewiesen habe, daß der germanische Heimdallr niemand anderes als der babylonische Marduk (sowie die indisch-iranischen Indra und Mit[h]ra) ist.

    Gylfaginning (und die Skaldskaparmal) soll gegen 1250 von Snorri Sturluson verfaßt worden sein, die andere Quelle wurde erst nach 1850 überhaupt entdeckt und soll möglicherweise aus mittelbabylonischer Zeit stammen. Trotzdem sind die Gemeinsamkeiten erstaunlich. Ich habe auch unzählige weitere mesopotamische Quellen studiert und unter anderem mit der Edda verglichen – die Gemeinsamkeiten sind, auch wenn sich hier und da einige Fehler eingeschlichen haben, unübersehbar, beispielsweise das Atram-Ĥasis-Epos, bei dem es große Ähnlichkeiten zur Geschichte von Kvásir und anderen germanischen Erzählungen gibt. In der Edda gibt es auch eine Reihe von Erzählungen, wie Freyr seine Frau Gerdr gewann und wie Óðinn mit seiner Geliebte Rindr umgesprungen ist. Ich kann jedem nur empfehlen sich zum Vergleiche einmal die Erzählungen „Enlil und Ninlil“ sowie „Enlil und Sud“ anzusehen… (hier zu finden: http://etcsl.orinst.ox.ac.uk/cgi-bin/etcsl.cgi?text=all)

    Weil es hier so schön paßt, werde ich mal ein weiteres Beispiel anführen, welches diesmal die Germanen allerdings nicht mit Babylon, sondern mit Assur in Verbindung bringt, wobei babylonisch und assyrisch ohnehin nichts anderes als Dialekte des Akkadischen sind.

    Aus Gylfaginning zitiere ich dazu zunächst einen Teil der 17. Strophe, einmal altnordisch und einmal deutsch. Es geht um einen Ort namens Gimle, den leider so gut wie niemand von denen zu kennen scheint, die behaupten, sie fühlten sich der germanischen Religion nahe. Ich habe jedenfalls keinen einzigen darunter im Internet gefunden. So ziemlich alle reden nur von „Odin hier“ und „Walhalla dort“, aber die wenigsten scheinen die Edda überhaupt einmal gelesen zu haben. Viel wichtiger als jeder andere Ort, von denen, die in in der Edda genannt werden, ist aber eben Gimle.

    Den altnordischen Text (zur Gylfaginning und zur Skaldskaparmal) findet Ihr hier: http://books.google.de/books?id=FocBAAAAQAAJ&pg=PA100&dq=Heimdallr+heitir+einn+j%C3%B3nsson&hl=de&sa=X&ei=IEN2VO73As7tO4zIgLgF&ved=0CCsQ6AEwAA#v=onepage&q=Heimdallr%20heitir%20einn%20j%C3%B3nsson&f=false

    Die deutsche Übersetzung zur Gylfaginning findet Ihr hier (und auch den Rest von Karl Simrocks Übersetzung): https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Die_Edda_%281876%29.djvu&page=13

    Wen es interessiert, hier gibt es den altnordischen Text zur sogenannten älteren Edda (die Übersetzung von Simrock ist teilweise grottenschlecht): http://books.google.de/books?id=WhJeAAAAcAAJ&pg=PA219&dq=mars+of+manheim+Hrafnagaldr&hl=de&sa=X&ei=hUp0VK4Uhbc8-NKAiAI&ved=0CCoQ6AEwAQ#v=onepage&q=mars%20of%20manheim%20Hrafnagaldr&f=false

    Hier nun erst einmal ein Auszug aus Gylfaginning 17, den man unbedingt kennen sollte, da diese Strophe meiner Meinung nach eine der wichtigsten Botschaften der Edda überhaupt enthält:

    „. . . Á sunnanverðum himins enda er sá salr, er allra er fegrstr ok bjartari en sólin, er Gimle heitir; hann skal standa þá [er hæði himin ok jörð [hefir farizt, ok byggja þann stað góðir menn ok rèttlátir of allar aldir. Svâ segir í Völuspá:

    „. . . ‚. . . Im südlichen Ende des Himmels ist der Palast, der Gimil heißt und der schönste von allen ist und glänzender als die Sonne. Er wird stehen bleiben, wenn sowohl Himmel als Erde vergehen, und alle guten und rechtschaffenen Menschen aller Zeitalter werden ihn bewohnen. So heißt es in der Völuspa:

    Sal veit ek standa sólu fegra,
    gulli betra, á Gimle, þar skulu dyggvar dróttir byggja
    ok um aldr-daga yndis njóta?

    Einen Saal sah ich lichter als die Sonne,
    Mit Gold gedeckt, auf Gimils Höhn.
    Da werden bewährte Leute wohnen,
    Und ohne Ende der Ehren genießen.‘

    Þá mælti Gángleri: Hvat gætir þess staðar þá er Surta logi brennir himin ok jörð?

    Da fragte Gangleri: ‚Wer bewahrt diesen Palast, wenn Surturs Lohe Himmel und Erde verbrennt?‘

    Hár segir: svâ er sagt, at annarr himin sè suðr ok upp frá þessum himni, ok heitir sá Andlángr, en inn III . (þriði) himin sè enn upp frá þeim, ok heitir sá Víðbláinn, ok á þeim himni hyggjum vèr þenna stað vera, en Ljósálfar einir hyggjum vèr at nú byggvi þá staði.

    Har antwortete: ‚Es wird gesagt, daß es einen Himmel südlich und oberhalb von diesem gebe, welcher Andlang heiße. Und noch ein dritter Himmel sei über ihnen, welcher Widblain heiße, und in diesen Himmeln glauben wir sei der Palast gelegen und nur von den Lichtalfen glauben wir diesen Palast jetzt bewohnt.'“

    Hier wird ein Weltbild beschrieben, das aus drei „Himmeln“ besteht, der unterste wird zusammen mit der „Erde“ einstmals (durch Surtrs Feuer) untergehen, sicherlich nicht durch den „Nibiru“-Unsinn, sondern wenn schon, dann vermutlich in einer elektrischen Entladung, wie sie auch in den Plasmaversum-Videos beschrieben wird (http://viaveto.de/plasmaverse.html). Über diesem – „Süden“ ist keineswegs unten, wie auf unseren Landkarten, sondern der Ort, wo die Gestirne am höchsten stehen! – befinden sich zwei weitere „Himmel“, der untere von beiden heißt Andlángr, der obere Víðbláinn. In diesen beiden befindet sich Gimle, wo einst die guten und rechtschaffenen Menschen aller Zeitalter wohnen werden und wo sich derzeit die Lichtalfen befinden. (Es gibt auch eine Strophe, die sich zum Beispiel an Meineidige und Meuchelmörder richtet…)

    Bis zum heutigen Tage wird in der Literatur immer behauptet, daß dies ein christlicher Einschlag sei. Tatsächlich gibt es ja auch Parallelen darin, besonders im Buch der Offenbarung. Bedauerlich ist es jedoch, daß bisher keiner der Scheuklappen-Schulwissenschaftler KAR 307 und AO8196 in diesem Zusammenhang zur Kenntnis genommen haben scheint. Diese beiden mesopotamischen Quellen, die nach Wayne Horowitz angeblich aus neuassyrischer Zeit stammen und vielleicht auf die kassitische Zeit zurückgehen sollen, stehen – obwohl dies eigentlich gar nicht sein dürfte – der Version nach Gylfaginning sehr viel näher, als die Bibel allen dreien zusammen – die Bibel ist nichts anderes als ein zusammengeklautes und verfälschendes Machwerk, wie ja auch der Artikel von H.-P. Schröder erahnen läßt.

    In KAR 307 lesen wir in den Zeilen 30-33 (einige Zeichen sind eigentlich hoch-, andere tiefgestellt – keine Ahnung, wie das hier umzusetzen ist, außerdem habe ich das übliche „h“ mit Breve ersetzt durch „ĥ“, ebenso eine bestimmte Klammer durch „{}“ sowie ein „t“ mit einem Punkt durch „ţ“):

    „30 šamû ú elûti (an.ta) ti na4 lu-lu-da-ni-tú ša d a-nim 300 (5 UŠ) d Í-gí-gí ina lìb-bi ú-š[e]-{šib}

    „30 Die Oberen Himmel sind von luludānītu-Stein. Sie gehören Anu. Er ließ die 300 Igigi darin wohnen.

    31 šamû ú qablûti (murub4) ti4 na4 sag-gil-mud ša d Í-gí-gí be-lum ina libbi paramaĥi (bára.mah
    ĥ) ina lìb-{bi}

    31 Die Mittleren Himmel saggilmud-Stein. Sie gehören den Igigi. Bel saß auf der hohen Estrade darin.

    32 i-na parakki (bára.maĥ) na4 uqnî (za-gìn) ú-šib GIŠ bu-s.i-(in) NA4 elme-ši ina libbi ú-nam-mir

    32 Im Lapis-Lazuli-Heiligtum. Er machte eine Lampe? aus Elektrum, darin zu scheinen.

    33 šamûpúq šaplûtu (ki.ta) meš na4 aš-pu-u ša kakkabāni(meš)2 lu-ma-ši ša
    ilāni meš ina muĥĥi(ugu) e-şir

    33 Die unteren Himmel sind von Jaspis. Sie gehören den Sternen. Er zeichnete die Konstellationen der Götter auf sie.“ (Horowitz 3-4. Von mir aus dem Englischen.)

    Der Begriff „bel“ bedeutet eigentlich nur „Herr“, wird aber insbesondere in Verbindung mit Enlíl und mit Marduk (der hier gemeint ist) benutzt.

    In AO 8196 steht ein wenig abweichend davon:

    20 [šamû ú e]lûtu tu4 na4 lu-lu-da-ni-tu4 šá d a-nim

    20 Die Oberen Himmel sind von luludānītu-Stein. Sie gehören Anu.

    21 [šamû ú] qablûtu (murub4) tu4 na4 sag-gil-mud šá d Ì-gí-gí

    21 Die Mittleren Himmel sind von saggilmud-Stein. Sie gehören den Igigi.

    22 {šamû ú} šaplûtu tu4 na4 aš-pú-u šá kakkabāni meš“

    22 Die Unteren Himmel sind von Jaspis. Sie gehören den Sternen.“ (Horowitz 3-4. Von mir aus dem Englischen.)

    Hier wird also ebenfalls ein Weltbild mit drei „Himmeln“ beschrieben. Nimmt man beide Texte zusammen, sind den Igigu die beiden oberen „Himmel“ vorbehalten, also ganz genau so, wie es die Edda von den Lichtalfen sagt, bewohnen sie doch Gimle, der sich über die beiden oberen „Himmel“ erstreckt. Daß hier zugleich Anu im obersten „Himmel“ wohnt, während ein Gegenstück zu ihm in der Edda zu fehlen scheint, erklärt sich dadurch, daß die Igigi in anderen Teilen der Edda eindeutig den Wanen (zum Beispiel beim Spucken in ein Gefäß bei der Erschaffung Kvásirs zum [vorläufigen] Friedensschluß mit den Asen, was auch im Atram-Ĥasis-Epos von den Igigu bei deren [vorläifgen] Friedensschluß mit den Anunnaku gesagt wird) entsprechen – und bei diesen befindet sich bekanntlich ein gewisser Hoenir als Geisel…

    Daß die beiden oberen „Himmel“ bestehen bleiben, wie es in Gylfaginning zu lesen ist, stammt ohne Zweifel aus dem Gilgameš-Epos, denn in den Zeilen 113 bis 115 ist es in der assyrischen Version auf Tafel XI in Kolumne vi doch ausgerechnet der „Himmel“ Anus, in den die Götter aus Angst vor der großen Flut fliehen.

    Zu den Edelsteinen, aus denen nach KAR 307 und AO 8196 die drei „Himmel“ bestehen sollen, ist nach Wayne Horowitz folgendes zu sagen: Der „Jaspis“ für den untersten „Himmel“ meint nicht ausschließlich das, was heute damit gemeint ist, sondern ebenso den Chalcedon. Der mittlere Himmel wird mit dem saggilmud-Stein verbunden, der eine ähnlich blaue Farbe hat wie der Lapis-Lazuli. Insofern gibt es eine Abweichung zu Gylfaginning, wo der oberste und nicht der mittlere „Himmel“ als Víðbláinn („Weitblau“) bezeichnet wird. Der oberste Himmel soll schließlich aus luludānītu-Stein bestehen, der grundsätzlich von roter Farbe sein soll, aber – und nun horche man auf! – mit schwarzen und weißen Einschlägen durchsetzt sein soll, so daß Wayne Horowitz zum Schluß kommt, „… that the surface of the Heaven of Anu was thought to be colored red, white, and black.“ (Horowitz 10.)

    Und hatte ich schon erwähnt, daß Gimle nach Wolfgang Golther (423-424) ausgerechnet „Edelsteindach“ oder „Edelsteinhügel“ bedeutet?

    In KAR 307 findet sich in den Zeilen 34-38 auch Parallelen zu den drei „Wurzeln“ der Weltesche aus Gylfaginning 15, ihrer Orte und ihrer Bewohner, nur daß dort von drei „Erden“ / „Unterwelten“ die Rede ist – das akkadische „erşetu“ bedeutet sowohl „Erde“ als auch „Unterwelt“. In einer wohnen die zaqiqu (wie eţemmu = Geist) der Menschen, was wohl der nach Niflheim weisenden Wurzel entspricht, wo sich nach Gylfagining 34 das Reich der dorthin geworfenen Hel (mesopotamisch Ereškgal!) befinden soll. In einer weiteren ließ Marduk seinen Vater Éa wohnen, der niemand anderes als Mimir ist (Achtung: Enki = Loki! Aber das wird jetzt zu kompliziert…), dessen Brunnen sich an einer Wurzel befindet und auch Heimdallrs (= Marduk, siehe oben!) Horn gelagert wird. Und in der dritten residieren nach Marduks Willen die Anunnaku – in anderen Texten wird gesagt, daß sie dort zu Gericht sitzen, was aber genau dem entspricht, was die Asen an der dritten Wurzel tun…

    Ich erinnere daran, daß sämtliche mesopotamischen Texte erst ab etwa 1850 u.Z. entdeckt worden und teilweise aus unzähligen Einzelteilen zusammengesetzt und übersetzt worden sind. Das erste war der Sintflut-Bericht aus dem Gilgameš-Epos, der übrigens dem Atram-Ĥasis-Epos aus altbabylonischer Zeit (ab etwa 2800 v.u.Z.) angelehnt ist. Gylfaginning soll gegen 1250 vom Isländer Snorri Sturluson verfaßt worden sein. Mir ist keine einzige Quelle bekannt, auch nicht der älteste Teil der Veden, der Rig-Veda, oder der (meiner Meinung nach deutlich jüngere) Avesta, oder Hesiods Ilias und Odyssee, noch sonst irgend ein anderer Text. In der Bibel gibt es zwar Übereinstimmungen, aber eben nicht so sehr wie zwischen Gylfaginning sowie KAR 307 und AO 8196. Woher wußte also Snorri Sturloson oder von wem auch immer Gylfaginning stammen möge davon?

    So, das war jetzt die absolute Kurzfassung… 🙂

    Eines noch: Es ist außerordentlich wichtig, sich auch die Originaltexte anzusehen, im Falle der Edda ist es der altnordische Text, da die Übersetzungen allzu oft in die Irre führen. Hier ein Beispiel aus Helgakviða Huningsbana önnur:

    Karl Simrock übersetzt die Schlußworte so: „Sigrun lebte nicht lange mehr vor Harm und Leid. Es war Glauben im Altertum, daß Helden wiedergeboren würden; aber das heißt man jetzt nur noch alter Weiber Wahn. Von Helgi und Sigrun wird gesagt, sie seien wiedergeboren worden: er hieß da Helgi Haddingia-Held; aber sie Kara, Halfdans Tochter, so wie gesungen ist in den Karaliedern; und sie war Walküre.“

    Danach, so wäre zu schließen, würden nach germanischem Glauben, nur Helden wiedergeboren werden.

    Im altnordischen Text steht aber: „Sigrún varð skammlíf af harmi ok trega. Þat var trúa í forneskju,
    at menn væri endrbornir, en þat er nú kölluð kerlinga villa. Helgi ok Sigrún er kallat, at væri endrborin; hèt hann þá Helgi Haddingjaskaði, en hon Kára Hálfdanardóttir, svá sem kveðit er í Káruljóðum; ok var hon valkyrja.“

    Hier sieht man, daß von „Helden“ überhaupt keine Rede ist. Vielmehr heißt es dort „menn“, was sowohl „Männer“ als auch „Menschen“ bedeutet. Und so übersetzt es Karl Simrock ja auch in dem Text von Gimle. Was soll der verfälschende Mist also, den er sich hier mit seinen „Helden“ geleistet hat, da doch „Menschen“ gemeint sind? Den Glaube (also nicht nur der Kelten, sondern auch) der Germanen an die Wiedergeburt, der keineswegs im Widerspruch zur Vorstellung von Asgardhr, Hel und den anderen Totenreichen steht, findet man auch in Helgasviða Hjörvardhssonar wieder.

    Quellen:

    Wolfgang Golther. Handbuch der Germanischen Mythologie. Komplette und sprachlich auf neuesten Stand gebrachte Neufassung der Urausgaben mit neuem Register und Pagina. Lizenzausgabe; Wiesbaden: Fourier-Verlag, 2003.

    Wayne Horowitz. Mesopotamian cosmic geography. Mesopotamian civilizations. Band 8. Winona Lake (Indianapolis): Eisenbrauns, 1998.

    Theodor Möbius (Herausgeber). Edda Saemundar hins Fródja. Mit einem Anhang zum Theil bisher ungedruckter Gedichte.} Leipzig: Hinrichs’sche Buchhandlung, 1860. http://books.google.de/books?id=WhJeAAAAcAAJ&pg=PA219&dq=mars+of+manheim+Hrafnagaldr&hl=de&sa=X&ei=hUp0VK4Uhbc8-NKAiAI&ved=0CCoQ6AEwAQ#v=onepage&q=mars%20of%20manheim%20Hrafnagaldr&f=false

    Jón Sigurdhsson, Finnur Jónsson und Sveinbjörn Egilsson (Herausgeber). Edda Snorra Sturlosonar. Stockholm: Elménsku Prentsmidhju, 1818. http://books.google.de/books?id=FocBAAAAQAAJ&pg=PA100&dq=Heimdallr+heitir+einn+j%C3%B3nsson&hl=de&sa=X&ei=IEN2VO73As7tO4zIgLgF&ved=0CCsQ6AEwAA#v=onepage&q=Heimdallr%20heitir%20einn%20j%C3%B3nsson&f=false

    Karl Simrock. Die Edda — die ältere und jüngere nebst den mythischen Erzählungen der Skalda — übersetzt und mit Erläuterungen begleitet von Karl Simrock. Sechste verbesserte Auflage. Stuttgart: Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, 1876. https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Die_Edda_%281876%29.djvu&page=13

    1. Danke für einen der spannendsten Kommetare letzten Jahre!!
      Danke dafür, daß Du deine Arbeit teilst.
      Danke dafür, daß Geschichte Dein erstes Ziel ist, fern von Werten…

      Wir müssen alle selbst kapieren dürfen. Nur so wächst der Garten.

      „surface of the Heaven of Anu was thought to be colored red, white, and black“

      Die Meisten werdens nicht kapieren, was Du alles sagst, aber es ist das Nadelöhr, von dem Du weisst.
      Ich hab HPS privaten Brief veröffentlicht, Du hast reagiert. So ist es gut!

      Trotz aller DDOS-Hilfeschreie ein weiterer Etappensieg… we are amused

  3. Zum Artikel noch etwas:

    Vor wenigen Tagen hatte ich auch gerade an den Trilithon, den gewaltigen sreiteiligen Grundstein und auch an die Megalithiker gedacht – das müssen wohl die morphogenetischen Felder sein… 🙂

    Erich von Däniken hat in „Wir sind alle Kinder der Götter“ auf den Seiten 91ff. im Kapitel „Und die Bibel hat nicht Recht“ den gleichen Gedanken verfolgt und schreibt u.a. auf Seite 94: „Wann und wo immer in Palästina eine Ruine, eine Inschrift, ein Wasserloch, eine Tonscherbe oder ein mürber Fetzen alten Stoffes gefunden wurde, war man behende dabei, jedes Ding in ‚Beweise‘ für die Richtigkeit des Bibelwortes umzufunktionieren.“

    Er nennt als typisches Beispiel für die Taschenspielertricks der Archäologen einen Wassertunel, der sofort als Beweis für 2. Könige 20,20 und König Hiskia deklariert wurde, obwohl Wasserleitungen zu allen Zeiten und allen möglichen Kulturen angelegt worden sind.

    Im gleichen Kapitel läßt er den libanesischen Prof. Dr. Kamal Sulaiman Salibi, der sich die Beschreibungen von Landschaft und Tierreich und Angaben von Dauern von Reisen in der Bibel angeschaut und dabei festgestellt habe, daß das ganze überhaupt nicht auf Palästina paßt, wohl aber auf den Landstrich Asir im südöstlichen Saudi-Arabien… Das würde dann erklären, weshalb „Salomon“ ein Interesse an der „Königin von Saba“ gehabt hätte – die arabischen Sabäer wären die direkten Nachbarn gewesen – und weshalb außerhalb der Bibel niemand auch nur die geringste Notiz von „großprächtigen“ „Königen“ wie David, Salomon und dem ganzen Rest genommen hat…

    1. Grüß dich noch einmal. Da ich gerade deinen Tetx hier lese und den Desinformanten (ja, das ist er in meinen Augen) als Zitat hochkommt.

      Als Berner Restaurantbesitzer war Erich von Däniken bereits vor seiner Autorenkarriere ein Mitglied des Berner Lions Club und ein gern gesehener Gast bei den Rotariern. Als er sich seiner archäologischen Forschung widmete, wurde er nicht etwa aus den Establishment-Kreisen ausgeladen, sondern durfte seine Alien-Thesen sogar auf Rotary- und Lions-Club-Treffen vortragen. Ohne diese Beziehungen wäre er auch sicher nicht in kurzer Zeit zum Bestseller-Autor geworden und hätte so oft die Möglichkeit seine Thesen im Fernsehen vorzutragen. Bis heute bestehen seine Thesen aus wilden Phantasien, das kann jeder erkennen, der diesem Mann neutral zuhört. Sein großer Vorteil ist, dass viele seiner Zuhörer immer noch an die widerlegte Evolutionstheorie glauben und sich deshalb nicht vorstellen können, dass unsere „primitiven Vorfahren“ bereits gewaltige Weltwunder schufen, die man heute noch nicht nachbauen kann.

      Der jüdische Rechtsanwalt Gene Philipps gründete 1973 in den USA die Ancient Astronaut Socitey (AAS). Philipps, der von Erich von Däniken inspiriert wurde, konnte seine Liebling auch als Mitglied der AAS gewinnen. Die AAS ist heute weltweit unterwegs, hält Kongresse ab und will die Alien-Abstammungsthese beweisen, doch bisher ohne Erfolg. Der deutsche Ableger der AAS heißt „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (kurz auch AAS). Die deutsche Abteilung veröffentlicht das Magazin „Sagenhafte Zeiten“. Der berühmte deutsche UFO-Forscher Michael Hesemann ist Mitglied der AAS.

      In den USA hat der Alien-Schwindel noch größere Ausmaße angenommen, ähnlich wie in England, wo David Icke die Reptiloiden-Theorie groß rausbringt. Im Internet wird immer wieder spekuliert, ob David Icke Freimaurer ist. Es werden Fotos von David Icke veröffentlicht, die ihn angeblich als Freimaurer zeigen, jedoch sind es plumpe Fälschungen. In dem Buch „The Brotherhood“ von Stephen Knight erfährt man sehr viel über die britische Freimaurerei. Unter anderen ergaben Stephen Knights Forschungen, dass man in der britischen Medienwelt und der britischen Politik Freimaurer sein muss. Es dürfte also nicht allzuweit hergeholt sein, dass David Icke, wenn nicht während seiner Zeit als Sportreporter, dann spätestens als Pressesprecher der Grünen, Mitglied einer Loge gewesen sein muss, wie sonst sollte man in England Pressesprecher einer Partei werden? Natürlich sind das Vermutungen, keine Beweise! Aber das ändert alles nichts daran, dass seine Thesen über die Reptiloiden fehlerhaft sind.

      Wir könnten uns natürlich auch noch über angebliche andere „Kontaktler“ streiten, wie z.B. den Juden Stewart Swerdlow oder den Juden Alex Collier, aber wer deren frühe Aussagen mit ihren späteren Aussagen vergleicht, der merkt schnell selbst, wie diese Menschen sich selbst widersprechen. Unterm Strich bleibt nicht viel übrig.

      Der Jude Russel Pine, wohl besser bekannt als Jordan Maxwell, der Mann der laut eigener Aussage David Icke zur Berühmtheit gemacht hat, unterhält nicht nur enge Verbindungen mit sämtlichen amerikanischen UFO-Forschern, sondern auch mit jüdischen Medienbossen aus Hollywood. Wie oft habe ich schon den Satz gelesen, dass Hollywood uns mit ihren Alien-Filmen die Wahrheit als Science Fiction verkaufen würde. Aber nein, so ist es nicht. Die Hollywood-Bosse bekommen Infos direkt aus der UFO-Szene oder ist es etwa andersherum?

      Zum Gruße

      autarkes-rattelsdorf.blogspot.de

  4. Ich hatte vergessen zu schreiben, daß der Trilithon auf Baalbek im Libanon zu finden ist, aber die gleichen Baumeister haben auch (und noch viel mehr als 🙂 ) die Grundmauer des „Tempels“ in „Jerusalem“ erbaut, wie H.-P. Schröder richtig schreibt.

    1. und was mir gerade so einfällt:

      die Schlüsselfragen menschlicher Entwicklungsgeschichte – und das sind die einzigen von Belang für eine naturgerechte Weiterentwicklung der gesamten Menschenrasse (wenn sie diesen Namen verdient hat) – wurzelt in der Erkenntnis alter Fehler und sonst nichts.

      Die Inanspruchnamhe der Google-Notfallfirma „alfabet“ oder so ist in einem geltenden Gesetz zur Unverwendbarkeit allgemein geläufiger Begriffe für Firmennamen strengstens verboten (für deutsche Normalbürger wie mich war es dies faktisch und beweisbar).

      Doch Google darf.

      Sogar ohne TTIP.
      Denkt kurz nach und kauft euch…

  5. Die Kommentare sind so interessant und ja auch extrem spannend heute. Ich will mich da mal einlesen. Wie würde ein Syllabus für Anfänger aussehen. Ich spüre… Ich will sehen lernen.

    Vielen Dank!

    1. servus Fa!
      das ist das reinigende Gewitter nach dem (erneuten) Blockier-Angriff der Staatsmacht.

      Beiläufig: Vielen Dank an die Firma Hetzner. Ironie aus. Platz 1 in irgendweiner Skala ist garantiert verdient.

      1. Deutsche Sprache schwere Sprache…

        Nimm’s mir nicht übel, Jo, aber so viel Selbsterkenntnis an einem Sonntag Morgen? :mrgreen:

        Ich hab‘ da noch ‚was für Dich:
        Das Apostroph ‚ ist keinesfalls der frz. Akzent `, sondern ‚ (gleich neben der rechten Entertaste)
        Das Wort „nicht“ ist ein Kunstwort, mit dem das Unterbewußtsein das Gegenteil des Gesagten mitgeteilt wird. Das liegt daran, dass die deutsche Sprache weder schwer, noch kompliziert, sondern einfach präzise ist, indem es in den allermeisten Fällen den gegenteiligen Begriff im Wortschatz hat.
        Beispiele:
        möglich -> unmöglich
        schwer -> unschwer oder auch leicht
        gut -> ungut (oder auch schlecht)
        usw.
        Apropos „erkennen lernen“. Die Tücken der Frankfurter Schule (FS) zu erkennen, wäre ein Riesenschritt in Richtung Befreiung. Zum Unwort „nicht“: Das Wort „nicht“ wird vom Unterbewußtsein ignoriert, und wenn man beispielsweise das heute gebräuchliche „nicht schlecht“ anstatt des korrekten „gut“ auf diese Weise betrachtet, kann man eine der Arbeitsweisen der FS erkennen. Aus dem (eigentlich) als „gut“ gemeinten „das ist ja nicht schlecht“ wird im Unterbewußtsein „das ist ja … schlecht“, da das „nicht“ ignoriert wird.

        Darüber und über viele andere inzwischen in unsere schöne, präzise Sprache etablierte Gegenteiligkeiten gibt es mittlerweile recht gute Informationen im Netz. Wer also „Erkennen“ lernen will, sollte zunächst einmal „deutsch lernen“ 🙂

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