Nostradamus-Rezept: der „Jugendtee“ aus Kopfsalat

408px-Nostradamus_by_Lemudohne Quellenangabe

Und schließlich der berühmt gewordene „Jugendtee“, der auch heute noch in Südfrankreich getrunken wird:

»Man gibt einen kleinen Kopfsalat (nur die gesunden, frischen Blätter) ganz in ausreichend Wasser und fügt ein paar Krautblätter hinzu. Das wird auf kleiner Flamme und nur kurz gekocht. Von diesem „Tee“ trinkt man jeden Abend vor dem Schlafengehen ein Glas voll, lauwarm…«

Der Salat ist nicht nur eine vorzügliche Vitaminquelle. Er besitzt neben Kupfer, Eisen und anderen Metallen und Mineralien, je nach der Beschaffenheit des Bodens, eine ganze Reihe sehr wichtiger Heil- und Wirkstoffe. Vor allem eine Beruhigungsdroge, die schon den alten Griechen bekannt war. Sie macht nicht abhängig. In vielen Hustensäften ist dieses Beruhigungsmittel aus dem ganz gewöhnlichen Kopfsalat enthalten.

In der Heimat des Nostradamus preßt man Kopfsalatblätter aus und gewinnt dabei einen Saft, der „Tridace“ genannt wird. Man trinkt ihn tropfenweise gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und Krämpfe.

Der berühmte Arzt Galenos (130-201 nach Christus) hat uns mitgeteilt, daß er als Schlafmittel regelmäßig eine Portion Salat verzehrte. Der „schlafende Prophet“ Edgar Cayce empfahl den Salat als hilfreiches Mittel gegen die Übersäuerung des Blutes – somit als Heilmittel für Herz- und Nierenkranke sowie für alle, die zu Gichtanfällen neigen. Voraussetzung für einen gesunden Salat ist allerdings, daß möglichst wenig Essig verwendet wird und wenig Salz, dafür darf er ruhig in Öl schwimmen.

Das Kraut galt durch die Geschichte hindurch als eines der Grundheilmittel überhaupt. Paracelsus, der sich gelegentlich auch als Seher hervorgetan hat, schrieb in einem seiner zahlreichen Medizinbücher, es gäbe überhaupt nur drei wahre Heilmittel – das Wasser, die Luft und das Kraut: »Das Wasser trainiert den Körper und hält ihn wach. Die Luft „dengelt“ die Gesundheit wie der Bauer die Sense. Das Kraut besorgt das Gleichgewicht der Kräfte.« Mit dem Kraut waren aber nicht irgendwelche Heilkräuter ganz allgemein gemeint, sondern der Krautkopf, der Weißkohl, wie man auch sagt. Und es gibt kaum eine Krankheit, die man nicht irgendwann mit Kraut geheilt hätte: Kraut kuriert hartnäckige Wunden, wenn man einen Umschlag aus frischen, sauberen Blättern darüber legt. (Die harten Rippen der Blätter werden zuvor herausgeschnitten.) Kraut lindert und heilt Asthma, bindet man sich nachts zwei, drei frische Blätter auf die Brust. Krautsaft, frisch ausgepreßt, hilft bei Magen- und Darmleiden und bringt selbst hartnäckige Geschwüre zum Verschwinden.

Kraut enthält aber vor allem Magnesium. Es ist das vielleicht einzige Mittel, der Arteriosklerose vorzubeugen. Magnesium ist der Gegenspieler des Kalkes. Wo Magnesium in der Nahrung fehlt wie etwa in Finnland, das geht heute eindeutig aus umfangreichen Statistiken hervor, sind die Herzinfarktraten am höchsten. Dort dagegen, wo an heißen Tagen viel Salat und Kraut gegessen wird, liegen sie am niedrigsten. In Südfrankreich und Italien.

Das rechte Essen kann in der Tat die beste Medizin sein.

 

5 Gedanken zu „Nostradamus-Rezept: der „Jugendtee“ aus Kopfsalat

  1. Kopfsalate neigen von Natur aus dazu, Nitrate über die Maßen einzulagern. Und dann stinkt das Zeugs wie Jauche (Blumenkohl).

    Also erst an dem Kopf riechen und dann kaufen! Es könnte stinken…

    Das gilt übrigens auch für alle Politiker und Pfaffen. Und insbesondere für jene Pfaffen, welche sich als Politiker verkleiden > siehe den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, welcher nach Rom eine Reise auf Steuerzahlerkosten unternimmt, um sich dort Puderzucker in den Arsch blasen zu lassen. -Huch, das kitzelt so schön im Enddarm.

    Und der Tag der Endabrechnung mit diesen federlosen Vögeln kommt.

  2. Agrar-Hinweis: Nur wer mit Jauche die Felder „düngt“, d.h. mit Jauche die Felder vergiftet, bekommt auch das Jauchegift (= Nitrat u.v.a.) in die Feldfrüchte hinein. Ergo: Wo Jauche draufsteht ist auch Jauche drin.

    Gute Ernte setzt natürliche Düngung voraus.

    1. und wer sich Gedanken macht über natürliche Düngung stößt auf Jo und Julius Hensel.
      Danke Jo, dass du Julius Hensel ins Bewusstsein der Menschheit wieder rein gebracht hast. Dieser Verdienst wird erst in Generationen abzuschätzen sein.
      Ganz große Klasse ist das.

  3. Dann natürlich am besten Salat aus dem eigenen Garten…. Zur Zeit des Nostradamus war das „gesunde“ essen noch etwas leichter als heutzutage. Heute würde ich einen solchen „Tee“ auf einen frischen grünen Saft übertragen, ist vermutlich noch besser…. Auf jeden Fall sehr interessant dieser Beitrag!

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