im Schneckengang abwärts…

von H.-P. Schröder

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Schneckengang

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Zum Tode von Günter Grass (87)

Lieber Günter,

als Johann Wolfgang starb,
ging ich in Sack` und Asche
an die 100.000 Jahr,
und als Schiller ging,
da wurde weiß mein Haar
vor Gram,
und als das Kind aus Salzburg endete
den Sang
und schwieg,
da schwieg auch ich
so an die 100.000 Jahr
vor Scham.

Egal was bleibt,
wenn etwas von uns geht,
das uns vor lebt,
was in uns strebt
und zeigt uns auf,
was möglich ist,
wenn bewusstes Sein mit Takt
und Feingefühl den
Lebensmantel webt,
– der Schmerz ist fürchterlich.

Ich fühle tief in mich
und spüre nichts.
Du warst kein Großer,
hast dein Leben nur für dich gelebt.
Einmal die Stimme frisch erhoben,
zwar schlecht, aber im Grund gerecht,
und als dein Häuselein erbebt
sofort das Schwänzlein eingezogen
und geschwiegen. Du hast versagt,
total versagt, und uns im Stich gelassen,
mein Beileid stösst sich hart
an deinen Grenzen,
denn deine Zeit –
sie ist die Zeit der kleinen Geister
Und unser Streben gilt dem großen Meister.

Du reissest keine Lücke.
Es ist, wie wenn nichts war.
Der Himmel blau,
die Lüfte mild und klar.
Dein alter Platz ist jetzt schon neu besetzt,
von einem abgebrannten Schwätzer,
der an deinen morschen Knochen,
sein eigen Schweig`gelübde wetzt.

Das ist alles was mich heut` entsetzt.

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11 Gedanken zu „im Schneckengang abwärts…

  1. Günter Grass und die Waffen-SS humoristisch betrachtet

    Die Sache mit dem G.G. ist in Wirklichkeit ganz anders gelaufen. Der Günter Grass hatte reinrassige kaschubische Vorfahren. Das kann man noch heute ganz deutlich an seiner Körperhaltung erkennen. Als Jugendlicher sah der nackisch wie eine wackelige Schießbudenfigur aus. Nun hatte er sich in eine BDM-Führerin verguckt, die von feinstem nordischen Blut war, und die ließ G.G. nur spöttisch abblitzen. Aber da wurde unser Kaschubenbub erst richtig heiß und beschloß, die Germania unter allen Umständen heiraten zu wollen. Deshalb hat er sich im Warschauer Ghetto eine neue Idendität verschafft. Das wurde möglicht, weil er als Gegenleistung dem Gauleiter von Westpreußen, zu dessen späteren Sicherheit einen Fluchtweg über Schweden nach Paraquay verraten durfte. Dadurch konnte G.G. das strenge Aufnahmeverfahren in die Waffen-SS umgehen. Nun trug unser Nobelmeister zwar den begehrten „Schwarzen Rock“, aber zu seiner Angebeteten konnte er nicht, weil man in der Grundausbildung bei der SS keinen Urlaub bekam! Also schrieb er Liebesbriefe. Aber die BDM-Maid schickte alle ungeöffnet zurück. Doch G.G. sammelte sie und schickte sie weiter an eine katholische polnische Fremdarbeiterin, welche in Hamburg in einer Bücherei arbeitete. Diese Briefe wurden später zum Grundstock für die ganze G.G.-Schundliteratur. Natürlich bekam unser Günter dann doch Ausgang und fuhr schnurstraks zu seiner Liebe. Als die ihn erblickte in der SS-Uniform, da wußte sie sofort, daß der Krieg verloren war und meldete sich zur Sonderverwendung freiwillig an die Ostfront. Dabei wurde sie von russischen Soldaten und polnischen Kriminellen am 16.02.1945 in Vilmsee bei Neustettin zusammen mit dreihundert anderen BDM-Mädels massakriert. Für unseren Günter brach damit eine Welt zusammen! Und die SS-Uniform war für ihn jetzt total sinnlos! Daher beschloß er, den Eintritt in die Waffen-SS nachträglich von Anfang an als ungültig zu erklären! Genau so ist es gelaufen und nicht anders!

  2. Er versuchte was Wichtiges zu sagen
    Politisch unkorrekt – er wollte es trotzdem mal wagen
    Dann schiss er in dir Hose sich
    Als die bösen Kritiker gell schrieb – er sich verpisst

    Er sprach, „Deutsche sollen Flüchtlinge aufnehmen.“
    Solche Worte lecken die Stiefel solcher die Meinung machen.
    Sogar als Antisemit wurde er beschimpft
    Verbotenes Denken – Tabu Delikte.
    Danach ist man kein Dichter mehr und auch kein Denker
    Meinungsfreiheit – tot ist sie schon immer gewesen
    Nur das Öffentlich – Unrechtliche Geschwätz ist -na bitte- erbeten.

    Er wollte ein Gerechter sein
    Getadelt wurden seine Worte von allen… Von politisch unkorrekt Ehrlichen und Gerechten genauso wie den irrational politisch korrekten Eseln

    So Verschwand er still und leise
    Kein Laut war mehr zu hören
    Schublade zu…

    Gerechtigkeit war etwas was er wollte
    Diesem Wort wird leider KEINER so leicht gerecht
    Zweierlei Maß messen ist etwas was eben nicht sein sollte

    Einige gute Samen werden vielleicht zum Wachsen gebracht – später – warum auch nicht? Wer suchet der findet…

    Möge er nun in Frieden ruhen
    All die ideologischen Gegenpole sind menschengemacht
    Das Hin- und Herumgezerre alter und ausgedienter Konzepte – alles aufgeschnappt
    Zerrissenes Unbehagen
    Findet sein Ende nun.
    Was war ist eine Verworrenheit einer Zeit – ein Zeitgeist – der uns als Mensch nicht gehört – da unwahr und ungerecht.
    Propagandagewäsch Umerziehung und Indoktrination bringt inneres Unbehagen durch altes ausgebranntes Gelärsch.
    Komplexes Gerede – wenn unsachlich -zermürbt – was wissen wir danach mehr?

    Verkannt, zerrissen und verwirrt seines eigenen Ursprungs sich ekelnd
    Ungemütlich, kompliziert und deprimiert…
    Einsam unbekanntes inneres Wesen
    Sich selber fremd geblieben – selbstverleugnend…
    Was ist ein Mensch der sich nicht sieht?
    Diese Frage wird nicht gestellt von den politisch Korrekten
    —-
    Sich selber fremd sein…
    Sich seiner „wahren“ Geschichte fremd sein…
    Sich seiner Heimat fremd sein….
    Einsamer geht es nicht mehr…

    Wenn man es den Machthabern, die uns als Mensch verachten, nicht recht machen kann… Sie werden uns immer Schlechtes wollen, egal wie sehr wir Stiefel lecken und uns anbiedern.

    Trotzdem Frieden dem alten Kämpfer…
    Beim nächsten Mal klappte besser in Sachen Gerechtigkeit…
    Auch soll er seine wahre Liebe endlich finden. Das hilft…

    Gute Reise und viel Glück – alter Gauner 😀

  3. ja Gunther Krass, oder Güttler Nass..Grass…ja Grass war es, ich erinnere mich schon kaum mehr an den Namen, ist in seiner ganzen Nichtssagenheit wirklich mit Recht das Aushängeschild der BRD gewesen.
    Nichts ist bezeichnender was mit einem Volk in den letzten sieben Jahrzehnten geschehen ist, aus dem unter normalen Umständen die größten Dichter und Denker hervorkommen. Nun geben tut es die sicherlich, nur gehört werden sie sicher nicht…und würde man sie erkennen, dann wahrscheinlich nicht einmal mehr ihres Lebens sicher.

  4. Unter dem Tarnnetz läuft alles wie immer. Talente werden geschickt. Kommen an, werden geboren. Sie entfalten sich. Oder sie falten sich ein und gehen einen anderen Weg.

    Einzig wichtig ist die Erreichbarkeit der Quelle,- a und o ist, daß der Zugang zur Quelle geschützt und damit offen bleibt, für alle, die sich auf den Weg begeben.

  5. Das ist ein 1A Kommentar zu G. Grass. Danke sehr!

    Als Liebhaber der edlen Romanliteratur von Knut Hamsun; welcher als Menschenbeobachter par exellence Figuren geschaffen hat, an die welche weder Thomas Mann noch Günther Grass ansatzweise geistig heranreichen, um solche Romanfiguren in die Tiefe jemals entwickeln zu können…weil der Charakter fehlt!

    und dem Unterschied, dass der Literaturnobelpreisträger Knut Hamsun aus politischen in ein Irrenhaus gesperrt wurde; in welches Mann und Grass durchaus gehört hätten für ihre sentimentalen und schwachsinnigen Romane wie: Zauberberg oder Blechtrommel.

    Fürwahr: Wir leben in einem Irrenhaus ohne Mauern.

  6. …Und über diese ungeheure Sauerei, einen Mann wie Knut Hamsun in eine Irrenanstalt zu sperren, wird sich die ganze geistige Welt nicht eher beruhigen, bis diese Schmach ausgeglichen ist!

    Das war und ist eine riesige Schweinerei bis heute!; ein Sakrileg für alle Meisterschüler, und es wird gerächt werden, das ist sicher. Denn niemand fasst ungestraft die heiligen Geister an.

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