11 Gedanken zu „wie ich ungeschminkt aussehe…

  1. „… man hat aus dem Gegensatz zum Evangelium die Kirche aufgebaut….
    Wer nach Zeichen dafür suchte, daß hinter dem großen Welten-Spiel eine ironische Göttlichkeit die Finger handhabe, er fände keinen kleinen Anhalt in dem ungeheuren Fragezeichen, das Christentum heißt. Dass die Menscheit vor dem Gegensatz dessen auf den Knien liegt, was der Ursprung, der Sinn, das Recht des Evangeliums war, daß sie in dem Begriff „Kirche“ gerade das heilig gesprochen hat, was der „frohe Botschafter“ als unter sich, als hinter sich empfand- man sucht vergebens nach einer größeren Form welthistorischer Ironie- -“

    Friedrich Nietzsche- Der Antichrist- Kapitel 36 – „..wir freigewordenen Geister…“

    1. Hat es schon einmal geklappt den Christen ein Negativ-Ereignis mit einem Juden als Religion über zu stülpen (Kreuzigung des Juden J..
      Warum sollte dies mit der europäische Zivilreligion (Holocaust) nicht gelingen?

  2. Der an seinem Ich und an seinem Selbst zweifelnde Mensch ist erwählt, ein Kulturschöpfer höchster Güte und ersten Ranges zu sein: denn das heißt ewige Fort- und Weiterentwicklungsmöglichkeit; ganz so wie es im Kosmos und der wunderschönen, unendlichen Seele des Menschen vorgesehen und angelegt ist, sich dauerhaft harmonisch zu entwickeln.

    In diesen göttlichen und verträumten Fortlauf des friedlichen Weiterentwicklungsprozesses von Mensch und Natur, von Tier und Baum hat sich nur ein Parasit einnisten können: Vatikan, England, USA, Israel. Und wo ist der Kopf und wo der Schwanz dieses Parasiten?-

    Da ist auf der Landkarte ein umgekehrtes Kreuz (leicht schräg) für die Völker dieser Erde zu erkennen. Die Parasiten können aus der ihnen zugewiesenen Symbolik niemals heraus entweichen, weil sie, diese universitären, intellektuellen und parfümierten Parasiten vollkommen unfähig sind, eine eigene potente Symbolik zu entwickeln..

    Und in dieser potenten Symbolik liegt die Zukunft.

    – Bezaubern an diesem Leben tun mich andere Erkenntnisse

  3. Herr Schröder hat den „Antichristen“ gelesen. Das ist groß, fürwahr, …und erlaubt sich, aus demselben zu zitieren:

    „Nicht Freunde mehr, das sind, wie nenn ich es doch, nur Freunds Gespenster-
    Das klopft mir wohl noch Nachts an Herz und Fenster.
    Das sieht mich an und spricht: Wir warens doch?

    O welkes Wort, das einst nach Rosen roch.“

    (F. Nietzsche)

    Herr Schröder, lassen Sie die Finger von Nietzsche. Das ist nichts für Sie!

    Der Mann hat in seiner Genialität und denkerischen Aggressivität den Bogen bewusst überspannt, um der deutschen Sprache auf die Spur zu kommen und auf den Grund zu gehen; er ist gescheitert.

    Der Mann war ein Großer im Willen; und hat sich ewig gewehrt gegen sein katholisches Erbe und nie eine Frau geliebt und hat keine Kinder gehabt. -Ist das die Zukunft unseres Volkes?

    Wer also ist Nietzsche, wenn er kein Vater ist?

    1. Ein Mahnmal am Abgrund des Geistes, ein dt.Ikarus. Als er merkte, dass er selbst das Kind ist, das er mit dem übelriechendem Bade ausgeschüttet hatte war es zu spät. Radikalität braucht eine feste Basis, sonst ist sie nur versteckte Verzweiflung.

  4. Sollten persönliche Rückfragen bestehen, um mein Wissen über Friedrich Nietzsche zu belegen, stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

    Ich kann auch noch andere Geister; und die mit mir 🙂

  5. `“Viele Kinder, keine Gefolgschaft. Denk` für dich selbst, Narr. Kein Herr,- Erwecke und laß los. Gemeinschaft der Starken heißt „Nicht verbiegen das Eigene.“

  6. Das Christentum als psycho-psychologischen Defekt, als induziertes Irresein zu diagnostizieren, ist der verkehrteste Ansatz nicht.

  7. Meiner persönlichen Meinung nach spricht aus Nietzsche ein gesunder Geist mit einer realistischen Weltsicht. Daß seine umfassende Höhe Distanz erzeugte und seine Person und seine Lebensäusserungen zu seiner Zeit nur Wenigen verständlich war, war ihm bewusst. Er schrieb für uns, für die Zukünftigen. Und es gibt eine Neue Welt jenseits von Nietzsche: „Hast du mich verstanden, wandelst du noch im Irrtum.“
    Friedrich Nietzsche schrieb immer für, für das Für, für das Gegen. Nietzsche, als Philologe mit fundiertem Rüstzeug versehen, wandelte sich nicht zum Philosophen,- das wäre ein Korsett, daß er verabscheuen würde, auch wenn er es (er-) duldete und sich diese Kategorisierung gefallen ließ, ja sie sogar auf sich und seine „Botschaft“ von der Umwertung aller Werte anwandte, sondern zu Licht auf dem Pfad der Selbsterkenntnis. Nein, Nietzsche war und ist nie radikal, ausser in einem einzigen Sinne: Radikal normal. Und weil wir so radikal abnormal sind, erblicken wir Abgründe, wo sich duftige Wiesen unter azurnem Himmel erstrecken.

    Oder deutlicher: Weil wir die Schlachthäuser aus dem Bewusstein verbannt haben, sie mit Riechwässerchen besprühen und mit Blumenketten verhängen, sind wir zu einem doppelten, zu einem dreifachen Schlachthaus verkommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.