die „Zähmung“ Europas oder Putins Neuer Kompromiss

putin a obamaerschienen bei einartysken

Übersetzung aus dem Russischen: Kristina Rus

Putins Modell der Behandlung der internen und externen Partner, Konkurrenten und selbst Feinde ist seit langem allen bekannt, die bereit sind, die Dinge rational zu sehen. Als erste Stufe bietet Putin einen sehr guten Kompromiss an. Er wird als Zeichen von Schwäche gesehen und zurückgewiesen. Die zweite Stufe ist, dass die Lage für jene, die den Kompromiss verworfen haben, sich schnell verschlechtert und ein neuer Kompromiss angeboten wird, aber bedeutend weniger profitabel als der erste. Und das geht so weiter, bis es keinen Kompromiss mehr gibt oder bis ein immer unflexiblerer Partner an einem „Polonium-Schal erstickt“ in London [bezieht sich auf die Beresowski-Affäre, der durch einen mit Polonium vergifteten Schal starb – d. Ü.].

Zum  Beispiel können wir am Fall South Stream Phase Zwei sehen: die Verschlechterung von EU’s Position und einen Hinweis auf einen neuen Kompromiss in Form eines erweiterten „Blue Stream“ und einem Gas-Knotenpunkt an der Grenze zu Griechenland.
Tatsächlich zwingt Putin jetzt die EU anzuerkennen, dass der Schlamassel in der Ukraine nicht ein russisches, sonder ein europäisches Problem ist. Nachdem ein Gas-Übereinkommen erzielt wurde, dessen wichtigster Punkt nicht die Zustimmung zu der Tatsache war, dass Russland mit vollem Recht Vorauszahlungen fordern könne, sondern die Anerkennung der Schulden der Ukraine durch die EU, hätte man schon aus Selbsterhaltungstrieb von Brüssel erwarten können, dass es entweder Kiew Geld gibt oder für Kiew bezahlt oder wegschauen wird, wenn Moskau in Kiew Ordnung schafft.

Aus politischen Gründen und unter Druck aus Washington hat Brüssel beschlossen, das nicht zu tun. Kiew Geld zu geben, ist nutzlos und gefährlich für den Bürokraten, der die Zahlungsanweisung der EU unterschreibt – seine Karriere wird zu Ende sein. Kiew direkt zu bezahlen, ist ein katastrophale Erniedrigung gegenüber der Opposition, der Geschäftswelt, den Steuerzahlern und Wählern, die nicht den Politikern verzeihen werden, dass sie ein Zerwürfnis mit Russland schufen, um das Recht zu erhalten, die Schulden der amerikanischen Marionetten in Kiew zu bezahlen.

EU-Beamte weigerten sich auch wegzuschauen, wenn Moskau in Kiew aufräumt, weil hinter ihnen schreckliche US-Kommandos standen, bewaffnet mit Aktenordnern mit dem Dreck, der von der NSA in den vergangenen Jahrzehnten gesammelt wurde. Als Ergebnis kam es in der EU zu einer ‚Vogel Strauß‘-Politik – Hoffnung dass Moskau auf jeden Fall Europa Gas liefern wird, auch wenn der Kredit-Diebstahl des Kiewer Regimes im Kauf genommen werden muss. In den vergangenen Wochen wurde es aber selbst den reaktionärsten EU-Politikern klar, dass es sinnlos ist, auf Konzessionen des Kreml zu warten. Es ist offenbar, dass der Kreml sehr verärgert über die Sanktionen ist und mit Freuden Europa etwas Schlimmeres als die Wiederholung der vorigen „Gas-Kriege“ bereiten wird, damit die europäischen Politiker nicht denken, dass ihre Handlungen gegen die Russische Föderation ohne Folgen bleiben werden und dass Russland weiterhin ein offener und entgegenkommender Partner sein wird.

Die rituelle Schlachtung von South Stream vor den Augen der gesamten europäischen Presse ist eine starke und klare Botschaft. Europäische Politiker hatten gehofft, dass Europa schlimmstenfalls einen kalten Winter ohne Gas zubringen muss, aber die Zerströrung der „imperialen Ambitionen Russlands“ das Opfer wert sei. Der europäischen Logik entsprechend (nicht viel anders als die ukrainische) braucht Russland den europäischen Gasmarkt so dringend, dass Gazprom South Stream mit eigenem Geld bauen wird, die Hälfte der Kapazität ihren Konkurrenten geben wird, wie es das „dritte Energie-Paket der EU“ forderte, und die Ukraine mit Gaslieferungen sponsern wird – alles, um Zugang zum europäischen Markt zu haben. Puti hat diese Logik zerstört und hat einen neuen Vektor für Russlands Energie-Politik eingebracht:

„Wir werden den Fluss unserer Energie-Ressourcen in andere Regionen der Welt leiten, wie etwa durch die Förderung beschleunigter Durchführung von Projekten für flüssiges Naturgas. Wir werden andere Märkte entwickeln und Europa wird jedenfalls von Russland nichts von diesen Volumen abbekommen. Wir glauben, dass dies nicht mit den ökonomischen Interessen Europas übereinstimmt und es unsere Kooperation unterminiert. Aber das war die Wahl unserer europäischen Freunde.“

Quellen: einartyksen, politrussia

 

Ein Gedanke zu „die „Zähmung“ Europas oder Putins Neuer Kompromiss

  1. Wann geht Merkel endlich in den Ruhestand, ihre Hetze gegen Russland ist unerträglich geworden. Sie tut so, als weiss sie nicht, was sie redet. Kaum hat sie mit Putin gesprochen hetzt sie wieder gegen Russland. Das schadet die Wirtschaft, die EU und vor allem sich selbst. Man merkt, dass sie nicht mehr „normal“ ist. Fast jeden Tag redete sie nur verwirrtes Zeug und lügt viel. Oder steht sie unter Druck der USA. Aber ich frage mich, wann wird sie abgesetzt? Diese Frau ist nicht mehr gut für Deutschland, auch nicht für euch. Tut mir leid!!!!

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