Rezepte Nó.: 1-50

von Yvonne

ronald mc donald

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Klosterkochbuch

Rezepte Nó.: 1-50

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1. Fleischbrühe.

Um eine kräftige Fleischbrühe zu erhalten, wird Rind- oder Ochsenfleisch mit zerkleinerten Knochen und ziemlich viel Suppengrün, Sellerie, Lauch, gelben Rüben und mit auf dem Herd gebräunten Zwiebeln in kaltem Wasser, mit wenig Salz zugesetzt und 2-3 Stunden langsam gekocht.

2. Kraftbrühe.

Gewaschenes, klein geschnittenes Suppengrün wird mit gehacktem Rind- oder Kuhfleisch und 2 Eiweiss gut verrührt, dann zur kalten Fleischbrühe gerührt, 1-2 Stunden langsam gekocht.

3. Hühnerbrühe.

Ein altes fettes Huhn wird mit einem Stück Rindfleisch, einigen Rindsknochen und ziemlich viel Suppengrün in kaltem Wasser zugesetzt und 2-3 Stunden langsam gekocht.

4. Knochenbrühe.

Übrige Knochen werden zerkleinert, mit Suppengrün, Salz und kaltem Wasser aufgestellt und langsam gekocht. Um die Knochen vollständig auszunützen, sollen sie 8-10 Stunden ausgekocht werden.

5. Knochenbrühe von Bratenknochen.

Gebratene Geflügel, Kalbs- und Schweinsknochen werden mit Zwiebeln, Lauch, Sellerie, gelben Rüben, Tomaten und kaltem Wasser zugesetzt, 4-5 Stunden gekocht. Der erste Absud (oder Abkochung) wird zur Bratensoße verwendet. Dann können die Knochen noch einmal abgekocht werden. Mit dieser Brühe können Schleim- und Gemüsesuppen, sowie auch Gemüse selbst gut zubereitet werden.

6. Gemüsebrühe.

Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie, Lauch, Wirsing, Petersilie, Tomaten, Spargelabfälle und rohe geschälte Kartoffeln werden im Wasser 2-3 Stunden gekocht, abgeseiht und diese Brühe zu Suppen verwendet.

Suppen.

Anmerkung: Alle Suppen können mit einigen Tropfen Maggi verbessert werden. Nachdem sie mit Ei und Rahm legiert oder abgezogen sind, dürfen sie nicht mehr kochen.

7. Klare Reissuppe.

Zutaten: 300 g Reis, 4 l Fleischbrühe.

Der Reis wird zweimal gebrüht und in kochender Fleischbrühe ungefähr eine halbe Stunde weich gedünstet. Man darf nicht viel rühren, damit die Körner ganz bleiben. Beim Anrichten wird mit Schnittlauch und Muskat gewürzt.

Man kann den Reis auch in Wasser weichkochen und beim Anrichten klare weiße Fleischbrühe zugeben.

8. Sago-Suppe.

Zutaten: 200 g Sago, 4 l Fleischbrühe.

Perlsago oder Tapioka lässt man in kochende Fleischbrühe unter ständigem Rühren einlaufen und ungefähr ¼ Stunde kochen bis er glasig ist. Die Suppe wird mit Rahm und Ei abgezogen und mit Muskat und Schnittlauch gewürzt.

Kartoffelsago wird nur 10 Minuten gekocht.

9. Braune Sago-Suppe.

Zutaten: ½ Pfund Sago, 4 l Fleischbrühe oder Wasser 60 g Butter oder Rindschmalz, 2-3 Eigelb, 1/8 l Rahm.

Der Sago wird eine halbe Stunde gekocht, von Butter und Mehl eine braue Mehlschwitze gemacht, unter den Sago gegeben und beim Anrichten mit Rahm und Eigelb abgezogen.

10. Reissuppe mit Tomaten.

Zutaten: 250 g Reis, ½ Pfund Tomaten, 4 l Fleischbrühe oder Wasser, nach Belieben 2 Eier, 2 Löffel Rahm.

Der gebrühte Reis wird in kochender Fleischbrühe mit den geschälten und in Scheiben geschnittenen Tomaten ½ Stunde gekocht und mit Schnittlauch angerichtet.

11. Reissuppe mit Gemüse.

Der gebrühte Reis wird mit feingeschnittenen gelben Rüben, Wirsing, Kartoffeln und 2-3 Tomaten in Fleischbrühe eine halbe Stunde gekocht. 2-3 Eier werden mit Rahm verquirlt und an die Suppe gerührt. Nach Belieben kann Schweizer- oder Parmesankäse zugegeben werden.

12. Reissuppe mit Lauch.

Zutaten: 5-6 Lauchstengel, 2 Zwiebeln, 250 g Reis, 40-60 g Butter, 4 l Fleischbrühe oder Wasser, 2-3 Eigelb, 2 Löffel Rahm.

Der in feine Streifen geschnittene Lauch wird mit Zwiebeln in Butter gedämpft: der gebrühte Reis mit Wasser oder Fleischbrühe zugegeben und weich gekocht. Die Suppe kann nach Belieben durch ein Sieb getrieben und beim Anrichten mit Eigelb und Rahm abgezogen werden.

Statt Reis kann zu dieser Suppe auch eine helle Mehlschwitze von 200 g Mehl und 100 g Butter verwendet werden.

13. Reis-Gersten-Haferflocken-Grünkernschleim.

werden mit den entsprechenden Mehlen gemacht.

In ca. 100 g Butter gibt man 180 g Mehl und lässt es einige Minuten anziehen, ehe mit Fleischbrühe ausgefüllt wird. Nachdem die Suppe gut ausgekocht ist, wird sie mit Eigelb und Rahm abgezogen. Schleimsuppen können auch von ganzen Körnern hergestellt werden. Nach etwa 2-stündiger Kochzeit wird diese Suppe durchpassiert und mit Rahm und Eigelb abgezogen.

14. Gerstensuppe.

Zutaten: 250 g Haferflocken 4 l Fleischbrühe.

In die siebende Fleischbrühe lässt man die Gerste unter Rühren einlaufen und 1-2 Stunden zugedeckt kochen. Will man nur Gerstenschleim, gibt man die Suppe in ein Sieb und zieht den Schleim mit Eigelb und Rahm ab: er ist besonders für Kranke.

15. Haferflockensuppe.

Zutaten: 250 g Haferflocken, 4 l Fleischbrühe.

Man läßt die Haferflocken unter Rühren in die siebende Fleischbrühe, in Wasser oder Gemüsebrühe einlaufen, 1-2 Stunden kochen. Der Schleim wird durch ein Sieb gegossen, mit Ei und Rahm abgezogen und mit Schnittlauch und Muskat gewürzt angerichtet. Haferflocken können auch in gutem Fett geröstet werden.

16. Grießsuppe.

Zutaten: 250 g Grieß und 3-4 l Fleischbrühe.

In die siedende Fleischbrühe wird der Grieß eingerührt und langsam ungefähr eine halbe Stunde gekocht. Man lässt in die Suppe mit Rahm verrührte Eier einlaufen, damit sich schöne Flöckchen bilden und richtet mit Muskat und Schnittlauch an.

17. Eiergrießsuppe.

Zutaten: 3-4 Eier, und 6 Esslöffel Grieß.

Wenn die Fleischbrühe am Kochen ist, rührt man obige Zutaten an, lässt sie einlaufen, einigemal aufkochen und stellt dann die Suppe beiseite. Mit Muskat und Schnittlauch wird gewürzt.

18. Einlaufsuppe.

Zutaten: 200 g Mehl, 1/8 l Wasser, 4-5 Eier, Salz und Muskat, 4 l Fleischbrühe.

Das Mehl wird mit Milch oder Wasser glatt gerührt und zuletzt die Eier zugegeben. Das Teigchen lässt man unter Rühren in kochende Fleischbrühe einlaufen, damit sich Flöckchen bilden und ungefähr fünf Minuten kochen. Will man die Suppe feiner, rechnet man zu einem Esslöffel Mehl 1 Ei.

19. Grünkernsuppe.

Zutaten: 250 g Grünkern, 60 g Fett, 4 l Fleischbrühe, 2 Eigelb, 2 Esslöffel Rahm, 2 Brötchen.

Grünkern wird in Fett oder Butter geröstet, mit Fleischbrühe oder Wasser abgelöscht, unter öfterem Zugießen von heißer Flüssigkeit 3-4 Stunden gekocht, durch ein Sieb gestrichen, mit Eigelb und Rahm abgezogen, über geröstete Brotwürfel, gebähte Schnitten, Markklößchen oder Eierkäse angerichtet und mit Schnittlauch und Muskat gewürzt.

20. Mutschelmehlsuppe.

4 Eier werden mit 8 Esslöffel Mutschelmehl und etwas kaltem Wasser bis zur Flüssigkeit angerührt. Man lässt die Masse in kochende Fleischbrühe einlaufen und aufkochen und stellt die Suppe zur Seite. Das Mehl darf nicht angerührt werden, ehe die Fleischbrühe kocht.

21. Geröstete Mutschelmehlsuppe.

Man röste Mutschelmehl in etwas Fett gelblich, lösche mit Fleischbrühe ab und lasse es einige Minuten aufkochen. Beim Anrichten wird die Suppe mit Ei und süßem Rahm abgezogen.

22. Mutschelmehlklößchensuppe.

4 Eier werden mit 8 Esslöffeln Mutschelmehl, etwas Salz und Muskat verrührt zum Aufquellen eine Stunde stehen gelassen, dann mit einem Kaffeelöffel davon längliche Klößchen in kochende Fleischbrühe eingelegt und 1-15 Minuten je nach Größe, leicht gekocht.

23. Mutschelmehlklößchchen mit Butter.

50 g Butter leicht rühren, dazu 4 Eier, 8 Esslöffel Mutschelmehl, Salz, Muskat beimengen, alles zusammen gut verrühren, 1 Stunde stehen lassen, dann wie in voriger Nummer weiterbehandeln.

24. Fleischklöße mit Mutschelmehl.

Auf 150 g Mutschelmehl 375 g Hackfleisch, feingeschnittene Zwiebel und Petersilie werden gedämpft, etwas Salz, Muskat und Pfeffer beigegeben. 1 ½ Tassen Milch und 3 Eier werden mit dem Fleisch glatt gerührt, das Mutschelmehl dazu gemengt. Ein Stückchen Rindschmalz wird heiss gemacht, über die Masse gegossen, alles nochmals gut durchgerührt. Es darf nicht zu fest sein. Zum Aufquellen eine Stunde beiseite stellen, dann runde Klößchen formen, in kochende Fleischbrühe einlegen und 10 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen.

25. Weinsuppe.

Zutaten: 2 l Wein (kann auch Apfelmost verwendet werden) ¼ l Wasser, 120 g Butter, 200 g Mehl, 4 mit Wasser verkopfte Eigelb, ein Stübchen Zimt und Zitronenschale, Zucker nach Belieben.

Von Butter und Mehl wird eine helle Mehlschwitze bereitet, mit Wasser abgelöst, mit Wein und den anderen Zutaten bis zum Kochen erhitzt, mit Eigelb abgezogen und über gebähte Beckwürfel oder Bisquitt angerichtet. Mandelklößchen oder Croutonen können auch dazu verwendet werden.

26. Andere Art.

Zutaten: ½ l Wasser, 1,5 l Wein 80 g Mehl, 4 Eigelb, 40 g Butter, Zucker und Zimt nach Belieben.

Die Zutaten werden zusammen glatt verrührt und auf dem Feuer geschlagen bis zum Kochen, dann über Weckwürfel angerichtet.

27. Andere Art.

Zutaten: ½ l Wasser, 1,5 l Wein, 2 Teller Schwarzbrotbrösele, 1 Kochlöffel Mehl, Zucker und Zitronenschale nach Belieben, 100 g Rosinen, 100 g Butter.

In heißer Butter werden Mehl und Brösele bräunlich geröstet, mit Wasser abgelöst und mit den anderen Zutaten zum Kochen gebracht.

28. Feine Semmelsuppe.

Zutaten: 5-6 Wecken, 3-4 l Fleischbrühe oder Wasser, Salz, Muskat und Schnittlauch.

Die gebähten Weckschnitten werden mit kochender Fleischbrühe oder Wasser übergossen, dann für jede Person vorsichtig ein Ei dazugeschlagen. Nun wird die Schüssel gut zugedeckt an einem warmen Ort stehen gelassen, bis das Weiße gestockt ist. Mit Schnittlauch bestreut und mit Bratwürsten garniert wird die Suppe zu Tisch gegeben. Wird Wasser statt Fleischbrühe verwendet, dann wird die Suppe mit Butter, Zwiebeln und gerösteten Brotwürfeln geschmälzt.

29. Froschschenkelsuppe.

Zutaten: 40-50 Stück Froschschenkel, 130 g Butter, 1 Zwiebel, 3-4 hartgekochte Eier 2 Brötchen, Salz, Muskat.

Die gewaschenen und getrockneten Froschschenkel werden in Wasser weichgekocht, abgemacht und mit Petersilie und Zwiebel gewiegt. Dann wird eine helle Mehlschwitze gemacht, das Gewiegte zugegeben, kurz mitgedämpft, dann mit der Butter abgelöst, gut durchgekocht mit Eigelb und Rahm abgezogen, gut abgeschmeckt mit Maggi, Wein und Salz und über Weckwürfel angerichtet.

30. Rumford´sche Suppe.

Zutaten: 4-5 l Fleischbrühe, 90 g Gerste, 90 g Erbsen, 100 g Brot, 80-100 f Fett, 1 Kaffeelöffel Zucker, 80-100 g Mehl, 1 Zwiebel, 1 Prise Pfeffer.

Gerste, Erbsen und Brot werden mit kalter Fleischbrühe zugesetzt, weich gekocht und durchgetrieben. Zum Fett wird Zucker gebräunt und von angegebenem Mehl eine hellgelbe Mehlschwitze bereitet, die durchgeriebene Suppe dazu gerührt und gut durchgekocht.

31. Mailänder Kartoffelsuppe.

Zutaten: 100 g Maccaroni, 100 g Mehl, 80 g Fett, 2 Pfund Kartoffeln, 6-8 Tomaten, 1 Sellerie, 1 Lauchstengel, ¼ Pfund gelbe Rüben, 100 g geriebener Schweizer oder Parmesankäse, 4 l Wasser.

Lauch, Sellerie, gelbe Rüben und Tomaten werden geputzt, gewaschen und klein geschnitten, die rohen Kartoffeln geschält, das Wasser dazugegeben und alles gekocht, bis es weich ist, dann durchgetrieben. Nun wird das Mehl in Fett weiß geröstet, die durchgetriebene Masse, die geriebene Käse, die abgekochten zentimeterlangen Maccaronistückchen hineingeben. Nach ¼ stündigem Kochen wird die Suppe mit Ei und Rahm abgezogen. Statt frischen Tomaten kann auch Tomatenpüree verwendet werden.

32. Windsorsuppe.

120 g Mehl werden mit 70 g Butter schön dunkelgelb geröstet, dann mit 5 Liter guter kräftiger Fleischbrühe aufgefüllt und mit ¼ l Weisswein 2 Stunden gekocht. Eine Handvoll Maccaroni wird weich gekocht, abgefühlt und in 2 Zentimeter lange Stücke geschnitten, eingemachte Champignons in Scheiben geschnitten, mit etwas Pfeffer gewürzt und im letzten Moment noch ein Gläschen Cognac oder Madeira hinzugegeben. Die Suppe wird mit Maggi und Salz abgeschmeckt, kochend über die Maccaroni und Champignons gegossen und serviert.

33. Wildsuppe.

Zutaten: Wildreste, 1 grosse Zwiebel, ¼ Pfund Fett, 3 Nelken, Pfefferkorn, Zitrone, ¼ Wein, Petersilie, 200 g Mehl, 4 l Wasser.

Übrig gebliebene Wildbraten wird zweimal mit Zwiebel und Peterling durch die Maschine getrieben. Das Mehl wird im Fett mit einem Kaffeelöffel Zucker braun geröstet, das durchgetriebene Fleisch dazu gegeben und mit der Brenne abgerührt, kalt abgelöscht, mit Wildbrühe aufgefüllt (oder Wasser) und gut durchgekocht. Vor dem Anrichten wird Wein, etwas saurer Rahm, noch übrig Wildsoße, einige Esslöffel Madeira, Maggi, Salz zugegeben.

34. Bisquittschöberl.

4 Eigelb werden mit 4 Löffeln Schlagrahm verrührt, der steife Eierschnee hinzugegeben, 60 g Mehl ausgesiebt und alles leicht vermengt. Die Masse wird fingerdick auf ein Blech gestrichen und bei guter Hitze gebacken.

35. Minestra.

Zutaten: 1-2 Löffel voll klein geschnittener Speck, Zwiebel, Lauch, gelbe Rüben, Sellerie Wirsing, klein geschnittene Tomaten, Reis, Spaghetti, Käse, 2 Kartoffeln, Schnittlauch, Fett, 4-5 l Wasser oder Fleischbrühe.

Speck, Zwiebel und Lauch werden im Fett etwas angebraten, mit Wasser oder Fleischbrühe abgelöscht und die Gemüse (kleinschnitten) beigegeben. Nach 1 ½ stündigem Kochen werden der gewaschene Reis und die kleingebrochenen Spaghetti zugegeben und ½ Stunde mitgekocht. Kurz vor dem Anrichten wird geriebene Käse hineingestreut und mit Maggi, Salz und Schnittlauch abgeschmeckt.

36. Brätknödel.

1 1/2 Pfund Brät wird mit ¼ l Milch gut abgerührt, dann 200 bis 250 g Semmelbrösele, 100 g zerfallene Butter oder heisses Schmalz, 3 Eier, feingewiegte Zitronenschale, Salz, Muskat, noch ¼ l Milch und 1/8 l Wasser dazugegeben und das Ganze zusammen noch gut gerührt. Dann werden mit einem Löffel beliebig große Knödel davon abgestochen, in siedenden Salzwasser eine Viertelstunde langsam gekocht und nach Belieben mit in Butter gelb gerösteten Brotbrösele abgeschmälzt.

37. Suppe mit grünen Nocken.

Zutaten: 250 g Spinat, 1 Hand voll Petersilie, 100 g Butter, 125 g Mehl, 5 Eier, Salz, Muskat, Fleischbrühe.

Petersilie und Spinat werden gewaschen, fein verwiegt, gut ausgebrückt, in Butter schnell weiche gedämpft und die anderen Zutaten darunter gemengt, zuletzt die Eigelb sowie der steife Schnee. Diese Masse wird in einer butterbestrichenen Form gebacken, nach dem Erkalten in verschobene Bierecke geschnitten, die Nocken in siedend heiße Fleischbrühe gelegt und die Suppe mit Schnittlauch gewürzt aufgetragen.

38. Brätklößchen

Zutaten: 500 g Kalbs- oder Rindsbrät, 70-100 g Abschöpffett, 2 Eier, 4 Handvoll Brösele, Salz, Muskat, Fleischbrühe.

Das Brät wird mit 1/8 l Milch oder Rahm gut durchgeknetet, mit heissem Fett gut abgerührt, die anderen Zutaten darunter gemengt, dann eine Zeit lang stehen gelassen. Nun werden kleine Klößchen in kochende Fleischbrühe eingelegt: sie sollen auf der Seite nur langsam ziehen. Die Suppe wird mit Muskat gewürzt angerichtet.

39. Hirnklößchen.

Zutaten: 2 Hirn, 4 Wecken, 160 g Butter, 50 g Weckmehl, 1 Esslöffel gedämpfte Zwiebel und Petersilie, 3 – 4 Eier, Muskat, Fleischbrühe.

Das gewässerte, gehäutete Hirn wird mit dem Grünen fein gewiegt, die Butter schaumig gerührt, bis eingeweichten, gut ausgebrückten Brötchen nebst dem Hirn und den anderen Zutaten daruntergemengt, kleine Klößchen in die kochende Fleischbrühe eingelegt und zugedeckt 8-10 Minuten langsam gekocht.

40. Hirnpasteten zur Suppe

Zutaten: 1 Kalbshirn, 3 Esslöffel Semmelbrösele, fein gewiegte Zwiebel und Petersilie, 6 Eier 60 g Butter, 1 /4 l Milch oder Fleischbrühe, Salz und Muskat.

Das gekochte Hirn wird mit Butter gedünstet, bis Semmelbrösele in Butter gelb geröstet. Wenn diese etwas abgekühlt sind, werden sie mit Milch verklopften Eier, das Hirn, sowie die andern Zutaten darunter gemengt, in mit Butter bestrichene Förmchen oder Tassen gefüllt und im Wasserbad 20-30 Minuten gekocht.

41. Milzschnitten.

Zutaten: 50 g Butter, 3 Eigelb, 1 Milz, einige Löffel Mehl oder Semmelbrösele, Salz, Muskat und der feste Schnee. Zu Schnitten 4-5 Brötchen.

Die Butter wird leicht gerührt, dann mit der geschabten Milz und den anderen Zutaten vermengt, zuletzt der steife Schnee leicht darunter gezogen. Gebähte Weckschnitten werden in dieser Masse umgewendet und in Fleischbrühe oder Wasser 6-8 Minuten gekocht. Ebenso kann man Leber oder Hirnschnitten machen.

42. Andere Art.

Zutaten: 1 Milz, 2 Eier, 4 Esslöffel Brösele, Salz und Muskat.

Die geschabte Milz, in Butter gedämpfte Zwiebeln, sowie die anderen Zutaten werden untereinander gemengt. Diese Masse streicht man auf die Weckschnitten und backt sie in einer Omelettpfanne. Beim Anrichten wird kochende Fleischbrühe darübergegossen.

43. Milzwurst

Zutaten: Eine grosse Kalbsmilz, 1 Bries, 250 g gewiegtes Schweinefleisch, 2 Esslöffel Fett, 3-4 Brötchen, Zwiebel, Petersilie, 1 Ei, Salz, Pfeffer, Muskat, Kalbsnetz.

Das Fleisch wird gewiegt, die Milz geschabt, das Bries in Würfel geschnitten. Die in Scheiben geschnittene Brötchen werden mit heissem Fett übergossen und mit kochender Milch überbrüht. Alles wird gut mit der gedämpften Petersilie und Zwiebel vermengt, in das Kalbsnetz gefüllt, 1/2 Stunde gekocht, dann in Scheiben geschnitten und zur Fleischbrühe gegeben. Pro Person 1 Scheibe.

44. Kaviarsuppe

Zutaten: 60 g Butter,1/4 Pfund Käse, 4 Eier, 180 g Mehl, Schweizer oder Parmesankäse.

Die Butter wird leicht gerührt, dann abwechselnd Mehl und Eigelb zuletzt die geriebene Käse und der Eierschnee dazugegeben. Dann werden durch den Seiher Spätzchen in die kochende Fleischbrühe getrieben, dieselben beim Hochkommen mit Seiher in eine Schüssel geschöpft bis alle fertig sind, mit Fleischbrühe übergossen und die Suppe abgeschmeckt.

45. Grießspätzle

Zutaten: 1 ½ l Milch, 60 g Butter, 200 g Gries, 4 Eier, etwas Salz.

Die Milch wird mit Butter und Salz kochend gemacht und der Gries hineingerührt, bis er sich von der Pfanne löst. Wenn die Masse etwas erkaltet ist, werden die Eier, eines nach dem andern, dazu gerührt. Die durch den Spatzenmodel in die kochende Fleischbrühe getrieben Spätzchen lässt man hochkommen und gibt sie dann mit dem Seiher in eine Schüssel. Wenn alle fertig sind, kommen sie wieder in die Fleischbrühe und werden serviert.

Diese Masse kann auch in heißes Backfett gedrückt und schön gelb gebraten werden. Die Spätzchen werden mit kochender Fleischbrühe übergossen und die Suppe abgeschmeckt.

46. Schinkenklößchen

Zutaten: 5-6 Brötchen, 100 g Schinken, 60 g Butter, 4-5 Eier, Salz, Muskat, Fleischbrühe.

Die Brötchen werden abgerieben in Scheiben geschnitten und mit kochender Milch überbrüht. Unter die schaumig gerührte Butter gibt man Eigelb, gewiegten Schinken, die Brötchen und zuletzt den steifen Eierschnee. Kochzeit 6-8 Minuten.

47. Fleischbrühe nach Colbert?

Feingeschnittenes Gemüse wird in Salzwasser weichgekocht mit verlorenen Eiern in klare Fleischbrühe gegeben.

48 a. Grünkernsuppe.

Zutaten: 250 g Grünkern, 60 g Fett, 4 l Fleischbrühe, 2 Eigelb, 2 Löffel Rahm, 2 Brötchen.

Grünkern wird in Fett oder Butter geröstet, mit Fleischbrühe oder Wasser abgelöscht, unter öfterem Zugiessen von heisser Flüssigkeit 3-4 Stunden gekocht, durch ein Sieb gestrichen, mit Eigelb und Rahm abgezogen über geröstete Brotwürfel, gebähte Schnitten, Markklösschen oder Eierkäse angerichtet und mit Schnittlauch und Muskat gewürzt.

48 b. Grünkernmehlsuppe.

Zutaten: 12 Esslöffel Grünkernmehl, 4 l Fleischbrühe.

Das Grünkernmehl wird mit kaltem Wasser angerührt und in siebender Fleischbrühe 20-25 Minuten gekocht. Die übrige Behandlung ist wie in voriger Nummer.

49. Selleriesuppe

Zutaten: 4 Sellerieknollen, 80-100 g Mehl, 4 l Fleischbrühe oder Wasser, 2-3 Eigelb und Rahm.

Die Selleriewurzeln werden sauber gewaschen, geschält, in kleine Würfel geschnitten und in Fleischbrühe oder Wasser weich gekocht. Eine von Butter oder Fett mit Mehl bereitete weiße Mehlschwitze wird mit kaltem Wasser abgelöscht, mit Fleischbrühe aufgefüllt, gut durch gekocht, die Selleriewürfel dazugegeben, mit Rahm und Ei abgezogen. Man kann in Butter geröstete Brotwürfel und das gewiegte innere feine Sellerielaub dazugeben.

50. Gelbe Rübensuppe.

Zutaten: 2,5 Pfund gelbe Rüben, 80 g Butter, ½ Zwiebel, 3-4 Brötchen, Salz, eine Brise Zucker, 1/8 l Rahm.

Die gelben Rüben werden sauber gewaschen, gekocht, geschält und durchgerieben. Die Brötchen werden in Würfeln oder Scheiben geschnitten mit Zwiebel in Butter geröstet mit dem Absud abgelöscht und mit den durchgeriebenen gelben Rüben und Rahm aufgekocht.

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11 Gedanken zu „Rezepte Nó.: 1-50

  1. Das Bild oben der Clown ist zwar nicht richtig, es gehört zu MC Donalds, aber ich dachte, für den Anfang ein fröhliches Bild, wie Einladung zum gesunden Essen.
    Ich bin mit meiner Arbeit am Anfang, zuerst muss ich die Rezepte schreiben, danach werde ich ab und zu einen Kommentar dazugeben. Habt Geduld, denn ich muss selbst auch viele Wörter, die ich nicht kenne, im Internet suchen und woher diese Wörter kommen. Zwischen der Schweiz und Deutschland gibt es Unterschiede. Verzeih mir, wenn ich wie zum Beispiel Weckmehl oder Meckmehl verwechsele, weil es bei uns Paniermehl heisst. Brötchen heisst es bei euch, bei uns heissen die kleine Brötchen, Brötli. Aber ich lerne viel dazu. Wenn ich Fehler gemacht habe, dann schreibt mir, ich bin froh und kann dazu lernen.

  2. Bröt’li…heisst (ohne SZ 😉 es in der Tat in der Schweiz…
    Da fällt mir noch ein schöner Spruch meines betagten Deutschlehrers in der Grundschule wieder ein: „-chen & -lein…machen allen Dinge klein…“ und -li natürlich auch!
    Besten Dank für Deine wertvolle Arbeit hier!

    sivispacemcoleiustitiam

  3. Brötli, Müsli, Rüebli, Karli, Schätzeli, etc. redet und schreibt man bei uns in Dialekt, hihihi lustig? Danke, sivispacemcoleiustitiam, ist echt sehr lang und was ist das? Ja, einfach so.

  4. Diese neue Koch-Rezept-Ess-Initiave von Dir, Yvonne, ist mal eine seeehr gute Abwechslung, zu der doch sonst schweren Polit-Kost, die hier von Jo & Co dankenswerterweise sonst so serviert wird.
    Tolle Idee…. bin gespannt auf weitere Folgen….
    Liebi Griesli aus Preußenland,
    Thomas

    1. @ Thomas & alle
      vielen Dank, daß Ihr „Yvonne´s gesunde Küche“ so lobend und positiv aufnehmt! Das motiviert uns sehr. Wenn wir was ändern wollen, können wir so bei uns selbst anfangen – das ist eh das Schwerste…
      Bald kommt die nächste Neuerung bei Hensel – wie schon angekündigt aus dem Feld Deutscher Kultur.

    2. Thomas Regelien, Danke, jetzt reden alle wie die Schweizer mit li und ich wie ihr mit ch, lustig und ich habe was gelernt von euch. Es macht Spass!! Auch Liebli Gruessli an Preussenland.

  5. Hier ein Tipp aus eigener Suppen-Praxis: Wer, wie ich, keine Fleisch-/Hühner- oder sonstige Brühe mag, selbstgemacht nicht und viel weniger gekauft, muß trotzdem nicht auf kräftigen Suppengeschmack verzichten. Als Ausgangsbasis für viele Arten Suppe (Kartoffel/Gemüse/Nudel/Reis..) schmore ich im Topf fein gewürfelte Zwiebeln, Sellerieknolle und Möhre kräftig mit Salz und Pfeffer an. Das zaubert einen kräftigen Geschmack ganz ohne Brühe herbei.

    1. Gemüsebrühe: Ggf. nicht benötigtes Suppengrün (-gemüse) durch den Wolf drehen, 10 % der Masse an Salz (richtigem natürlich) zugeben, mischen, der Vorrat ist in Schraubglas und Kühlschrank sehr lange verwendbar.

      Gute Idee, mit der guten Ernährung. Nicht nur für fette Klosterbrüder. Schön wärs natürlich, wenn jede Familie Zugang zu so einem „Klostergarten“ hätte, bzw. Anteil dran. Soziales Projekt, zum Selberträumen.

      http://h0rusfalke.wordpress.com/2014/10/13/rezept-linsensuppe-vegan-kochen-ohne-soja/

  6. einspruch und Kint, Danke für die Idee, auch sehr gut. Ohne Fleisch geht’s auch.
    Kint, Zugang zum Klostergarten gibt es bei uns nicht. Das Gemüse und die Kräuter brauchen sie selbst, aber die Kräuter verkaufen sie an uns. Sie machen es selbst und es ist sehr billig und sehr gut. Für alles haben sie ein Mittelchen.

    1. Oh. Zielte auf frühere Verhältnisse – dicke Mönche, enteignete Hungerknechte. Und dachte ans Selbermachen, kollektives Naturvergnügen. Vllt. mit guter Erde, Richtung „Agnikultur“, Terra Preta etc. – Nichts für ungut und weiter so, die jetzigen Klosterherren. 🙂 Und Yvonne, natürlich.

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