Links/Rechts 19.10.14

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… „Das berichtet der „Spiegel„. Demnach soll BND-Präsident Gerhard Schindler am 8. Oktober vor den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums umfangreiche Belege präsentiert haben, aus denen „eindeutig“ hervorgehe, dass die Separatisten die Maschine abgeschossen haben. “ …

ARD: BND zur Absturzursache von MH17 – „Es waren pro-russische Separatisten“

… „Ein Viertel aller Menschen im Libanon sind Flüchtlinge, das sind pro Kopf mehr als in jedem anderen Land der Welt. Insgesamt hat der Libanon 4,5 Millionen Einwohner. “ …

ARD: Libanon verkündet AufnahmestoppKein Zutritt für syrische Flüchtlinge

… „In Ostsyrien habe die von den USA angeführte Koalition Angriffe auf Gasanlagen und Ölraffinerien geflogen, die von den Extremisten kontrolliert worden seien. Dabei seien versehentlich fünf syrische Zivilisten getötet worden.“ …

SR: Kurden bedrängen IS in Kobane – Luftschläge töten erneut Zivilisten

… „Den anderen Verdächtigen wird die Lieferung etwa von Tausenden Stiefeln und Militärkleidung an Ahrar al-Scham vorgeworfen.“ …

ARD: Polizei-Einsatz in mehreren BundesländernMutmaßliche IS-Helfer festgenommen

… „Sachartschenko zufolge prüfen die Republikbehörden derzeit die Bildung einer Multiwährungszone, in der die Griwna, der Rubel, der Dollar, der Euro und der Yuan im Verkehr sein werden.“ …

Ria: Premier Sachartschenko: Donezk-Republik bleibt höchstwahrscheinlich nicht anerkannt

… „Es ist ein Medikament und es hat Nebenwirkungen. Sich damit regelmäßig aufzuputschen, etwa zum Sport, findet Pharmakologe Brune fahrlässig. Sogar Ärzte würden es vor dem Marathonlauf einwerfen, erzählt er. „Ganz schlimm wird es, wenn Mütter bei Ärzten anrufen und fordern, dass diese Ibuprofen oder ähnliches für den Sohn verordnen, weil morgen Sportfest ist.““ …

FAZ: Schmerzmittel – Alltägliches Doping mit Ibuprofen

 

4 Gedanken zu „Links/Rechts 19.10.14

  1. Es gibt keine Medikamente ohne Nebenwirkungen, weil die Nebenwirkungen das eigentliche Ziel der Medikamentierung sind.

    Wie sonst will man die „Nebenwirkung Kopfschmerzen“ bei einer „Kopfschmerztablette“ erklären? Das ist wie Hunde im Hundekuchen, oder Husten beim Hustenbonbon.

    Die echten Nebenwirkungen herausfinden:
    http://www.sanego.de/Medikamente/I.html

    1. Krieg und Frieden… Wir vergessen nicht, dass hier ungerührt weiter an einer Luisitania-Legende gestrickt wird. Und wohin das führte, http://bilddung.wordpress.com/2013/03/29/wahrheit-statt-geschichten/
      sollte reichen, um „nie wieder Krieg“ zu sagen – und zu machen. Auch wenn einen polnischen Ex-Botschafter diese Haltung der deutschen Bevölkerung anödet. Die allerdings ödet der polnische Ex-Botschafter an. Wer wollte denn für „ihn“ in den Krieg ziehen. Und selbst wenn man irgendwie gezwungen würde, als Bw-Soldat nach Osten verlegt zu werden, und selbst wenn ein Politkommissar mit der Pistole hinter einem stünde – sie könnten einen zwingen zu schießen, aber nicht zu treffen.
      Die Sanktionen beruhen auf der durch nichts belegten Behauptung, die Ostukrainer, seien es gewesen, und dahinter stecke „Putin“. Sie lügen, wie immer, haben keine Beweise, sonst würden sie sie vorlegen, und alle bekannten Tatsachen sprechen gegen sie. Schon das Verbergen der Fakten ein einziger kriegsgefährlicher Betrug, ungeheure Lüge, splitternackte Offenbarung des Unrechtsregimes. Welche Ungeheuerlichkeit der Größenordnungen – selbst im Vergleich zu einem gefälschten NSU-Prozess. Falls nicht unbedingt Krieg gewollt ist, wollen sie die Spannung zwischen Ost und West, zwischen Deutschland und Russland, zwingen die USA Merkel zum deutschen Schaden. Selbst wenn es bloß zum Krieg führen könnte – sind die, die das betreiben, Kriegsverbrecher. Verflucht seien sie, die Todespharisäer. Solange sie nicht bestraft werden können. – Und Russlands Präsident? Man mag von Putin halten, was man will – bloß wie? Man weiß nicht, was er will – und aus den Lügenblättern „weiß“ man bestenfalls umrissweise, was er überhaupt tut. Aber er hat einiges für Russland, für sein Land, getan. Er scheint sein Land zu führen, dessen Kopf und Rückgrat zu sein, so sehen es die Russen, und sie kennen ihn besser als wir. In seiner Zeit in Deutschland nannten sie ihn „den Preußen“, und er sagt, er hat er was für Deutschland übrig. Ob er es anders meint als die, die nur von Deutschland nehmen, es unten halten? Es hilft nicht, darüber zu grübeln. Es ist nicht die Zeit der Taten, nicht die Zeit, es auf die Probe zu stellen, niemand weiß, ob solche Zeit je kommen wird. Manche Kriege hat er nicht verhindert, andere schon. Welch ein Unterschied zu denen, die Kriege betreiben, fördern, herbeirufen, wo sie nur können. Sie wollen, müssen damit die Werte unserer Welt verteidigen, sagen sie, und sie meinen die, in der wir leben. Wie recht sie haben.

      Wimmer & Effenberger: Wiederkehr der Hasardeure. „Erster Weltkrieg − cui bono? Wem nutzte er? Das ist die Ausgangsfrage, die das Buch stellt. Die Antwort ist brutal, ehrlich und dazu geeignet, aus einer Verschwörungstheorie Realität werden zu lassen: vor allem den Vereinigten Staaten.
      Klar ist: Die Europäer sind nicht wie Schlafwandler in den Ersten Weltkrieg gegangen, sondern wurden zielgerichtet von Bankern, Politikern und Militärs in diesen Krieg getrieben.
      Erschreckend: Der Erste Weltkrieg ist die Blaupause für viele neue Kriege.“
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/udo-ulfkotte/kriegstreiber-strategen-und-stille-profiteure.html
      Besserer Titel als „Schlafwandler“? Wieso „Wiederkehr“, könnte man fragen. Sie waren nie weg, und Hasardeur ist mehr als geschmeichelt.

      R. D. Precht, Sternstunde der Philosophie, Revolution des Bildungswesens? Ein paar Etagen tiefer reichen völlig, die ersten paar Minuten auch. Betrachtung der antikulturellen Realität… so flach und unbeteiligt wie über die Philosophie der Frage, irgendwo ein Verkehrsschild aufzustellen.
      http://haunebu7.wordpress.com/2014/10/20/richard-david-precht-vergesst-das-wissen/
      Die Wikipedia-Fußnoten 14-16 zu Precht sind völlig verkehrt, ganz durcheinander, übrigens. Falsch. „Alles läuft schief in deutschen Schulen, schimpft Richard David Precht in seinem neuen Buch. Das stimmt, und ist doch völlig sinnlos – weil unser Bildungssystem sowieso nicht mehr zu retten ist. … Die Idee, es könne in Deutschland eine Bildungsrevolution geben, ist so verrückt wie die Fantasie, jemand würde tatsächlich das Steuerrecht vereinfachen. Vergeudete Lebenszeit. … Das Buch von Precht braucht niemand. Es sei denn, man hätte das Bedürfnis nach einer monströsen Depression.“ (Peter Praschl)
      http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article115500466/Ihr-Buch-ist-ein-sinnloses-Aergernis-Herr-Precht.html
      Vielleicht ist damit schon alles gesagt – Praschls abgründig-finsterer Zynismus in der WELT ist die klare Empfehlung, nicht das Video. Aus Praschl spricht um Längen, Meilen, Größenordnungen mehr Empathie für Kinder, Verlangen nach Bildung, Wahrheit und Gerechtigkeit, Empfindung für die Bedeutung des Themas – und Zorn. Und er hat wohl Precht in seiner in seiner eigenartigen, wiederum kalt wirkenden Revolutions-Belanglosigkeit der Buchauflagen und Diskussionsrunden wirklich verstanden…
      Sicher hat der in der Sache nicht unrecht. Die SZ fängt ja schon an zu schäumen, weil der Gedanken- und Worteschreiber es wagt, „die Evolutionspsychologie und ihre Erklärungen menschlicher Sexualität und der Geschlechterbeziehungen zu verwerfen.“ Klar doch. Was will man von dem linken Revolverglaubensblatt sonst erwarten… Aber Praschl hat´s verstanden: Die Revolution kommt nicht von Precht, auch nicht davon, ihm zuzuhören, mitzudiskutieren – realitätsfern, wenn nicht schizophren, wer glaubt, das sei zu etwas gut – depressiv, wer erkennt, dass kaltes, theoretisches Geschwafel alles ist was geht. „Philosoph“ Precht, mit richtigen Gedanken zur Bildung, ohne erkennbare Anteilnahme an den Kindern. Reale Philosophie, versunken in der Bedeutungslosigkeit der (richtigen) Worte. Für einen guten Zweck? Alles wozu es führt, sind, Worte, Worte, noch mehr Worte. Nein, das Verunbildungssystem ist nicht gescheitert, genausowenig wie NSU-Prozess oder Kriegspolitik, und es scheitert auch nicht daran, dass Precht es analysiert. Es macht rasante Fortschritte, vereinnahmt, gewinnt. Der Fortschritt des Fortschritts. Und des Philosophen Ansichten, das reale Bildungswesen zu paradisieren – er bleibe einem gestohlen damit. Wenn man sich nicht sehr irrt: ein richtig guter Artikel – in der WELT! Zum Staunen. Bravo, Praschl.

      Reden über Unerträgliches – oder schweigende Depression. Oder Zorn darüber. Treffer, versenkt. Volltreffer sind immer brutal.

      Und wen er wo getroffen hat, weiß jeder für sich allein. Praschl hat recht, selbst in seiner Wortwahl: Die Philosophie des Unerträglichen – sie hat einem gerade noch gefehlt.

      Noch ein bisschen Kultur, am Rande, des Kerns. Im DLF oder DLR ein Interview, man müssts gehört haben… Das hier
      http://www.deutschlandradiokultur.de/portraet-von-tito-und-juedischen-festen.1079.de.html?dram:article_id=269805
      ist nichts dagegen.

      1. P. S. Zorn über die angebliche Alternative Reden oder Schweigen war natürlich gemeint.
        Die Philosophie des Nichtstuns, wahren Genusses des Unerträglichen, im selbstgefälligen Bewusstsein, es durchschaut zu haben, es besser zu wissen.
        Welch ein Philosoph. Philosoph für Schafsköpfe.

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