„So wahrheitsgetreu wie möglich?“ – ARD-Chef weist massive Medienkritik zurück

its mediaerschienen bei Stimme Russlands

Die deutschen Medien, vor allem die ARD, berichten tendenziös, mangelhaft und einseitig über Russland und die Ukraine-Krise. Das hat der ARD-Programmbeirat in einer außergewöhnlichen Untersuchung festgestellt. Diese war eingeleitet worden, weil sich unzählige Zuschauer sowie einige Rundfunkräte beschwert hatten über die „Einseitigkeit zulasten Russlands sowie gegen die russischen Positionen gerichtet“. Doch anstatt die Kritik anzunehmen, wiesen die ARD-Obersten diese jetzt empört zurück. Man scheint sich offenbar immer noch in sicherem Sattel zu wähnen.

In seiner Juni-Sitzung 2014 hatte der Programmbeirat überraschend Informationssendungen wie den Brennpunkt, Bericht aus Berlin, Report aus München, Monitor, Plusminus, Europamagazin, Weltspiegel,etliche ARD-Talkshows sowie rund drei Viertel der insgesamt mehr als vierzig ARD-Beiträge zum Thema Russland/Ukraine unter die Lupe genommen. Man sah sich angesichts wütender Proteste zahlreicher Zuschauer, aber auch durch interne Gremien, zu dieser „ungewöhnlichen“ Maßnahme gezwungen.

Die Reaktion der ARD-Chefs auf die massive Zuschauerkritik, vor allem jedoch auf die nachhaltige Rüge des eigenen Programmbeirates, überrascht allerdings doch sehr. ARD-Chefredakteur Thomas Baumann sagte in einem Interview mit dem Tagesspiegel: „Den Vorwurf einer einseitigen und tendenziösen Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt weise ich energisch zurück“. Das klingt trotzig, uneinsichtig.

Baumann unterstrich, diese Haltung habe er auch dem ARD-Programmbeirat deutlich gemacht. „Es gab und es gibt zahlreiche Beiträge, Sendungen und Sondersendungen im Ersten Programm, die in der Summe die Lage in der Ukraine und die Ursachen der Krise differenziert und unter verschiedenen Aspekten thematisiert haben und thematisieren“, sagte Baumann weiter. Die Korrespondenten vor Ort trügen unter schwierigsten Bedingungen mit ihrer Arbeit entscheidend dazu bei, das ARD-Publikum „umfassend und so wahrheitsgetreu wie möglich“ zu informieren. Eine unfassbar ignorante Haltung.

Stur bleibt der ARD-Oberste auch dabei, dass im Ersten alles mit rechten Dingen zugehe: „Engagement und Einsatz der Reporter/innen vor Ort sind in hohem Maße anzuerkennen.“ Wie bitte? In hohem Maße anzuerkennen? Was muss eigentlich noch passieren, damit die Herrschaften wach werden? Sollen die Zuschauer erst das Gelände stürmen?

Diese Haltung erinnert fatal an zurückliegende Zeiten, nehmen wir nur das totalitäre DDR-Regime. Dort hätten die offiziellen Worte zu einer solch „unangemessenen“ Kritik wohl ähnlich uneinsichtig und selbstherrlich geklungen.

Nachfolgend die grundlegenden Punkte, die – so die Kritik des ARD-Programm-Beirats, für die Einschätzung der Ukraine-Krise-Ursachen wichtig gewesen wären. Diese fehlten nach Einschätzung der Experten in der Berichterstattung im Ersten völlig, oder wurden nur unzureichend behandelt:

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HPS tagesaktuell hierzu:

7 Gedanken zu „„So wahrheitsgetreu wie möglich?“ – ARD-Chef weist massive Medienkritik zurück

  1. Grüße, d. Red.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/intendanten-gehaelter-was-die-chefs-von-ard-und-zdf-einstreichen/8594176.html

    Was die Chefs von ARD und ZDF einstreichen
    05.08.2013, 10:27 Uhr

    Die Gehälter der öffentlich-rechtlichen Senderchefs waren lange Zeit ein Geheimnis. Mittlerweile verraten fast alle ARD-Intendanten, was sie bekommen. Doch jetzt sind auch die üppigen Nebenverdienste bekannt.
    Fast alle Sender der ARD legen mittlerweile die Verdienste ihrer Intendantin oder ihres Intendanten offen. Einzige Ausnahme: der Hessische Rundfunk (HR). Das Gehalt des Intendanten Helmut Reitze (Foto) ist Verschlusssache. Der „Focus“ und die „Süddeutsche Zeitung“ schätzten das Gehalt Reitzles einmal auf 215.000 bis 220.000 Euro. Die Gehälter der anderen Senderchefs sind allerdings öffentlich – und jetzt hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ auch ihre Nebenverdienste recherchiert.

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/intendanten-von-ard-und-zdf-haben-hohe-nebenverdienste-a-914701.html
    Fernsehintendanten: Buhrow bekommt 367.232 Euro im Jahr

  2. Nachtrag: Der Mann hat seine Wahrheit verkündet, so wahrheitsgetreu wie möglich. Billigprodukte können (nur) “ so wahrheitsgetreu wie möglich“.

    Sie sind Dosenöffner aus Weichplastik, „so brauchbar wie möglich“. Dose war zu stark, tut mir leid, habe es so wahrheitsgetreu wie möglich probiert. Wobei der Ausdruck „treu“, von denen mißbraucht, einen fauligen Geschmack annimmt. Die haben keine Ahnung, was treu bedeutet. Die sind ja noch nicht `mal ihren Ehepartnern treu, bzw. sind sie denen „so treu wie möglich“.

    Natürlich sind sie darüber hinaus duckmäuserische Feiglinge, selbstgefällige Lügner, korrumpierende Betrüger und größenwahnsinnige Nachuntentreter.

  3. So lange es Leute gibt, welche den vorgeworfenen Dreck konsumieren,- solange sollte man sich auch nicht wundern, daß man Dreck vorgeworfen bekommt…
    Und das beste von allem ist…
    Die Leute besorgen es sich selbst und ganz freiwillig…

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