tut mir leid, aber Israel hat überhaupt kein Existenzrecht

erschienen bei einartysken – Danke an Kint

Endlich mal eine wirklich prinzipielle Stellungnahme. Ein BRAVO für Sharmine. Ich höre schon das GEHEULE – siehe unten den Cartoon von Latuff. Aber das ist nur ein Zeichen, dass diese tapfere Frau denen voll auf die Hühneraugen getreten ist.

Dienstag, 12. August 2014

Sharmine Narwani شارمين نرواني

Der Ausdruck « Existenzrecht » ist für mich in den Neunziger Jahren präsent geworden, als der Begriff einer „Zwei-Staaten-Lösung“ in dem kollektiven Wortschatz aufgetaucht ist. Bei jeder Debatte an der Uni griff jeder Zionist auf diese drei Zauberwörter zurück, wenn er mit seinen Argumenten am Ende war. Damit setzte er dem Gespräch ein Ende, indem er empört aufrief: „Sie wollen doch nicht behaupten, dass Sie Israel sein Existenzrecht absprechen?“

Klar, Israels Existenzrecht durfte man nicht bestreiten, das war soviel, wie das Grundrecht der Juden auf … Rechte abzuleugnen, und um das Maß voll zu machen wurde einer/m das Schuldgefühl über den Holocaust ins Gesicht geschmissen.

Nur, dass ich sicherlich überhaupt keine Schuld am Holocaust trage – und die PalästinenserInnen auch nicht. Das systematische Programm ethnischer Säuberung, dass in Europa gegen dessen jüdische Bevölkerung vorgenommen wurde, ist auf solch zynische und opportunistische Weise ausgenutzt worden, um die ethnische Säuberung gegen die arabisch-palästinensische Nation zu rechtfertigen, dass ein solches Argument mich völlig kalt lässt. Ich hab mich sogar dabei ertappt, – ach, shocking – die Augen zu verdrehen, als ich in demselben Satz die beiden Vokabeln- Israel und Holocaust – nennen hörte.

Was mich stört in jener Ära der „Nach-Zwei-Staaten-Lösung“, ist die Unverschämtheit von Israels Dasein an sich.
Was für ein fantastischer Einfall, dass eine Ausländergruppe aus einem anderen Kontinent sich eine vorhandenes und bevölkertes Land zueignen darf – und die „internationale Gemeinschaft“ davon überzeugen kann, dass gerade das getan werden musste. Soviel Dreistigkeit, das wäre ja zum Lachen – wenn es nicht so gravierend wäre.

Noch empörender ist, dass die verfolgten Juden eine massive ethnische Säuberung gegen die einheimische palästinensische Bevölkerung vornehmen konnten, nachdem sie selbst die eigene ethnische Säuberung kaum überstanden hatten.

– Israel besitzt ein Existenzrecht! ( bis, ter)
– Palästina besitzt ein Existenzrecht!
Das Abendland: “Wie bitte? Verzeih, mein Junge,
aber bei dem Lärm kann ich Dich nicht hören!“
Carlos Latuff, 2006

*

Dabei ist aber das eigentlich Grauenerregende die Massenmanipulation, derzufolge die Palästinenser irgendwie gefährlich wären — „Terroristen“, fest entschlossen, „die Juden ins Meer zu werfen“. Mein Leben verdiene ich durch die Arbeit mit Worten und es fesselt mich, wie die Sprache zur Schaffung von Wahrnehmungen gebraucht wird. Dieses Tun – oft „öffentliche Diplomatie“ genannt – ist in der Welt der Geopolitik zum unentbehrlichen Werkzeug geworden. Letztendlich sind die Worte die Bausteine unserer Psychologie.

Bedenkt z.B., wie wir nun den israelisch-palästinensischen Zwist und jede Lösung für diesen nun fortwährenden Konflikt auffassen. Ich werde dabei Auszüge eines früheren Artikels ausgiebig benutzen.

Hinsichtlich dieser Frage haben die USA und Israel den Diskurs weltweit bestimmt, indem sie entschiedene Einstellungen definierten, welche Inhalt und Orientierung der Debatte immer enger beschränken. Zu anderen Einstellungen greifen zu wollen, erschien bis vor kurzem unrealistisch, kontraproduktiv und sogar subversiv.

An der Debatte dürfen nur jene teilnehmen, die deren Grundsätze hinnehmen: Der Staat Israel muss akzeptiert werden, sowie seine regionale Vorherrschaft und seine militärische Überlegenheit; auch die fragwürdige Logik, auf welcher die Ansprüche des jüdischen Staates auf Palästina basieren; und schließlich welche Parteien, Bewegungen und Regierungen akzeptable oder unakzeptable Gesprächspartner bei einer Konfliktlösung sind.

Vokabeln wie Friedenstaube, Falke, Aktivist, Extremist, Gemäßigter, Terrorist, islamisch-faschistisch, Holocaustleugner, Existenzbedrohung, geisteskranker Mollah bestimmen die Teilnahme gewisser Menschen an der Lösung – und können andere augenblicklich davon ausschließen.

Dann kommt der Sprachgebrauch, der „ sraels Existenzrecht“ vor jeder Hinterfragung schützt: Alles, was sich auf den Holocaust, den Antisemitismus und die Mythen der historischen Rechte der Juden auf das ihnen vom Allmächtigen zugeteilte Land beruft – als ob Gott ein Grundstückmaler wäre!  Mit so einem Wortschatz soll nicht nur jeder Anfechtung jüdischer Ansprüche auf Palästina vorgebeugt, sondern auch all jene, welche die Legitimation dieses modernen Kolonialversuchs hinterfragen, bestraft und marginalisiert werden.

Dieses kollektive Denken hat aber nichts gefruchtet. Verhüllen, ablenken, ableiten, ausweichen, bagatellisieren – nur dazu hat es geführt, und wir sind einer befriedigenden Lösung keinen einzigen Schritt näher gekommen … weil die Prämisse gefälscht war.

Für dieses Problem gibt es keine Lösung. Wir haben mit einer Krise zu tun, wo es nur Misserfolg und Irrwege gibt; da muss man kehrt machen. Israel ist das Problem. Es ist der letzte neuzeitliche Kolonialversuch, und er wurde gerade zur Zeit unternommen, wo solche Vorhaben überall weltweit zusammenbrachen.

Es gibt keinen „israelisch-palästinensischen Konflikt “ – denn das würde unterstellen, dass beide Seiten irgendwie gleichgestellt wären mit Hinblick auf die Macht, das Leiden und die verhandelbaren konkreten Elemente. Die Gleichung ist aber nicht im geringsten Maße symmetrisch. Israel ist die Besatzungs- und Unterdrückungsmacht. Die PalästinenserInnen leben unter der Besatzung und werden unterdrückt. Was gibt es da zu verhandeln? Israel hat alle Karten in der Hand. Die Israelis können Grundstücke, Güter, Rechte zurückgeben – aber auch das hat keinen Sinn – denn: was ist mit dem, was übrig bleibt? Warum nicht alle Grundstücke, alle Güter, alle Rechte zurückgeben? Wieso hätten die das Recht, etwas zu behalten – inwiefern macht es einen grundsätzlichen Unterschied, ob Israel vor 1948 oder nach dem willkürlich gewählten Jahr 1967 Grundstücke und Güter an sich gerissen hat?

Worin unterscheiden sich die Kolonialisten vor 1948 von denen, die sich nach 1967 angesiedelt haben?

Gestatten Sie mir eine Berichtigung: Die Palästinenser haben wohl eine Karte in der Hand, welche Israel den Mund wässerig macht: die große Anforderung, am Verhandlungstisch zu sitzen, die alles Übrige zu enthalten scheint. Israel sehnt sich nach der Anerkennung seines „Existenzrechtes“. Aber Israel gibt es ja schon, oder?

Tatsächlich fürchtet sich Israel am meisten vor seiner „Delegitimierung“. Hinter dem Samtvorhang liegt ein Staat, der auf Mythen und Mären errichtet wurde, der ohne den Schutz eines Militärriesen, einer US-amerikanischen Hilfe in Milliardenhöhe und eines einzigen Vetorechts im UNO-Sicherheitsrat nicht fortbestehen kann. Nichts Weiteres schirmt Israel vor seiner Demontage ab. Ohne diese drei Deckungen könnten die Israelis nicht mehr in einem Staat leben, der nunmehr „der unsicherste Ort für die Juden“ geworden ist.

Nehmt den ganzen Diskurs und Anstrich der Propaganda weg und sofort wird Euch klar, dass Israel nicht auf derselben Basis beruht, wie „normale“ Staaten. Nach 64 Jahren hat es immer noch keine Grenzen. Nach 6 Jahrzehnten steht es mehr denn je vereinzelt da. Ein halbes Jahrhundert später braucht er immer noch eine menschenfressende Armee, nur um die Palästinenser daran zu hindern, nach Hause zu kommen.

Israel ist ein misslungener Versuch. Israel muss beatmet werden – schaltet bloß die drei Tröpfe ab und sofort liegt es tot da, und lebt nur noch in der Vorstellung einiger Ausländer, die geglaubt hatten, dass ihnen der Überfall des Jahrhunderts gelingen könne. Da haben sie sich aber mächtig getäuscht.

Das Wichtigste, was wir mit Hinblick auf EINEN Staat machen können, ist, den alten Wortschatz möglichst schnell abzuschaffen. Da gab es sowieso nichts Echtes – es war nur eine in einem besonderen „Spiel“ benutzte Sprache. Schaffen wir ein neues Vokabular mit neuen Möglichkeiten – der neue Staat wird die große Versöhnung der Menschheit bringen. Moslems, Christen, Juden – sie alle werden in Palästina zusammenleben, wie es einst der Fall war.

Jene, denen es nicht passt, können ihr Glück woanders versuchen. Unsre Geduld wird immer dünner, wie die Zelttücher in den Fegefeuerlagern, wo die PalästinenserInnen nun seit drei Generationen leben.

Diese allseitig ausgenutzten Flüchtlinge haben ein Recht auf schöne Wohnungen – mit Schwimmbädern im Garten und Palmen vor dem Halleneingang. Denn der Schadenersatz, der ihnen für diesen misslungenen Versuch des Abendlandes zusteht, wird nie ausreichen.

Und die Juden hasst keiner. Dieses Argument vom Judenhass wird hinausposaunt, wenn man wirklich kein anderes mehr hat – es ist der letzte „Brandschutz“ dieses israelischen Frankensteingeschöpfs. Ich hab einfach keine Lust mehr, die üblichen Beteuerungen vorzubringen, zum Beweis, dass ich die Juden nicht hasse. Es ist einfach nicht zu beweisen, und offen gesagt ist ein solches Argument kein Alibi. Wenn die Juden, die den Holocaust nicht erlebt haben, immer noch Schmerz darüber empfinden, sollen sie das Problem mit den Deutschen regeln. Sie sollen ein gutes Grundstück deutschen Bodens für sich in Anspruch nehmen – dabei wünsche ich ihnen viel Glück.

Und die Antisemiten, denen ein Israel-kritischer Artikel den Mund wässerig macht, rate ich, ihr Glück anderswo zu suchen – sie gehören ja zur Ursache dieses Problems.

Die Israelis, die Palästina als gleichgestellte BürgerInnen mit der palästinensischen Urbevölkerung nicht teilen wollen – die nicht den Verzicht leisten wollen, den sie vor 64 Jahren von den Palästinensern verlangt haben – können ihren zweiten Pass benutzen, und nach Hause fahren. Die anderen, die im Lande bleiben, sollen lieber eine positive Haltung einnehmen – die Palästinenser haben wohl bewiesen, dass sie fähig sind zu vergeben. Das Blutbad, das sie von ihren Unterdrückern erlitten haben, ohne entsprechend zu reagieren, zeigt eine bemerkenswerte Zurückhaltung und Vertrauensfähigkeit.

Wir werden es nicht so sehr mit dem Tod eines jüdischen Staates zu tun haben, als mit dem Wegfall der letzten Überbleibsel des modernen Kolonialismus. Nur ein Übergangsritual – alles geht reibungslos vor sich. In diesem besonderen Moment des 21. Jahrhunderts sind wir alle PalästinenserInnen – diesem Ungerechtigkeitszustand ein Ende zu setzen, ist ein Test für die ganze Menschheit, und keine/r darf da untätig sitzen.

Israel hat kein Existenzrecht. Schafft diese geistige Schranke ab und verkündet es: „Israel hat kein Existenzrecht“. Lasst es auf der Zunge zergehen, twittert es, postet es auf Eure Facebook-Seiten, überlegt es Euch nicht zweimal. Die Delegitimierung ist schon da – nur keine Angst. Palästina wird nie so qualvoll sein, wie Israel es von jeher war.*

*AdÜ: So sicher bin ich nicht, dass Israel das letzte Überbleibsel des Kolonialsystems ist. Es ist nur das Auffälligste.

Übersetzt von Michèle Mialane
Herausgegeben von Fausto Giudice Фаусто Джудиче فاوستو جيوديشي

Quelle: einartysken

PS: Hervorhebungen von Jo – Danke an Spürnase Einar und Bitte um Verständnis, daß ich den Beitrag komplett übernehme. Maximale Verbreitung, Kamanosse! (by Dref!)

15 Gedanken zu „tut mir leid, aber Israel hat überhaupt kein Existenzrecht

  1. Derselbe palestinische Dreck apropos `Holocaust´. Das Weib faselt da rum als glaube sie selber dran. Leider Gottes tun das die meisten Palistinänser, sie versäumen damit, das stärkste, das Einzige Argument der Juden zu attackieren. Solange der Holokaust bleibt, bleibt deren Staat – diese einfache Feststellung begreifen die schlichtweg nicht. Gerry Frederics

    1. Lieber Gerry!
      Die Zeiten sind nicht einfach und schön. Leider, bekannt, weißt Du das besser als manch anderer.
      Es ist auch bekannt, dass Du einen Sinn fürs militärische hast. So mag man nach einem verwandten Beispiel suchen… Wenn in Dein Haus eingebrochen wird, von Spitzbuben mit ungepflegten Kanonen. Dann würdest Du ihnen wohl gern so gegenüber treten, wie Dir der Sinn steht. Wenn man Dir den K98 weggenommen habt, kannst Du das aber nicht. Du wirst schon nehmen müssen, was übrig ist. Oder was die Einbrecher mitbringen.
      Wenn Du also den Hirschfänger nimmt, oder eine der verrosteten Knarren, die die Trottel fallen lassen, dann ist es nicht unter Deiner Würde, die zu benutzen. Wenn Du der Meinung bist, Du hast die Pflicht, ihnen entgegenzutreten – ist es auch Deine Pflicht, dafür zu nehmen, was Du hast.
      Und nicht: statt dessen! diejenigen anzurufen und aufzufordern, Dir die Mauser zurückzugeben, die sie Dir weggenommen haben. Oder Dich auf eine tagelange Suche zu begeben, um sie wiederzufinden.
      Andere Variante. Falls Du Hausmeister oder Gast im Hause bist, und der Hausherr ist fort, samt Gewehr – sagen wir, zum Ausflug in den Wald – gilt das gleiche. Was den Hausherrn angeht: den wird es nicht jucken, dass die Leute sagen, er sei schuld dran, dass Du keine Flinte hattest. Es wird ihn ganz gewiss nicht jucken… er wird Dir anschließend auf die Schulter klopfen – und Du weißt das.
      Also bitte ich Dich, und fordere Dich dazu auf… ! , über Deine Lage und Dein Ziel nachzudenken. Dass Du dann auf die Mittel schaust, die Dir zur Verfügung stehen – ich hab keinen Zweifel, dass das von ganz allein kommt. Nun denn.
      Alles Gute!

  2. der Artikel überzeugt mich nicht ganz. Zu viel Vermischung und zu wenig Klarheit und zu wenig Vermittlung der Perspektive und Machbarkeit einer Ein-Staatenlösung.

    Das gelingt m.E. diesem Sohn eines israelischen Generals ausgezeichnet.
    Miko Peled – Ein jüdischer Israeli und Friedensaktivist über die Wahrheit in Israel

      1. Florian Bluemchen, Danke, der Film ist sehr gut. Wer sagte, dass die Palästinenser und die Israelis nicht zusammen leben können? Niemand, nur die USA und die Zionisten wollen es nicht. Die Hamas brauchen sie nur als Vorwand um Gaza anzugreifen. Die Hamas wurden früher von Mossad bezahlt, dann fallengelassen, weil sie zu wenig hart sind. Die Raketen der Hamas sind so schwach, sie können nicht mal ein Haus zerstören. Mike Peleds Meinungen sind so beschrieben, wie ich selbst von Juden erfahren habe. Ohne den Iran als Bösewicht oder die „Terroristen“ Hamas, hat Israel kein Argument wie, Recht auf Selbstverteidigung, mehr. Ohne das Geld der USA und andere kann der Staat Israel nicht überleben, obwohl sie bei der Gründung geschworen haben, ohne fremde Hilfe für sich selbst zu sorgen. Wie wäre es, wenn alle Länder kein Geld und Waffen mehr nach Israel liefert? Der Mann Miko Peled kam genau richtig. Ich wünsche ihm viel Erfolg.

  3. „Israel hat kein Existenzrecht“, wir sollen es so nennen. Nicht nur das, immer mehr Leute sagten: der Staat Israel muss aufgelöst werden. Das heisst aber nicht, dass die Menschen dort das Land verlassen müssen. Nein, so ist es nicht gemeint. Sie können bleiben und müssen mit den Palästinenser in Friede zusammen leben. Wenn die „Israelis“ nicht wollen, können sie den zweiten Pass nehmen und dorthin gehen, wo sie hergekommen sind. Solange die USA Milliarden an Israel bezahlt, existiert Israel noch, solange die UNO das zulässt, steht der Staat Israel noch, solange die Weltpolitiker für Israel alles tun, ändert nichts. Es ist aber an der Zeit, umzudenken, bitte es muss was geändert werden. Die Palästinenser leiden, ihre arabischen Brüder leiden mit, wir alle auch. Es gab noch nie so viele Demonstrationen auf der Welt gegen Israelkrieg auf Gaza. Wir alle haben genug, ohne den Staat Israel geht es uns, der Welt besser? Wer weiss, wer diktiert die Welt? Es muss einmal gesagt werden, dieser Beitrag ist gut. Es hat aber nichts mit „Judenhass“ zu tun!!! Danke an Sharmine für den Mut, auch danke an einartysken für den Mut zur Veröffentlichung, auch an Jo. Keiner will den Anfang machen, jetzt ist es geschehen….

    1. Warum ich die Argumentation auf die „Unzulässigkeit von Gebietserwerb durch Krieg“ begrenzen würde wollen?

      Weil der „Durchschnitts-Michel“ sonst schlicht total überfordert.

      Man mag es
      Kognitive Dissonanz
      http://killerbeesagt.wordpress.com/2014/08/12/kognitive-dissonanz/

      oder anders benennen

      Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten
      http://www.propagandafront.de/187070/gehirnforschung-80-der-menschen-konnen-besorgniserregende-meldungen-uberhaupt-nicht-verarbeiten.html

  4. Ja, der Holocaust, da ist er ja. Nun, sie hat´s doch klar erkannt. Weder sie sitzt irgendwelchen Schuldvorwürfen auf, noch die Palästinenser.
    Nur die Deutschen tun´s. Helmut Schmidt sagt´s doch, was hier los ist: Der Wehrmachtsoffizier passte auf wie ein Schießhund, was vor sich ging, im Krieg. Fürchtete, in ein KZ zu kommen, weil er teils jüdischer Abstammung ist. Wusste von Internierungen, aber nichts, gar nichts von Massenmorden.
    That´s it, folks…

    Das sagt alles. Aber nur vernünftigen Menschen, so scheint´s. Das Volk hat nichts gewusst, nichts geahnt, nichts getan.
    Im Gegensatz zum russischen Volk, das unter Lenin und Stalin durchaus mitbekam, dass es millionenfach massakriert wurde. Und doch – sie lebten ja in einer Diktatur. Was sollten sie machen? Wenig witziger Gedanke.
    Und dem amerikanischen Volk, dass früher Indianer ausrottete, Neger versklavte, die Eisenbahn auf den Knochen chinesischer (Sklaven-)Arbeiter baute – und auch heute weiß, dass US-Bomber an Deutschen und Vietnamesen Massen, um nicht zu sagen Völkermord begingen. Dresden, Hiroshima, Vietnam – gehören in einen Atemzug, und Ulrike Meinhof hatte recht damit. Einen Unterschied gibt´s, aber auch auf ihn kommt es nicht an. Die Amis lebten nicht, wie Russen und Deutsche, in eineer Diktatur. Die Amis sind stolz auf ihre Freiheit – sie (lassen) behaupten, sie hätten all das sogar gewollt. Nun, man muss nicht alles glauben. Und wem die Amis nicht reichen, der gucke in die Bibel. Manche Juden sind heute noch stolz drauf, ihr Gott, aber auch sie selbst, hätten ganze Völker ausgerottet, mit Stumpf und Stiel, bis zum Neugeborenen und bis zum letzten Ochsen. Nun gut, auch das mag glauben oder erfreulich finden, wer will – zum Glück gibt´s ja keine Beweise dafür – von Offenkundigkeit keine Spur, sozusagen, sprach der Spaßvogel. Aber trägt irgend ein Jude oder Ami Schuld für das, was in den letzten 5 oder 50 Generationen geschah? Ist Putin schuld an dem Holodomor und sonstigen Gräueln, Gaswagen inklusive? Erdogans Gegenwart-Türken schuld am Massaker an Armeniern? Ein Vorwurf, der nichts weiter als eine Unverschämtheit wäre – der nur Irrsinn entlarven könnte, aber keine Schuld.

    Bloß die Deutschen. Glauben, ihre Urgroßeltern hätten alle Gaskammern geheizt. Und wenn nicht, dann seien sie trotzdem schuld dran. Und sogar spätere Generationen glauben an eine Schuld, sogar eine eigene. Bekommen Kinder, Enkel. Alles unschuldige Kinder – gar kein Zweifel, sagen die Eltern, im Brustton der überzeugung. Und doch glauben alle, irgendwann, wenn sie größer werden, an eine Schuld. Kinder kommen aus der Schule und erzählen von der Schuld – und Eltern widersprechen nicht. Warum auch? Es ging ihnen selber so.

    Kein Zweifel. Es nützt gar nichts, drumrum zu reden: Die Nation ist wahnsinnig. Und auch kein Zweifel: sieht sie ein, dass sie purem Unsinn aufgesessen ist – ist die Vergangenheit das, was sie ist. Vergangen.

    Die Gründe, die Ursachen des Unsinns spielen keine Rolle. Erst wer den Unsinn begriffen hat, könnte sich damit beschäftigen. Wer bei fortlaufendem Unsinn sich Gedanken über die Gründe macht – der bleibt dem Unsinn verhaftet.

    Selbst Helmut Schmidt, den manchen für den klügsten Politiker Deutschlands halten… hat nichts gewusst – hat von niemandem was mitbekommen, der sowas gewusst oder getan hätte. Er weiß genau, dass das Volk das nicht getan hat. Und redet… „wir“ hätten 6 Millionen Juden umgebracht. So redet er in die Kameras. Wen meint er? Rätselhaft… seine Generation meint er nicht – denn die hat´s nicht gewusst, genauso wenig wie er selbst. Unsere Generation und die noch jüngeren meint er auch nicht, geht ja nicht. Wen also meint er? Niemanden meint er – ein paar Täter meint er wohl, in einer Diktatur, die längst geschnappt oder gestorben sind. Ein paar Täter sieht er in „uns“ allen.
    Täter, die alles geheimgehalten haben – und warum? weil sonst das Volk nicht mehr mitgemacht hätte. So sieht´s aus. Das Volk hätte es niemals getan, niemals akzeptiert. Das ist das ganze große Geheimnis – das Geheimnis des Geheimnisses – und es liegt offen zutage. Jeder sieht es. Und doch: „wir“ haben was getan. Und deshalb trügen „wir“ – damit sind wohl endlich mal wirklich wir gemeint – die Verantwortung für irgendwas. EU, Frieden, etc. Was alles aber ganz andere entscheiden – unsere Verantwortung ist ja gerade nicht gefragt – andere entscheiden, und wir sollen nicken. Das ist die Folge der eingebildeten Verantwortung, die eine Schuld ist – ewiges Nicken, als Strafe, als Sicherheitsverwahrung. Als Folge eines Wahns… Die Wahrheit ist: Natürlich sind die Kinder früherer Massenmörder unschuldig – und sie bleiben es, solange, bis sie selbst jemandem den Schädel einschlagen. Und genau dafür, ob sie das tun oder nicht, sind sie verantwortlich. Für nichts und niemand anderes. Natürlich sind Leute unschuldig, die nichts getan haben. Natürlich können auch Leute nicht schuld an etwas sein, wovon sie nicht mal eine Ahnung, eine Vorstellung hatten. Und schon überhaupt nicht, wenn sie nicht mal in Freiheit darauf hätten einwirken, ja nicht mal ihre Meinung dazu hätten sagen können. Das ist die Wahrheit, und sie wird es bleiben. Niemand kann was dran ändern. Und der Wahn und die Wahrheit – das sind die Gegebenheiten. Und jedem ist klar: Ewig gelten kann nur eins davon.

    Was den Wahn angeht – man kann ihn immerhin betrachten, den Irrtum, die Vergangenheit für gegenwärtig zu halten. Und die Schuld an Verbrechen Unschuldigen aufzusacken – kurz gesagt: an Unmöglichkeiten zu glauben. Was übrigens, im Gegensatz zur tief verwurzelten Vermutung des Irrglaubens, natürlich auch un(ge)recht ist. Und man kann ihn beibehalten. Oder ablegen. Man kann damit machen, was man will, wenn man will. Vielleicht ergeben sich sogar ganz faszinierende Perspektiven, wenn man mal drüber hinausdenkt. Aber das führt zu weit. Und nicht mal mit dem Existenzrecht Israels wollt ich mich beschäftigen.

    Wusste doch, dass an der jungen Dame was dran ist. Aber soviel? Das konnte keiner ahnen. Aber was heißt schon „soviel“… wenn´s doch ganz einfach ist. Und so einfach wohl auch wieder nicht – sonst wär´s ja mit dem ersten Absatz schon getan gewesen.

    1. Welche Zivilreligion braucht Europa? – Nachrichten DIE …
      http://www.welt.de/print-welt/article506738/Welche-Zivilreligion-braucht-Europa.html

      Es ist jedoch eine andere Sache, eine enthistorisierte geschichtliche Katastrophe zur sinnstiftenden Metaerzählung zu machen und als über dem Politischen stehende Legitimationsinstanz einzusetzen. Es scheint darum zu gehen, durch Rekurs auf den Holocaust eine quasireligiöse Verankerung des Politischen zu finden.

      http://www.parnass.scram.de/bilddetail.php?_bild=/neu_07_98/noch_fragen.gif

    2. Diese Religionen die den unsagbar primitiven Schuldkult fröhnen sind eben auf einer grundsätzlichen falschen Denkweise aufgebaut: der Auserwähltheit.

      Menschen und Politiker die diesen Unsinn leben sollte man nicht ernst nehmen sind deren Absichten doch wirklich auf Ausbeutung und Versklavung orientiert.

      Auf Pharisäer und Heuchler können wir in der heutigen Zeit verzichten. Das ist extrem primitiv und peinlich für die Idiotenmachthaber, die sich hier aufführen wie im dicksten Mittelalter und das ist auch durchschaubar. Das was sie tun ist abgrundtief bösartig.

      Naja, ohne den HC hat und haben Israel und auch die anderen Heuchler und Kriegstreiber Probleme mit der Ethik und Moral. Sie waren es doch immer die den Raubzug Krieg brauchten um die Wirtschaft anzukurbeln. Darum ging es u.a. damals und heute immer und nach dem gleichen Muster.

      Das System ist falsch aber es muss erkannt werden.

      Israel ist ein grausamer und lächerlicher Staat. Froh sein kann jeder der damit nichts oder wenig zu tun hat. Diese Idiotie um das gelobte Land ist ein Witz. Dort gibt es keine Werte den es sich lohnt zu Leben, denn höhere Werte sind innerlich. Israel, existenzrecht Ja/Nein, egal was sie machen ein Beispiel für eine geistig spirituelle Ausrichtung und eine bessere Menschheit werden die Verantwortlichen niemals herbeibomben können. Gewalttäter und kranke Psychopathen regieren eben. Punkt.

      Es gab inzwischen einige Friedensdemos in Israel. Es wurde ja auch langsam Zeit.

    3. @ups2009 – http://www.welt.de/print-welt/article506738/Welche-Zivilreligion-braucht-Europa.html

      Das ist ja wieder ein Hammer Artikel der mal genauer betrachtet werden sollte. Was wird da genau gesagt? Es is viel.

      !. Europa braucht eine Zivilreligion der Nachkriegszeit. OK…
      2. Ereignisse suprahistorischen Geltungsanspruch sind problematisch… — ok???

      3. HC = Sinnstiftende Metaerzählung (wohl eine neue „Blabla-Verdrehung“)

      4. Zitat: „Auch in der Vision einer auf die Erinnerung an den Holocaust begründeten europäischen Innenpolitik lauert die Gefahr einer Unterordnung des Politischen unter eine moralische Instanz, die ebenso unangreifbar wie instrumentalisierbar ist.Das stimmt.

      5. Zitat,“Wer die politische Integration Europas auf die negative Rückbindung an den Holocaust gründet, setzt eine Mechanik des Ein- und Ausschlusses in Gang, die zu Schwarzweißbildern verleitet, den Gegner dämonisiert und moralisches Verurteilen an die Stelle des abwägenden politischen Urteils setzt. ok

      6. Zitat, „Es ist jedoch eine andere Sache, eine enthistorisierte geschichtliche Katastrophe (??? was meint er? etwa Märchen?) zur sinnstiftenden Metaerzählung zu machen und als über dem Politischen stehende Legitimationsinstanz einzusetzen. ??? Es scheint darum zu gehen, durch Rekurs auf den Holocaust eine quasireligiöse Verankerung des Politischen zu finden. Das hätte zwei Konsequenzen. Erstens verdunkelten sich die Elemente des historischen Geschehens zu Gunsten der Botschaft, die der Mythos transportiert.“ (???)

      7.Zitat, „Anschauungsunterricht dazu liefern die an amerikanischen Universitäten üblichen Holocaust-Veranstaltungen, die nicht historische Aufklärung, (Aha???) sondern Bezugspunkte für die von Täter-Opfer-Dichotomien geprägten Minderheitendiskurse bieten.

      Alles in allem, was will der Artikel wirklich sagen? Es geht dann weiter zu Russland und Xenophobie… die Angst vor anderen Menschen und Kulturen. Alles neue soll sofort auf gleich geschluckt werden – ohne Rücksicht auf Verluste?

      8. Noch ein Zitat…“Auch die in der Bevölkerung vieler EU-Staaten anhaltende Skepsis gegen einen europäischen Zentralstaat mit weit reichenden Interventionsrechten lässt sich mit solchen moralischen Verdikten nicht aus der Welt schaffen. Diese provozieren vielmehr genau die Reaktionen, die man doch verhindern will. Vor allem aber ist zu befürchten, dass sich die politischen Eliten der EU-Staaten die billig (wieso billig, sie snd uns allen teuer zu stehen bekommen) zu habenden Werte der neuen Zivilreligion aneignen, während sie innen- und außenpolitisch weiter den opportun erscheinenden machtpolitischen Kalkülen folgen.“

      So wie ich das sehe, werden neue Werte die den Eliten nutzen in die Zivilreligion gepackt mit Hilfe des Holocausts hoch gehoben als obersten Lehrmythos in uns eingequält, vorgegeben und eintrichtert, aber es wird weiterhin grausam der Krieg vorangetrieben und mit zweierlei Maß gemessen… also haben wir sowie nichts dazu gelernt aus der Vergangenheit, wie auch, sind doch die wichtigsten Dokumente hinter Schloß- und Riegel auf nimmer wiedersehen.

      Ich wette, daß die europäische Gemeinschaft sich weiter durch den HC-Dunkelheit inspiriert und ihn als oberstes Beispiel für Ungerechtgikeit… uns aufzwingen will, wobei aber das Mitgefühl für alle anderen Opfer der Geschichte fehlt (vor allen der Opfer der Verlierer, die auch alle nur Menschen waren). Das ist alles viel zu engstirnig und dogmatisch. Das braucht kein Mensch heute mehr. Wer will in so einem eurpäischen unmenschlichem Mittelalter leben? Das wird immer beschissener mit diesen Religionen der Sklaverei und Versklavung, besonders für die einheimischen Völker, die alle nur noch xenophobisch sind in ihrem Potential aber ausgebeutet werden und behindert werden. Sie werden zum Zahlmeister der Welt degeneriert. Das darf es nicht geben. Es sollte alles ein Geben und Nehmen sein.

      Der Artikel sollte viel mehr angesehen werden. Dahinter verbirgt sich wohl der Wunsch nach einer neuen Luftblasen-Unterdrückungsvision, die uns unter dem Symbol des Nicht-Inspirierenden – erniedrigende Mythen aufzwingen will, die natürlich nicht aus uns selber heraus gewachsen sind, was erhebender wäre, sondern von außen aufgezwungen. Wie unsagbar primitiv ist das denn und wer will das? Was kann diese vorgegebene und vorgeschriebene Unterdrückungsvorlage denn schon geben an Zielrichtungen und positiven Leitmotiven? Allein das Schwarz-Weiß-Denken ist doch viel zu primitiv für eine Bevölkerung die sich weiterbilden will und Wahrheit leben will.

      Denen fehlt es doch allen an Gerechtigkeitssinn? In wie weit sind diese Menschen besser mit ihrer Kriegstreiberei = Geschäftemacherei, und kapitalistischen Raubfeldzügen, als das was sie als moralisch oft, frei erfunden sogar (sie deutsche angebliche Kriegsverbrechen in Polen) verwerflich anprangern? Sie, die verantwortlichen Strippenzieher, leben kein friedliches Beispiel sondern sind kriegsgeil durch und durch.

      Ein Mythos der uns eingeredet werden soll von außen von Psychopathen, die sich als Heilige ausgeben, von geistigen Nichtsnutzen, Heuchlern und kriegsgeilen Verlierern, wird niemals angenommen werden. Sie sollen in den Dreckeimer der Geschichte veschwinden, da gehören sie ja auch hin. Sie sind es die immer an den Kriegen schuldig waren. Diese verdammten Heuchler, mögen sie doch da hinfahren wo sie sich zuhause fühlen: zur angeblichen Hölle. Satan RUlES und ist wohl eher ihr Gott.

      Genug…. man wird da shclau daher geschwafelt dabei merkt man doch eindeutig, es geht um die Unterdrückung und Verklsavung der Menschheit und wie man das gut verpackt.

      Dabei hat keiner der Neu-Geschichts-Verpacker aus der Geschichte gelernt: wie auch? Ein unauthentischer Mensch der nicht an sich gearbeitet hat was kann er denn schon an Wahrhaftigkeit geben? Nichts… rein gar nichts und niemand will was von ihnen annehmen.
      Es geht so nicht. Die Heuchelei und Unehrlichkeit ist eben unter allem was es gibt.

  5. man sollte sich vielleicht erst mal fragen ob der Holocaust überhaupt in dieser Form stattgefunden hat, dann wäre das dreckige Argument vom Holocaust eh gestorben und könnte nicht mehr benutzt werden.

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