das NSU-Gericht macht Ferien, – die echten „NSU“-Ermittler ermitteln weiter

von H.-P. Schröder

Maske Arnstadt II (2)

Ein Linkshänder, ein Linksrechtshänder und drei Waffen. Eindeutig die Bönhardt-Mundlos-Nazi-Killertruppe beim Banküberfallen in Arnstadt.

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Maske Arnstadt

Eindeutige Nahaufnahme der Bönhardt-Mundlos-Nazi-Killertruppe

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Neue Quellenerschließung. Neue Autoren, auf einem anderen Blog, beschäftigten sich mit den 400 Seiten „Fehrmarnurlaube des Naziterrortrios“, die Fatalist zusammen mit weiteren BKA-Akten zum Herunterladen und Verbreiten unter http://fatalist.freeforums.org/sammelstrang-download-links-fur-dokumente-t109-10.html#p1902 anbietet. Die Autoren haben die 400 Seiten durchgearbeitet und ihre Ergebnisse in einer dreiteiligen Serie auf dem Blog „Die Anmerkung“ veröffentlicht.

Teil 1 http://die-anmerkung.blogspot.de/2014/08/nsu-tatowiert-im-urlaub-auf-fehmarn.html

Teil 2 http://die-anmerkung.blogspot.de/2014/08/nsu-die-tater-aus-dem-fernsehen-im.html

Teil 3 http://die-anmerkung.blogspot.de/2014/08/nsu-echt-nette-leute-im-urlaub-auf.html

Einige Zeugenstimmen aus den Fehmarn-Urlauben über das Nazi-Terrortrio gefällig ? Gerne!

„Die haben sich häufig um unsere Kinder gekümmert. Die hatten dann ein Schlauchboot da liegen. Mit dem sind wir dann mit den Kindern rausgefahren, haben mit denen gespielt. Ich hab schon gesagt, man hat Animationsprogramm dabei gehabt, weil das halt, ja, nette, umgängliche Leute waren. So haben wir sie kennen gelernt.“

„Liese hat sich eigentlich so als Hausfrau hervorgetan. Wenn es darum ging um die Essenszubereitung oder Beköstigung hat sie eigentlich immer das Essen für beide Männer gemacht. Hat sich um den Wohnwagen gekümmert. Man konnte fast sagen, dass es so, sag ich mal, die ,gute Seele“ von dem Trio da war, die dann, sag ich mal, das Zelt sauber gehalten hat, sich ums Essen gekümmert hat, hat auch mit unseren Kindern dann so ein bisschen gespielt, mit den Älteren, gerade mit den Mädels. Hat sich dann hingesetzt, mit denen Fußnägel lackiert und ja was Mädels dann halt mal so machen.“

„Wir hatten den Stellplatz neben ihnen. Sie haben uns total herzlich begrüßt, waren sehr nett und stellten sich uns als Gary, Max und Liese vor. Einen Nachnamen nannten sie nicht, auch in späteren Gesprächen und beim Adressen Austauschen waren sie bemüht, ihre Nachnamen nicht zu nennen.

Wir entwickelten ein tolles Verhältnis zu den dreien und auch zu den Familien A und B, wir alle aßen abends oft zusammen. Liese gab sich sehr viel Mühen mit dem Kochen. Allgemein haben die drei aber nicht viel von sich erzählt. Mein Mann und ich haben auch spekuliert, wer mit wem liiert ist, wir wissen es bis heute nicht, Tatsache ist, dass in der Öffentlichkeit keine Zärtlichkeiten ausgetauscht wurde.“

„Ja, also über den Max können wir sagen, also kann ich sagen, dass er, er war Surfer. Er hat gerne mal ein Pläuschchen gehalten. War sehr freundlich, hilfsbereit, höflich, sehr sportlich. Ja, also wir haben gut Spaß gehabt mit ihm.“

„Gerry war mehr so ein Stiller. Hat aber mit den Kindern unheimlich viel unternommen. Ist mit den Kindern mit seinem Schlauchboot rausgefahren, mit seinem Motorboot da rausgefahren. Hatte mit den Kindern ein Späßchen auch vor, hat auch mal Spaß gemacht mit den Kindern, hat sie nassgespritzt usw.. Aber es war immer so, dass wir uns gut, also dass die Kinder sich gut aufgehoben gefühlt haben.“

„Zu Liese, mit Liese haben wir Sport getrieben, also Liese war, eben halt alle sehr sportlich. Die Liese kam gerne mal auf ein Pläuschchen vorbei. Also wir haben viel geredet, aber auch nur über dies und das. Also nicht irgendwie über bestimmte Themen. Und mit den Kindern hat sie sich beschäftigt, in dem sie mit den Kindern Gesellschaftsspiele gespielt hat oder die Fingernägel oder Fußnägel lackiert, also einfach ganz normale, ganz normale Frau. Ja.“

„Also es war, es gab nie irgendwie ein böses Wort, es gab keinen Streit, weder zwischen den Nachbarn noch auch die drei untereinander, sind immer sehr liebvoll auch miteinander umgegangen. Sie haben immer ihre Freundin Lieschen genannt und sie hat sich da sag ich mal um das leibliche Wohl gekümmert und ich würd nicht sagen: Die haben sie auf Händen getragen, aber sie waren unheimlich lieb miteinander.“

„Ich habe gleich am ersten Tag Kontakt mit ihnen gehabt, rein nachbarschaftlich. Die haben für mich eine Dose aufgemacht. Sie waren sehr hilfsbereit, nett und freundlich. Das einzige, was ich jetzt noch sagen kann, ist dass wir in der Zeit öfters mal zusammen gesessen haben, zum Grillen und unterhalten. Und gespielt haben wir abends auch noch in ihrem Vorzelt. Die hatten zwei Laptops mit. Wir haben Computerspiele gespielt. Das waren so Ratespiele, wie: „Wer wird Milionär“. Das war immer auch zusammen mit den anderen Nachbarn. Der Mann, den ich als Gerry bezeichnet habe, hatte ein kleines Schlauchboot dabei, mit dem er unsere Kinder auch öfter mal mitgenommen hat, zum Fahren. Ich könnte jetzt nichts Negatives sagen. Das ist es, was mich so verwundert hat. Der Max wirkte sehr sportlich und durchtrainiert. Er war auch jeden Tag mit seinem Surfbrett unterwegs.“

„Die waren absolut lebenslustig. Die haben immer faxen gemacht. Insbesondere mit den Kindern. Und man hat gemerkt, dass die nicht blöde waren.“

Die Verfasser der Blogbeiträge subsummieren: „Der Teil 3 und Schluß der kleinen Aktenkunde über die Urlaubsinsel Fehmarn hinterläßt uns mit einem Rätsel. Auf 408 Seiten sind exakt Null Beweise für Nichts archiviert worden.“

Und sie gestatten sich den Schluß zu ziehen: „Alles in allem ist hier auf 408 Seiten das beste Leumundszeugnis erstellt worden, das uns jemals zu Gesicht kam. Mit dem wären Böhnhardt und Mundlos jederzeit Sparkassendirektor in Arnstadt geworden, wären ihnen nicht die beiden Burschen in den Weg gekommen, die Anfang September bei der Spurenlegung für den Selbstmord von B&M fotografiert wurden.“

Was mich zu den obigen Bildern der „Nazi-Terrorkillertruppe beim monatlichen Broterwerb“ bringt (Tatort: Arnstadt, Quelle: Polizeidirektion Gotha) und dem Leser hoffentlich klarmacht, warum die Fotos in dieser Zusammenfassung einen Ehrenplatz erhielten.

„….die beiden Burschen …., die Anfang September bei der Spurenlegung für den Selbstmord von B&M fotografiert wurden.“ Ein herzliches Dankeschön von hier aus an die Auswerter der „Urlaubsakte Fehmarn“.

 

5 Gedanken zu „das NSU-Gericht macht Ferien, – die echten „NSU“-Ermittler ermitteln weiter

  1. ganz tolle Analysen, bin begeistert.

    Es muss ein Netzwerk der Aufklärer gebildet werden: Ermittler und Verkünder !!!

    Gruß
    PPQ hat heute auch einen super Beitrag gebracht,
    und Eulenfurz ebenfalls.

  2. Wo ist das -o- von der Plizeistation Gotha?
    An den Sportschuhen sieht man genau, daß der Schnürsenkel von einem Fremden mit der Schleife versehen wurde.
    Die Fußstellung ist die eines Linkshänders.
    Der zweite traut sich nicht über die weiße Linie.

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