Wattestäbchenlüge 2.0 ?

von H.-P. Schröder

Aus !!! (2)

Erwartungsgemäß lehnen Götzl`s Kollegen von der Nachbarmachbarkammer, den von Frau Beate Zschäpe`s Verteidigern eingebrachten Befangenheitsantrag ab! „Zschäpe schon wieder gescheitert!“, flöten die Abschreiber triumphierend. Schon wieder!!!! „Knochensplitter machen kleine Köter glücklich“, sagt Hensel dazu.

Nach Schachzug Nr. 1, Frau Beate Zschäpe`s Ablehnung ihres Dreigestirns (kolportiert wurde ja von den schreibenden Durchreichern als Begründung, sie, Zschäpe, fühle sich gar nicht verteidigt. Zumindest nicht so richtig, wie sich das gehört.) endlich ein Versuch der Verteidigung, durch brutalen, kompromisslosen Aktionismus Butter bei die Fische zu geben und die 1657 Scharten (versemmelten Gelegenheiten) auszumerzen, um zumindest jetzt das Geld zu verdienen, das man sich ersitzt…. ? Bevor man am Ende gar einsitzt ? Schön wär`s.
Wahrscheinlicher ist, daß es sich um eine, mit BAW und Richterriege und den Steuerleuten geplante und durchgezogene Ausfallfinte handelt, um die unausweichlichen Totalausfälle hinauszuzögern. Die Schritte reagieren auf Fatalists Aufdeckungen der „Seltsamkeiten“ zuuuuuu passend, – die plötzlichen „Überraschungen“ sind fast als sinnvoll zu bezeichnende Reaktionen der Gegenseite,  könnten nicht sinnvoller daherkommen,  sofern man beide Szenarien kennt.
Rekapitulation: Am 131. Verhandlungstag ist der Dienelt-Vernehmer, der ehemalige BGH-Richter Wolfgang Schaffert vorgeladen. Die Verteidung Zschäpe`s bemängelt, nach Götzl`s „Einsatzbesprechung“ mit Schaffert, daß Götzl keine in den schriftlichen Aufzeichnungen vorhandenen, entlastenden Punkte in seinem „Zwiegespräch“ mit Schaffert aufführt, ja diese fast schon meidet. Sie stellt, aufgrund der Einseitigkeit in Götzl`s Aufführung, den Antrag, die derzeitige Richterriege wegen Befangenheit vom Prozess auszuschließen.
Nach dem Einbringen des Antrages wendet sich Zschäpe`s Verteidigung Wolfgang Schaffert zu und versucht mittels einer Befragung etwas Licht in die damaligen Umstände der Vernehmung des Wohnungsanmieters Dienelt zu bringen. Dienelt soll schließlich, so der Vorwurf – nacheinander – zwei konspirative „Fluchtwohnungen“ auf seinen Namen für das „Terrortrio“ angemietet haben. Ein stattlicher Vorwurf, der Dienelt da gemacht wird ! Leider verläuft, zumindest nach Berichten der Abschreiber und Durchreicher, die Mitarbeit des alten Herrn Schaffert bei der Befragung, dann nicht ganz zufriedenstellend. Das Gedächtnis macht schlapp. Soweit zum Auslöser und der Vorgeschichte des Befangenheitsantrages gegen die „NSU“-Richter.

Heute nun die Zurückweisung, = Ablehnung des Antrages, in der Hoffnung weitermachen zu können, wie bisher. In der Begründung der Ablehnung des Befangenheitsantrages der Verteidigung, soll, laut Presseberichten, u. a. der Satz (sinngemäß) enthalten sein „daß das Verteidigungsrecht nicht eingeschränkt worden sei, da die Verteidigung Gelegenheit hatte, den Ex-Richter am BGH Wolfgang Schaffert, selbst zu befragen“.
Was ja auch am selben Tag, NACH DEM Stellen des Ablehungsantrages, durch die Verteidigung geschehen ist.  Der Ablehnungsantrag fusste aber überhaupt nicht auf einem wie auch immer gearteten Vorwurf des Verweigerns einer Vernehmungsgelegenheit, sondern auf die rechtlich einwandfreie und vom Verhalten Götzls ausgelöste  Vorhaltung, daß Götzl, der nach Prozessrecht eine unvoreingenommene Position einzuhalten hat, gezielt Abschnitte aus den schriftlichen Aussagen des Herrn Schaffert anführte und zur Erörterung brachte (im Dialog mit Schaffert), die die in den Akten enthaltenen, für die Angeklagte entlastenden Aspekte, umgingen. Sollte sich die Ablehnungsbegründung auf oben angeführtes Argument primär stützen, muss sofort ein Widerspruch folgen, da zur Ablehnung Argumente von der Nachbarmachbarkammer vorgetragen werden, die nichts mit der Begründung des Befangenheitsantrages,- der einseitigen Befragung des Zeugen Schaffert durch den Richter Manfred Götzl, – zu tun haben.
Wir werden sehen, ob die Verteidigung von Frau Beate Zschäpe, diesem einleuchtenden Gedankengang nachgeht und in ihrem Bemühen um brutalstmögliche Verteidigung, einen, der hier dargelegten Argumentationskette folgenden Widerspruch, gegen die heute erfolgte Ablehnug formulieren wird, oder ob es bei den Tüten voller heißer Luft bleiben wird.

Schlag auf Schlag folgt eine Münch`ner Geschichte der anderen. Heute erzählte ein „Ermittler“ des BKA eine solche. Und die geht so….  Es war einmal ein braver Ermittler des Bundekriminalamtes, der kümmerte sich um eine DNA-Spur, aus der von Matthias Dienelt angemieteten Terrorwohnung in der Frühlingsstrasse in Zwickau. Sie erinnern sich sicherlich an Richter Schaffert ? Der, der den Wohnungsbeschaffer Dienelt befragt hat und dessen Schnack mit Götzl am 131. Verhandlungstag zu einem Befangenheitsantrag der Verteidigung führte ?

Also, falls ich mich nicht irre, geht die Geschichte so: Ein Herr Thomas Starke wird von der Strasse weg verhaftet und in ein Revier verbracht, wo man ihm eröffnet, man habe, in der Terrorwohnung in der Frühlingsstrasse in Zwickau, auf einer Überwachungskamera, hinter Plastikblumen, eine DNA-Spur entdeckt, die zu 99,85 % von Ihm, also Starke, oder einem seiner beiden Söhne stammen müsse, was ergo bedeutet, daß er, Starke, oder einer seiner beiden Söhne, oder beide, oder alle drei, sich in der Terrorwohnung, zumindest einmal, aufgehalten haben müssen.
Was der ehemalige Geliebte von Beate Zschäpe, Herr Starke, aus tiefer Überzeugung heraus abstreitet, worauf man ihm einen Ausflug per Hubschrauber nach Karlsruhe zum Bundesanwalt in Aussicht stellt, sofern sich seine Kooperationsunwilligkeit, nicht beheben würde. „Die Beamten hätten ihn gleich zu Beginn mit dem DNA-Befund konfrontiert, um zu „schauen, wie reagiert er auf diesen relativ heftigen Tatvorwurf“, sagte der BKA-Ermittler am Donnerstag im Prozess., laut Springerstiefels WELT.
An dieser Stelle sei ein wichtiger Einschub gestattet: „Was machte das BKA so sicher, daß es sich bei der in der Terrorwohnung entdeckten (der einzigen die dort gefunden wurde?) DNA, um eine DNA aus dem Genpool von Herrn Starke handelte? Verfügte das BKA bereits über andere DNA-Proben von Starke, die es zum Vergleich heranzog ? Wie lässt sich die Behauptung, daß die „aufgefundene“ Probe zu 99,85% mit Starkes DNA übereinstimmt, ansonsten erklären ? Im Zuge weiterer „Maßnahmen“ wurde dann Starkes Frau, der Mutter seiner zwei Söhne, eine DNA-Probe entnommen, die das zuvor verkündete Ergebnis von 99,85% Übereinstimmung nicht verbesserte, ja anscheinend sogar minimierte. Auf Null, oder so ?

Warum Starkes Frau? Weil die DNA von einem Kind stammte und teilidentisch mit Starkes DNA ist ? Um auszuschließen, oder herauszufinden ob oder daß es sich bei Starkes Frau um die Mutter dieses Kindes handelt ? Wer käme als Mutter noch in Frage?

Heute entpuppt sich das Ganze dann wieder mal als  Tüte heißer Luft. Oder auch nicht. Oder wie Springerstiefels WELT titelt. „BKA gesteht schwere Ermittlungspanne ein“. Daß das BKA noch nie etwas eingestanden hat, fällt Springersteifels WELT nicht auf. „Das Ganze ist ein Mißverständnis gewesen ein bedauerlicher Irrtum gewesen“, sagt der Mann vom BKA, “ein Laborant, ungewaschene Finger, keine Handschuhe, Kontamination, sie verstehen, falsches Ergebnis, tut mir leid, Auf Wiedersehen“.
„Halt, nicht so schnell“, ruft Wohllebens Verteidiger, „ich hätte da noch ein paar Fragen zu der Nötigung, zu der Drohung mit dem Besuch beim Bundesanwalt“, woraufhin der BKA-Mann herumgeeiert haben soll, daß es alle mitbekommen haben, worauf Wohllebens Verteidiger die Vereidigung des Zeugen fordert, was die Bundesanwaltschaft zu einer entschiedenen Mißbilligung dieses Ansinnens animiert haben soll, was wiederum…. .

Und wenn die heutige Sitzung noch nicht zuende ist, dann spielen sie immer noch an dem Stück herum. Bis es abgesetzt wird. Weil jemand den ganz großen Stecker zieht!

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3 Gedanken zu „Wattestäbchenlüge 2.0 ?

  1. Dreisatz für das Verteidigungskader

    Es genügt der Nachweis EINER bewussten Falschaussage eines Zeugen aus dem Ermittlungsapparat, um die Axt an das Fundament des Münch`ner Bubenstückes zu legen und den Schandprozess zu kippen. Beispiel: Wenn a gleich b ist und b ist gleich c, dann ist a gleich c.
    Versuchen wir es.
    1. Der Ermittlungsbeamte gab an, daß das BKA davon ausging, daß Thomas Starkes DNA zu 99, 85 % mit der in Zwickau der Blumenkastenüberwachungskamera entnommenen DNA-Probe übereinstimmt. (Beweise wurden keine vorgelegt, Ergebnisse der DNA-Analyse wurden von der Verteidigung ancheinend nicht angefordert)
    2. Der BKA-Ermittlungsbeamte gab an, daß die KameraDNA- Spur im Labor von einem unvorsichtigen Auswerter verursacht worden sei. (Beweise wurden keine vorgelegt, der Zeuge nicht vereidigt, obwohl dies von der Verteidigung verlangt worden war)
    3. Die DNA Thomas Starkes muß zu 99,85 % mit der des BKA-Laboranten übereinstimmen ( Sind die verwandt?), ansonsten hätte es nicht zu einer „versehentlichen Verwechslung“ kommen können, zumindest nicht auf legalem Weg.

    Um die Widersprüche zu klären, verlangt die Verteidigung die Vorladung des Zeugen „BKA-Probenkontaminierer“ und die Entnahme einer DNA-Probe aus dem Probenkontaminierer unter Aufsicht. Desweiteren beantragt die Verteidigung die Aushändigung der Blumenkastenüberwachungskameraprobe und die Einholung des Einverständnisses von Thomas Starke, sich für eine Probenentnahme unter Aufsicht zur Verfügung zu stellen, um eine Vergleichsanalyse durchzuführen und damit den von dem BKA-Beamten geschilderten Vorgang transparenter zu gestalten. Dieser Forderung schließen sich alle Anwälte der Nebenklage
    (BILD: „Opferanwälte“) sofort an.

    Anwälte der Nebenklage, Anwälte der …klage. Was kostet uns das Münch`ner Bubenstück materiell ? Wieviel verdient so ein Richter dort?, der Bundesanwalt? Was erhalten denn die Verteidigerkader von Frau Zschäpe und von Herrn Wohlleben so pro Sitzungstag? Werden Anwälte der Nebenklage, und falls ja, wieviele, als „Pflichtverteidiger“ beschäftigt, also vom Staat bezahlt?

    Verlangt die Nebenklage, die immer noch ausstehende Aufklärung der Verbrechen? Verlangen die, entsprechende Untersuchungen einzuleiten? Oder klagen die auf mehr Geld? Die „Opfer“ haben bereits Schmerzensgeld erhalten, obwohl weder Täterermittlung noch Tathergangsrekonstruktionen schlüssig vorliegen? Stürzen sich die Nebenklageanwälte auf die im Prozess auftretenden „Ungereimtheiten“ und fechten sie einen Kampf für Recht und Wahrheit? Vergleichen Sie einfach `mal die täglichen Schilderungen des Verfahrens im Nebenklageblog mit den Abläufen im Gerichtssaal. Das genügt.

  2. im DEZEMBER 2011 wurde ein Sohn der Eltern Böhnhardt als Leiche festgestellt. “Uwe” steht nicht drin im Gutachten, nur “Sohn”.

    Unter 6 GB Aktenvorbehalt, aber komisch ist das schon, warum schreiben sie den Namen nicht hin?

    StA BGH Greger wollte das geändert haben… ist nicht, kommt nicht infrage, so wurde sie beschieden.

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    HEUTE NEU:

    Fremde DNA M.N. in Zwickau und in Eisenach, Tatortberechtigter Manfred Nordgauer vom LKA Stuttgart, das ist noch in Arbeit.

    Deckt sich mit den Berichten der Anwohner in Zwickau: Autos aus Baden-Würtemberg in der Frühlingsstrasse vor dem 4.11.2011. ZUVOR !!!!

    Spurensicherer aus Schwaben, DNA auf Ü-Cameras, was wollte der dort???

    Kommt heute!!!
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    Fremde DNA auf Mordwaffen Kiesewetter

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    Fremde DNA auf Bankraubwaffen Arnstadt und Eisenach

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    Beides schon online!!!

    wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/

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