Leyenbriefing

von Eichenlaub

General Johann Friedrich von Nesttreu, Oberbefehlshaber der deutschen Heimatfront unterhält sich mit Heiko von der Leyen von Mann zu Mann

 

Statisten (2)

Klinisch sauber, klinisch tot Familie“ aus dem Museum Ludwig in Köln

*

„Stehen sie gerade, sie…….sie Familienmensch! Musste sie leider entführen lassen, sie Haubenuntertaucher, sind ja nirgends greifbar, sie scheinen so eine Art rampenscheues Phantom der Popper zu sein. Erwarten sie ja keine Entschuldigung, ich habe mit ihnen zu reden. Was haben sie sich eigentlich dabei gedacht ?

Vermehren sich wie Karnickel und machen sich dann dünne und lassen uns mit dieser Sterilzange alleine. Mensch sind sie noch bei Trost, glauben sie allen Ernstes, wir lassen sie einfach so abhauen ? Haben sie überhaupt gedient, sie Unglücksmensch ? Ich meine, haben sie noch irgendwo anders gedient, ausser ihrer Frau als Drohne ? Nicht ?

Dann hören sie mal ganz genau zu, was ich ihnen jetzt sage. Ich werde mich nicht wiederholen, Herr von. Im Gegensatz zu ihnen habe ich mir meine Leistung auf den transatlantischen Schlachtfeldern bestätigen lassen, habe meinen Rang mit Leistung verdient und nicht einer Tätigkeit als Krebsmafiawindelbügler mit sieben Abschlüssen, Verzeihung, Abschüssen, zu verdanken, kapiert?

Und machen sie ein anderes Gesicht, sie sehen ja aus wie dieses zweite lichtscheue Placeboplättchen, der falsche Fuff´ziger, der am Hosenanzug von unserem Wendefettklops klebt, dieser Herr Sauer ! Auch da muß man sich noch beherrschen, aber nicht mehr lange… . Ich bin sauer.

Und versauen sie mir ja nicht den Teppich, der ist Privatbesitz, das ist ein Familienerbstück, reißen sie sich zusammen, sonst geht ihr letzter Schuss in den Ofen, kapiert ? War das deutlich genug ? Wo bin ich stehen geblieben, ach ja, bei der lieben Urschula… . Was ist denn in ihrer Familie los ?

Sagen sie nichts, ich kann es mir denken. Muß ja nur Zeitung lesen. Genau deswegen sind sie jetzt hier, zu einem Gespräch unter Männern. Glauben sie bloß nicht, ich hätte kein Verständnis für menschliche Schwächen, aber bei uns ist das genau umgekehrt, wie bei ihnen zuhause; bei der Truppe heißt es „Zuerst schießen und dann fragen“. Und so muß es sein, ansonsten kommt man zu nichts. Sobald man dieser Sorte von Weibern den Gebrauch von Messer und Gabel und das Sprechen in ganzen Sätzen beigebracht hat, verderben sie einem den Charakter. Möchten sie sich setzen ?, sie zittern.

Ordonnanz! Orrdonnaaaaanz ! Das hat aber gedauert. Nehmen sie dem Mann den Knebel und die Augenbinde ab und lockern sie die Fesseln. Gut. Und jetzt bringen sie ihm ein Stärkungsmittel, – und grinsen sie nicht so frech.

Whiskey oder ein Likörchen lieber Herr von der Leyen? …. Likör ? Ich entscheide hier, also ein Whiskey für den Herrn und mir eine Castro deluxe aus dem Havannaschrank, aber fix.

Herr von der Leyen, ach was, du Heiko, ich Herr General. Einverstanden? Also Heiko! Sag` mal, deine sieben Ausgerichteten, sind die alle echt, ich meine selbstgemacht ? alle?, oder peppt ihr das Gruppenbild mit Dummies auf, wenn Bild der Frau zur Homestory mit Alzheimer verhilft ?

Madame ist ja sowieso immer unter der Maske und tritt erst auf, wenn die Deko steht, die würde sowas gar nicht bemerken, wa ? Das wäre dann ja eher die Sache der vier Haushaltshilfen und der drei Kindermädchen. Na ja, wir wissen, wie das läuft, unter dem schönen Schein.

Aber bei dir zuhause scheint es ja besonders unrund zu laufen. Und genau das macht uns Sorgen. Wir werden jetzt über dein zukünftiges Programm sprechen und dann wirst du sie uns vom Hals schaffen, die Sorgen. Noch einen Whisky? Nein? Nein gibt `s nicht. Ordonnanz!

Ordonnanz, holen sie den Bierkrug aus dem Panzerschrank. Ist noch `was ? Das Klops auf Leitung drei ? Sagen sie, ich sei mit den Vorbereitungen der Sicherungsmaßnahmen für ihre Krönungsfeierlichkeiten in Brüssel beschäftigt und habe anschließend eine Konferenz mit Daniel Amos, um die nächsten Rattentaten zu besprechen, das wird sie befriedigen und eine Weile ruhig stellen. Und halten sie sie in der Warteschleife fest.

Ein unangenehmes Ding, das! Da lob´ ich mir deine Frau dagegen Heiko, zumindest von aussen hält sie ihre Form. Wird zwar mühsam werden mit der Zeit, aber Haltung hat das Klops ja schon mit 15 aufgegeben. Tja, das kommt von der Polung… . Und dann ist es mit Kohl im Hinterzimmer verschwunden …. und hat Stasiakten rezitiert.

Warum so schweigsam ? Du brauchst nicht mit den Augen zu rollen, das sieht albern aus. Erstens sind wir hier sicher, das von den Geheimdiensten bediente Klopsgucktundhorchtsystem reicht nur bis in die Leitungen der Kreisebene der Parteien, alles andere filtern wir `raus. Wer wir sind, geht dich übrigens nichts an.

Und zweitens wird alles aufgezeichnet, da würde ich mich an deiner Stelle bemühen, einen guten Eindruck zu machen. Es wird Zeit, daß du die Nachtmütze absetzt, Stiefel anziehst, dir eine Mistgabel schnappst, um deinen unhäuslichen Sauhaufen auszumisten. Kann es sein, zum Donnerwetter, daß ein kinderloser, absolut unfruchtbarer Wendefettklops mit Kunstvita in Zeitungen, Film und Hörfunk unter dem Decknamen „Mutti“ auftritt, während die Mutter deiner sieben Kindern mit „Frau von der Leyen“ tituliert wird ?

Wer ist dafür verantwortlich ? Daß sich das Klops hinter deiner Frau versteckt und aus dem Hinterhalt seine Schweinereien begehen kann. Du, du bist dafür mitverantwortlich. Man sagt der eitlen Urschula eine beabsichtigte Erbschleicherei bereits öffentlich auf den Kopf zu, aber das Wendefettklops, das beerbt man nicht, dem kauft man ab, wobei die Rechte für ewig bei das Klops bleiben. Wenn es nach das Klops gehen würde.

Mann, was bist denn du für einer. Nimm dir endlich deine Frau vor und biege sie gerade. Sorge dafür, daß sie pariert. Wegen mir, mach` eine Kur. In Tibet. Oder geh` mit ihr schnorcheln. Vielleicht werden zweite Flitterwochen und mehr daraus. Du bleibst jedenfalls ab sofort zuhause. Kümmere dich um die Kinder, vermittele euer Personal, samt der ukrainischen Krankenschwestern, in die Umgebung und sorge dafür, daß „Frau von“ Nachhilfeunterricht an unserer Akademie nimmt und daß sie sich benimmt, wie ein normaler Mensch. Nur so bewahrt sie sich eine Chance auf den Fettklopssessel; auf den scheint sie ja versessen zu sein. Entweder hat sie den besseren Spionagedienst, oder das moralisch bessere Verhalten. Eine dritte Möglichkeit, ihr Ziel zu errreichen, gibt es für sie nicht.

Den besseren Spionagedienst besitzt sie nicht. Du bringst ihr jetzt Ordnung bei und wir sorgen für Kompetenzwissen. Sie hat keine Ahnung. Mit Blenden kommt sie beim Kloß nicht weiter, da hat sie keine Chance, denn der Kloß besteht aus Blenden. Hat nie `was anderes gemacht. Und Kinder waren `sowieso nie deren Ding, vergiß das nicht.

Urschulas letzte Chance heißt Integrität. Ohne Kompetenz kein Integrität. Deswegen habe ich für nächste Woche eine dreitägige Wehrsportübung angesetzt, damit wir bald auf denselben Kenntnisstand kommen. Vorerst noch ohne die Kinder.

Nächsten Dienstag, 10 Uhr, werdet ihr beide abgeholt, sieh zu daß sie in deiner Nähe bleibt, wir werden dich anpeilen. Und sorge für warme Unterwäsche, den Rest machen wir.

Ordonnanz ? Ordonnanz ! Bringen sie Herrn von der Leyen zu einer Strassenecke seiner Wahl und vergessen sie nicht, die Fesseln zu entfernen, nicht wie beim letzten Mal, als sie…, na sie wissen schon.

Heiko, es hat mich gefreut, nächste Woche will ich erste Ergebnisse sehen. Bevor ich es vergesse, hier die schriftlichen Instruktionen zum Auswendiglernen, Überzeugungsanweisungen, Lehrpläne, Argumentationshilfen, Strafenkatalog und so weiter, mach` ihr klar, daß sie so viele Kitas und Haartönungsmittel kaufen darf, wie sie will, aber nicht jetzt. Es ist kein böser Wille unsererseits, sondern eine Frage der ökonomischen Prioritäten: Zuerst ein Volksheer mit Berufssoldatenkern von 300 000 Mann, Atomwaffen, Raketenschild, mobile Totschlagkommandos mit der besten Ausrüstung, die verfügbar ist, um geräuschlos Enthauptungsschläge durchzuführen, Austritt aus EU, NATO und UNO, Abtransport der Besatzungstruppen ohne Ausrüstung, dann die Einleitung der Wiedergutmachungsmaßnahmen als Kompensation der in Deutschland verursachten Zerstörungen und begangenen Verbrechen, in Form von Rohstoffen, Industrieprodukten und Arbeitsleistung. Wenn alle davor zurückschrecken uns auszusaugen, weil sie wissen, daß sie dabei ausbluten werden, dann und erst dann, kann dein Frau so viele Kitas und all den anderen Klimbim bekommen, daß es ihr zu den Ohren herauskommt. Sag ihr das, in aller Freundschaft. Und jetzt weggetreten. Ordonnanz schließen sie die Tür.“

„Johann Friedrich von Nesttreu, Oberbefehlshaber der deutschen Heimatfront, Frau Bundeskanzler? Was willst du ? Du störst !„

3 Gedanken zu „Leyenbriefing

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