französischer Widerstand gegen anglo-amerikanische Erpressung

Hollande, Sarkozy - Bild: Wikipedia
Hollande, Sarkozy – Bild: Wikipedia

erschienen bei StrategicNewsletter

Während Barack Obamas Besuch in Frankreich anläßlich der Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Landung in der Normandie kam es zu zwei deutlich sichtbaren Zusammenstößen mit Präsident François Hollande hinsichtlich zweier Fragen, die eigentlich eine sind:

Frankreich widersteht hartnäckig Obamas Druck in Bezug auf den Verkauf von zwei Kriegsschiffen an Rußland wie auch der 10 Mrd.$ Strafe, die US-Strafverfolger gegen die französische Megabank BNP Parisbas verhängen wollen.

Obama nahm die Gelegenheit wahr – ähnlich wie vor einigen Wochen die stellvertr. Außenministerin für Europaangelegenheiten Victoria Nuland -, um Frankreich mit Vergeltung zu drohen, sollte es zu dem Rußlandgeschäft kommen. Die französischen Medien bezeichnen die Hubschrauberträger der Mistral-Klasse, von denen einer auf den Namen Sewastopol getauft wurde, als den „Stolz der Marine“ und der Chef der russischen Marine hob hervor, daß sie deren Kampfpotential deutlich verbessern würden.

Die französischen Repräsentanten zeigten sich hartnäckig und Obama konnte beim Brüsseler Gipfel seine Wut nicht verbergen: „Ich denke, es wäre besser gewesen, den Pausenschalter zu drücken.“ Auch der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski forderte Frankreich zur Aufgabe des Geschäfts auf und behauptete, Rußland werde mit diesen Schiffen seine „Nachbarn am Schwarzen Meer, das heißt Europas Partner“ bedrohen.

In dieser aufgeheizten Atmosphäre wurde der Fall BNP Paribas plötzlich explosiv. Seit einigen Monaten werfen das US-Justizministerium und drei US-Strafverfolger der Genfer Filiale der Bank Verletzung des Embargos vor, das die USA einseitig von 2002-09 gegen den Iran, Sudan und Kuba verhängt hatten.

Die Verkäufe waren in der Schweiz völlig legal, doch die US-Gerichte bestehen auf einer Strafverfolgung, weil sie in Dollar abgewickelt wurden. Zunächst war von 1 Mrd.$ die Rede, doch die Summe schnellte auf 10 Mrd.$ und mehr in die Höhe, seit Hollande gegenüber Obama beim Mistral-Geschäft nicht nachgab.

Die Kündigung des Schiffsverkaufs würde Frankreich „nur“ gut 1 Mrd.$ kosten und seine politische Partnerschaft mit Rußland beschädigen, die Strafe gegen BNP würde 10 Mrd. kosten. Darüber hinaus verlangen die US-Strafverfolger ein Schuldeingeständnis der Bank und drohen, sie von Dollargeschäften auszuschließen, was eine Massenflucht von Kunden zur Konkurrenz auslösen würde. BNP-Paribas ist eine der größten Banken der Welt im Bereich des Dollar-Zahlungsverkehrs.

Als Gegendruck gegen die Erpressung argumentiert Hollande, die Strafe würde das gesamte Währungssystem der EU in Mitleidenschaft ziehen. Der ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet betonte in einem Interview, BNP Paribas sei eine systemische Bank, daher bedeute jeder Schaden, der ihr zugefügt wird, ein Risiko für das Gesamtsystem.

Außenminister Laurent Fabius gab zu verstehen, daß Frankreich, wenn die US bei ihren Drohungen bleiben, dem Freihandelsabkommen TAFTA/TTIP, das momentan verhandelt wird (und so oder so mörderisch ist), seine Zustimmung verweigern könnte.

Quelle: Strategic Newsletter

10 Gedanken zu „französischer Widerstand gegen anglo-amerikanische Erpressung

  1. An allen Ecken und Enden ist immer wieder zu sehen, was die USA unter „Partnerschaft“ verstehen: Erpressung, Ausplünderung, Demütigung.

    1. „Partnerschaft“ heißt für US & Co-horten, dass immer nur der ´Partner schafft´…. selbst-verständlich ohne Bezahlung schafft.

  2. Eine gute Zusammenfassung, die auch ein wenig Mut macht – zumindest aus meiner Sicht 🙂

    http://globalfire.tv/nj/14de/juden/06nja_aufstieg_und_fall_des_judentums.htm

    Ich frage mich, für wie abgestumpft die DWN ihre Leserschaft hält. Es wäre doch ein Leichtes, Artikel über Juden zu vermeiden. Aber nein, ist ist immer Mal wieder ein Artikel über diese Herrschaften drin, und die Kommentarfunktion abgeschaltet. Provokation? Angst? Political Correctness?

    1. Da wollen wir alle hoffen dass Narendra Modi nicht verunglückt oder einem Attentat zum Opfer fällt!

      Bezüglich der DWN:
      Zitat:
      und die Kommentarfunktion abgeschaltet. Provokation? Angst? Political Correctness?
      Zitat Ende

      Teilweise denke ich sind die Artikel dazu da, die Stimmungslage der kritischen Menschen zu erforschen, oder aber zur versuchten Meinungs-Manipulation, vielleicht auch manchmal zur Provokation.

      Die Kommentarfunktion ist auch schon bei Artikeln über Ackermann (Deutsch Bank) und über den Unfall der Merkel parallel zum Unfall von Schuhmacher abgeschaltet worden.

      Das ist immer ein sicheres Indiz dafür, dass die Foristen deftige Kommentare vom Stapel gelassen haben dürften.

      Gerade gab es 2 Artikel über die Massenschlägereien in Mannheim. Dort hinterließ auch ich einen Kommentar dahingehend, dass immer wenn keine Namen und Nationalitäten in der Presse genannt werden, man davon ausgehen kann dass es sich wieder um „Kulturbereicherer“ handelt.
      Kurze Zeit später wurde die Kommentarfunktion abgeschaltet. Da sind mit Sicherheit andere ähnliche Kommentare geschrieben worden und die wollte man wieder nicht veröffentlichen.

      Und Kommentare die auch nur einen Hauch von Kritik an Juden enthalten, werden immer gelöscht!

      Die DWN ist eins auf jeden Fall nicht:
      Sie ist nicht frei!
      Und objektiv in ihren Berichterstattungen ist sie auch nicht und in der Moderation der Kommentare schon überhaupt nicht!
      Die DWN ist abhängig von ihren Geldgebern und Sponsoren. Da stecken wohl zum Teil die üblichen Verdächtigen dahinter.
      Und von denen wird Wohlverhalten verlangt.

      Meiner Meinung moderiert die DWN die Kommentare wie die MSM, teilweise sogar noch schlimmer.
      Ich würde aus diesen Gründen auch nie eine Print/Pay-Version von denen kaufen.

      Ähnliche Erfahrungen über die „Unfreiheit“ der DWN gab es auch in dem Blog „Geolitico“ zu lesen.
      Dort wurde auch vermerkt, dass die DWN die Kommentarlänge inzwischen drastisch begrenzt hat.

      1. Modi: Indira Ghandi hat jedenfalls nicht viel Zeit gehabt, ihre Ablehnung eines Riesenkredites zu bereuen.

        Wer die Strippen von anglo-amerikanischen und frz. Gegensätzen zu arkors Kommentar – LePen, deutsches Feindbild, Versailles – zieht, nebenher das Eingeständnis liest, dass die EU-Wirtschaft definitiv am Ende ist, wer den Geheimkanzler Schäuble sagen hört, dass die BRD in der EZB zeitweise nichts mehr zu sagen haben wird, weil´s besser ist, für den Frieden in Europa und so… der sieht nicht hinter die Kulissen, aber immerhin, dass der Westen wieder in Feindbilder zerfällt.

        Klar, auf wessen Kosten das künstliche Gezeter gehen wird. Mit oder ohne ausgestreckten Zeigefinger. Ja, sie haben es wohl geschafft. Wir WÜNSCHEN uns, dass es beim Zeigefinger bleibt. Nehmt und macht, was ihr wollt – aber tut bloß nicht das Schlimmste.

        Mögen also Kalergis Geldgeber die Ernte einfahren – sie werden Superherrscher, auf ihrem Weg wurden sie reich, und benutzten den schnöden Papiergelddreck, um den Weg weiterzufinanzieren, und Europa wurde arm, und Deutschland ist weg. Und das alles ist besser, so viel besser als das andere…

        Das ist Deutschlands Trauma, und das ist die Realität, und deshalb gucken wir zu, und auch die „Sieger“ können nicht aus ihrem Wahn, den alten Selbstmord Europas als Sieg zu sehen. Wer was anderes gehofft hatte (Le Pen), sieht sich bitter enttäuscht. Die neuen 25 % im sog. EU-Parlament sind bloß dazu da, den EU-Kurs drastisch zu verschärfen.

        Also weiter so – denn wir wissen, sie können auch anders.

        1. P. S. „die neuen 25 %“
          pünktlich zum Eingeständnis, dass die EU gescheitert ist.

          Eine Falle, aus der es kein Entrinnen gibt. Todsicher.
          Solange der Wahn besteht, solange funktioniert auch der Plan.

        2. @ Kint

          Zitat:
          Klar, auf wessen Kosten das künstliche Gezeter gehen wird. Mit oder ohne ausgestreckten Zeigefinger. Ja, sie haben es wohl geschafft. Wir WÜNSCHEN uns, dass es beim Zeigefinger bleibt. Nehmt und macht, was ihr wollt – aber tut bloß nicht das Schlimmste.
          Zitat ende

          Und dafür hat Merkel auf Befehl der angloamerikanischen Strippenzieher gesorgt. Und sie hat ganze Arbeit geleistet.
          Das ganze internationale Presse-Theater um die von Merkel initiierte Austeritätspolitik hat offensichtlich den Sinn die Europäer wieder gegen die Deutschen aufzubringen.
          Die Deutschen werden wieder als Sündenbock aufgebaut.
          —————-
          Eben gerade las ich bei WEB.DE: Die Deutschen demütigen Portugal.
          Wie es scheint haben die Deutschen bei der WM gewonnen.
          Es sei ihnen gegönnt.
          Aber diese Schlagzeile soll doch schon wieder gezielt Ressentiments schaffen. Und wer die MSM in der Tasche hat und befehligt wissen wir doch alle.
          Es sind wieder einmal die jüdisch-angloamerikanischen Eliten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.