die Geschichte von der Dönerceska Teil 6: die hingetrickste Schweizer Ceska, 2006-2010

erschienen bei fatalist

Ab Ende August 2006 wussten BAO Bosporus und die EG Ceska des BKA von den 30 Waffen der 2. Charge, davon 24 in der Schweiz verkauft, 6 woanders, und sie suchten die STASI-Ceskas der 1. Charge, von denen 15 fehlten. 

Anfang 2008 (Geiers Abschied war am 31.1.2008) fehlten noch 12 Schweizer Waffen, es fehlten die 15 STASI-Ceskas, 3 weitere aus der 2. Charge, und bei den weiteren 8 Ceska-Umbauten mit Schalldämpfer in Deutschland wusste man nicht, wie viele es noch gab. 
Und wo man die suchen solle… Läufe umbauen kann man überall…


Es fällt auf, dass in der Schweiz die „BRD-STASI-Behördenwaffen“ seit 2010 den Bürgern mitgeteilt wurden, während das in Deutschland unter der Decke gehalten wurde.
2 mal in den Nürnberger Nachrichten erwähnt, aber sonst nirgends.

Das hat ein Geschmäckle…

http://www.derbund.ch/ausland/europa/Die-Pistole-der-Zwickauer-Zelle-kostete-damals-1250-Franken/story/27729489

„31 in die DDR“ ist nicht ganz richtig, es waren wohl die 25 Waffen der 1. Charge, aber warum wurde das niemals in den BRD-Leitmedien kommuniziert ???

Die Mordwaffe stammt aus Derendingen
Das sind Aussagen, die aufhorchen lassen. Stammte doch auch die Mordwaffe des Nationalsozialistischen Untergrunds aus der Schweiz. Dabei handelte es sich um eine Ceska 83, Kaliber 7,65 Millimeter. Sie soll 1993 im solothurnischen Derendingen im Waffengeschäft «Luxik Waffen und Munition» über den Ladentisch gegangen sein. http://www.derbund.ch/schweiz/standard/In-Zwickau-gab-es-mehrere-Schweizer-Waffen-/story/13210741?dossier_id=1968

Die Waffe 034678 wurde in Derendingen verkauft?
Wie kommt sie dann nach Bern, in das Verkaufsbuch von Franz Schläfli ???


Die fehlenden in der Schweiz verkauften Schalldämpfer-Ceskas suchte man mit Hilfe des Waffen-Verkaufsbuchs:

Waffenbuch des Herrn Schläfli aus Bern/Schweiz
Quelle: ZDF

Das ZDF schaffte es, die falsche Pistole mit der Nummer 034671 zu markieren, aber ganz unten ahnt man die „richtige“ Nummer 034678. Qualitätsmedien… 

„Frisierte Verkaufslisten“ wollen wir bei einem diffus beleumundeten Waffenverticker wie Herrn Schläfli mal besser nicht unterstellen…



Das BKA „stellte fest“, im Herbst 2008, dass die 1. Charge „STASI/PLO“ auszuscheiden sei, wegen der Hülsenböden, anderes Spurenmuster als bei der 2. Charge „Schweiz“, und konzentrierte sich auf die erst 12 und dann noch 8 vermissten Schweizer Ceskas.



Quelle: Schweizer Fernsehen
links die Schweizer Charge, rechts die STASI-Charge

Man hätte zwingend bemerken MÜSSEN, schon 2006 beim Testen der 10 BKA-Ceskas, dass das Spurenbild auf den Hülsenböden völlig anders ist.

 

Das Argument „Hülsenböden“ ist ein 2008 nachgeschobenes. Stimmt nicht.


Die BAO Bosporus in Bayern war nicht der Meinung des BKA, dass die Tatwaffe der 9 Morde aus der Schweizer Charge stammen müsse, und als im Jahr 2010 das BKA mit dieser These an die Öffentlichkeit gehen wollte, eskalierte der Streit bis hinauf in die Politik:

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6 Gedanken zu „die Geschichte von der Dönerceska Teil 6: die hingetrickste Schweizer Ceska, 2006-2010

  1. man müsste sich natürlich die grundsätzliche Frage stellen: Wieso sollten die Uwes registrierte, nachvollziehbare Waffen mit einem enormen Grenzrisiko verbunden, aus der Schweiz sich besorgen, während es im geöffneten Osten von unzähligen, nicht registrierten Waffen für wenig Geld zu haben sind?
    An sich macht dies nur den Sinn, dass es NACHVOLLZIEHBAR UND NACHVERFOLGBAR ist.

  2. 2 Handwerker zuviel in Zwickau am 4.11.2011 ?

    Wie können 2 Handwerker, die 80 m entfernt beim Bäcker Reinhold ihren Feierabend-Kaffee trinkend die Explosion des „Terrornests“ erst hören und dann bestaunen, und sich gleichzeitig nach der Explosion aus dem Nebeneingang retten?

    Liegt im „doppelten Trockenbauer-Lottchen“ der Schlüssel zur Lösung des Rätsels der Explosion ?

    http://wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/2014/06/2-handwerker-zuviel-in-zwickau-am.html

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