die ukrainische Krise beschleunigt die neue Zusammensetzung der Welt

weltBIP2007erschienen bei voltairenet

von Pierre Charasse

Die ukrainische Krise hat die Weltlage nicht radikal verändert, aber sie hat laufende Entwicklungen beschleunigt. Die westliche Propaganda, die noch nie so stark war, verbirgt vor allem den Bevölkerungen der NATO die Realität des westlichen Rückgangs, aber sie hat keine Auswirkungen mehr auf die politische Realität. Unaufhaltsam nehmen Russland und China, unterstützt von den anderen BRIC-Staaten den Platz ein, den sie in den internationalen Beziehungen verdienen.

Die ukrainische Krise hat das Ausmaß der Manipulation der öffentlichen Meinung im Westen durch die Massenmedien hervorgehoben, sei es durch die TV-Sender wie CNN, Fox News, Euro News und viele andere oder die durch westliche Nachrichtenagenturen geformte Presse. Die Art und Weise, in der die westliche Öffentlichkeit schlecht informiert wird, ist beeindruckend, und doch ist es einfach, Zugriff auf eine Fülle von Informationen von allen Seiten zu haben. Es ist sehr beunruhigend zu sehen, wie viele Bürger der Welt sich in eine sogar in den schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges noch nie gesehene russlandfeindliche Haltung verführen lassen. Das Bild, das uns die mächtige Medien-Apparatur des Westens aufdrängt und das in unser kollektives Unbewusstsein eindringt, ist, dass die Russen „Barbaren geblieben“ sind im Vergleich zur westlichen „zivilisierten“ Welt. Die sehr wichtige Rede von Vladimir Poutine am 18. März, im Anschluss an das Referendum auf der Krim, wurde buchstäblich von den westlichen Medien boykottiert [1], obwohl sie den westlichen Reaktionen einen breiten Platz widmen, negative alle natürlich. Dennoch erklärte Putin in seiner Rede, dass die Krise in der Ukraine nicht durch Russland ausgelöst wurde und hat mit viel Rationalität die russische Position und die strategischen Interessen seines Landes in der Ära der ideologischen Konflikte präsentiert.

Gedemütigt durch die Behandlung durch den Westen seit 1989 ist Russland jetzt mit Putin aufgewacht und hat wieder mit einer Großmacht-Politik zu arbeiten begonnen, und die traditionellen historischen Kraftlinien des zaristischen Russlands und der Sowjetunion zu rekonstruieren versucht. Die Geographie steuert oft die Strategie. Nach dem Verlust der „historischen Territorien“ nach der Formel von Putin und seiner russischen und nichtrussischen Bevölkerung, gab sich Russland als großes nationales und patriotisches Projekt die Wiedergewinnung seines Status als Weltmacht, als ’globaler’ Spieler, an erster Stelle in der Gewährleistung der Sicherheit seiner Land- und Seegrenzen. Es ist genau das, was ihm der Westen in seiner unipolaren Sicht der Welt verbieten will. Aber als guter Schachspieler hat Putin viele Züge vorausgedacht, durch ein tiefes Wissen über die Geschichte, die Realität der Welt, die Bestrebungen eines großen Teils der Bevölkerung in den Gebieten, die zuvor durch die Sowjetunion gesteuert wurden. Er kennt bis zur Perfektion die Europäische Union, ihre Spaltungen und Schwächen, die tatsächliche militärische Fähigkeit der NATO und den Stand der westlichen Öffentlichkeit, die die Militärbudgets in Zeiten der wirtschaftlichen Rezession ungern erhöhen. Im Gegensatz zur Europäischen Kommission, deren Projekt mit dem der Vereinigten Staaten zusammen fällt, um einen transatlantischen wirtschaftlichen militärpolitischen Block zu konsolidieren, wollen die Bürger in ihrer Mehrheit keine Erweiterung der EU mehr, weder mit der Ukraine, noch mit Georgien, noch mit irgendeinem anderen Land der ehemaligen Sowjetunion.

Mit ihrer Haltung und Drohung mit Sanktionen zeigt die sklavisch auf Washington ausgerichtete EU eigentlich, dass sie machtlos ist, um “ Russland ernsthaft zu bestrafen“. Ihr tatsächliches Gewicht entspricht nicht ihren immer proklamierten Ambitionen, die Welt nach ihrem Bild zu gestalten. Die sehr entgegenkommende und schlaue russische Regierung wendet „angepasste Rückschläge“ an, die die westlichen Strafmaßnahmen verspotten. Der dreiste Putin leistet sich sogar den Luxus zu verkünden, dass er ein Konto bei der Rossyia Bank in New York eröffnen will, um sein Gehalt dort einzahlen zu lassen! Er hat noch nicht die Einschränkung der Lieferung von Gas an die Ukraine und Westeuropa erwähnt, aber jeder weiß, dass er diese Karte in seinem Ärmel hat, was bereits die Europäer zwingt, an eine volle Reorganisation ihrer Energieversorgung zu denken, die Jahre brauchen wird.

Die Fehler und Spaltungen des Westens setzen Russland in eine starke Position. Putin erfreut sich außergewöhnlicher Beliebtheit in seinem Land und in den russischen Gemeinden der Nachbarländer, und man kann sicher sein, dass seine Geheimdienste in das früher durch die Sowjetunion gesteuerte Land in Tiefe eingedrungen sind und ihm interne Informations- Berichte aus erster Hand liefern. Sein diplomatischer Dienst gibt ihm starke Argumente, um dem „Westen“ das Monopol über die Auslegung des Völkerrechts, insbesondere in der heiklen Frage der Selbstbestimmung der Völker zu entziehen. Wie zu erwarten, zitiert Putin den Präzedenzfall des Kosovo, die Doppelzüngigkeit des Westens, die Widersprüche und die destabilisierende Rolle, die er auf dem Balkan gespielt hatte.

Während die westliche Medien-Propaganda nach dem Referendum vom 16. März auf der Krim auf Volldampf lief, sind die westlichen Schreie plötzlich um einen Ton gesunken und die G7-Staaten auf dem Gipfel in Den Haag am Rande der Konferenz über die nukleare Sicherheit drohten nicht mehr, Russland vom G8 auszuschließen, wie man es ein paar Tage früher lautstark wissen ließ, aber haben nur bekannt gemacht, „dass der G-7 nicht an dem Sotschi-Gipfel teilnehmen würde“. So besteht die Möglichkeit, jederzeit dieses Privileg für Dialog mit dem Russland-Forum zu reaktivieren, das im Jahr 1994 auf seinen ausdrücklichen Wunsch gegründet wurde. Erster Rückzieher des G7. Obama seinerseits beeilte sich zu verkünden, dass es keine Intervention der NATO zur Hilfe der Ukraine geben werde, sondern nur ein Versprechen der Zusammenarbeit, um das militärische Potenzial der Ukraine wiederaufbauen zu helfen, das weitgehend aus überholten sowjetischen Anlagen besteht. Zweiter Rückzieher. Es wird Jahre dauern, um einer ukrainischen Armee, die den Namen verdient, auf die Beine zu helfen und man fragt sich, wer im Hinblick auf die katastrophale Situation der Finanzen des Landes so etwas bezahlen wird. Darüber hinaus weiß man nicht genau, in welchem Zustand die ukrainischen Streitkräfte sind, nachdem Moskau vorgeschlagen hatte, und mit einigem Erfolg scheint es, das Militär der Ukrainer, Erben der Roten Armee, mit Beibehaltung ihres Grades, der russischen Armee einzuverleiben. Die ukrainische Flotte ist bereits vollständig unter russischer Kontrolle. Schließlich ein anderer spektakulärer Rückzieher der Vereinigten Staaten: Es wären geheime, sehr fortgeschrittene Gespräche zwischen Moskau und Washington im Gang, um eine neue Verfassung in der Ukraine anzunehmen, in Kiew anlässlich der Wahlen am 25. Mai eine Koalitionsregierung zu installieren, von der die Neonazi-Extremisten ausgeschlossen werden würden, und vor allem um der Ukraine den Neutralitäts-Status aufzuzwingen, ihre „Finnlandisierung“ (empfohlen von Henry Kissinger und Zbigniew Brezinski) [2], was ihren Beitritt zur NATO verbieten, aber Wirtschaftsabkommen mit der EU und der eurasischen Zollunion (Russland, Weißrussland, Kasachstan) erlauben würde. Wenn eine solche Einigung eintritt, wird die EU vor vollendete Tatsachen gestellt sein und sich damit abfinden muss, die Rechnung des russisch-amerikanischen Gegenübers zu bezahlen. Mit solchen Garantien könnte sich Moskau eventuell zufrieden geben, weil sie seine Sicherheitsanforderungen erfüllen, mit der Zustimmung Washingtons Fuß in seinem alten Einflussgebiet fassen kann und unterlassen kann, Separatismus in anderen ukrainischen Provinzen oder in Transnistrien (Provinz Moldau von Russen bevölkert) zu schüren, indem es seinen Respekt für die europäischen Grenzen stark bekräftigt. Der Kreml wird Obama gleichzeitig eine ehrenwerte Ausgangstür bieten. Eine Meisterleistung für Putin.

geopolitische Folgen der ukrainischen Krise

Der G7 hat mit den Schritten zum Isolieren von Russland nicht gerechnet, abgesehen von der Tatsache, dass er sich selbst eine „sado-masochistische Bestrafung“ auferlegte, laut der Formel von Hubert Védrine, ehemaliger Minister französischer für auswärtige Angelegenheiten, dass er ungewollter Weise einen schon im Gange befindlichen Prozess der Reorganisation der Welt herbeiführte, zugunsten einer nicht-westlichen, von China und Russland angeführten Gruppe, die den BRIC-Staaten angehört. In Reaktion auf das G7 Kommuniqué vom 24. März [3] haben die Außenminister der BRIC-Länder sofort ihre Ablehnung der Maßnahmen wissen lassen, die Russland isolieren sollten und nutzten die Gelegenheit, die Praktiken der amerikanischen gegen ihre Führer gerichtete Spionage zu verurteilen und forderten darüber hinaus von den Vereinigten Staaten, dass sie die neue Stimmrechte-Zuteilung im IWF und auf der Weltbank ratifizierten, als einen ersten Schritt in Richtung einer „gerechteren Weltordnung“. [4]. Der G7 erwartete keine solche virulente und schnelle Reaktion der BRIC-Staaten. Diese Episode kann zu denken geben, dass der G20, von dem der G7 und die BRIC-Staaten die zwei wichtigsten Pfeiler sind, eine schwere Krise vor dem nächsten Gipfel in Brisbane (Australien) am 15. und 16. November durchmachen könnte, vor allem dann, wenn der G7 weiter darauf besteht, Russland zu marginalisieren und zu bestrafen. Es ist fast sicher, dass es eine Mehrheit innerhalb des G20 geben wird, die Sanktionen gegen Russland verurteilen wird, was tatsächlich dazu führen wird, den G7 zu isolieren. In ihrem Kommuniqué haben die BRICS-Minister gedacht, zu entscheiden, wer Mitglied der Gruppe ist und was seine Berufung ist, sei Sache aller gleichberechtigten Mitglieder und, dass keiner seiner Mitglieder „seine Art und Charakter einseitig bestimmen kann“. Sie rufen zur Lösung der aktuellen Krise im Rahmen der Vereinten Nationen „mit Ruhe, Höhe des Anblicks’ auf, durch Verzicht auf eine feindliche Sprache, Sanktionen und Konter-Sanktionen. Eine Brüskierung für die G7-Staaten und die EU! Der G7, der sich selbst in eine Sackgasse begeben hat, wird gewarnt, dass er größere Zugeständnisse machen muss, wenn er weiterhin Einfluss innerhalb des G20 haben will.

Darüber hinaus werden zwei wichtige Ereignisse in den nächsten Wochen stattfinden.

Auf der einen Seite wird Wladimir Putin einen Staatsbesuch in China im Mai machen. Die beiden Riesen sollen bald einen Energie-Vertrag unterzeichnen, der sich auf den globalen Energiemarkt sowohl strategisch als auch finanziell deutlich auswirken wird. Die Transaktionen würden nicht mehr in Dollar, sondern in nationalen Währungen der beiden Länder ausgeführt werden. Was China betrifft, wird die Russische Föderation kein Problem haben, ihre Gas Produktion zu verkaufen falls Westeuropa entscheiden sollte, seinen Versorger zu wechseln. Und in der gleichen Bewegung der Annäherung könnten China und Russland einen Industrie-Partnerschaftsvertrag für die Herstellung der Sukhoi-25 Jäger unterzeichnen, eine äußerst symbolträchtige Tatsache.

Andererseits könnte anlässlich des Gipfels der BRIC-Staaten in Brasilien im kommenden Juli die Entwicklungsbank dieser Gruppe, deren Erstellung im Jahr 2012 angekündigt wurde, Gestalt annehmen und eine Alternative zur Finanzierung durch den IWF und die Weltbank bieten, die immer noch zögern, ihre Verfahrensvorschriften zu ändern, um den Schwellenländer und ihren Währungen neben dem Dollar mehr Gewicht zu geben.

Schließlich gibt es einen wichtigen, in den Medien wenig kommentierten Aspekt der Beziehung zwischen Russland und der NATO, aber sehr aufschlussreich für die Situation der Abhängigkeit des „Westens“ zur Zeit, wo es um den Rückzug seiner Truppen aus Afghanistan geht. Seit 2002 hat Russland mit den westlichen Ländern zusammengearbeitet, um die Logistik der Truppen im afghanischen Theater zu erleichtern. Auf Antrag der NATO erlaubte Moskau den Transit von nicht-tödlichen Geräten für die ISAF (International Security Assistance Force), auf dem Luft- oder Landweg zwischen Duschanbe (Tadschikistan), Usbekistan und Estland, über eine multimodale Plattform bei Uljanowsk in Sibirien. Es ist nichts weniger als das Weiterleiten von Bedarfsmitteln für Tausende von Soldaten, die in Afghanistan tätig sind, d.h. unter anderem Tonnen von Bier, Wein, Kuchen, Hamburger, frischem Salat, alles durch zivile russische Flugzeuge transportiert, da die westlichen Streitkräfte nicht ausreichen, um eine militärische Operation dieser Größe ausführen zu können. Das Russland-NATO-Abkommen von Oktober 2012 erweitert diese Zusammenarbeit auf die Installation von einer Russischen Luftbasis in Afghanistan mit 40 Helikoptern, wo afghanische Mitarbeiter für den Anti-Drogen-Kampf ausgebildet werden, den der Westen aufgegeben hat. Russland hat sich stets geweigert, den Transit durch sein Gebiet von schwerem Material zuzulassen, was für die NATO zum Zeitpunkt des Rückzugs seiner Truppen ein ernstes Problem darstellt. In der Tat können sie nicht den Festland Weg Kabul-Karatschi einschlagen, wegen den Angriffen auf Konvois durch die Taliban. Da der Nord Weg (über Russland) unmöglich ist, wird die schwere Ausrüstung per Flug von Kabul in die Vereinigten Arabischen Emiraten gebracht, und dann in europäische Häfen versendet, was die Kosten für den Rückzug mit vier multipliziert. Für die russische Regierung war die Intervention der NATO in Afghanistan ein Misserfolg, aber ihr „übereilter“ Rückzug, vor Ende 2014 wird das Chaos erhöhen und die Sicherheit von Russland beeinträchtigen und könnte zu einem Wiederaufleben des Terrorismus führen.

Russland hat auch wichtige Vereinbarungen mit dem Westen auf dem Gebiet der Rüstung. Die wichtigste ist wahrscheinlich die mit Frankreich für die Herstellung in den französischen Arsenalen von zwei Flugdeckkreuzern für einen Betrag von EUR 1,3 Milliarden unterzeichnete Vereinbarung [5]. Wenn der Vertrag durch die Sanktionen abgebrochen wird, muss Frankreich die schon erhaltenen Beträge zurückzahlen und dazu die Vertragsstrafen zahlen und müsste mehrere Tausende Arbeitsplätze aufgeben. Das Schlimmste wird zweifellos der Vertrauens-Verlust des Rüstung-Marktes der französischen Industrie sein, wie der russische Verteidigungsminister erwähnt hat.

Man darf nicht vergessen, dass die westlichen Länder ohne die Intervention der Russischen Föderation nie ein Abkommen mit dem Iran über die Atom-Nichtverbreitung, noch mit Syrien über die chemische Abrüstung bekommen hätten können. Das sind Tatsachen, die die westlichen Medien verschweigen. Die Realität ist, dass aufgrund seiner Arroganz, seiner Unkenntnis der Geschichte und den Fehlleistungen, der westliche Block die systemische Dekonstruktion der unipolare Welt Ordnung vorantreibt und Russland und China, von Indien, Brasilien, Südafrika und vielen anderen Ländern unterstützt, ein „Fenster der Gelegenheit“ auf einem Plateau darbietet, um die Einheit eines alternativen Blocks zu stärken. Die Entwicklung lief, aber langsam und schrittweise (niemand will in den Ameisenhaufen treten und plötzlich das globale System destabilisieren), aber plötzlich beschleunigt sich alles und die Interdependenz ändert die Spielregeln.

Im Hinblick auf den G20 von Brisbane wird es interessant sein zu sehen, wie Mexiko sich nach dem G7-Gipfel in Brüssel im Juni und dem der BRIC-Staaten in Brasilien im Juli positioniert. Die Lage ist sehr instabil und wird sich schnell entwickeln, was eine große diplomatische Flexibilität verlangt. Wenn die G7-Staaten ihre Absicht beibehalten, die Russische Föderation weiterhin zu marginalisieren oder auszuschließen, könnte der G20 zerfallen. Mexiko, das in den Netzen der TLCAN und der zukünftigen TPP gefangen ist, muss zwischen dem Untergang mit der Titanic des Westens oder einer autonomen Linie wählen, die mit ihren regionalen Machtinteressen mit Welt-Berufung durch Annäherung an die BRIC-Staaten mehr übereinstimmt.

Übersetzung: Horst Frohlich

Quelle: La Jornada (Mexiko), voltairenet

7 Gedanken zu „die ukrainische Krise beschleunigt die neue Zusammensetzung der Welt

  1. „Das Bild, das uns die mächtige Medien-Apparatur des Westens aufdrängt und das in unser kollektives Unbewusstsein eindringt, ist, dass die Russen “Barbaren geblieben” sind im Vergleich zur westlichen “zivilisierten” Welt.“

    Stimmt, es drängt sich ein furchtbar barbarisches Bild der Russen auf, sobald man sich mit Geschichte befasst, statt nur mit Propaganda. Die Russen waren sogar noch viel schlimmer als alles was man im schrecklichsten Ausmaß unter Barbaren verstehen mag und sind es heute noch, denn erst gestern haben sie die schrecklichsten Verbrechen, die je begangen wurden, wieder einmal heroisch gefeiert.

    Will man das russische Verhalten nun wirklich gut finden, nur weil man das Verhalten der US-Barbaren und Barbaren-Konsorten schlecht findet? Sind die russischen Politiker denn nicht doppelzüngig? Feindstaatenregelungstechnisch betrachtet: Ist mein Feind und zugleich meines anderen Feindes Feind neuerdings wirklich mein Freund?

    „Gedemütigt durch die Behandlung durch den Westen seit 1989 ist Russland jetzt mit Putin aufgewacht und hat wieder mit einer Großmacht-Politik zu arbeiten begonnen, und die traditionellen historischen Kraftlinien des zaristischen Russlands und der Sowjetunion zu rekonstruieren versucht.“

    Sie sind außerordentlich stolz auf ihre blutrünstigen Schandtaten, die stolzen Russen, und fühlen sich gedemütigt durch die Behandlung durch den Westen seit 1989?

    Im Übrigen hege ich starke Zweifel, dass Russland noch ein zweites Mal zu einer derartigen Großmacht aufsteigen wird, die es dank amerikanischer Hilfe einst geworden ist, egal wie viele Steigbügelhalter aus den BRIC-Staaten von den USA die Nase gestrichen voll haben mögen.

    China wird keinen allzu starken Nachbarn neben sich dulden, ganz im Gegenteil, und Bündnisse und Verträge werden oft schneller gebrochen als man das gemeinhin wahrhaben mag. Stalin war dafür ein durchaus anschauliches Beispiel und auch die Chinesen sind für ihre Vertragstreue und deren kreative Auslegung berüchtigt.

    Abgesehen davon mögen die ex-russischen Vasallenstaaten und heutigen Neu-US-Vasallenstaaten auch nicht mehr so recht mit Russland, egal wie falsch die anglo-amerikanische Welt damals wie heute mit ihnen spielen mag.

    Im Grunde genommen ist es doch so, dass die Menschen all überall fleißig gegeneinander ausgespielt wurden und werden, durch international vernetzte Banden, die sich selbst gerne als „Eliten“ sehen, also nach Macht und Geld streben ohne beim WIE jemals Skrupel zu empfinden.

    Die Lösung wäre, wenn sich alle Völker, die von angloamerikanischem und/oder russischem Dominanzgehabe genug haben, zu einer Friedensvereinigung zusammenschließen würden, was natürlich auch die Entfernung der korrupten Eliten in diesen Ländern voraussetzt.

    Gut, man wird ja mal träumen dürfen.

    Bei mir persönlich nährt sich dennoch derzeit das zarte Pflänzchen Hoffnung immer mehr, dass es auch noch andere Mächte und Energien gibt, die nicht länger dulden mögen, dass die Harmonie im Universum weiterhin nachhaltig durch das wirre Treiben der Menschheit gestört wird, angestachelt und verführt letztendlich durch eine kleine Clique von bösartigen Egomanen.

  2. He-he Komentator!
    Es tut mit NICHT leid, aber da muss meiner einer mal ganz ungeniert in Deine Parade furzen:
    Gehörst Du zu den gefährlichen Knochenlutschern, wie man sie ab 4:30min in dieser Fernseh-Doku sieht ?
    http://www.youtube.com/watch?v=zSRK8lWmWiY
    Der Teil wurde 2010 hochgeladen, und man sieht faschistische Horden durch eine Großstadt skandieren, mit Ledermänteln, Transparenten, H-Gruß und das ganze flankiert von der Polizei.
    Hallo ?
    Gehts noch ?!
    Da gehört ne Salve rein, alle festnehmen, Fingerabdrücke, Zahn-Rööntgen und ruck zuck auswer Landes verschoben !!
    Über 760 westliche „NGO’s“ treiben alleine in der Russischen Förderation ihr Unheil!
    Also nicht 760 Vereine, sondern ganze Organisationen = Netzwerke!!
    Na was machen die denn alle ?
    Kunst, Wirtschaft und Gebäude-Sanierung + StreuObstwiesen ?
    Nee, gewiss nicht.
    Wenn man aus speziellen Internetseiten recherchiert, findet man Hunderte schmutzige VideoClips mit hier nicht näher beschriebenem käuflichem $ex.
    Diese Typen unterwandern (im wörtlichen Sinne) einen Teil der jungen russischen Bevölkerung, drehen Tausende (hier nicht näher beschriebene) Filmchen und stellen das auf Hunderte Internetseiten.
    Wie wir wissen, wurden die seit 1991 von westlichen „NGOs“ suporteten Schulsysteme dazu benutzt 2 ganze Generationen von Ukrainern zu manipulieren.
    Nur so ist es erklärlich, warum faschistische Aufmärsche in Kiew soo erschreckend viel Zulauf bekamen.
    Daß dieses Putsch-Szenario vom Westen auch für die Russische Förderation geplant ist, das zeigt der oben genannte Filmausschnitt, und die starke Präsenz westlicher Operateure in mehreren Hundert Organisationen dort.
    Raus damit, sowas braucht das Land nicht.

  3. “Eliten sind diejenigen Personen, die qua Amt oder qua Eigentum die wesentlichen Entscheidungen in diesem Land treffen. Das sind hohe Bundesrichter, hohe Ministerialbeamte in Berlin, das sind Spitzenmanager großer Unternehmen, die Intendanten, die Chefredakteure von wichtigen Medien und Spitzenpolitiker, vor allem die der Bundesregierung in Berlin. Diese Eliten stammen zu fast zweidrittel aus den oberen dreieinhalb Prozent der Bevölkerung, sind also sozial sehr geschlossen”, sagt Eliteforscher Michael Hartmann. (Quelle Sendung Markt vom 28.4.2014)

    http://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2014/05/04/die-rolle-des-deutschen-journalismus-bei-der-gezielten-inszenierung-des-auserst-profitablen-vierten-weltkrieges-durch-die-globale-elite/

    http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/markt/sendungen/gegen-den-strich-wohlstand100.html

    So kommt es, daß eine Ursula von der Leiden qualifiziert ist Familienministerin und folgend Verteidigungsministerin spielen zu dürfen.

    „Eine sozial sehr geschlossene Schicht – in einer Demokratie? Undenkbar. Und doch – bestimmen sie in all´ ihren Funktionen unser Leben: wie und wie lange wir arbeiten, wieviel Nahrung, Kleidung und Energie wir zugeteilt bekommen (über Lohn und Sozialleistungen), wie wir zu denken, fühlen, leben und zu lieben haben. Einfach mal einen kritischen Blick durch die Werbung streifen lassen (oder durch die Welt der Illustrierten): man erfährt hier sehr detalliert, wie MAN zu leben hat. Tagaus tagein, in 20 000 Werbespots pro Jahr, die zum Beispiel einen US-Amerikaner in seiner ganzen Anschauungswelt formen. Nur selten liegt die Elite mal daneben – und dann tritt sie gleich sehr geschlossen auf.

    Beim Krieg in der Ukraine – ich denke, nach dem Einsatz von Panzern und Hubschraubern gegen Zivilisten kann man doch jetzt endlich auch offiziell von “Krieg” reden – lag man daneben. Der Friedenswillen des deutschen Volkes war noch nicht gebrochen, man roch – gerade beim kommenden Jahrestag des ersten Weltkrieges – das wieder Blei in der Luft lag. Das Volk tobte in Kommentaren, siehe Heise:

    Zwei Machtblöcke prallen in der Ukraine derzeit aufeinander. Zugleich tobt in den deutschen Medien ein Kampf um die Deutung des Konflikts. Der Graben scheint dabei weniger zwischen einzelnen Zeitungen oder Sendern zu verlaufen, als vielmehr zwischen den Journalisten der Leitmedien insgesamt und ihren Lesern bzw. Zuschauern.

    Diese Front im Informationskrieg war neu. Natürlich wurde sofort gekontert: in einer Weise, die in Deutschland immer zieht: Spiegel-Online zehrte eine Verschwörungstheorie aus den Archiven, nachdem das ganze deutsche Volk von einer rechtsradikalen Facebookgruppe kontrolliert wird, die sich einen “Anonymus-Account” gekapert hat. Diese Verschwörungstheorie zeigt auch auf, wer der neue Feind ist: Esoteriker, Verschwörungstheoretiker und – zieht immer – Antisemiten. Das es sich hierbei auch nur um eine Verschwörungstheorie handelt, interessiert im Moment nicht, man hat seine Arbeit zu tun.

    Seine Arbeit? Will ich jetzt etwa dem Spiegel unterstellen, er würde im Auftrag handeln?

    Na – was sollte ich sonst tun? Ich kann gar nicht anders – ich habe die Befehlsketten der neuen Weltordnung wahrgenommen – nicht aus kruden Verschwörungsorganen im Internet, sondern aus der “Reichtumsforschung” der Uni Münster. Hier erfährt man, dass die “Elite” nicht aufgrund ihrer Leistung in ihre Positionen kommt, sondern aufgrund ihres Engagements der Beförderung einer neuen Weltordnung, in deren Mitte die Hege und Pflege der Kapitalmassen des Superreichtums steht (siehe: UniMünster).

    Es gibt hier ein Ringmodell, das sich auswendig zu lernen lohnt, wenn man die Absichten von Informationen und ihren Sendern verstehen möchte. Kern dieses Models – die “Herrschaftsschicht” – sind die Superreichen, die “Plutokraten”, die einen Apparat geschaffen haben, der ihnen quasi göttliche Allmacht zuteilt:

    Theoretisch gesprochen verkörpert die Geldelite – ultra-high-net-worth-individuals (UHNWIs) – im gegenwärtigen Zyklus finanzieller Expansion also die Befreiung großer Geldmengen aus der Warenform und die direkte Umwandlung von Reichtum in die Machtform. Nicht nur wird Politik, Herrschaft, Macht monetarisiert, sondern die Geldelite ist in der Lage, Geldwerte auf vielfältigste Weise zu vermachten. Das ist im Grunde ein uralter Prozess auf der Grundlage der Tatsache, dass man mit Geld nicht nur mehr Geld, sondern eben ‚alles’ machen kann.

    Um diese Macht praktisch umzusetzen – ohne idealistische Gegenkräfte wie Religion, Humanismus oder Kommunismus aufzuwecken – bedarf es einer Funktionselite, die sich hierarchisch um die neuen Machthaber schart. In erster Linie haben wir dort … die Verwertungselite, d.h. die Kaste der Manager oder CEO, eine Gruppe, die Günter Ogger in seinem Werk “Nieten in Nadelstreifen” für Deutschland auf 400 Personen beziffert. Sie bestimmen, wer in Deutschland wieviel Geld wofür bekommt, sofern er unter direkter Kontrolle der “Wirtschaft” ist – also durch Arbeitsverträge zu einem gewissen Sozialverhalten (und auch Wahlverhalten) angeleitet werden kann.

    Sie haben nicht unbedingt ein einheitliches strategisches Bewusstsein (wie man es traditionellerweise etwa der ‚Kapitalistenklasse’ zuschrieb). Was sie verbindet, ist die Maxime der kurzfristigen Gewinnsteigerung auf der Basis der neoliberalen Ideologie.

    Die nächste, untergeordnete Führungsschicht ist die Kaste der Politiker, die “Verteilungselite”. Sie steuern per Ressourcenzuteilung (Rente, Subventionen, Sozialleistungen) die Handlungsmacht des Volkes. Hat das Volk viel Geld, ist es frei, hat es wenig Geld, ist es unfrei.

    Alle Parlamente, alle Regierungen haben aus der Sicht des Geldmachtapparats die Funktion der Verteilung des Reichtums von ‚unten’ nach ‚oben’. Anders ausgedrückt: der Geldmachtapparat wirkt durch Lobbyismus und Korruption in dieses Feld der politischen Eliten hinein, das dadurch hochgradig differenziert und konfliktualisiert wird.

    Diese Umverteilung von unten nach oben erleben wir in allen Ländern, deren Politiker unter der Regierungsgewalt der Plutokratie stehen und die sich durch regelmäßige Teilnahme an den “Außendiensttagungen” des Geldmachtapparates auszeichnen, Tagungen, auf denen – wie in Davos oder Bilderberg – nur die Loyalität des Personals geprüft wird. Irgendwelche geheimen, verschwörerischen Aktivitäten braucht man dort gar nicht, denn alle haben schon längst ihre Befehle in der Tasche. Die sind auch ganz offiziell nachzulesen – und jeder kann die Bestätigung dazu JEDERZEIT in ALLEN MEDIEN einholen:

    Das die Welt beherrschende US-amerikanische Kapitalismusmodell hat seit den Siebzigern zwei Veränderungen erfahren. Erstens wurde der mit dem New Deal eingeführte, staatlich regulierte stakeholder-Kapitalismus durch ein neues Modell konzerngesteuerter Zielsetzungen und Verantwortungen ersetzt. In diesem Modell ging es zweitens nicht mehr um das Wohlergehen der Beschäftigten und die Wohlfahrt der Kommunen, sondern darum, für die shareholder kurzfristig den Wert der Aktien und die Dividendenauszahlungen zu steigern. Die praktischen Folgen sind ein stetiger Druck, die Löhne und sonstigen Ansprüche der Beschäftigten zu kürzen (was in manchen Fällen zum Diebstahl der Pensionen und zu anderen Verbrechen führte) sowie politische Propaganda und Lobbyismus zugunsten der Senkung von Unternehmenssteuern, mit denen staatliche und öffentliche Aufgaben finanziert werden könnten.

    Diesen Befehl der obersten Heeresleitung kennen wir doch – er wird gerade weltweit durchgesetzt … und darum werden immer mehr Kriege mit immer mehr Ländern (und Religionen) geführt, die dem großen Ziel im Wege stehen.

    Dabei hilft die letzte Kaste der Funktionselite – die einzige, die mit uns direkt in Kontakt tritt und hauptverantwortlich für die Kontrolle unseres Denkens ist:

    Den Außenring schließlich bilden die bereits erwähnten, für die Entstehung und Expansion des Geldmachtapparats unentbehrlichen Technokraten und Experten aller Art, kurz: die Wissenseliten.“

  4. Nachtrag:
    … und wenn man ganz genau aufpasst, dann sieht man:
    Dieser sogenannte Historiker und Doktor der Wissenschaft Mark Benecke gibt mehreen dieses faschistischen Demonstrations-Aufmarsches die Hand!!
    Prima, solche Knochenlutscher lässt man ins Fernsehen und macht Dokufilme über Massenmörder.
    Wer ist der Kerl denn wirklich?
    Suchmaschinen sind Dein Freund:
    http://home.benecke.com/
    http://home.benecke.com/bilder/
    Wer Zeit und Muse hat, kann ja mal die Bedeutung der vielen Tätovierungen, des Schmucks und sonstiger Zeichen / Symbole erklären.
    Nee, Vorurteile und Clishees machen nicht satt, aber diese Herangehensweise, die Art der Beschäftigung (worüber der Typ da forscht Hitler, Mao…) und die tätovierten + Schmuck-Zeichen sprechen eine deutliche Sprache.
    Oder noch besser:
    Man nimmt die Ausschnitte ab 4:30min, dazu die Fotos seiner Webseite und zeigt das Ganze den russischen Behörden zur Ansicht.
    Mal schauen ob der bei seiner Doktorarbeit auch gewisse Quellen nicht genannt hat ? ^^

    1. nebenbei:
      http://www.hintergrund.de/201405083098/politik/inland/auf-dem-rechten-auge-blind.html
      „Die Finanzierung der Busse, die aus Köln, Leipzig, Frankfurt und Hamburg nach Berlin fahren und Demonstrationswillige zum Ort des Geschehens bringen sollen, wird über die Kontonummer einer Svitlana G. abgewickelt. Frau G., Exilukrainerin aus Frankfurt, spielt überhaupt in der Mobilisierung zum „Marsch der Demokratie“ die entscheidende Rolle.

      Das Brisante dabei: Svitlana G. ist über ihre Profilseite in dem sozialen Netzwerk Facebook eng vernetzt mit Faschisten und Rechtsextremen vor allem aus der Ukraine, aber auch aus Russland. …

      Nachdem ein Blog (1) auf die offenkundig mit ukrainischen Faschisten sympathisierende Organisatorin hingewiesen hatte, wurden nach und nach Veranstaltungsankündigungen gelöscht. Bestehen blieb bis zur Nachfrage von Hintergrund jene auf der Webseite der „Euromaidan Wache Berlin“. (2) Diese „Wache“ hat ihre offizielle Adresse im Foyer der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung in der Berliner Schumannstraße.

      … Frau G. sei ihr nicht bekannt, sie habe zwar davon gelesen, aber über die Demo wisse sie nichts, … Man habe das eben mit beworben, sonst nichts.“

      – Selbst wenn das wahr ist: man hilft „eben“, wo man kann, und keiner weiß mehr, warum. Der Deep State in den NGOs, sozusagen.

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