der Massenselbstmord von Demmin

erschienen bei dullophob – Danke an Waffenstudent

 

Das Kriegsende in Demmin 1945:

Demmin im Mai 1945: Die Stadt wurde nach dem Einmarsch der Roten Armee gezielt eingeäschert. In der DDR waren die traumatischen Erlebnisse der Bewohner ein Tabu-Thema, das erst nach der Wiedervereinigung aufgearbeitet wurde© Kreisheimatmuseum Demmin/DDP
Demmin im Mai 1945: Die Stadt wurde nach dem Einmarsch der Roten Armee gezielt eingeäschert. In der DDR waren die traumatischen Erlebnisse der Bewohner ein Tabu-Thema, das erst nach der Wiedervereinigung aufgearbeitet wurde© Kreisheimatmuseum Demmin/DDP

Ein endloser Flüchtlingstreck quält sich mit Handkarren und Fuhrwerken durch das damals 16.000 Einwohner zählende Demmin. Am Montag, 30. April frühmorgens haben sich die letzten deutschen Verbände abgesetzt. Sämtliche Brücken über die Flüsse Peene und Tollense werden gesprengt. Die Flüchtlinge sitzen in der Falle. Um elf Uhr dringen die sowjetischen Truppen in die Stadt ein. Am Turm der St. Bartholomaei-Kirche und an vielen Häusern wehen weiße Fahnen. Während sich unendliche Militärkolonnen vor den zerstörten Brücken stauen, plündern Rotarmisten die beiden Getreidebrennereien und diverse Spirituosenhandlungen. Die Exzesse beginnen. Krakelende und plündernde Rotarmisten ziehen von Haus zu Haus. Unentwegt Uri, Uri . . . Frau, komm!-Rufe! In der Nacht marodieren die meist betrunkenen Mörderbanden durch die Stadt. Tausende Frauen und Mädchen werden vergewaltigt, viele Bewohner getötet. Aus den Wohnungen wird alles gestohlen, was wertvoll erschien.

Am frühen Morgen des 1. Mai bestreichen die Rotarmisten mit großen Besen die Häuserwände mit Benzin. Wenig später fressen sich die Flammen durch die Lehmfachwerkhäuser ganzer Straßenzüge. Die Stadt brennt lichterloh. Soldaten mit Kalaschnikows verhindern drei Tage lang, dass gelöscht wird. 80% Demmins brennen nieder.

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demmin intakt

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Später kam eine Unzahl vergewaltigter Frauen, teilweise noch stark blutend, mit ein, zwei, drei, ja manchmal vier Kindern an der Hand in Trance die Jarmener Chaussee heraufgewankt nach rechts den Weg Richtung Tollense nehmend, um den Tod in den Fluten zu suchen. Die Luft war voll von Verwesungsgeruch. Auf einer Breite von bis zu zwei Metern säumten Babywäsche, Frauenkleider und Pelze, Ausweise, Pässe und Geldscheine die Ufer. Viele schaffen es nicht. Mütter, die ihre Kinder ertränkt hatten, wurden wieder an die Ufer gespült oder aus den Fluten gezogen. Bei anderen reichte das Gift, das längst Mangelware ist, nicht mehr für den eigenen Tod. Andere zerschnitten sich statt der Pulsadern die Sehnen. Viele nahmen Gift, andere erschossen sich, ganze Familien ertränkten sich in der Tollense. Noch Wochen später werden Leichen aus den Flüssen Peene, Tollense und Trebel geborgen. Auf dem Friedhof kam eine Wagenladung nach der anderen an, die Menschen wurden in ein großes Massengrab gelegt, mit Sand und Kalk bedeckt, darauf kam die nächste Schicht. Särge gab es nicht mehr. Da wurden Pappkartons genommen, Bettbezüge oder auch eine große Papiertüte. Es gab auch keine Trauerfeier für jeden einzelnen. Ein kurzes Gebet, und dann wurde die nächste Schicht an Toten beigesetzt. Bis zu 18 Opfer verscharrte man je Massengrab. Insgesamt kamen bis zu 2.500 Menschen zu Tode.

Ein Teil der Opfer wurde im Demminer Totenbuch aufgelistet: Der Kaufmann, der Hotelbesitzer, die Lehrer, die Pastorin, der Drogist und viele, viele mehr. Sie sind namentlich und mit allen Familienmitgliedern benannt. Manchmal steht auch nur: ‚Junge, unbekannt, fünf bis sechs Jahre‘ oder einfach nur: ‚Kind, ertrunken‘, ‚Junge unbekannt“, ‚Kind, Demmin‘ oder ‚Mutter mit zwei Kindern‘. Daneben heißt es ‚ertrunken‘, ‚vergiftet‘, ‚erhängt‘ oder ‚vom Großvater erwürgt‘, ‚Pulsadern geöffnet‘ und immer wieder, seitenweise ‚Selbstmord durch Ertrinken‘.

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Leben-Treiben-an-Peene

 

weitere Links zu Demmin:

http://www.stern.de/politik/geschichte/hysterie-der-massenselbstmord-von-demmin-539858.html

DIE RACHE DER SIEGER – HOHN FÜR DIE OPFER – zur Erinnerung

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-39863564.html

http://www.ndr.de/geschichte/chronologie/nachkriegszeit/kriegsendedemmin100.html
http://www.neues-deutschland.de/artikel/226267.der-fall-demmin.html („Nach Darstellung der lokalen Antifa“…)

11 Gedanken zu „der Massenselbstmord von Demmin

  1. Jetzt, wo die letzten Zeitzeugen am Ableben sind, wird die Propaganda bestimmt weiter hoch gefahren. Das Schlimme ist, daß die Welt noch immer zu viel glaubt.

    Der Irr-Glaube, als angebliches Wissen getarnt, ist das Werkzeug der dunklen Macht.

    http://morbusignorantia.wordpress.com/2014/05/08/kriegs-verbrechens-oder-propagandaopfer-1teil/

    Ja, diesen Verstorbenen, diesen unschuldigen Menschen kann der schönster Herzensaltar gegeben werden, schöner als alles was es gibt hier auf Erden. Wissen wir doch, daß die äußerlichen Gedenkstätten von heute nur noch, milde gesagt, billig und heuchlerisch vergleichsweise sind.

    Und… der Kriegstreiber Abschaum regiert weiter und will jetzt obergeil den 3, Weltkrieg. Meine Verachtung ist „leider“ ☛momentan☚ grenzenlos und mir wird übel wenn ich an die vielen Lügen der Heuchler denke. Wie kann es nur sein, das so ein heuchlerischer Abschaum regiert.

  2. Sehr geehrter Herr Präsident Putin.

    Exzellenz, Herr Lawrow.

    Die Herren Botschafter.

    Am morgigen Tag begehen Sie feierlich den 69` Jahrestag des glänzenden Sieges über die Großdeutsche Wehrmacht. Begehen Sie diesen Tag bitte in Ehren.

    Wir trauern. Aber wir trauern nicht über den verlorenen Sieg über die russische Armee, sondern wir trauern über die Toten auf beiden Seiten.

    Das russische und das deutsche Volk haben sich in zwei große Kriege innerhalb von 25 Jahren hinein begeben. Das war nicht klug; und hat fürchterlich viel Blut auf beiden Seiten gekostet. Denn zweimal ist die Jugend dieser, unserer Völker an der Front und in den Schützengräben elendig verreckt!

    Das ist eine Schande und Sünde an der Jugend unserer Völker und an dem Leben überhaupt.

    Herr Präsident Putin, Exzellenz Lawrow. Wenn es Ihnen möglich seien sollte, -über ihren morgigen Feiertag hinaus- den Friedensauftrag weiter zu verfolgen, welchen Sie für alle Welt sichtbar seit vielen Jahren verfolgen, dann sind Ihnen die Herzen des deutschen Volkes gewiss.

    Mit freundlichen Grüßen

  3. http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/05/06/medienkrieg-gegen-moskau/#comment-95452

    Dr. Gunther Kümel sagt:
    8. Mai 2014 um 20:30

    @ schnehen: Ihre Geschichtsversion, die 1001ste:

    Alles, was Sie über die jetzige Konfrontation Rußlands mit dem “Westen” sagen, das stimmt. Und hier muß unsere Argumentation einsetzen.

    Aber sobald Sie beginnen, Ihre Version der Geschichte des 20. Jh. bekanntzugeben, sträuben sich jedem die Haare, der Ahnung von Geschichte hat. Ihre Version ist noch eiin bißchen schlimmer als die von Knopp, dem Seligen!

    Die Vertreibungsmorde und Vergewaltigungen waren sowjetische Politik, um die Vertreibung wie geplant durchführen zu können. Hätte die SU nicht durch diese Dschingis-Khan-Politik den deutschen Frauen und Kindern Grund in Fülle gegeben, vor der Roten Armee in Panik zu flüchten (beginnend bei Nemmersdorf), die Vertreibung von 20 Millionen Zivilisten wäre ein logistischer Alptraum gewesen:
    Also: “Tötet, tötet!”

    Lesen Sie Kopelew, Solschenizyn, Schickel: Die Bestialität war Staatskalkül! Sie wurde erst befohlen, als die östliche Grenze des Vertreibungsgebietes überschritten wurde, und es wurden alle denkbaren Versuche unternommen, um sie wieder einzustellen, als die Oder-Neiße erreicht war. Allerdings war die sowjetische Soldateska nicht so rasch wieder zu zügeln.
    Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung sind stets und immer militärisch kontraproduktiv. Deshalb trachten fähige Generäle stets und immer danach, Disziplin in der Truppe aufrechtzuerhalten, wenn es sein muß, mit drakonischen Strafen.

    Aber im übergeordneten politischen Interesse haben die Sowjettruppen die Politik der Bestialität durchgeführt, auf Befehl.

  4. Es gab diesen BRD Film über die Vergewaltigungen in Berlin wo die ganze Sache ungefähr so dar gestellt wurde dass es eine Art Wettbewerb unter den Frauen war von wieviel Russen sie vergewaltigt wurden.

    Ich finde der Regiseur sollte zur Strafe unter Aufsicht einen zweistündigen Dokumentarfilm über den Massenselbstmord in Demmin machen.

    und noch was Ja die NS Propaganda gab es, aber die Leute werden wohl mehr von den Geschichten der Flüchtlinge beängstigt gewesen sein die seit 1944 von Osten durch die Stadt strömten.

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