Ukraine: Polen hatte die Putschisten zwei Monate vorher ausgebildet

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erschienen bei voltairenet

von Thierry Meyssan

Die Lügen haben immer kürzere Beine. Zwei Monate nach dem Regimewechsel in Kiew veröffentlicht die polnische Presse Enthüllungen über die Beteiligung der Regierung von Donald Tusk an der Vorbereitung des Putsches. Diese neuen Nachrichten widersprechen der westlichen Rede und zeigen, dass die aktuelle vorläufige Regierung von Olexander Turtschinow von der NATO in Verletzung des Völkerrechts aufgezwungen wurde.

Die polnische Linke Wochenzeitung Nie (Nein) hat ein aufsehenerregendes Zeugnis über die Ausbildung der gewalttätigsten Aktivisten des Euro-Maidan veröffentlicht [1].

Laut dieser Quelle hat der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski 86 Mitglieder des rechten Sektors (Pravý Sektor) im September 2013 eingeladen, angeblich als Teil eines Programms zur Zusammenarbeit zwischen Universitäten. In Wirklichkeit waren die Gäste nicht Studenten und viele waren älter als 40 Jahre. Sie begaben sich nicht auf die Technische Universität in Warschau, im Gegensatz zu ihrem offiziellen Programm, sondern in das Ausbildung-Zentrum der Polizei in Legionowo, eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Vor Ort erhielten sie vier Wochen intensives Training für die Verwaltung von Menschenmassen, für die Erkennung von Personen, für Kampf-Taktiken, für den Befehl, für das Verhalten in Krisensituationen, für Ordnungsarbeit und Schutz gegen Gas, für den Bau von Barrikaden, und vor allem fürs Schießen, einschließlich des Einsatzes von Scharfschützengewehren.

Dieses Training fand im September 2013 statt, während die Maidan Square-Proteste eine Antwort auf ein Dekret zum Stopp der Verhandlungen für die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union sein sollten, das durch den Premierminister Mykola Azarow am 21. November unterzeichnet wurde.

Die Wochenschrift erklärt, dass Fotografien diese Ausbildung bezeugen. Man sieht darauf die Ukrainer in Nazi-Uniformen mit ihren polnischen Lehrern in Zivilkleidung.

Diese Enthüllungen rechtfertigen einen neuen Blick auf die Resolution, die Anfang Dezember 2013 durch die polnischen Diät angenommen wurde, nach der das Parlament seine „volle Solidarität mit den ukrainischen Bürgern, die mit großer Entschlossenheit der Welt ihre Bereitschaft zeigen, die volle Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union zu gewährleisten“ erklärte. Die Parlamentarier waren sich natürlich nicht bewusst, dass ihr Land zuvor Individuen ausgebildet hatte, die versuchen sollten — und es ihnen auch gelungen war — die Macht zu ergreifen.

Dieser Skandal erläutert die Rolle, die die NATO Polen in der Ukraine zugewiesen hatte, die man mit jener der Türkei in Syrien vergleichen kann. Sie wurde von der pro-europäischen liberalen Regierung von Donald Tusk übernommen. Der Minister für auswärtige Angelegenheiten, der Journalist Radoslaw Sikorski, einst politischer Flüchtling im Vereinigten Königreich, war der Baumeister der Integration Polens in die NATO. Als Mitglied des „Weimarer Dreiecks“ war er einer der drei Vertreter der Europäischen Union, die das Abkommen vom 21. Februar 2014 zwischen Präsident Viktor Janukowitsch und den drei wichtigsten Vertretern des Euro-Maidan ausgehandelt haben [2]. Natürlich wusste der ukrainische Präsident nicht, dass er Randalierer ausgebildet hatte. Was den Innenminister und Koordinator der Sonderdienste, Bartłomiej Sienkiewicz (Urenkel des Schriftstellers Henryk Sienkiewicz, Autor von Quo Vadis?) angeht, war er einer der Gründer des aktuellen polnischen Geheimdienstes, des Amtes für den Schutz des Staates (Urząd Ochrony Państwa). Er war auch lange Zeit stellvertretender Direktor des Orientalstudien-Zentrums (Ośrodek Studiów Wschodnich), eines nationalen Forschungszentrums für Osteuropa und den Balkan, insbesondere für die Ukraine und die Türkei. Dieses Institut hat einen großen Einfluss auf die westliche Wahrnehmung der aktuellen Ereignisse, über seine Beziehungen mit der Carnegie-Stiftung [3].

Während der Julija Timoschenko Regierung (2007 – 2010) war der aktuelle Interims-Präsident der Ukraine, Oleksandr Turtschinow der Chef der Geheimdienste und dann stellvertretender Ministerpräsident. Er arbeitete damals mit den Polen Donald Tusk (bereits Ministerpräsident), Radoslaw Sikorski (damals Verteidigungs-Minister) und Józef Sienkiewicz (Direktor der privaten Intelligenzfirma ASBS OTHAGO).

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25 Gedanken zu „Ukraine: Polen hatte die Putschisten zwei Monate vorher ausgebildet

  1. Wenn es um die Entfesselung von Weltkriegen geht, spielt die polnische Regierung offenbar immer ganz vorne mit.

    Haben die aus dem 2. nicht gelernt, daß die Angelsachsen sie zwar gerne als Provokateure benutzen, sie aber im Zweifel sofort fallenlassen?

    Glauben die Polen allen Ernstes, daß die USA auch nur die geringsten Skrupel haben, Polen auszulöschen, wenn sie dafür Russland „plattmachen“ können?

    Einen Krieg zu entfesseln, bei dem man selber als Erstes draufgeht, dazu gehört schon viel Dummheit…

  2. Siehe, die Zusammenarbeit lohnt sich mit den VS und der Brut von deren Firma! Glück Auf, meine Heimat! Ob die das Völkerrecht kennen, die Polen? Sie haben erst durch Bismarck und seinem Dazu-Tun einen Staat bekommen! Glück Auf, meine Heimat! Ach ja, die Schweiz berichtet, das Polen sich 10.000 VS-Soldaten bestellten. Das wird dann wieder ein gang gegen die Deutschen! Glück Auf, meine Heimat!

  3. Der polnische Aussenminister (1932-40), Jozef Beck (Kalvinist) hat ja zugegeben, dass er von der katholischen Kirche und von den USA reingelegt wurde. Um eine Front zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion herzustellen, hat man Polen eiskalt geopfert.

    Aber die polnischen Politköter von heute sind noch dümmer als…

    1. Lieber Andreas,
      Zuerst was meinen Sie mit Faschisten in der Ukraine. Erstmal muss man den Begriff erklären. Und das ist eigentlich doppelsinnig. Ich beginne mit der am schlimmsten pervertierten
      „Bedeutung“, die unter Juden erstmals in der „UdSSR“ verbreitet wurde und dann auch fast überall bedeutete nichts anders als böse „deutsche“ Faschisten von SS und Gestapo, die überall den Juden mordete.

      Jedoch kam der Ursinn des Faschismus aus Italien in den 20 Jahren des 20. Jahrhunderts und wurde betrachtet als Zusammenhalt einer Nation bzw. eines Volkes. „Fascien“ nannte man noch in antiken Rom einfach die Weiden- bzw. Flechtgerte, die man für die Herstellung von Körben benutzte. Also im Sinne des Zusammenhaltes. Bei Römern galten Fascien als Staatsymbol. Die Italienischen Faschisten benutzten gerne diesen Begriff, der eigentlich Einheit des Volkes symbolisiert.

      In Deutschland wurde der Begriff kaum benutzt und wenn, dann in diesem Sinne. Also die Juden haben den Begriff für Symbol der Gewalt und Mord auf deutschen NS übertragen, und zwar längst vor dem 2. Weltkrieg…

      Das Video habe ich gesehen, aber auch die Kommentare von anderen, meist in Polnisch, gelesen. Ich bin wie auch viele andere überzeugt, dass das Video einfach „gespielt“ wurde, um die Ukrainer gegen die Westukrainer aufzuhetzen und Rußlands Aktion auf der Krim zu rechtfertigen. Soweit ich die Ukrainer kenne – tatsächlich gibt es seit den Bolschewiki sog. „Sa’chidna“ und „S’chidna“ Ukrainer, während nach der Eroberung der Ukraine durch Bolschewiki erst 1922, die durch Polen und Rußland wurde schon damals 1917-1922 behauptet der Simon Petlüra und Nestor Machno – beide Absolventen der Uni Wien, die aktiv gegen die jüdischen Bolschewiki kämpften und nicht besonders freundlich gegen die Juden waren, wurden automatisch als „westlichen Agenten“ bezeichnet, obwohl die 70 Prozent der Juden von Lemberg und Tschernowitz aus der Donau-Monarchie und auch von Schlesien und Westpreußen stammte.

      Der plötzliche Ausbruch des Bürgerkrieges in der Ukraine wurde ganz bestimmt von Putin gesteuert und nach Konsultationen mit Israel und auch mit den USA realisiert, um das Phantom des „Faschismus“ in der Ukraine zu reanimieren und vor allem nach den bei Katyn II auf Eis Gelegten, die Spannung zwischen Polen und Rußland zu beseitigen.

      Moskau ist bereit lieber die Westukraine an Polen zu schenken, wie der Stalin die o. g. Ostgebiete dem Polen geschenkt hat. Die Kiewer Maidan Auseinandersetzungen wurden zu Probe inszeniert, denn dabei ging es zwischen beide „Ukrainen“.
      Liebe Grüße – JB

  4. @ Andreas:
    Habe das Video unter den Kommentaren bei ASR gesehen.
    Nee, das Abschneiden von Köpfen trägt eher die Handschrift von Meuchelmördern, die mit schlimmen Drogen in die Lage versetzt wurden soetwas Abscheuliches anzurichten!!
    Solche Leute und solche extrem blutigen Menschenschlachtungen gab/gibt es seit 2 Jahren in Syrien.
    Das ist die gleiche Vorgehensweise.
    Möglicherweise werden in den nächsten Wochen/Monaten noch weitere solche bestialischen Videos auftauchen.
    Manche vielleicht mit Mördern in fremder Uniform, und falschem Datum, um Anderen sowas in die Schuhe zu schieben.
    Diese Taktik ist keineswegs neu, sowas gabs schon vor Tausenden Jahren.

  5. Das richtig schlimme ist ja, dass so viele Menschen einfach wegschauen, oder gar nicht begreifen (wollen), was weltweit gerade geschieht. Russland hat eine strikte Grenze gezogen und der Westen ist gerade dabei diese zu überschreiten. Die Amerikaner versuchen zur Zeit Europa gegen Russland aufzuhetzen, nur so könne 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Amerika sieht Russland und Europa als „ideologische und wirtschaftliche“ Konkurrenten/Feinde.

    Und der lachende Dritte ist China

    1. „Und der lachende Dritte ist China“
      Wie wahr! China ist die größte Dreckschleuder auf diesem Planeten.
      Die verantwortungslosesten Kräfte seit Menschengedenken haben das Land der aufgehenden Sonne in eine Hölle für das chinesische Volk verwandelt.

      1. Was meinst Du mit Dreckschleuder ?
        Wir alle wissen, daß dort mit Hilfe westlicher Konzerne riesengroße Industrie-Zentren errichtet wurden und all die vielen Sicherheits- und Umwelt-Standards missachtet wurden.
        Warum?
        Glaubst Du allen Ernstes, daß westliche Konzerne ein Interesse haben könnten, daß die Auftrags-Produktion „ihrer“ Waren/Produkte/Materialien/Werkstoffe… in China möglichst umweltfreundlich geschieht ?
        Mitnichten!
        Im Gegenteil:
        Man hat sich ein armes (aber menschenreiches) Land gesucht, in dem man mit möglichst kleinem Aufwand maximalen Profit herausholen kann.
        Wachstum = Zerstörung.
        Wenn die chinesische Regierung versuchen würde die unter westlicher Aufsicht angeleierte Gestattungs-Produktion (Exportgüter) nach den in Europa/USA gesetzlichen Umweltstandards durchzusetzen oder zwingend verlangen würde – dann würden Konzerne die Produktion ins nächste Land verlagern.
        In den 80er Jahren war das Japan, dann Malaysia, dann China, und derzeit verlagert man nach Indien.
        >> Die Heuschrecken-Mentalität der Großkonzerne und Bankster ist die Ursache für den Smog in/über chinesischen Städten.
        … und JA, es wäre gut wenn die zu alten Traditionen, alten Lebensweisheiten, alter Medizin und zu naturverbundener Landwirtschaft zurückkehren würden.
        Die westlichen Märkte sind überfüllt mit Export-Produkten, die westliche Konzerne in China für den Westen produzieren lassen.
        Wer braucht den ganzen Plastik-Scheiß ?!

      2. @ nordlicht
        der Kommentar hat mir sehr geholfen. Ich habe die Chinesen zu wenig in ihrer Opferrolle beachtet und nur die Fortschritte der letzten Jahrzehnte nach den Blutorgien zum Mass genommen. Realität ist aber wirklich, was Du sagst. Die Chinesen sind auch völlig denaturiert worden und augenblicklich beraubt man sie noch der letzten (nachhaltigen) Weisheiten ihrer Hochkultur, da diese im neuen Milieu nicht mehr praktizierbar sind und zur Legende werden…

  6. Ein militärisches Szenario: Europa gegen Russland ist lächerlich. Das wissen die Amis und alle anderen.

    Wer will denn den Rammbock nach Osten machen: die glorreiche dänische Armee mit dem einen Panzer oder die österreichische Marine vom Wörthersee mit Roy Black als Admiral?

    England wird kneifen; und ist sowieso bei dem ganzen Theater um die Ukraine verdächtig leise. Denn bei den letzten Kriegshetzereien waren Blair / Cameron immer ganz vorne mit dabei.

    Die „Krieg-in-Sicht-Krise“ kann ich nicht wirklich erkennen.

    Und komme mir bitte keiner mit dieser Atombombenscheiße. Die Amis hätten so ein Ding spätestens im Irak benutzt, und der Irre aus Tel-Aviv hätte dem Iran schon drei solcher Dinger eingeschenkt…

    Irgendetwas unausgesprochenes ist zwischen Russland und Amiland in der Luft.

  7. Was ich nur Thema Krieg sagen kann, ist folgendes:

    Als alle 1914 von Krieg geschrien haben, sei es Deutschland, Großbritannien, Frankreich oder Russland, hatte keiner auch nur annähernd eine Vorstellung davon, was in den darauf folgenden Jahren alles geschah.

    Und von dem 2. Weltkrieg fange ich besser erst gar nicht an.

    Zu beginn des 2. Weltkriegs lebten weltweit ca. 2,3 Milliarden Menschen. In folge des Krieges in Europa und dem Chinesischen Bürgerkrieg starben bis zu (schätzungsweise) 180 Millionen Menschen. Offiziell geht man aber von 56 – 80 Millionen aus.

    Worauf ich hinaus möchte ist: Heute leben 7,2 Milliarden Menschen auf diesem kleinen Stück Felsen. Über 60 Prozent der Menschen leben in Ballungszentren. Und die heutigen Waffensysteme haben eine beängstigende Effizienz erreicht.

    Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten

    http://www.propagandafront.de/187070/gehirnforschung-80-der-menschen-konnen-besorgniserregende-meldungen-uberhaupt-nicht-verarbeiten.html

  8. Volksbefreiungsarmee

    Verfügbare wehrfähige Bevölkerung
    Männer (Alter: 18–49): 342.956.265
    Frauen (Alter: 18–49): 324.701.244

    Verfügbare wehrtaugliche Bevölkerung
    Männer (Alter: 18–49): 281.240.271
    Frauen (Alter: 18–49): 269.025.517

    (Durchschnittswerte aus verschiedensten Quellen)

    3000 Flugzeuge
    bis zu 26000 Kampfpanzer
    über 80000 gepanzerte Fahrzeuge, Personentransporter
    min. 50000 Artilleriegeschütze
    usw. usw.

    „Der Krieg ist nicht weit von uns, er ist die Geburtshilfe des chinesischen Jahrhunderts“

    http://www.china-intern.de/page/politik-hintergrund/1125223388.html

    Ich will hier keine Angst verbreiten, sondern nur verdeutlichen, was es für uns bedeutet, sollte es zum Krieg zwischen der NATO und der SCO Shanghai Cooperation Organisation kommen.

    Russland und China können das 26fache dessen was die NATO auffahren lassen kann an die Front schicken. Die SCO war einmal nur ein Bündnis für wirtschaftliche Zusammenarbeit gegründet worden. Doch dies ist in folge der Aggression des Westens zu einem militärischen Bündnis „herangewachsen“.

    1. @ Andreas
      Mit Deinem Kommentar liegst du mitten im Schwarzen! Ein chinesischer Bekannter aus höheren Kreisen sagte mir vor 15 Jahren: „Morgen stehen 300 Mill. Chinesen im Feld, wenn es sein muss. Ohne High-Tech, nur mit schlechten AK47-Kopien, aber denkende Menschen, die sich anpassen. Wer kann dagegen halten?“
      Die marschieren alles in Grund und Boden, wenn sie wollen.
      Zwei, drei Millionen Gefallene z.B. durch Kernwaffeneinsätze sind Verlustgrößen, die dort nur Achselzucken auslösen…

      1. Hi Jo,

        ich kenne Chinas Rüstungsprojekte sehr gut. Konnte lange genug zusehen, wie eine Fregatte nach der anderen ins Meer gelassen wurden. Oder wie tausende Kampfpanzer produziert, getestet und anschließend eingeschweißt in einem riesigen Stollenlabyrinth eingelagert wurden. China hat die letzten Jahre min. 55000 Amphibienpanzer hergestellt. Und eine gigantische Hackerarmee wurde ebenso in’s Leben gerufen. Vor 20 Jahren war Chinas Militärtechnik hoffnungslos veraltet, doch jetzt vereint China Quantität und Qualität. Unsere asiatischen Freunde sind mittlerweile in der Lage einen Vielfrontenkrieg zu führen. Verluste spielen keine Rolle. Ganz im Gegenteil. Die Einkindpolitik hatte (meiner bescheidenen Meinung nach) nur einen einzigen Grund: Eine Armee aus jungen Männern zu schaffen, die NICHTS zu verlieren haben, als ihr eigenes Leben.

        Kommen wir zur Rüstungstechnik zurück. Der deutsche Leopard II A6 hat eine effektive Kampfentfernung von bis zu 2000 Metern. Die russischen T 90 und die chinesischen Typ 98/99 haben eine, dank 4 montierter Panzerabwehrflugkörper mit Tandemhohlladung, eine effektive Kampfentfernung von bis zu 6000 Metern. Das heißt, die Russen oder/und Chinesen könnten schon ein Großteil der Gegner unter Feuer nehmen lang bevor der „Gegner“ in Reichweite für seine Geschütze ist.

        Darüber hinaus besitzen die Chinesen die DONG FENG 21D. Die erste Mittelstreckenrakete mit der Fähigkeit einen Flugzeugträger in voller Fahrt zu treffen. Selbst die kinetische Energie reicht aus um einen Träger der NIMITZ-Class in zwei Hälften zu reißen. Ich könnte ein Buch über Chinas militärischen Fähigkeiten schreiben.

        Dongfeng-21D : Ihr ausgefeiltes Steuerungssystem mache die DF-21 auf ihrem Kurs unberechenbar, ihre geringe Größe für Radar schwer auffindbar, und bei einer Geschwindigkeit von Mach 10 könne sie ihre maximale Reichweite von 2000 Kilometern in weniger als zwölf Minuten hinter sich bringen.
        http://en.wikipedia.org/wiki/DF-21

        http://www.spiegel.de/politik/ausland/neue-rakete-dongfeng-21-d-chinas-schiffskiller-alarmiert-us-militaers-a-736927.html

        Chinas Aufrüstung sorgt für Aufregung bei amerikanischen Streitkräften. Peking hat nach US-Angaben jetzt seine ballistische Rakete vom Typ „Ostwind“ entscheidend weiterentwickelt – sie soll Flugzeugträger versenken können und dürfte die Machtbalance im Pazifikraum entscheidend verschieben.

        http://www.blick.ch/news/ausland/neue-china-rakete-macht-us-militaers-nervoes-id66241.html

        Schiffskiller «Dongfeng 21 D»
        Neue China-Rakete macht US-Militärs nervös

        WASHINGTON – Aus Peking weht ein neuer Wind: Die weiterentwickelte Rakete vom Typ «Ostwind», die Flugzeugträger versenket, wühlt den ganzen Pazifikraum auf.

        China rüstet schneller auf, als dem US-Militär – dem selbsternannten Beschützer von Pekings Erzfeind Taiwan – lieb ist. Schon im Sommer warnte das Pentagon vor einer teils geheimen Modernisierung der chinesischen Armee.

        Jetzt wird Admiral Robert Willard in der «Financial Times» konkreter: China sei es gelungen, ihre Anti-Schiff-Rakete DF-21 zu verbessern. Das Waffensystem sei eine Bedrohung für US-Flugzeugträger im Pazifikraum. Dort könnte «Dongfeng 21 D» das Kräfteverhältnis deutlich verändern.
        2000 Kilometer in zwölf Minuten

        Die Interkontinental-Rakete soll ihre maximale Reichweite von 2000 Kilometern in weniger als zwölf Minuten zurücklegen. Vom Land aus soll sie mit Hilfe von Satelliten, Drohnen oder Radar – selber so gut wie unsichtbar – ans Ziel finden.

        Wie beim Vorgängermodell sei der Sprengkopf gross genug, «um einen Flugzeugträger mit einem Schlag zu versenken», wie es das U.S. Naval Institute formulierte.
        Flugzeugträger-Einsätze überdenken

        Admiral Willard befürchtet, dass sich seine Schiffe gegen den «Ostwind» («Dongfeng») nicht verteidigen können. Völlig ausgereift sei die Rakete aber noch nicht. Trotzdem erklärte US-Verteidigungsminister Robert Gates bereits im September, das Pentagon müsse die Einsatzmöglichkeiten von Flugzeugträgern überdenken.

        Peking verstand das Pentagon-Papier im Sommer als «Einmischung in innere Angelegenheiten, wie «Spiegel Online» heute berichtet. Bleibt abzuwarten, wie die chinesische Führung auf die neusten Einschätzungen der US-Militärs reagiert. (dip)

        http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8f/DF-21A_TEL_-_Chinese_Military_Museum_Beijing.jpg/800px-DF-21A_TEL_-_Chinese_Military_Museum_Beijing.jpg

        Sobald CHINA losmarschiert, wird sie niemand mehr aufhalten können

        1. @Andreas
          Danke für diese aufschlussreichen Informationen.
          Dass China nicht nur ökonomisch, sondern auch militärisch ein solches Wachstum hinlegt, wußte ich nicht.
          Die Parallelen zum Aufstieg der USA vor fast 100 Jahren sind unverkennbar. Man klaut Patente, scheffelt Unmengen an Geld bzw. Geld-Forderungen, korrumpiert eine ansehnliche Elite, hält Kriege vom eigenen Territorium fern und infiltriert nahezu heimlich die Rohstofflager des Planeten mit eigenem Personal. Und nach außen hält man die Fahne der Solidarität heraus, damals „Freiheit“, heute „Sozialismus“ genannt.
          Dass der chinesische „Boom“ nach der Rückgabe Hongkongs an China 1997 dann so richtig losging, ist auffällig.
          Die einst nur über Hongkong herrschende Li-Dynastie soll nach der Rückgabe maßgeblichen Einfluss in den Zentren ganz Chinas erlangt haben. Falls Du darüber Informationen hast, bitte ich Dich um Antwort. Die Familie Li soll nämlich seit Generationen eine enge Verbindung auch zu den „Einflüsterern“ des sterbenden US-Imperiums haben.

          1. Ist das alles noch nicht Grund genug, nicht ein Feindbild US-China zwischen die Zeilen zu schreiben, meine Herren?

          2. China benutzt den Kapitalismus nur um den Westen gegen die Wand zu fahren.(meiner Meinung nach) Es ist die Blauäugigkeit des Westens, die China den Sprung nach vorne erst ermöglicht. In China gibt es ein schönes Sprichwort: „Kopiere den Meister, um selbst der Meister zu werden“. Der Westen parkt seine eigene Hochtechnologie in China in der Hoffnung den Absatzmarkt dort zu kontrollieren. Der chinesische Perfektionismus beschleunigt die Entwicklung. Anfangs waren die Kopien eben nur billige Imitate. Mittlerweile sind die Chinesen im Maschinenbau, insbesondere Militärtechnologie aber mindestens auf Augenhöhe mit der europäischen Union. Ich vergleiche Amerika gerne mit dem dritten Deutschen Reich. Deutschland war damals technologisch weit überlegen, aber mittel- bzw. langfristig konnte es seinen eigenen Untergang nicht verhindern. Dummerweise, aus Sicht der Amerikaner, vereinen die Chinesen bereits beide Modelle. 1. Die Masse an Truppen und 2. fortgeschrittene Technologie zur Sicherung eigener Interessen.

            All diese Entwicklung betrachte ich neutral und nüchtern. Bin sehr gespannt, welche Groß- bzw. Supermacht sich letzten Endes durchsetzen wird. Für mich ist es aber erwiesen, dass Amerika seine besten Zeiten weit hinter sich hat und den Platz für die neue Achse Moskau-Peking räumen muss. Mittelfristig gesehen werden Moskau und Peking eng zusammenarbeiten. Wirtschaftlich wie militärisch. Langfristig gesehen wird selbst Russland den Platz für China räumen müssen.

            Der Westen versucht verzweifelt den Plan von Zbigniew Brzeziński umzusetzen. Zbigniew Brzeziński ist ausgesprochener Russlandhasser und versucht durch Stellvertreterkriege China gegen Russland aufzuwiegeln. Der Nahe Osten wird Stück für Stück an die Wand gefahren. Allein der Iran deckt 12% des chinesischen Ölbedarfs. Die Amerikaner versuchen via Syrien einen Krieg mit dem Iran auszulösen in der Hoffnung, dass der Bündnisfall zum Selbstläufer wird. Zbigniew Brzeziński versucht China nach Sibirien zu treiben. Vereinfacht ausgedrückt.

    2. China dürfte, aktuell, nicht das größte Fragezeichen sein.
      Interessante Fakten, danke.
      Die Masse machts wohl kaum, und an den denkenden Menschen (dort) zweifele ich.
      Aktuell interessiert RU-USA. Die russen verfügen über ähnliche Waffen wie für China geschildert, mindestens. Die Amiarmee ist ein verkommener Sauhaufen, sonst gar nichts, bedarf keiner Erläuterung. Mit dem ist konventionell, „symmetrisch“, kein ernsthafter Krieg zu gewinnen. Die sind fertig, der morsche Knüppel bricht schon, wenn man ihn ansieht geschweige denn anhebt. Hoffen wir, dass die Kriegsverweigerung des US-Kommandos Richtung Iran wahr ist und auf solchen Gründen beruht.
      Dann kommt es nicht zum Krieg gegen Russland. Wenn die Herren Generäle dann noch so freundlich wären und die Irren von den A-Knöpfen fernhalten, ganz sch…egal wie, wäre das ganz toll. Ob das ein US-Militärputsch sein muss, wäre die Frage. Aber das geht jetzt doch arg weit in die Ferne.

      Aber zurück zu China: Wo gerade China im strategischen Spiel steht, dürfte mindestens so in Frage stehen wie bei Russland.

  9. Widukind – Geschichte des deutschen Volkes
    Armanen-Verlag Leipig 1934

    Dieses Buch lese ich gerade und daraus möchte ich einen Abschnitt herausschreiben und hier zum lesen anbieten.
    Abschnitt
    Germanen und RömerS.19

    Der germanische Staat ist aber in diesem engen Kreise gewachsen und zu dem Volks- und Genossenschaftsstaat geworden, der ihm seine eigentümliche Kraft verleiht, wie dem römischen Volk in seiner Urzeit. Alle freien Männer, sobald sie waffenfähig geworden waren, gehörten ihm an. Auf ihren Versammlungen, den Things, den gesonderten der Gaue (Hundertschaften?), den allgemeinen der Landsgemeinde (wie die entsprechenden Versammlungen der Schweizer Kantone noch heute heißen), wurden alle wichtigen Entscheidungen getroffen, die Fürsten und, im Falle des Krieges, der Herzog gewählt; aber auch die Völker, die schon Könige hatten, pflegten das Königstum von sich aus durch Schilderhebung zu bestätigen. Der germanische Staat beruht auf der Genossenschaft aller freien Männer; ihrer Zustimmung bedurfte die Aufnahme der Jünglinge in die Waffengenossenschaft und die Ausstoßung von Volksfeinden, Feiglingen und Verrätern. Doch würden wir eine ganz falsche Vorstellung gewinnen, wenn wir annehmen wollten, daß nach irgendwelchen Grundsätzen einer modernen, gleichmacherischen „Demokratie“ verfahren wäre. Tatsächlich bestimmten Erfahrung und Ansehen der älteren Führer wohl meist die Entscheidung der Versammlung. Doch berichtet auch Tacitus, daß neben der Zustimmung durch Zusammenschlagen der Waffen auch Ablehnung durch Gemurre vorkomme.

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