das Krim-Gambit – Putins Triumph

Ukraineerschienen bei einartysken

Niemand erwartete, dass die Ereignisse sich mit solch atemberaubendem Tempo ereignen würden. Die Russen nahmen sich Zeit; sie saßen auf dem Zaun und schauten zu, wie die braunen Sturmtruppen Kiew eroberten, und sie schauten zu, als Frau Victoria Nuland vom US- Außenministerium und ihr Kumpel Jazenjuk („Yats“) sich auf den Rücken klopften und sich zu ihrem schnellen Sieg gratulierten.

Sie schauten zu, als Präsident Janukowitsch nach Russland entkam, um seine Haut zu retten. Sie schauten zu, als die braunen Horden ostwärts zogen, um den russisch-sprechenden Südosten zu bedrohen. Sie hörten geduldig zu, als Frau Timoschenko, frisch aus dem Gefängnis, schwor, die Verträge mit Russland ungültig zu erklären und die russische Schwarzmeerflotte aus ihrem Haupthafen Sevastopol zu werfen. Sie beachteten nicht, dass die neue Regierung Oligarchen ernannte, um die östlichen Provinzen zu regieren. Sie reagierten auch nicht, als Kinder in ukrainischen Schulen gezwungen wurden, „Hängt einen Russen an einen dicken Ast“ zu singen und der Stellvertreter des Oligarchen versprach, unzufriedene Russen aufzuhängen, sobald die Krim befriedet ist. Während diese folgenreichen Ereignisse stattfanden, behielt Putin sein Schweigen bei.
Er ist wirklich unerschütterlich, der Herr Putin. Jedermann, mich eingeschlossen, dachte, er sei im Fall des Kollapses der Ukraine zu nonchalant. Er wartete geduldig. Die Russen machten einige wenige langsame und zögerliche, fast verstohlene Züge. Die Marine-Einheiten Russlands auf der Ukraine, auf Basis eines internationalen Vertrags (so wie die USA ihre Mariners in Bahrein haben), sicherten die Flughäfen der Krim und stellten Straßensperren auf, lieferten die notwendige Hilfe für die Freiwilligen der Krim-Miliz (die sich Selbstverteidigungskräfte nennen), aber hielten sich bedeckt. Das Krim-Parlament bekräftigte seine Autonomie und versprach ein Plebiszit innerhalb eines Monats. Und dann plötzlich ging alles sehr schnell!

Die Abstimmung wurde auf den Sonntag, den 16. März vorgezogen. Schon bevor es stattfinden konnte, erklärte die Krim ihre Unabhängigkeit. Das Wahlergebnis war spektakulär: 96 % der Stimmen waren für den Anschluss an Russland; die Wahlbeteiligung war ungewöhnlich hoch – über 84 %. Nicht nur die ethnischen Russen, sondern die ethnischen Ukrainer und Tataren stimmten ebenfalls für die Wiedervereinigung mit Russland. Eine gleichzeitige Abstimmung in Russland zeigte, dass über 90 % des Volks für die Wiedervereinigung mit der Krim war, trotz der Panikmache der Liberalen („das wird zu teuer, die Sanktionen werden die russische Ökonomie zerstören, die USA werden Moskau bombardieren“, sagten sie).

Aber auch dann noch erwartete die Mehrheit der Experten und TV-Sprecher, dass die Situation für lange in der Schwebe bleiben würde. Manche dachten, dass Putin am Ende die Unabhängigkeit der Krim anerkennen würde, wie er es mit Ossetien und Abchasien im August 2008 nach dem Krieg mit Tbilisi gemacht hat. Andere, insbesondere russische Liberale, waren überzeugt, dass Putin die Krim aufgeben würde, um die russischen Investitionen in der Ukraine zu retten.

Aber Putin bewahrheitete das russische Sprichwort: die Russen nehmen sich Zeit, ihre Pferde zu satteln, aber sie reiten wahnsinnig schnell. Er erkannte die Unabhängigkeit der Krim am Montag an, bevor die Tinte auf den Umfrage-Ergebnissen trocken war. Am nächsten Tag, dem Dienstag, versammelte er alle russischen hohen Staatsmänner und die Parlamentarier im größten, prächtigsten und elegantesten St. Georgs-Staatssaal im Kreml, aufwendig restauriert in seinem kaiserlichen Glanz, und erklärte Russlands Zustimmung zur Wiedervereinigungsbitte der Krim. Gleich nach seiner Rede wurde der Vertrag zwischen der Krim und Russland unterzeichnet, und die Halbinsel kehrte zu Russland zurück, wie es vor 1954 war, als der Führer der Kommunistischen Partei Kruschtschow sie an die Ukrainische Sowjetrepublik übergab.

… Die Russen genossen den Anblick ihres UN-Vertreters Vitali Churkin, wie er einen beinahe-Angriff von Samantha Power abwehrte. Die in Irland geborene US- Vertreterin war nahe daran, den älteren grau-haarigen russischen Diplomaten körperlich anzugreifen, als sie ihn anschrie, dass „Russland besiegt war (wahrscheinlich meinte sie 1991 – I. S.) und sollte die Konsequenzen tragen … Russland erpresst die USA mit seinen Atomwaffen“, während Churkin sie nur ruhig aufforderte, ihre Hände von ihm zu nehmen und aufzuhören, mit dem Mund zu spucken. Das war nicht die erste feindliche Begegnung zwischen diesem Doppel. Vor einem Monat hatte Samantha ein Pussy Riot Duo eingeladen und Churkin sagte, sie solle doch der Gruppe beitreten und auf Tournee gehen.

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4 Gedanken zu „das Krim-Gambit – Putins Triumph

  1. Dabei fällt auf, daß die Intrigeninsel peilich genau darauf achtete, daß alles, was in der Ukraine an eine von den Ukrainern wohlwollend empfundene Beziehung zum Deutschen Reiche erinnern könnte, konsequent verschwiegen wird: Kosaken, Schwarzmeerdeutsche, Krimgoten usw. Es gibt Berichte, die belegen, daß die anno 1941 durch die Wehrmacht vom Kommunismus befreite Ukraine vom Deutschen Reiche 350.000 Traktoren geschenkt bekommen hat. Aber ganz besonders fällt das Verschweigen des Holomodor mit etwa 6.000.000 urkrainischen Hungertoten auf. Das wäre doch eigentlich das historische Kernereignis, um zwischen Russen und Ukrainer Zwietracht zu säen. Warum werden all diese historischen Ereignisse konsequent ausgeblendet? Hat die Intrigeninsel noch politisch gefährliche ukrainische Leichen im Keller, von denen die Welt nichts erfahren darf?

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