5 Gedanken zu „Akif Pirinçci liest aus »Deutschland von Sinnen«

  1. Dieses Buch war Nummer 1 auf der Bestsellerliste, sagt Amazon.de. Was wäre aber wenn dies Buch ein Deutscher geschrieben hätte?

    Das dumme Theater mit der politischen Korrektheit beim Neusprech geht mir echt auf den nichtexistierenden Sack.

    Man muss frecher werden.

  2. Tja, der gute Pirinci. Netter Kerl, freche Klappe, ne Art gesunder Menschenverstand, lässt sich nichts gefallen. Weiß denn der, in welches Hornissennest er gestochen, an welchem Deckel er da gerührt hat? Von Emanzen redet er, den sechziger Jahren… von deutschen Männern, und tollen Frauen. Ach, Pirinci.
    Vor über 100 Jahren, man schrieb wohl das Jahr 1897, wurde eine Verschwörung beschlossen, über die bis heute ungern geredet wird. Sie wurde verschwiegen, geleugnet, Parlamente wurden nach Strich und Faden belogen. 1914 brach der Krieg endlich aus. Ungekannt viele starben, am Ende noch mal eine Million – ja, Menschen – in Deutschland, durch eine Hungerblockade. So wurden die Unterschriften unter einen untragbaren sog. Vertrag erpresst. Das Land hatte da seinen Kaiser schon verloren, den, der sich als einziger, am meisten, für den Frieden in Europa eingesetzt hatte. Was geschah in der Folge? Das Land wurde nicht nur zerstückelt, sondern auch geplündert.
    Was auch unter den Erpressern viele als unausweichlich erkannt hatten – die anderen waren zu dumm, es zu sehen, zu feige, es zu sagen, oder hatten es eben genau so geplant – geschah. Das Land jubelte einem zu, der sich gegen das Unerträgliche sträubte. Die Erpresser weigerten sich, irgend etwas zu revidieren – ach wo, nein, ganz im Gegenteil. Der 2. 30-jährige Krieg, der im 20. Jahrhundert, wurde wieder heiß, heißer denn je. Nach 1945 – wir machen es kurz – blieb das Land besetzt, bis heute reine Kolonie, seinetwegen gibt es eine Weltorganisation, die eben dieses Land immer noch als Feind führt, während es sonst gern von Völkerrecht spricht, diesem Land, dem Rest seines Volkes, ihnen wurde die Schuld am Kriege – dem gesamten, dem großen, von A-Z! – nicht nur auferlegt, sondern eingeredet, dem Land, dem Volk der ewigen europäischen Blutsäufer, das es nun auch in seinen eigenen Augen sein musste, zu sein hatte. Die Umerziehung eines Volkes, dem Rest eines guten, und zwar des letzten anständigen in Europa, wie Gen. Patton schließlich, kurz, aber rechtzeitig vor seinem Ende, meinte, hatte begonnen. Und sie dauert nun schon Generationen.
    Was jemand wie Pirinci (hier) nicht sagt, ist, dass die Grundlagen für einen gesellschaftlichen Umsturz, Wandel genannt, in gerade diesem Lande gelegt und gepflegt worden waren. Schon nach dem ersten Teil des verlorenen Krieges. Hinzu traten nach dem zweiten die Importe amerikanischer Siegerpsychologien, mit denen ein Volk, in USA war es da schon im Gange, geradezu gehirngewaschen werden konnte. Und wurde.
    Dem Rumpf eines Volkes, das seine tapfersten, klügsten Männer in zwei Kriegen – die Gewinner sagen: in einem einzigen, einem 30-jährigen Krieg – und in zwei Generationen! verloren hatte, dem so viel seines besten Nachwuchses für immer fehlen werden, dessen Rest getrennt, verwitwet, verwaist, verwirrt, dem – jedem einzelnen – dann noch der Kopf gewaschen wurde, das ihm Hören und Sehen längst vergangen ist, dass er nicht mehr weiß, ob er Männlein oder Weiblein ist, nicht mehr gut von böse unterscheiden kann, dem will Hr. Pirinci sagen: Wehr Dich doch, Mensch, Volk. Schlag zurück!
    Lieber Herr Pirinci, es mag sein, dass Sie im schönsten Land leben. Auch mit den besten Menschen, den besten Frauen, wie Sie sagen, wie Sie finden – gewiss. Aber Sie scheinen nicht zu wissen, was das für ein Land ist, was mit ihm geschehen ist. Es hat verloren. So viel, viel mehr, als Sie sich offenbar vorstellen können. Nein, Herr Pirinci. Deutschland hat nicht gegen Emanzen, gewiss nicht in den 1960er Jahren verloren. War es das, was Sie an Deutschland nicht verstanden haben?

    Tja, wozu schreibt man nun so was… muss das eigentlich sein? Man tut es nur für jemanden, der dieses Land zu mögen – und sich über seinen Zustand zu wundern – scheint. Na gut.
    Pirinci, und was meinte Rathenau mit der deutschen Tragödie? Er meinte es übrigens ernst, da bin ich sicher, er empfand das, wovon er sprach, als Tragödie. Aber wovon sprach er nur?

  3. @Klint
    Man schreibt ein solches Buch nicht für die,die dieses Land mögen,sondern für die Bewohner des Landes, die aufgehört haben, ihr eigenes Land zu mögen,obwohl es das selbstverständlichste dieser Welt ist.Und er zeigt damit, dasser dieses Land mag, wohlmehr alsmanche selbsthassenden Bewohner dieses Landes. Einigen Micheln wird er vielleicht die Augen öffnen, deshalb Danke, Akif.

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