Toleranz kennt keine Scherze

youtube weltweit unblockererschienen bei Stimme Russlands

Danke an André

von Alexej Schmidt

Jeder aufgeklärte fortschrittliche Demokrat weiß ganz genau, dass für den Aufbau einer echten Demokratie und damit auch für die Verankerung der Toleranz in den Massen jedes Mittel recht ist. Besonders geeignet hierfür sind alle Maßnahmen, die es erlauben, jene Sorte rückständiger Feinde der Freiheit und des Rechtes zu unterdrücken, die man dann wahlweise als: „Rassisten“, „Antisemiten“, „Homophobe“, „Transphobe“, „Antifeministen“ oder „Nazis“ bezeichnet.

Dem Anschein nach können bestehende Vorkehrungen wie die Kontrolle des Internets oder die strikten Einschränkungen der Rede- und Meinungsfreiheit die tolerante Minderheit schon lange nicht mehr befriedigen, da sie für eine vollständige Kontrolle über die ignorante Bevölkerung, die außerdem mit den Rechtskonservativen sympathisiert, nicht ausreicht.

Deshalb hat der Toleranz-Ausschuss der Europäischen Union beschlossen, den Missständen ein Ende zu setzen und den einheitlichen Rahmen für die Nationale Gesetzgebung zur Förderung der Toleranz entworfen.

Auf den ersten Blick ein gewöhnliches Dokument, das in vertraut bürokratischem Kauderwelsch über Menschenrechte, Gleichheit und Freiheit daherkommt. Schaut man sich den Text aufmerksam an, wird es interessant:

„Toleranz ist die Achtung gegenüber dem Ausdruck, der Erhaltung und der Entwicklung der eigenen Identität der Menschen und Gruppen, unabhängig, unter anderem, von ihrer sexuellen Identität oder sexuellen Orientierung, sowie allen anderen Merkmalen ähnlicher Natur.“

Auf Deutsch gesagt: falls jemand eine Gruppe von Menschen, die sich beispielsweise zu ihrer Neigung zur Zoophilie bekennen, respektlos behandelt, dann ist dieser Mensch „intolerant“.

Darüber hinaus gilt, folgt man der Logik des Dokuments, der Spott über eine Gruppe von Menschen als Verleumdung. Ein alter Witz beispielsweise über die Ostfriesen, der von einem ‚unvorsichtigen‘ Studenten auf einer Party erzählt wird, könnte den Erzähler Kopf und Kragen kosten.

Falls jemand das für Übertreibung hält, irrt er sich gewaltig. Vor allem wird darauf aufmerksam gemacht, dass „der Zweck des einheitlichen Rahmens zur Förderung der Toleranz, die Einführung von konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung der Intoleranz“ ist. So fordern die Verfasser die nationalen Regierungen auf, die Verleumdung – einschließlich Scherze – mit einem schweren Verbrechen gleichzusetzen.

Diejenigen, die davon ausgehen, dass sie dann eben ihre Scherze demnächst nur noch im Keller machen, hegen falsche Hoffnungen. Das Dokument betont ausdrücklich, dass die Toleranz nicht nur auf Staatsebene umgesetzt werden soll, sondern auch in privaten Institutionen, Gruppen und zwischen Einzelpersonen in ihren Beziehungen zueinander, Eingang finden soll. Dadurch werden die Bürger quasi verpflichtet, ihre Gesprächspartner zu bespitzeln und rechtzeitig zu denunzieren.

Um die Toleranz der Bürger zu überwachen, sollte selbstverständlich eine eigenständige, internationale und aus Steuergeldern finanzierte Behörde gegründet werden, deren Aufgaben die Koordinierung des Justiz- sowie Innenministeriums ist.

Ein besonderes Augenmerk der Behörde liegt auf der Kontrolle aller Medien, damit sie die Saat der Toleranz in streng vorgegebenen Quoten in den fruchtbaren Boden der Gesellschaft säen. Zum Beispiel verpflichten sich die Nationalstaaten dazu, bestimmte „Verhaltenskodizes“ innerhalb der Radio- und Fernsehsender zu gewährleisten.

Wenn jemand noch davon ausgeht, dass er in der Lage sein wird, seine Rechte mit Hilfe der Öffentlichkeit der Medien zu schützen, der täuscht sich. Journalisten werden nicht mehr helfen können, da eine entsprechende Kommission die Verletzung des Verhaltenskodexes mit dem Berufsverbot bestrafen wird.

Selbstverständlich darf das Bildungssystem nicht vernachlässigt werden. In der Grundschule, und vorzugsweise schon früher, sollten die Kinder damit anfangen, Toleranz und Respekt gegenüber allen erdenklichen sexuellen Ausrichtungen zu entwickeln.

Mit ein wenig Toleranz mehr werden wir alle blaue Overalls tragen, im Gleichschritt marschieren und uns Sorgen um die Situation an der Malabar-Front machen, George Orwell lässt grüßen.

Quelle: Stimme Russlands

9 Gedanken zu „Toleranz kennt keine Scherze

  1. Der französische Nuttenpräsident lässt grüßen! Seine Alte liegt noch im Krankenhaus, bietet dem Kaiser des Elysee Palastes aber schon Vergebung an, wenn der die Neue dann wieder verstößt, stößt, stößt.

    Aber warum sollte der Kaiser Froncoiere I von Hollande die Neue verstoßen, stoßen, stoßen, wenn er die Alte aus dem Krankenhaus nicht abholen muss ohne Grund und Not?

    Kein echter französischer Mann würde die Alte gegen die Neue wieder eintauschen ohne Not. Das wäre nämlich dumm wie Brot. Und Napoleon hat es auch nicht getan, selbst nicht bei Waterloo oder Sedan, dan, dan, dan…

  2. Toleranz kennt keine Schamgrenze, deshalb nur Mut: Kommt heraus ! , Kommt heraus! Ihr Trübseligen und Binladenen: Come`t heraus an`s Tageslicht. Sprecht euch `mal so richtig aus. Darüber was (in) euch so abgeht.Daß euch alle sehen können. Wie im Zoo, ohne Gitter dazwischen.

  3. „Toleranz ist die Achtung gegenüber dem Ausdruck… blabla“

    Wo haben die nur diese eigenwillige Definition her?

    Bedeutung lt. Wiki:
    Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.[…] Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare „erdulden“, „ertragen“) entlehnt.

    Noch aufschlußreicher ist die Erklärung des technischen Begriffs:
    Die Toleranz bezeichnet den Zustand eines Systems, in dem eine von einer störenden Einwirkung verursachte Abweichung vom Normalzustand (noch) keine Gegenregulierung oder Gegenmaßnahme notwendig macht oder zur Folge hat. Im engeren Sinn ist Toleranz die Abweichung einer Größe vom Normzustand oder Normmaß, das die Funktion eines Systems gerade noch nicht gefährdet.

  4. Wir begruessen die Wiedergeburt der Inquisition oder besser der Wiedergeburt des Geistes den SULLA verbreitete und das Ende der roemischen Republik einleitete, den die Inquisition verteidigte Ideale diese „Toleranz“ verteidigt aber die Perversion.

  5. Erich Kästner schrieb 1927:

    Ragout fin de siècle
    (Im Hinblick auf gewisse Lokale)

    Hier können kaum die Kenner
    in Herz und Nieren schauen.
    Hier sind die Frauen Männer.
    Hier sind die Männer Frauen.

    Hier tanzen die Jünglinge selbstbewußt
    im Abendkleid und mit Gummibrust
    und sprechen höchstens Diskant.
    Hier haben die Frauen Smokings an
    und reden tief wie der Weihnachtsmann
    und stecken Zigarren in Brand.

    Hier stehen die Männer vorm Spiegel stramm
    und schminken sich selig die Haut.
    Hier hat man als Frau keinen Bräutigam.
    Hier hat jede Frau eine Braut.

    Hier wurden vor lauter Perversion
    vereinzelte wieder normal.
    Und käme Dante in eigner Person –
    er fräße vor Schreck Veronal.

    Hier findet sich kein Schwein zurecht.
    Die Echten sind falsch, die Falschen sind echt,
    und alles mischt sich im Topf,
    und Schmerz macht Spaß, und Lust zeugt Zorn,
    und Oben ist unten, und Hinten ist vorn.
    Man greift sich an den Kopf.

    Von mir aus, schlaft euch selber bei!
    Und schlaft mit Drossel, Fink und Star
    und Brehms gesamter Vogelschar!
    Mir ist es einerlei.

    Nur, schreit nicht dauernd wie am Spieß,
    was ihr für tolle Kerle wärt!
    Bloß weil ihr hintenrum verkehrt,
    seid ihr noch nicht Genies.

    Na ja, das wäre dies.

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