Krieg in Mali – Schutztruppen im Goldrausch

Mali explorationsrechte (2)erschienen bei Rationalgalerie

von Ulrich Gellermann

Wer deutsche Medien konsumiert, der entdeckt rund um den anhaltenden Mali-Bürgerkrieg die alten abgegriffenen Vokabeln: Die „Mission“ (SPIEGEL) ist wieder da, auch der neutrale „Einsatz“ (FAZ), der wohl leider „robust“ sein wird, feiert seine Auferstehung. Die extrem bescheuerte SÜDDEUTSCHE ZEITUNG lässt sogar den Begriff „Schutztruppe“ wieder aufleben. Weil die deutsch-französische Brigade bald nach Mali marschiert. Als wisse sie nicht, dass unter dem euphemistischen Namen „Schutztruppe“ schon einmal deutsche Mörderbanden in Afrika marodierend unterwegs waren.

Und natürlich geht es, wie schon vor einem Jahr, als die französischen Truppen einen angeblich kurzen Rein-Raus-Krieg in Mali führen wollten, nur um eine „Sicherung“, das klingt wie Versicherung und kann nicht so schlimm sein. „Deutschland bereitet Afrika-Einsatz vor“ so lautet die durchgängige Schlagzeile. Und bestenfalls erfährt der Medienkonsument noch, dass die deutschen Truppen die französischen in Mali entlasten sollen, weil die gerade in der Zentralafrikanischen Republik beschäftigt sind. Vermutlich auch mit einer „Mission“.

Was man in den deutschen Medien nicht findet, ist das Wort „Gold“. Zwar haben mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Mali keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zwar liegt die durchschnittliche Lebenserwartung dort bei 48,1 Jahren. Aber in Mali gibt es jede Menge Gold. Nach Südafrika und Ghana hat Mali die drittgrösste afrikanische Goldindustrie: 2009 wurden bereits mehr als 51,3 Tonnen Gold produziert, Tendenz steigend. Natürlich bleibt von den enormen Gewinnen so gut wie nichts im Land. Es sind internationale Konzerne wie der US-Finanzinvestor Randgold Resources Ltd. mit dem Sitz im europäischen Steuerparadies Jersey, die sich die Taschen füllen. Unter den Konzernen ist ebenfalls die Pearl Gold AG mit Sitz in Frankfurt, die dort auch an der Börse notiert ist. Das deutsch-französische Unternehmen braucht die deutsch-französische Brigade dringend: Denn der Bürgerkrieg lässt die Ausbeutung der malischen „Kodieran-Goldmine“ stocken.

WEITERLESEN bei Rationalgalerie

————————————————————————————————————————

zum Thema beim Julius-Hensel-Blog:

23 Gedanken zu „Krieg in Mali – Schutztruppen im Goldrausch

  1. Daß, wie dieser Gellermann behauptet: unter dem „Namen “Schutztruppe” schon einmal deutsche Mörderbanden in Afrika marodierend unterwegs waren. „, was die Süddeutsche vergessen haben soll zu erwähnen, – das glaub ich nicht. Dann müsste man einmal mehr über die damalige Schutztruppe nachlesen.

  2. Man sollte auch die Literatur erforschen, wieder, wer da den Sprachraum bestimmt! Ich kenne aus der DDR sehr viele Lehrer, deren Tätigkeit in westlich geprägten Schulen ganz Afrika tätig waren, so etwas Westgeld und Kontakte herstellten für die Arbeit des KGB, des MfS und dann der des Warschauer Packtes, Konkurrenz der westlichen Industrien, die da nur Französisch, Englisch oder Spanisch unterrichten durften, siehe die alten Herrscher, die da waren portugal und Spanien, die da waren England und Amerika, deren handel mit Sklaven ist wohl vergessen, der bis 1968 noch vorhanden war? Und England hat doch wohl ein riesiges Problem im eigenem Land mit deren bevölkerung und dem Sitz des Adels, wie auch Europa, wo die Deutschen im besetztem Teil durch die USA-Allierten die migration zu einem Teil forcierten, der da nun eine Überbevölkerung von Ausländern erzeugt und immer noch Kinderhandel und Betrug im Erbe und seinen Ansprüchen zu Besitz erfolgt! Selbst Südafrika wird noch so einige Tage erleben, in dem sich die negride Bevölkerung, siehe Sprachgebung durch die G10 umsehen muß, wegen derer Rohstoffe, die dem land abgezockt werden, noch heute! Dank dem Internet und der Bewußtseinserweiterung im Denken zur Freiheit und Rechten der Menschen, werden sich die Diebe und Menschenrechtsverächter nun etwas mehr um Rücksichten bemühen müssen! Glück Auf, meine Heimat!

  3. Wer die Schutztruppen als Mörderrbanden bezeichnet hat sein Wissen aus dem Spiegel der es von der britischen Propaganda hat. Tatsache ist dass die Briten den Hereroaufstand anzettelten und diesen Stamm mit Waffen versorgten nur das sucht man vergeblich in den Geschichtsbuechern.

    1. Na klar, die Herero haben sich doch tatsächlich, mit wessen Waffen auch immer, auf ihrem eigenen Boden gegen die deutschen Herren aufgelehnt. Deshalb mussten die tapfreren „Schutztruppen“ sie leider in die Omaheke-Wüste treiben und ihr Kommandeur folgenden Tagesbefehl ausgeben: „Die Herero sind nicht mehr Deutsche Untertanen. […] Innerhalb der Deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber und keine Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auch auf sie schießen.“ Am Ende lebten etwa 100.000 Hereros nur noch 15.000. Und wer hat Schuld? Die Briten. Kaufen Sie sich einfach mal ein ordentliches Geschichtsbuch. Auch googlen kann die nationalen Lügenkrankheit mildern.

  4. Gellermann, nee, ..“Herero- auf ihrem eigenen Boden?“
    Die waren dort selbst eingewandert mit ihren Viehherden. Die Buschleute waren die eigentlichen Einwohner. Der „Aufstand“ war von den Briten oder anderen Interessenten angezettelt. Die ganze Sache mit dem Waterberg ist eine Lügengeschichte, so war das nicht und nicht möglich, wie dargestellt in den marxistischen Medien.
    — aber schön, daß Sie selbst antworten auf Kommentare, das ist immerhin aufrichtig. Hier ist eine Untersuchung, die man bedenken sollte – über die Falschdarstellungen in den Medien – und wie es wirklich war:
    http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/krieg-gegen-den-terror-statt-voelkermord.html
    ………. außerdem, kurz:

    Vorgeschichte: Wohl nicht zufällig lag das diskutierte Ereignis im Raum der dichtesten dt. Besiedlung in Südwest-Afrika, das ca. 150% der Fläche des DR hatte. Die Region war nach einer unbekannten Zeit nomadischer Ureinwohner (Khoi) bis in das 19. Jh. lediglich Küstenstützpunkt europäischer Kolonisierung durch Portugiesen, Niederländer und Briten. Noch 1829 konnte die frz. Marine von der Gegend lediglich berichten, daß „das Landesinnere so gut wie unbekannt (ist), bewohnt von streunenden wilden Leuten, mit denen kein Handel möglich ist“. Das gebirgige und versteppte Land mit weiten Wüsten fand wenig Interesse bei europ. Kolonialaktivitäten.
    ………
    Schutztruppe: Dieser Begriff für dt. Soldaten in fremdem Land klingt für heutigen Geschmack wie die Ironie verwandter Etiketten, etwa der „Befreier“ im Zweiten Weltkrieg, oder derzeitiger Demokratie-Exporteure. Tatsächlich aber hatte die Entsendung der Truppe einen praktischen Grund. Bei Streitereien der Siedler im staatsrechtlichen Niemandsland gab es keine Autorität, die Recht Geltung verschafft hätte. Kriminalität hätte nur durch Faustrecht und Lynchjustiz bekämpft werden können. Insbesondere war nicht zu erwarten, daß ein schwarzer Häuptling bestohlenen Weißen ihr Recht verschafft gegenüber eigenem Stamm, auf dessen Unterstützung er angewiesen war. Und vor allem nicht, weil nach dem traditionellen Rechtsbegriff schwarzer Völker alles freilaufende Vieh (auch mit Brandmarke) als Selbstbedienungsware angesehen wurde. Schon 1510 starb in der Region der port. Gouverneur Francisco de Almeida und viele seiner Soldaten bei einem Kampf an der Tafelbay gegen Eingeborene, der sich an ihrem Viehdiebstahl entzündet hatte.

    1. Wie schlau die von Ihnen genannte trübe Quelle (das Ostpreussenblatt) doch ist: Der Hungermord an Frauen und Kindern war „Krieg gegen den Terror statt Völkermord“. Klar, wie die wunderbaren „Missionen“ in Afghanistan, Libyen oder jetzt in Mali. Bei Ihnen ist die Zeit stehen geblieben. Heia Safari und immer feste druff.

  5. außerdem, die Betrachtungen über die Völker, die damalige Bevölkerung in SWA von:
    H. Schinz, Deutsch-Südwestafrika. Lpz. 1891. und: Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 57 ff.
    http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Hereroaufstand
    Herero (s. Tafel 64, 66). Die H., auch Ovaherero (s.d.) genannt, bildeten noch im Anfange des laufenden Jahrhunderts die Hauptbevölkerung des außertropischen Teiles von Deutsch-Südwestafrika. Während wir über die Herkunft mancher Völker innerhalb unseres Schutzgebietes so gut wie nichts wissen, ist es leicht, den H. die ihnen zukommende ethnographische Stellung zuzuweisen. Sie sind unzweifelhaft ein Glied der großen, das große afrikanische Süddreieck bewohnenden Banturasse, und diejenigen Forscher, welche auch den Osten Südafrikas kennen, werden nicht anstehen, eine nahe Verwandtschaft dieses Volkes mit den eigentlichen Kaffernvölkern anzunehmen. Die Einwanderung der H. in die zuletzt von ihnen besetzten Landschaften hat nach allgemeiner Annahme erst verhältnismäßig spät stattgefunden. Jedenfalls dürfte sie nicht vor der Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgt sein, und man kann sie vielleicht als eine Folge des Rückstaues auffassen, den die vorwärtsdrängenden Bantustämme von Südostatrika durch das Zusammentreffen mit den Europäern der Kapkolonie erfuhren. Schließlich ist der Zeitpunkt dieses Vorrückens weniger wichtig als die Tatsache des Zusammentreffens mit der völlig andersgearteten hottentottischen Rasse, eine unmittelbare Folge jener H.wanderung…..
    …….

    1. Und – hier ist eine Untersuchung der Darstellungen der Geschichte von SWA in den jeweiligen Zeiträumen – objektiv – von Dr.Claus Nordbruch:
      http://web.archive.org/web/20090106115534/http://www.nordbruch.org/artikel/aHerero.html
      z.B. in der BRD
      „In der »Bewältigungsliteratur« der BRD wird bezüglich des Hereroaufstandes und der Niederschlagung desselben denn auch mit erhobenem Zeigefinger auf ein selbstredend »dunkles Kapitel« deutscher Kolonialgeschichte verwiesen. Mit dieser schon obligatorischen Betroffenheitshaltung wird jedoch übersehen, daß diese zwar mit den Anforderungen des augenblicklichen Zeitgeists konform gehen mag und auch politisch korrekt sein dürfte, aber mit historischer Wahrhaftigkeit und einem ausgeprägten Geschichtsbewußtsein nichts gemein hat. Die zur Norm gewordene einseitige Schuldzuweisung ist reine Schwarzweißmalerei.

  6. Die Quellen werden immer besser: Der oben zitierte Dr. Claus Nordbruch hält enge Verbindungen in die rechtsextreme Szene und tritt regelmäßig als Referent oder Interviewpartner auf. Als bekennender Anhänger der Apartheid ist er Mitglied der rassistischen „Artgemeinschaft“ und arbeitet eng mit dem „Hilfskomitee Südliches Afrika“ zusammen. Ich bin schon erstaunt, dass ausgewiesene Nazis und deren Anhänger im Julius-Hensel-Blog ein warmes Pläzchen finde.

    1. @ Uli Gellermann
      Polemik und Nazi-Keule – wo führt das hin?
      Weg von der Sache, soviel ist sicher.
      Es wäre doch einfacher und ehrlicher, den Artikel des „Ostpreussenblattes“ (welches ich aufgrund des redaktionellen Schneids sehr zu schätzen gelernt habe) fachlich fundiert zu widerlegen.
      Allein die Diskrepanzen bei der Totenzahl sind doch der Rede wert. Die Quelle: „Deutsches Koloniallexikon“ von 1920 ist mit der Keule nicht erreichbar…

    2. PS: ich als Deutscher bin übrigens immer sehr froh, wenn es gelingt, ein wenig von dem Berg an über mein Volk geworfenen Unrat entfernen zu können und stehe dem grundsätzlich positiv gegenüber – ohne mich deswegen Nazi nennen lassen zu wollen. Landsleute gegenläufiger Natur widern mich an – wenngleich ich im Grundsatz zugeben darf, dass damals der Begriff „Schutztruppe“ genauso wenig einen philantropischen Hintergrund hatte wie heute die „Friedentruppen“, sondern ausschliesslich von handfesten geschäftlichen Interessen gesteuert war.

  7. Gellermann, das zeigt ja nur, wie einseitig Sie interessiert sind. Wenn jemand herausfinden will, was sich damals abgespielt hat und wie es zu den jeweiligen Zeiten betrachtet wurde, muß man dann schon nachlesen.
    z.B. gehen einige falsche Darstellungen auf diejenige des Deutschen Generalstabes in Berlin zurück, (1) der es mehr militär-politisch betrachtet hat und „Waterberg“ als eine Aufstand der freiheitsbewußten Hereros bezeichnete, was aber so zweifelhaft war, da diese Leute in Berlin die tatsächlichen Verhältnisse nicht kannten und nicht die britische Strategie berücksichtigten.
    Sie können ruhig Nordbruchs Artikel lesen, der genügend Quellen nennt.
    ………..
    (1) mein Link oben (von Seiten des Generalstabs) zum Artikel in Deutsches Kolonial-Lexikon (1920)
    http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Hereroaufstand

    und hier eine andere Darstellung daselbst
    http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Herero

  8. Der Hereroaufstand war ein Stellvertreterkrieg der Engländer gegen das Deutsche Reich; oder woher hatten die Herero die englischen Enfield-Gewehre? Und wer hatte die Herero an diesen Gewehren ausgebildet.

    -Mann, Uri Geller, nicht die Wahrheit verbiegen!

  9. Bestimmt haben die Briten damals die Stämme aufgehetzt.
    Das hat aber nur soweit mit Mali zu tun, als es dort um Bodenschätze geht. Heutzutage sind es Rohstoffkonzerne und die Finanz dahinter, die Krieg inszenieren – andere Truppen dort für sich kämpfen lassen besonders Söldner-Firmen.
    Damals bauten sogar die Briten Infrastuktur in den Kolonien auf: Eisenbahnen, Schulen, Krankenhäuser – was besonders auch die Deutschen taten. z.B. Brunnen bohren in der Steppe von SWA.
    — und noch was, wie sich die Negerstämme untereinander behandelten:
    http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=Bergdamara
    Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 167 f.
    „Die Bergdamara nennen sich selbst Haukoin, wurden aber von den Herero (s.d.), die sich mit Stolz „Beestkaffern“, d.h. Rinderkaffern nannten, als „Klippkaffern“ bezeichnet. Die Hottentotten (s.d.) besitzen einen noch weniger anziehenden Namen für diese verachteten Wilden, die sie dem Pavian gleichstellten und die sie als „Chaudaman“, d. i. „Scheißkaffern“ bezeichneten. . Die B. zeichnen sich durch einen kräftigen und muskulösen Bau aus, erreichen aber nicht die stattlichen Körpermaße des zu den Bantu gehörigen Herero….“

  10. Lieber Herr Gellermann,

    was ist ein „NAZI“, „auf den Sie als Deutscher (Schläger?) gerne einhauen“? Haben Sie das schon oft gemacht? Falls ja, wäre es möglich, eines Ihrer Opfer zu kontaktieren, zwecks Erstellung eines Erlebnisberichtes ? Eine Kontaktadresse wäre sehr nett.
    Vielen Dank.
    Eigentlich ist das Thema „Menschen in Mali“. Interessiert Sie das Thema oder schreiben Sie nur darüber ?

  11. Das ganze Thema lohnt sich zu erörtern. Mir stellt sich die Kolonialfrage nun so dar, wenn wir mal berücksichtigen beim Lesen alter Berichte, daß um 1900 eine andere Sprache (deutliche) gebraucht wurde als heute (die korrekte), daß das britische Empire riesige Untaten verübte: Opiumkrieg und in Indien – Franzosen, Spanier usw. auch, der deutsche Anteil war sowieso winzig. Es wäre zu untersuchen in wessen Interesse Opiumkrieg und Sklavenhandel geschahen. Andererseits haben selbst diese ersteren Staaten auch die Kolonien aufgebaut: Eisenbahnen, Schulen, Krankenhäuser, Verwaltung.
    Wie war das im Vergleich zu heute, wo wir uns so progressiv und demokratisch dünken? Die Kriegsgebiete werden verwüstet, Rohstoffe geplündert u. von Konzernen ausgebeutet.
    Sollten die damaligen Kolonialtruppen hart gewesen sein, wie beurteilt man die späteren Angriffe mit Giftgas und die heutigen Angriffe mit Bombern, Raketen und unbemannten Drohnen? Wobei ein Fettsack aus LasVegas oder Ramstein diese Drohnen steuert und sich überhaupt nicht selbst einsetzt, ist das nun progressiv?
    Wie die Betrachtungen über SWA zeigen, sind die marxistischen oder DDR-Geschichtsschreiber überhaupt nicht fähig, die Unterschiede zu erkennen; für sie ist alles Imperialismus – ohne die Hintergründe: Finanz, Konzerne zu unterscheiden. Dieser Imperialismus ist nach Marx durch den Kapitalismus verursacht. Wie ist es dann mit Kommunismus und Bolschewismus?

    1. @ netzband
      mit der weiteren Information hast Du recht und deshalb versuche ich in den kommenden Tagen einige Dokus über Deutschen Kolonialismus zu bringen…
      Nachdem ich mir einige Dokus angesehen habe, muss man aber schon auch sagen, dass Deutschland grausamste Barbareien begangen hat, die einem noch heute die Schamesröte ins Gesicht treibt.
      Sogar der Kaiser hat deswegen das Parlament aufgelöst, worauf es zu den sogenannten „Hottentottenwahlen“ kam und ein eigenes Ministerium für die Kolonien gegründet wurde.

      Insofern hat Ulrich Gellermann schon recht mit seiner Ablehnung der „Schutztruppen“.

      Den Vergleich mit den anderen Kolonialmächten brauchen wir sicher nicht zu scheuen – aber das ist noch keine Rechtfertigung für eigenes Versagen. Man muss es einfach besser machen, perfekt machen – so daß beide Teile des „Handels“ den maximalen Vorteil haben.

      1. das mag sein, ich habe darüber noch nicht so viel erfahren – z.B. aber, werden von Trotha grausame Befehle angelastet oder entspr. Behandlung von Gefangenen. Vielleicht, man müßte aber nachlesen ob das in Wirklichkeit so war – jedenfalls haben die Hereros schlimm gewütet und viele Farmersfamilien umgebracht. Das ganze soll aber durch Hungersnot und Seuchen verursacht worden sein.. stand woanders. Die Engländer haben aber due Aufstände angefeuert und bewaffnet. Zuerst wollte der Kaiser (Wilhelm I ?) keine Kolonie, sie wurde von Kaufleuten gegründet in SWA.
        Aber ich denke, die Sprache war damals sehr drastisch und deutlich, in der die Berichte abefasst wurden, auch die Sprache der Schwarzen.
        Am Waterberg hat von Trotha von Vernichtung gesprochen, in Wirklichkeit sah es anders aus. Der Generalstab wollte eine quasi Niederlage vertuschen und redete von Erfolg.

        1. Folgende Tatsachen sind unbestreitbar (siehe Wikipedia):
          SWA wurde nicht von den Deutschen erobert sondern sie wanderten dort ein zusammen mit Holländern, Buren u. Engländern (Walfishbai)
          Das Land war kaum besiedelt, besteht aus Steppen und Wüsten nur im Norden (und Süden) ist ein richtiger Fluß, Windhuk liegt auf 1600 Metern Höhe. Anscheinend siedeln die Weißen meist in Steppenland.
          Die Herero sind selbst erst seit 2 oder 300 Jahren eingewandert.
          Die Farmer haben das Land gekauft, manchmal die schlechte Lage der Hereros ausgenutzt, die dort aber meist Viehnomaden waren.
          Die weißen Farmer haben Brunnen gebohrt und ein paar Staudämme errichtet und Steinhäuser und ein paar Städte gebaut und Eisenbahn und Straßen gebaut.
          1884 wurde SWA Schutzgebiet. Anfangs bestand die Schutztruppe aus 20 Mann. Herr Leutwein versuchte Konflikte durch Verhandlungen zu lösen. Der Aufstand der Herero war 1904 und er nahm grausame Formen an. Von Trotha bekämpfte die Aufständigen mit 15000 Mann. Er ging hart vor, (als Reaktion) in Worten um Erfolge zu melden und auch militärisch soweit das überhaupt möglich war in dem riesigen Land. Man kann die Berichte vom Waterberg nur bezweifeln, das konnte so nicht sein, wie als Völkermord beschrieben heute und in der DDR. Gefangenenlager waren vielleicht grausam habe aber keine Berichte. Die Briten haben Aufständische bewaffnet.
          Dann 1.Weltkrieg.

  12. Hier ein recht umfassender Artikel zu den Herero, zu den deutschen Kolonisten in Südwest und zum Hereroaufstand: http://de.metapedia.org/wiki/Herero

    Zu ehem. dt. Kolonien Namibia und zu den Südseeinseln sind auch die Bücher des inzwischen verstorbenen Reiseschriftstellers Hans Otto Meissner aufschlussreich (die Bücher heißen „Traumland Südwest“ und „Inseln der Südsee“). Er bereiste die ehemaligen deutschen Kolonien und berichtet sehr unterhaltsam und detailreich über damals und heute. Auch zum Hereroaufstand bringt er sehr viel recht neutral dargestelltes Hintergrundwissen und viele Einzelheiten. Die Bücher sind online antiquarisch sehr günstig erhältlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.