Enthüllungen über den Mord von Rafiq Hariri

Foto: voltairenet
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erschienen bei voltairenet

von Thierry Meyssan

Die öffentlichen Sitzungen des Sondertribunals für den Libanon (STL) haben am 16. Januar 2014 in Den Haag begonnen. Die Angeklagten sind Führer der Hisbollah, obwohl die russische Zeitschrift Odnako schon im November 2010 die gesamte, von den Vereinten Nationen durchgeführte Untersuchung in Frage gestellt hat. Der ehemalige deutsche Staatsanwalt und erste Leiter der UN-Untersuchung, Detlev Mehlis, hätte ein Indiz gefälscht, um die Verantwortung seines Landes auszublenden.

Das STL wird die Theorie von der Ermordung per Auto-Bombe weiterhin verfolgen, obwohl ihr Rekonstruktions-Versuch gescheitert ist und Thierry Meyssan die Anwendung einer deutschen Nano-Technologie-Waffe gezeigt hat, die die Hisbollah ja nicht besitzen konnte. Der folgende unveränderte Bericht wurde am 29. November 2010 von Odnako veröffentlicht.

Die vielen Konflikte im Nahen Osten kristallisieren jetzt um das Sondertribunal für den Libanon (STL). Krieg und Frieden hängt von ihm ab. Für die eine Seite sollte es erlauben, die Hisbollah auszuschalten, den Widerstand zu unterwerfen und die Pax Americana zu etablieren. Für die andere Seite verspottet es das Recht und die Wahrheit, um den Triumph einer neuen kolonialen Ordnung in der Region zu sichern.

Dieses Gericht wurde am 30. Mai 2007 durch die Sicherheitsrats-Resolution 1757 geschaffen, um die vermeintlichen Sponsoren des Mordes des ehemaligen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri zu verurteilen. Im Kontext dieser Zeit bedeutete dies einfach, die für die Neo-konservativen unausstehlichen syrischen und libanesischen aktiven Präsidenten Baschar Al-Assad und Emile Lahud zu verurteilen. Jedoch stellte sich heraus, dass diese Spur nicht auf konkrete Beweise beruhte und durch falsche Zeugenaussagen fabriziert wurde. Da aber das Tribunal niemanden mehr verurteilen konnte, hätte es in der Vorhölle der Bürokratie verschwinden können, als ein Knalleffekt es wieder in den Mittelpunkt der regionalen politischen Konflikte brachte. Am 23. Mai 2009 enthüllte der atlantische Journalist Erich Follath auf Spiegel Online, dass der Staatsanwalt sich anschickte, neue Verdächtige anzuklagen: militärische Hisbollah-Führer. Seit 18 Monaten beteuerte der Generalsekretär Hassan Nasrallah die Unschuld seiner Partei. Er sagte, es sei eigentlich nur ein Verfahren, um den Widerstand zu brechen, und die Region der israelischen Armee auszuliefern. Unterdessen gab sich die US-Regierung plötzlich als Verteidiger des Rechtes und versicherte, dass niemand der internationalen Justiz entkommen könnte.

Auf jeden Fall wird die bevorstehende Anklage von schiitischen Führern für den Mord an einem sunnitischen Führer die Fitna entzünden, d. h. den muslimischen Bürgerkrieg, der die Region in neue blutige Umwälzungen verwickeln kann.

Auf offiziellem Besuch in Moskau am 15. und 16 November [2010], hat Saad Hariri – der aktuelle Premierminister und Sohn des verstorbenen – wiederholt, dass die Politisierung des Tribunals sein Land wieder entflammen könnte. Präsident Medvedev antwortete ihm, dass Russland Gerechtigkeit wolle und missbilligte jede Anstrengung die Arbeit des Tribunals zu diskreditieren, zu untergraben oder zu verzögern. Diese Position beruht auf dem Vertrauen, das der Kreml a priori dem STL vorbehält. Jedoch wird dieses sicherlich durch die Enthüllungen von Odnako erschüttert werden.

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5 Gedanken zu „Enthüllungen über den Mord von Rafiq Hariri

  1. Was soll das bringen? Bis jetzt ist noch nie etwas erreicht worden.
    Wer bezahlt diesen Ausflug?
    Wenn etwas heraus kommt, dann die Teilehmer aus einen Bordell. Weil das auch das Ziel der Reise gewesen ist! Siehe Lustreisen der Autokonzerne und ihrer Manager!

  2. Es gibt dazu ein sehr gutes Buch von einem Deutschen der mehr oder minder beweist, dass das spezielle Gerät dass die die Wirkung des eingesetzten Störgerätes unterbindet, praktisch nur aus dem Besitz Israels kommen konnte.

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