eine wahre Geschichte?

fotolia_32693466_xsvon Hans Igel

Als ich kürzlich meinen Briefkasten öffnete, lag dort ein gelber Umschlag drin. Das lies nichts gutes ahnen. In dem Sichtfenster des Umschlages stand in fetten Buchstaben: Behörde für Toleranz und Menschenrechte.

Ich ging rasch in meine Wohnung und öffnete den Brief noch im Stehen und überflog den Inhalt. Mir wurde sofort schwindelig. Ich musste mich setzen. Und dann noch einmal in Ruhe.

Ich las:

„Sehr geehrter Herr von Igel!

Sie werden bezichtigt am [Datum] sich in der Herrentoilette der Bäckerei Schimmelbrot [Adresse und Uhrzeit] nach dem Stuhlgang das Hinterteil mit der rechten Hand gesäubert zu haben.

Dieser Tathergang ist ein Verstoß gegen den Toleranzparagrafen 130/131 TPStgB. Beweis: Videoaufzeichnung.

Zusätzlich haben Sie nach dem Stuhlgang in provokanter Weise das blanke Hinterteil in die Luft und zur Videokamera gestreckt -und gedonnert. Beweis: Videoaufzeichnung, Tonaufzeichnung.

Dieser Tathergang ist eine Verächtlichmachung des Staatsorganes zur Wahrung der Toleranz und der Menschenrechte.

Bitte kommen Sie zur Anhörung/Stellungnahme am [Datum] in die Behörde für Toleranz und Menschenrechte, Orwellstraße 84, Abteilung 48, Sanktionsstelle 66, Zimmer 132.

Sollten Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, wird ihr Bild nebst ihrem Vergehen im Regionalteil der Tageszeitung: DER MENSCHENFREUND, umgehend als Fahndungsaufruf für Jedermann veröffentlicht.

Durch Zahlung von € 5.000.- innerhalb von vierzehn Tagen auf das Konto: [Bankverbindung] kann die weitere Verfolgung ihrer Straftat eingestellt werden. Verbindlich für diese Einstellung ist das Datum des Zahlungseinganges.

Ratenzahlung ist möglich. Wir buchen dann durch selbst gestellte Einzugsermächtigung € 250.- zu Monatsbeginn gemäß ihrer Einkommensklasse automatisch ab. Sollte dieses Abbuchungsverfahren eine einzige Verzögerung erfahren, treten automatisch obige Sanktionsverfahren in Kraft.

Der Zinssatz für die angebotene Ratenzahlung beträgt 25,314 Prozent per anno und wird automatisch von ihrem erworbenen Rentenanteil bei der Rentenkasse in zwei Raten zu Jahresultimo abgebucht.

Mit freundlichen Grüßen, Ihre Behörde für Toleranz- und Menschenrechte.“

Der geneigte Leser obiger Zeilen kann sich vorstellen, dass mir nach dem Lesen dieses Briefes die Knie weich wurden und der Kopf schwirrte.

Woher sollte ich armes Schwein, das als Nachtwächter sein Leben fristete, € 5.000.- nehmen? Selbst die € 250.- im Monat weniger täten mich noch mehr ruinieren.

Ich konnte mir mit meinem Gehalt doch kaum noch das dreilagige Klopapier leisten. Also ging ich hin und wieder in die Bäckerei Schimmelbrot, um dort kostenlos… Beim Hochziehen der Hose dann fiel mir etwas aus der Tasche, und ich bückte mich sogleich, es aufzuheben und das versehentlich mit der halbhochgezogenen Hose in die falsche Richtung. Und in dieser etwas angespannten Haltung hat es dann gedonnert. So ein Mist auch.

Hoffentlich kommt jetzt nicht noch raus, dass die nette Bäckereiverkäuferin mich hin und wieder kostenlos auf den Topf gehen lies. Dann nämlich kriegt das arme Ding auch noch eines rein wegen Beihilfe zum Verstoß gegen Toleranz- und Menschenrechtshilfe. Und es beruhigte mich nicht im mindesten, dass die Frauen bei der Behörde für Toleranz und Menschenrechte in der Regel nicht mit Geld bezahlen mussten.

Und bei diesem Gedanken kam mir der Schweiß auf Brust und Stirn und endlich wachte ich auf aus diesem Alptraum; der morgen vielleicht schon Realität sein könnte?

4 Gedanken zu „eine wahre Geschichte?

  1. Wer mit der rechten Hand etwas macht muß mit gelben Briefen rechnen.
    Es soll Anträge für eine Zeit von vier Wochen, natürlich gegen Gebühr geben, daß man die rechte Hand benutzen darf.
    Schulungen für die Linke werden angeboten. Wer mehrmals an einer Kreuzung rechts vor links einen fahren lässt, bekommt seine Wählerkarte eingezogen.

  2. Auch bei der Bunzel-Wehr ist jetzt: „RRRäääCHTS um!“ VERBOTEN…das heißt jetzt politisch korrekt, gemäß dem oben beschriebenen Amt: „NICHT liiinks um!“
    Von der Layern kann von ihrem alten Laster nicht ablassen und möchte doch jetzt Kindertagesstätten in Kasernen errichten (wenn’s außerhalb schon nicht klappt). Damit die lieben Kleinen beim Schulgartenunterricht gleich das Bewachen von Opiumfeldern lernen können…
    Außerdem kann man dann noch besser den besonders verdienten OBRIGKEITSHÖRIGEN Vasall „Hausmeister Krause “ (nach)züchten…
    Vokabeln zum Üben: HINDU-Kusch (wir kommen) oder PO-FALLA (jetzt mit Krücken)

    TOLERANZ für ALLEEEE!!!……

  3. Vorsitzender dieser Behörde wird natürlich ein abgehalfterter Sozi, und das mit dreifachen Bezügen und fünf Sekretärinnen; wo von eine nur da ist, um auf den Knien täglich die Zehennägel des roten Schweinehundes zu lackieren.

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