„Hör auf zu lügen“: Uruguay´s Präsident tadelt UN-Beamten über Marihuana-Gesetz

José Alberto "Pepe" Mujica Cordano - der 40ste Präsident von Uruguay - Bild: Wikipedia * Mujica lebt immer noch auf seiner kleinen Estancia in der Nähe von Montevideo und fährt seinen alten VW-Käfer. Für offizielle Fahrten nutzt er einen Opel Corsa. Von den 12.500 US-$ Präsidentengehalt behält er lediglich 10 %, den Rest spendet er an kleine Unternehmen und NGOs. Das sei genug Gehalt, so sagt er, schließlich lebten viele Bürger mit noch weniger. Auch seine Frau spendet einen großen Teil ihrer Einkünfte
José Alberto „Pepe“ Mujica Cordano – der 40ste Präsident von Uruguay – Bild: Wikipedia
*
Mujica lebt immer noch auf seiner kleinen Estancia in der Nähe von Montevideo und fährt seinen alten VW-Käfer. Für offizielle Fahrten nutzt er einen Opel Corsa. Von den 12.500 US-$ Präsidentengehalt behält er lediglich 10 %, den Rest spendet er an kleine Unternehmen und NGOs. Das sei genug Gehalt, so sagt er, schließlich lebten viele Bürger mit noch weniger. Auch seine Frau spendet einen großen Teil ihrer Einkünfte

erschienen bei RT

Übersetzung John Schacher

Uruguays Präsident hat dem Leiter des UNO-Suchtstoffkontrollrats (INCB) Lüge und Doppelmoral vorgeworfen, nachdem der Beamte sich beschwert hatte, daß das Land vor der Legalisierung von Marihuana nicht die Anti-Drogen-Instanz konsultiert habe.

Anfang dieser Woche wurde Uruguay das erste Land der Welt, das sowohl den Verkauf als auch die Produktion von Marihuana legalisiert hat.

INCB-Chef Raymond Yans hat den „überraschenden Zug“ verurteilt und beschuldigte den südamerikanischen Staat der Legalisierung der Droge ohne vorherige Rücksprache mit der UN-Organisation.

Uruguays Präsident José Mujica wies die Kritik am Freitag zurück und sagte, dass er das Gesetz mit niemandem diskutieren werde.

„Sagt dem alten Mann, dass er aufhören soll zu lügen“, sagte Mujica in einem Interview mit Uruguays Canal 4.

„Lassen Sie ihn nach Uruguay kommen und mich treffen, wann immer er möchte … jeder kann mich treffen und mit mir reden, und wer sagt, er könne sich nicht mit mir treffen lügt, erzählt blanke Lügen.“

„Weil er in einer komfortablen internationalen Plattform sitzt, glaubt er, er kann jeden Unsinn erzählen“, fügte er hinzu.

Yans hatte Uruguay „Piraten-Attitüden“ bezichtigt, wissentlich die Single Convention von 1961 über Suchtstoffe verletzt zu haben, welcher das südamerikanische Land beigetreten war.

Aber Mujica erinnerte daran, dass Yans nicht ein Wort über die US-Bundesstaaten Colorado und Washington gesagt hatte, welche Marihuana auch legalisiert haben.

„Hat er verschiedene Regeln: eine für Uruguay und andere für das weltweit stärkste Land?“, fragte er.

First Lady Lucia Topolansky, selbst Mitglied im uruguayischen Senat, hat ihren Mann in der Frage voll unterstützt.

„Wer ist dieser Kerl, dem es gefällt Ländern Schimpfnamen zu geben?“, sagte sie über Yans. „Ich denke, dass er die Grenze überschritten hat, aber irgendwie glaube ich, dass er Probleme mit anderen Ländern wie Schweden, Dänemark und Holland gehabt hat. Diese werden ihn irgendwann im März treffen.“

„Aber um ehrlich zu sein, Marihuana ist nicht der Kern des Lebens oder aller irdischen Fragen“, fügte Topolansky hinzu.

Das Gesetz, das einen von der Regierung kontrollierten Marihuana-Markt ermöglicht, wurde vom uruguayischen Senat am vergangenen Montag verabschiedet.

Das Gesetz sieht vor daß diejenigen, die Cannabis rauchen möchten, sich bei den Behörden registrieren und ihren Verbrauch auf 40 Gramm pro Monat begrenzen.

Präsident Mujica und seine Anhänger argumentieren, dass die Regulierung zu Konsum und Produktion von Marihuana den Kriminellen ihre Profite nehmen wird und damit weniger Geld für Soldaten und Polizisten ausgegeben werden muss, welche letztlich nicht in der Lage gewesen sind, die uruguayischen Staatsbürger an der Anwendung des Arzneimittels zu hindern.

Quelle: RT

14 Gedanken zu „„Hör auf zu lügen“: Uruguay´s Präsident tadelt UN-Beamten über Marihuana-Gesetz

  1. Habe schon im N-TV davon gesehen. Hinzuzufügen wäre noch das im TV ausdrücklich gesagt wurde; daß das Kiffen NUR für uruguayische Staatsbürger gilt. Für Ausländer ist es weiterhin strafbar.
    Das ist ungerecht und gegen alle Menschenrechte. Lt. Menschenrechte sind alle Menschen gleich, oder sind die Staatsbürger in Uruguay etwas besseres? Das ist rassistisch und gehört vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag. Die Pädogrünen sollten sich sofort mit dem Fall beschäftigen.

  2. @diba: du kannst Cordano ja schreiben und ihm aufzeigen, wie sehr es den Tourismus ankurbeln würde, wenn 12 Mill. deutsche Kiffer ihren Urlaub künftig in Uruguay verbringen;-)

  3. „NUR für uruguayische Staatsbürger“
    DiBa, gilt das für Colorado und Washington entsprechend?
    Egal. Hut ab vor solch einem Mann. Chapeau.
    Erinnert ein bisschen an Ahmadinedjad, immer ohne Krawatte, wie er mit seiner 40 Jahre alten Peugot-Rostlaube ins Büro fuhr, mit nem Frühstückspaket von seiner Frau.
    Ohnehin in Südamerika eine hübsche Emanzipation festzustellen. Hinterhof, Big Stick – ganz so einfach geht´s längst nicht mehr. Respekt!

  4. Die Frage ist die Antwort, Wetekamp. 🙂
    Ob Co. + Wa. jeden kiffen lässt oder nur Einheimische, meinte ich. Mit Blick auf die (ohnehin schizophrene) Wertung des UN-Drogenbarons.

  5. „Kiffer“ … „kiffen“ … und sonst NICHTS? NULL KOMMA NICHTS? Geht es noch?

    Hanf dürfte allein über 80% aller Hautkrankheiten erledigen … und das darf „am Markt“ oder sagt man „im Markt“ nicht sein

  6. Zu der Nordlicht Doku:

    54 Minute:

    „Nein Krawatten habe ich nicht. […] Am Tag der kulturellen Unabhängigkeit verbrennen wir die Krawatte. In unseren Breiten wirkt dieses Ding lächerlich. Uruguays Präsident

  7. Das Hanfverbot ist ohnehin eine Manipulation mit ganz vielfältig katastrophalen Auswirkungen. Und ein Schandfleck auf der Menschheit. Und auch eine Verleugnung der Schöpfung.
    Öl, Plastik, Sondermüll statt Kompost, Wälder, Papier, Baumwolle, Werk- und Dämmstoffe, du meine Güte… Klar, und: Gift und Gesundheit, in Mensch und Welt. Zumindest indirekt, in den Folgen schwer kriminell, nebenbei.

  8. Der wichtigste Ölwechsel ihres Lebens

    3.3 DER HANF – mehr als eine Droge
    Die Hanfsamen sowie das kaltgepresste Hanföl gelten wegen ihres hohen und ausgewogenen Gehalts an essentiellen Fettsäuren als eines der wertvollsten Lebensmittel überhaupt, vor allem wegen ihres Gehalts von 2 – 4 % Gamma-Linolen-Säure. Die dreifach ungesättigte Fettsäure ist ein unverzichtbarer Baustein für die Hormonproduktion im menschlichen Körper und kommt außer in Hanfsamen und Hanföl nur noch in einem anderen Lebensmittel vor: der Muttermilch. Die bei hormonellen Problemen (Menstruationsbeschwerden,Hautkrankheiten) ärztlich verschriebenen Gamma-Linolen-Säurekapseln können auch durch Hanföl auf dem Speiseplan sehr viel natürlicher und preiswerter zugeführt werden. Bei Kindern mit Neurodermitis und anderen Hautproblemen wurden durch die innere und äußere Anwendung von Hanföl erstaunliche Heilerfolge erzielt. Sie bestätigen, damit letztendlich nur die uralten Verwendungen bei zahlreichen Völkern der Welt – schon die Römer wussten um die antibakterielle Wirkung, wenn man zusätzlich zum Hanföl auch Hanfblüten verwenden würde. Hanf stärkt das Immunsystem, reinigt die Arterien, erhöht die Hirnfunktion und baut die Muskulatur auf. Rauschzustände sind durch den Genuss von Hanfprodukten nicht zu erwarten. Das rauschauslösende Tetrahydrocannabinol(THC) ist aus den in Österreich angebauten Hanfsorten weitgehend herausgezüchtet worden. Hanf kann als Hanföl in der kalten Küche, als Knabberhanf, Hanfmüsli oder Hanfmehl verwendet werden.

    http://www.lamedica.at/information/darm/ernaehrung_vitalstoffe.pdf

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    Ilse Rathke-Valencak
    La Medica

    Die verborgene Seite des Ganzen

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    La Medica – Seite 108 – Google Books-Ergebnisseite

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