drittes Erfolgsprinzip: das Optimum

PICT1899 changed to green more blueerschienen bei „Gemeinsam erfolgreich

Danke an Waffenstudent

von Jochen Ulbing

 

warum zuviel des Guten schadet

 

vermeide Übertreibungen von Stärken!

„Tugenden schlagen bei Übertreibung ins Gegenteil um“, weiß der deutsche Chemiker und Forscher Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger.

Für dich bedeutet das, dass es darum geht, deine Ressourcen zu optimieren und nicht zu maximieren. Einfach könnte man auch sagen: 80 Prozent sind genug!

Alle Menschen neigen dazu, Dinge, die sie gut können, immer weiter zu verbessern, auch Unternehmer. Wer gut im Verwalten ist, verbringt viel Zeit mit Verwaltungsarbeit. Wer ein guter Stratege ist, beschäftigt sich häufig mit seiner Strategie. Wer gut im Verkauf ist, wirft seine ganze Energie in den Verkauf. Kurz, jeder beschäftigt sich gerne mit seinen Stärken, und das ist auch in Ordnung so. Gefährlich wird es erst, wenn die jeweils starke Seite übertrieben wird – dann kann sich der positive Effekt ins Gegenteil verkehren.

Das Gesetz des Optimums oder des abnehmenden Ertragszuwachses besagt, dass ein Mehreinsatz ab einer bestimmten Einsatzmenge abnehmende und schließlich sogar negative Ertragszuwächse bringt. Es wurde von Eilhard Alfred Mitscherlich um 1909 erforscht und gilt auf dem Gemüsebeet genauso wie beim überproportionalen Benzinverbrauch beim Gasgeben bis zur Höchstgeschwindigkeit des Autos. Es wirkt auch bei einer zu hohen Dosierung des Waschmittels beim Wäschewaschen. Zuviel Dünger schadet dem Gemüse, zuviel Gasgeben schadet der Brieftasche und dem Auto, zuviel Waschmittel schadet der Wäsche und so fort.

Der Ertrag steigt mit der Zunahme des Einsatzes bis zu einem Höchstwert (= Optimum) an. Solange das Optimum nicht erreicht ist, gilt „Grünes Licht“ für den Einsatz des jeweiligen Faktors. Ist jedoch das Optimum überschritten, fällt die Kurve steil ab und führt zu Ertragsabnahme. Das heißt in der Praxis: trotz erhöhtem Sach-, Arbeits-, Personal- und Kosteneinsatz sinken nicht nur die Erträge pro Kunde, sondern du kannst sogar Kunden verlieren.

Das dritte Prinzip zum Erfolg lautet daher: Stopp, 80 % sind genug! Das gilt besonders im Bereich der Aktivitäten. Wir alle neigen dazu, den Arbeitseinsatz zu steigern, wenn es um das Erreichen von Zielen geht. Natürlich dürfen wir als Unternehmer nicht faul sein; blinder Aktionismus ist aber genauso kontraproduktiv. Perfektionismus führt zu erhöhtem Arbeitseinsatz, übersteigertes Qualitätsstreben erhöht die Kosten statt den Ertrag. Die Folgen davon kennst du als Unternehmer vielleicht:

  • Überlastung
  • Stress
  • Unzufriedenheit
  • Kostenexplosion
  • verpasste Termine
  • kein zielgerichtetes Handeln

Alles Gründe, lieber einen Gang zurückzuschalten, um deinen Motor und den Motor deines Unternehmens zu schonen.


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