verheimlicht Assad Chemiewaffen-Arsenale?

USA prouderschienen bei Ria Novosti

Washington wirft dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor, einen Teil seiner Chemiewaffen behalten zu wollen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag

Der Plan, den die Regierung in Damaskus der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vorgelegt hat, sieht vor, dass die Giftstoffe in die Hafenstadt Latakia transportiert werden. Von dort aus sollen sie per Schiff außer Landes gebracht werden. Unklar ist allerdings immer noch, wo sie entsorgt werden könnten. Länder wie die Türkei, Jordanien und Norwegen hatten sich geweigert, Syriens Chemiewaffen aufzunehmen. Die USA verhandeln derzeit mit Albanien über die Entsorgung des syrischen Giftgases.

Die Behörden in Damaskus bestehen darauf, dass nur die Regierungstruppen den Chemiewaffen-Transport sichern können. Den Transport von Damaskus nach Latakia sollen mindestens acht Abteilungen von je 35 Soldaten schützen. Außerdem hat Damaskus 40 gepanzerte Lastwagen sowie Computer, mobile Radarstationen und Videoüberwachungssysteme beantragt. Zudem sollen 13 Generatoren, fünf Baukräne, Lademaschinen, Verpackungsmaterial und 20 Metallbehälter für die Giftstoffe zum Einsatz kommen.

Ende Oktober hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in seinem Bericht vor dem Weltsicherheitsrat den syrischen Behörden „jegliche mögliche Hilfe“ bei der Entsorgung der Chemiewaffen zugesichert. Allerdings betonte er, dass Damaskus nicht damit rechnen könne, die Dual-Use-Substanzen behalten zu dürfen. Deswegen rief der Plan der Assad-Regierung Fragen bei der UNO hervor. „Wir werden das Dokument natürlich ausführlich analysieren, aber ich glaube nicht, dass es angenommen wird“, sagte eine Quelle im UN-Sicherheitsrat. „Einige der beantragten Dinge könnten zu militärischen Zwecken verwendet werden.“

Auch ein anderer Antrag der syrischen Behörden ruft Zweifel hervor. OPCW-Chef Ahmet Üzümcü wurde aufgefordert, den bisherigen Plan zur Zerstörung der Chemiewaffenwerke zu korrigieren. Damaskus wollte mindestens zwölf von insgesamt 41 Anlagen erhalten, um sie in der Pharma-Industrie einzusetzen.

In Washington wurde diese Bitte als Versuch gedeutet, die Verhandlungen zu verzögern und Informationen über die Giftgaslager zu verheimlichen. „Die UNO und die OPCW haben häufig betont, dass Syriens Chemiewaffenprogramm vollständig vernichtet werden muss“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, dazu.

Diese Vermutungen bestätigten auch die US-Geheimdienste. „Wir verfügen über Informationen, die uns daran zweifeln lassen, dass die syrischen Behörden ausführliche Informationen über ihre Chemiewaffenarsenale bereitgestellt haben“, sagte eine hochrangige Quelle in der US-Administration dem Nachrichtensender CNN. In Washington vermutet man, dass Assad einen Teil seiner Giftstoffe samt Trägermitteln in geheime Lager transportieren ließ. Damaskus sieht diese Waffen als Abschreckungsmittel gegen mögliche Angriffes seitens Israels.

Quelle: Ria Novosti

Anmerkung: quod erat expectandum… die chemische Entwaffnung wird Syrien rein gar nichts bringen. Wer mit den USA Verträge macht, sollte einfach nur an die Indianer denken: seit damals hat nichts geändert.

5 Gedanken zu „verheimlicht Assad Chemiewaffen-Arsenale?

  1. Die US-Geheimdienste bestätigen also die Vermutung, dass… Na, dann muss es wahr sein, ganz klar.

    Selbst wenn Syrien Chemiewaffen zurückhalten täte, nützt dass USrael rein gar nichts mehr, außer dass man mit dem fauligen Zeigefinger ein bisschen von den eigenen Verbrechen ablenken kann.

    Allerdings wäre Syrien sicherlich nicht so dumm, seinem Verbündeten Russland vor den Kopf zu stoßen.

  2. Die kriegsgeilen Säcke haben einen riesigen Knall – nichts als morden und zerstören haben sie im Kopf.

    Erinnern wir uns – die Opposition, die Guten, fressen Menschenherzen…

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