seit 2008 liefen sieben Medien-Kampagnen gegen den Limburger Bischof

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst 2012 - Foto: Wikipedia
Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst 2012 – Foto: Wikipedia

erschienen bei kath.net – Danke an Gerald

Die Presse arbeitete von Bischof Tebartz-van Elsts erstem Amtsjahr an mit Verzerrungen und Verdrehungen, Halbwahrheiten und Lügen. Ein Gastkommentar über die mediale Skandalisierungsspirale von Werner Rothenberger

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Limburg (kath.net) Als Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Foto) am 20. Januar 2008 im Limburger Dom feierlich eingeführt wurde, war er zunächst allseits willkommen – aber nur unter der Erwartung und Bedingung, dass er den liberalen Kurs seines Vorgängers Franz Kamphaus fortführen würde.

die erste Medien-Attacke nach sechs Monaten Amtszeit

1. Gut ein halbes Jahr später hatte sich schon eine Fundamentalopposition gegen den neuen Bischof formiert. Die Limburger Regionalzeitung ‚Nassauische Neue Presse’ publizierte am 6. 9. 2008 unter der Schlagzeile „Der Statthalter Roms“ eine ganzseitige Fundamentalkritik am Oberhirten: Der neue Bischof sei ein Höriger der „Zentrale im Vatikan“. „Kamphaus war Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst ist ein Beamter Roms“ – so übernahm die Zeitung die Kampfparole eines ungenannten Klerikers. Diese Gegensatzformel verschärften die Medien in den nächsten Jahren noch weiter: Altbischof Kamphaus wurde zu einer charismatischen Lichtgestalt verklärt, während man am neuen Bischof nur einen bürokratischen Erfüllungsgehilfen von Papst Benedikt sehen wollte. Oder wie es Daniel Deckers (FAZ) noch kürzlich formulierte: Der Limburger Oberhirte als „reaktionäre Kreatur“ würde sich an ‚Rom-Unterwürfigkeit von niemanden übertreffen lassen’.

In Wirklichkeit hatte Bischof Tebartz-van Elst kurz vor der Zeitungspublikation völlig souverän eine wichtige Personalentscheidung getroffen: Er enthob den Dekan von Wetzlar wegen einer unerlaubten Segnung eines Homosexuellen-Paares seines Amtes. Als Begründung führte der Bischof die biblisch-theologische Lehre der Kirche an, wonach es „keinerlei Fundament dafür gibt, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn.“ Damit hatte der Bischof allen Plänen zur Aufweichung und Ausweitung der Ehe auf Homo-Partnerschaften eine Absage erteilt. Zugleich betonte der Limburger Oberhirte die Bedeutung von Treue und Unauflöslichkeit bei der sakramentalen Ehe. In der Deutschen Bischofskonferenz wurde Tebartz-van Elst daher zum Leiter der Kommission für Ehe und Familie ernannt.

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Anmerkung: die Homos also… und je näher an Frankfurt, desto mächtiger die Lobby…

10 Gedanken zu „seit 2008 liefen sieben Medien-Kampagnen gegen den Limburger Bischof

  1. DIE WAHREN GRÜNDE:

    Daß Limburg von den auserwählten Jungs sturmreif geschossen werden muß liegt nicht nur an seinem Bischof Tebartz-van Elst, sondern an drei beispielhaften Orten in der Periphärie des Limburger Domes, nämlich Hadamar, Scheuern und Dernbach.

    Hadamar: Der Roman „Wenn nur der Sperber nicht kommt“, den Mathi in den Jahren 1949 bis 1951 verfasste, thematisiert die Ermordung und Verfolgung der Hadamarer Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Autorin verarbeitet in ihrem Werk sowohl fiktive als auch reale Ereignisse aus der Geschichte ihr persönlich bekannter Hadamarer Familien und schafft so eine literarisch wie heimatkundlich bedeutende Mischung aus Vergangenheitsaufarbeitung, Entwicklungs- und historischem Roman. Unter anderem gibt der Text Einblicke in die alltägliche jüdische Lebenskultur auf dem Lande. Der einfühlsam geschriebene Text liefert plastische Charakterstudien, beleuchtet die zwischenmenschlichen Beziehungen der Figuren und die seit Generationen angelegte Zuspitzung von persönlichen Konflikten, welche durch die gesellschaftliche und politische Entwicklung noch beschleunigt wird. In der Hauptsache aber leistet der Roman einen frühen literarischen Beitrag zur Thematisierung der nationalsozialistischen Gräueltaten, zumal die systematischen Morde in der Hadamarer NS-Tötungsanstalt in die Handlung mit einbezogen werden. Die Autorin hatte zunächst Mühe, einen Verleger für den Roman zu finden. Nach der Publikation aber gab es zahlreiche Neuauflagen und Übersetzungen in verschiedenen Sprachen. Der Roman wurde in nahezu allen deutschen Tageszeitungen besprochen und fand gerade im europäischen Ausland eine sehr positive Resonanz. Anfänglich befürchtete Maria Mathi, die nach der Veröffentlichung des „Sperber“ nicht mehr in ihre alte Heimat zurückkehrte, das Aufgreifen dieses Romanstoffes habe ihr in Hadamar Feinde eingebracht. NACHTRAG: (Meine Hadamarer Verwandten haben die im Roman beschriebenen Tötungsanlagen nie gesehen und halten die Autorin für geisteskrank.)

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Mathi

    Scheuern: An der Mär von der Euthanisierung sogenannten unwerten Lebens arbeitete die Behindertenanstalt Scheuern überhaupt nicht mit. Ganz im Gegenteil, die Leitung präsentierte bis Anfang der Siebziger jedem Besucher die über siebzigjährigen Schwerstbehinderten, um die man sich seit ihrer frühesten Kindheit im Namen Jesu Christi fürsorglich kümmerte. (Scheuern ist eine evangelische Einrichtung)

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Scheuern

    Dernbach: Polnische Fremdarbeiter waren bei der Umschreibung ihres Kriegsschicksal derart störrisch, daß man ihre persönlichen Aussagen und ausführlichen Darstellungen hinsichtlich ihres Lebens unterm Hakenkreuz bei den Nonnen nun mal gar nicht gebrauchen konnte, um damit die Geschichte vom entrechteten armen slawischen verschleppten Sklavenarbeiter zu dokumentieren.

    Quelle: http://www.dernbacher.de/unsere-geschichte.html

    Hätte der gute Tebartz-van Elst in Hadamar politisch korrekt eine Holokaustgedenkstätte, in Scheuern ein Euthanasiemuseum und in Dernbach ein Sklavenarbeiterdenkmal in den Mittelpunkt seines Schaffens gestellt, dann wäre er als braver Kirchenmann auch in die Synagoge eingeladen worden. Gut, bezüglich der Sache mit der Beschneidung und den Homos, da hätten unsere politisch Korrekten natürlich erwartet, daß der Bischof sich auserwählt liberal zeigt.

  2. @ Martin

    Die Katholische Truppe verbaute 30 Millionen ihre eigenen Geldes! Wo ist das Problem? In Hamburg, Berlin, Frankfurt und Stuttgart wäre man überglücklich, wenn der Staat derart sorgsam mit seinen Steuergeldern verfahren würde. Hätte der gute Tebartz-van Elst in Hadamar politisch korrekt eine Holokaustgedenkstätte, in Scheuern ein Euthanasiemuseum und in Dernbach ein Sklavenarbeiterdenkmal in den Mittelpunkt seines Schaffens gestellt, dann hätte man ihn als braven Kirchenmann auch in die Synagoge eingeladen, und alle wären überglücklich bis ans Ende ihres Lebens!

  3. @Waffenstudent: Ich hab natürlich kein Problem mit den 30 Millionen, mit deren Hilfe immerhin 11 (glaub ich) Diözesangebäude saniert oder neu errichtet wurden. Aber die Medien erwecken den Eindruck, als wäre nur die Bischofswohnung saniert worden; und so finden sich schnell Schafe, die mit den Medien mitheulen, weil sie denken, wie hart sie sich ihr Häusle mit nicht einmal einem Prozent dieser Kosten haben erarbeiten müssen.

    Ein km Autobahn kostet 40 Mio, ein Monat Flughafen BER hat wegen der Verzögerung der Fertigstellung monatliche Zusatzkosten von 35 Mio (jeden Monat eine Limburger Diözesananlage).

    Dann noch zum Luxus-Problem: Bischof Algermissen sagte, es sei auch nicht so einfach, wenn man vom Wohnzimmer zum Schlafzimmer 50 Meter zu laufen habe. Hier geht es nicht um Luxus, sondern um die Aufrechterhaltung der Würde des Bischofsamtes, für die es eben Opfer zu bringen gilt. Die Schränke dürften in einer Bischofswohnung größer sein; Sonderanfertigungen, die Geld kosten, und es wäre einfach stillos, wenn das Bad dann allzu klein wäre. Wenn man einen Bischof besucht, will man auch das Gefühl mit nach Hause, nehmen, nicht bei irgendjemandem, sondern bei einem Bischof gewesen zu sein.

    Denken wir an unseren Bayern-König Ludwig II. Der hat sich auch so ein paar Privatwohnungen gebaut, Neuschwanstein, Herrenchiemsee etc., woran man Anstoß nahm, um ihn für verrückt zu erklären. Ich glaube trotzdem nicht, dass die Japaner heute Bayern besuchen würden, hätte sich Ludwig Wohnungen aus Dreck und Letten erbaut. Es ging hier ebeb auch um die Würde des Königtums und somit um die Würde ganz Bayerns, und diese Schlösser geben uns heute noch ein erhebendes Gefühl und machen uns stolz.

    @garlic: Ja, so ist es.

    Nebenbei zum Vorwurf der eidesstattlichen Erklärung. Auf Wiki las ich, dass der Bischof von der Kirche Business Class bezahlt bekam, sich aber, um ausgeschlafen in Indien anzukommen, das Ticket mittels privat gesammelter Bonus-Meilen zu First Class hat upgraden lassen. Und so antwortete er den Medien ganz korrekt; er sei gemäß den Konditionen der Bischofskonferenz geflogen. Diese Konditionen beinhalten Business Class. Wenn er privat was drauf zahlt, hat das die Medien nicht zu interessieren. Trotzdem hat er es nicht ganz korrekt rüber gebracht, als er sagte, Business Class geflogen zu sein, meinend, den Bischofskonferenz-Konditionen entsprochen zu haben. Bei dieser vielen Belästigung (ich nenne es Folter) durch die Medien wird er halt nicht mehr genau gewusst haben, was er im Ärger so alles gesagt hat, und so kam es halt zu dieser eidesstattlichen Erklärung, weil ihm die Luxus-Anschuldigungen auf den Wecker gegangen sind. So seh ich es zumindest. Er hat sich da sicher verheddert, aber kaum bewusste Falschaussagen unter Folter sollte man einem nachsehen.

  4. „…In Rom hockt der Papst auf seidenem Thron,
    Es hocken bei uns seine Pfaffen.
    Was hat einer deutschen Mutter Sohn
    Mit Papst und mit Pfaffen zu schaffen?

    Die Aller floß über von Sachsenblut,
    Die Stedinger wurden erschlagen.
    Als Ablass wurde das Bauernblut
    In jüdisches Welschland getragen…

    Wir brauchen zum Himmel die Mittler nicht,
    Uns leuchten ja Sonne und Sterne.
    Und Hakenkreuz und Sonnenrad
    sind Mittler in jegliche Ferne. “

    (unbekannt)

  5. Das Gedicht über den römischen Papst und seine unnützen Pfaffen ist ein Ausschnitt aus dem Heidenlied von Lothar Stengel von Rutkowski.
    http://de.metapedia.org/wiki/Heidenlied
    Über die darin erwähnten Stedinger hatte ich vor einiger Zeit ein Buch auf dem Flohmarkt erstanden. Bei ihnen handelte es sich um einen Bauernstamm in Norddeutschland, gegen den im Zuge der Zwangs-Christianisierung im 13. Jahrhundert ein regelrechter Kreuzzug des Bremer Bischofs unternommen wurde, welcher mit der Ausrottung der Stedinger endete.

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