wie uns die eigenen Daten verdächtig machen

compact aug13erschienen bei wiwo.de – Danke an Gerald

 

Internet, Smartphone, Kreditkarten: Wir produzieren Massen von Daten. Nun beginnen Algorithmen daraus abzuleiten, was wir künftig tun werden. Werden Menschen bald für Dinge bestraft, die sie noch nicht getan haben?

 

Was die Macht von Big-Data-Analysen für Privatpersonen bedeuten könnte, beschreiben der Wissenschaftler Viktor Mayer-Schönberger und der Datenjournalist Kenneth Cukier in ihrem neuen Buch. Sie stellen die beängstigende Frage: Werden Menschen bald für Dinge bestraft, die sie noch nicht getan haben? Ein Auszug aus ihrem Werk „Big Data – Revolution, die unser Leben verändern wird“:

Nahezu 40 Jahre lang, bis zum Mauerfall im November 1989, spionierte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR Millionen Menschen aus. Die Stasi mit ihren etwa 100.000 hauptamtlichen Mitarbeitern beschattete und verfolgte die Bürger im Auto und zu Fuß, öffnete Briefe, kontrollierte Bankkonten, verwanzte Wohnungen und hörte Telefongespräche ab. Die so gewonnenen Aufzeichnungen – mindestens 39 Millionen Karteikarten und 100 Regalkilometer Akten – zeichneten detailliert jeden Aspekt des Privatlebens der Betroffenen auf. Die DDR war einer der perfektesten Überwachungsstaaten aller Zeiten.

Gut 20 Jahre nach dem Ende der DDR werden über jeden von uns mehr Daten gesammelt und gespeichert als je zuvor. Wir stehen unter ständiger Beobachtung, wann immer wir mit Kreditkarte zahlen, per Mobiltelefon kommunizieren oder uns ausweisen. Britische Medien verbreiteten 2007 nicht ohne Ironie die Tatsache, dass es im Umkreis von 200 Metern um die ehemalige Londoner Wohnung George Orwells, des Autors von „1984“, mehr als 30 Überwachungskameras gab.

Die Geheimdienste mit drei Buchstaben sind längst nicht mehr die Einzigen, die uns ausspionieren. Amazon überwacht unsere Produktvorlieben und Google unser Surfverhalten, und Twitter weiß, was uns gerade bewegt. Facebook scheint all diese Informationen ebenfalls zu sammeln und dazu noch unsere sozialen Beziehungen. Mobilfunkanbieter wissen nicht nur, mit wem wir sprechen, sondern auch, wer sich in unserer Nähe befindet.

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5 Gedanken zu „wie uns die eigenen Daten verdächtig machen

  1. Leider nichts zu machen, aber wenn ihr das alles nicht wollt, dann kein Telefon, Handy wegwerfen, Internet nicht benützen, ohne Kreditkarte und nur Bar bezahlen. Geld unter der Matratze verstecken oder nicht, dann lässt euch ausspionieren. Ich gehe lieber auf die Alp, in die Berge, nichts mehr vom Internet wissen, kein Telefon mehr. Nur noch Briefe schreiben mit der Schreibmaschine, oder immer wieder Menschen treffen. Das ist das Schönste oder ich bin nur noch mit dem Handy, PC, Kreditkarte verheiratet, weil wir nur noch mit all dem beschäftigt sind. Man sieht es überall, im Zug, auf der Strasse, in der Natur, auf dem Schiff, alle gucken nur noch aufs Handy, Laptop oder iPhone alles andere um sich vergessen. Es gibt eine sichere gute Lösung: http://enigmabox.net/
    Ich habe es bestellt, die Warteliste ist lang, es dauert bis 4 Wochen. Viele sind sehr zufrieden so auch Freddy, hier sein link: http://alles-schallundrauch.blogspot.ch/2013/08/enigmaxbox-die-losung-fur-ein-sicheres.html
    Ich habe einen Fachmann von der Computerbranche gefragt, er findet das super. Sobald es bei mir ist, wird es bei mir installiert. Ich probiere aus, melde mich dann wieder.
    Aber bis dann, wenn ich in den Bergen bin, will ich nichts mehr wissen, vom Internet, Handy und Telefon. Ich kann gut verzichten. Habe mal versucht ein halbes Jahr ohne TV, super, vermisste nichts!!!!

  2. IM ALTEN VATER-UNSER-GEBET HEIßT ES:

    und vergib uns unsere Schuld,

    wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung,

    sondern erlöse uns von dem Bösen.

    IM NEUEN SATAN-UNSER GEBET HEIßT ES:

    und vergib uns keine Schuld

    wie auch wir nicht vergeben unseren Schuldigern.

    Und führe uns bitte in Versuchung,

    und erlöse uns nie von dem Bösen.

  3. DER LAUSCHER AN DER WAND HÖRT SEINE EIGENE SCHAND:

    Irrtümer der Allgemeinbildung

    BEHAUPTUNG:

    Die Gestapo hatte 32 000 Mitarbeiter:

    FALSCH:

    Sie hatte 32 000 Mitarbeiter und noch weniger offizielle V-Leute. Die Stasi hatte 91 000 hauptamtliche und 175 000 inoffizielle Mitarbeiter.

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