Syrien widersteht, obwohl es von allen Seiten angegriffen wird

wolf usaerschienen bei voltairenet

Eine Delegation der internationalen Gruppe von Juristen für den Frieden in Syrien ging nach Damaskus, um der Sache auf den Grund zu gehen: ist das Land Opfer einer Revolution, wie wir es in Tunesien gesehen haben oder steht es unter einem äußeren Angriff nach dem Modell von Nicaragua? Nach fünf Tagen in Damaskus kehrte die Delegation, die sehr unter dem Leiden des Volkes gelitten hat, zurück.
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In dieser Zeugenaussage konstatiert sie mit Abscheu, dass das Land Opfer eines internationalen Einsatzes unter westlicher Kontrolle ist. Unterzeichner im März 2013 eines Appells für den Frieden in Syrien, haben wir Rechtsanwälte positiv auf die Einladung unseres Kollegen, Anwaltskammer-Präsident von Damaskus Skaif Nizar reagiert, und waren in Syrien von 6. bis zum 13. Oktober. Wir waren nur in Damaskus, in der Innenstadt, mit einem Ausflug in ein Stadtviertel, das einen Raketenbeschuss erlitten hatte (so scheint es) , der 11 (oder sogar 21) Todesopfer verursacht hätte. Aber am Tag vor unserer Abreise waren wir Zeugen eines Attentats wenige Meter von unserem Hotel. Es gibt also von Zeit zu Zeit Explosionen.
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Die Bewohner von Damaskus kämpfen um so weiterzuleben, als ob nichts geschehen wäre, auch wenn es schwierig ist. Wir trafen uns mit trauernden Familien, Soldaten, Verwundeten; Schriftstellern, Journalisten; Kollegen (Rechtsanwälten) ; mit Verbänden und von der Baath-Partei unabhängigen Politikern, deren Vizepräsident uns auch empfangen hat; Wir wurden von dem Präsidenten des Parlaments, dem Ministerpräsidenten und dem Minister der Justiz und Informationen empfangen. Einstimmig beklagen sie sich alle über die Korruption unserer Regierenden, die die Seele Frankreichs verraten haben. Sie unterscheiden jedoch immer zwischen dem korrupten Teil unserer politischen Klasse und dem Rest der französischen Bevölkerung.
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Sie erzählen und wiederholen sich, dass eine gute Zahl ihrer Angreifer aus Europa und insbesondere aus Frankreich kommen und auch aus der Schweiz, und dass, was ihnen jetzt geschieht, uns auch geschehen wird. Syrien ist ein Land, das sich seit 1948 mit seinem israelischen Nachbarn im Kriegszustand befindet. Aber die derzeitige Situation ist zunächst aufgrund des demografischen Faktors explodiert: 60 % der Bevölkerung sind unter 25. Syrien ist dem Lied der Sirenen eines bestimmten Liberalismus gefolgt, hat sich dem Westen genähert, und selbst beschlossen, sein wirtschaftliches und institutionelles Modell (Multiparteien, Wahlen, Integration in die supranationalen regionalen und globalen Institutionen) zu adoptieren. Lokalen Ernten wurden beispielsweise importierte Produkte vorgezogen. Dann kamen einige schwierige Jahre für die Landwirtschaft noch dazu. Und dann kam die Finanzkrise des Jahres 2008. Kurz, dies spiegelte sich im Anstieg der Armut auf dem Lande wider, welche eine unerwartete Landflucht verursachte, kombiniert mit einem Anstieg der (geschürten) Unzufriedenheit. Und der schlimmste, von den Golf Monarchien geweckte Obskurantismus konnte sich in den vernachlässigten Vorstädten und auf dem Lande einnisten.
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Einige künstlich organisierte Demos, geschickt inszenierte Provokationen (die zu gleicher Zeit auf die Menge und auf die Polizei schießen) genügten, um den Funken ins Pulverfass zu schleudern. Die Medien, Al-Dschasira vor Allem, brauchten nur mehr die Äther-Wellen mit entzündeten Predigten überfluten, und die Dienststellen Waffen und Führungskräfte liefern, um Syrien in eine Hölle zu verwandeln. Dann kamen über die Türkei und Jordanien, nach Syrien in unaufhörlichen Strömen, auch heute noch, eine hirngewaschene Jugend und gewöhnliche Kriminelle, denen man hier im Diesseits Drogen (Stoffe, die verhindern, verursachten oder erlittenen Schmerz zu spüren), Waffen, und die Möglichkeit gibt, zu plündern und die schlimmsten Gräueltaten zu begehen und alles zu zerstören, und ihnen für das Jenseits, wenn sie den Tod finden, das Versprechen von einem Garten der Genüsse geben.
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Übersetzung: Horst Frohlich

Quelle: voltairenet, german.irib

10 Gedanken zu „Syrien widersteht, obwohl es von allen Seiten angegriffen wird

  1. Kinder- und Frauenmörder. Kannibalen. Wesen niederster Art.
    Sie sind unbelehrbar, tun es überall, wo sie eine Chance dazu haben. Sie müssen weg.
    Noch mehr gehören die Strippenzieher deutlich gemacht – die US-Nato-Saudi-Allianz. Wo nehmen die eigentlich die ganzen Orks her? Haben die die gebacken, vllt. nach ihrem Ebenbild? Man kommt sich fast vor wie beim Herrn der Ringe.
    Und am schlimmsten und im tiefsten Schatten sind die Profiteure, die das alles angestoßen haben. Aber um DIE geht es. Es wollen bloß so viele nicht hingucken. Dabei weiß jeder, womit man am meisten Geld verdienen kann: Mit NICHTS .
    Das große Geld fließt automatisch zu denen, die nichts riskieren. Die Geld buchstäblich machen und Geld buchstäblich für NICHTS bekommen. Die man nicht mal kennt. Aber das wär doch total beknackt, sagen die Leute, so bescheuert, dass es gar nicht wahr sein kann.
    In der Tat. So ziemlich die unglaublichste Geschichte der Weltgeschichte.

  2. @ Kint

    Mache es doch einmal positiv!

    Die syrischen Soldaten sind Löwen. Und ich habe hohen Respekt vor diesen Kriegern.

    Diese Männer schießen ihr eigenes Land, ihre Städte, vielleicht sogar ihre eigenen Landsleute, Kinder, Frauen und alte Männer kaputt und tot. Da ist wahrlich nichts heldenhaftes dran.

    Aber diese Männer verteidigen ihr Land wie Löwen gegen einen unbesiegbaren Feind.

    Und das erinnert mich irgendwie an meine Väter.

  3. Sie zerstören nicht ihre Heimat und Städte, töten nicht ihre Landsleute.
    Sie verteidigen ihre Heimat gegen solche Wesen, kämpfen gegen den Feind, von dem ich sprach. Unbesiegbar ist der nicht. Die Bodenzombies können massakrieren, die Nato kann bomben. Der Feind könnte einem so kleinen Land immense Schläge zufügen, es zerstören wie L. Aber das kleine Land ist ihm die letzte, volle Anstrengung nicht wert, noch dazu eine denkbare Eskalation, und das war ihm schon Vietnam, Afghanistan und Irak nicht wert. Das ist der „Nachteil“ des Krieges – Im Vorbeigehen ist er nicht zu gewinnen. Jedenfalls sind die Länder der letzten Kriege nicht Grenada oder Panama.
    Die Syrer kämpfen wie die Libyer unter Gadhaffi, hoffentlich erfolgreicher. Dazu gehört weiter ne Menge Unterstützung, um die Nato fernzuhalten.
    Und die finsteren Hintergründe kann ich auch nicht positiver sehen als sie sind.

    1. @ liebe(r?) Kint
      ich glaube Du hast den Sarkasmus von Hans Igel nicht verstanden. Er will sagen, daß diese Soldaten zusätzlich zum ohnehin grausamen und hinterhältigen Feind all diesen beschriebenen Horror realisieren, ausführen müssen: in ihre eigenen Wohnanlagen und Häuser hineinschiessen, weil Terroristen sich drin verstecken. Mit Panzern auf Häuser, immer mit der Gefahr Unschuldige zu töten… da geht ganz bestimmt auch verdammt viel schief im Krieg… aber ebengerade deswegen, weil sie neben dem Feind auch mit eigenen Fehlern ringen und nicht davonlaufen, ihre Heimat und die darin verharrenden Bürger bestmöglich verteidigen, lobt Hans sie so sehr und zieht den Vergleich in unsere Vergangenheit. Im Krieg wachsen neben den Tragödien eben auch Heldengeschichten, darauf läuft die Botschaft hinaus, was tatsächlich eine positivere Sicht der gleichen tragischen Realität ist, oder?
      Genau diese Facetten-Situation hat einspruch kürzlich schön beschrieben.

  4. Jo und Hans,
    schon recht. Wort und Sinn bei Hans sind auch recht, außer Frage. Auch und gerade das Fazit, der Vergleich.
    Hätt ich – in nem anderen moment – auch so schreiben können. Vllt war ich aber gerad etwas verbiestert, geb ich zu, und wollte von solchem „Sarkasmus“ nichts wissen.
    So gesehen also – Entschuldigung. Reaktion nicht richtig. Sag ja selbst immer: Erst denken, dann reden. Auf ein neues. 🙂

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