Nazi-Jäger Wiesenthal – das Ende einer Legende (wie die Lügen aufflogen)

Sendung vom 08. Februar 1996

Er war ein weltbekannte Nazijäger: Simon Wiesenthal.
Doch seinen Ruhm baute er auf Lügen auf, wie Panorama 1996 aufdeckte.

Als Panorama 1996 den Mythos des weltbekanntesten Nazijägers Simon Wiesenthal entzauberte, brach in Deutschland eine Welle der Empörung los: Nicht gegen Simon Wiesenthal, der seinen Ruhm auf einer Lüge aufgebaut hatte („Wie ich Eichmann suchte und fand“), sondern gegen Panorama, dass den Säulenheiligen Nummer eins im deutschsprachigen Raum entthront hatte.


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Auch die weiteren von Panorama aufgedeckten Märchen Wiesenthals konnte niemand widerlegen, trotzdem empörten sich über 100 Artikelschreiber damals abgrundtief über diese Art der vermeintlichen Gotteslästerung. In Ländern, wo seit dem Holocaust mehr Naziopfer als in Deutschland leben – etwa in Israel oder den USA -, blieb es schon damals merkwürdig ruhig. Denn die vielen Mogeleien des Simon Wiesenthal waren dort schon damals nicht ganz so geheim.

Nun ist eine neue Wiesenthal-Biografie erschienen: „Simon Wiesenthal. Die Biografie“ von Tom Segev. Dort wird Wiesenthal ganz selbstverständlich eine schädliche „Neigung zu Phantastereien“ attestiert. „Der Spiegel“ etwa beschreibt Wiesenthals Aufspüren des Nazis Anton Burger jetzt so: „Ein Irrtum. Ein glücklicher Beifang. Der Tippgeber Simon Wiesenthal feierte den Zufallstreffer kurz nach Kriegsende: Natürlich sei er dabei gewesen, malte Wiesenthal aus (..). Aufhebens um sich und seine Erfolge zu machen war die Masche des Nazi-Jägers, der darob weltberühmt wurde.“

Sicher hat Wiesenthal auch Verdienste erlangt – er hielt das Thema „Fahndung nach NS-Verbrechern“ im deutschsprachigen Raum im Gespräch, als alle anderen vergessen wollten. Und selbst seine Märchen sind nur seine Schuld.

Wiesenthal: das war in Deutschland der Rächer Nummer eins – ein einzelner Mensch, der die Mörder von über 20 Millionen Menschen suchen und bestrafen sollte. Wiesenthal war also auch eine Projektion dieser geschichtsblinden Öffentlichkeit, in diesem Sinne seiner eigenen Lügen und Märchen vermindert schuldig – die (deutschsprachige) Welt wollte es so.

Simon Wiesenthal Bild vergrößern Bildunterschrift: ]
Politiker, die viel mehr im eigenen Umfeld zur Entnazifizierung hätten tun können wie etwa Helmut Kohl (NS-Politiker in CDU) , Kurt Waldheim (persönlich verstrickt), selbst Ronald Reagan (SS-Gräber Bitburg) –, sie erledigten ihr antifaschistisches Engagement mit ihrer Nibelungentreue zu Wiesenthal.

Wiesenthal: Das war für viele jemand, der zu Unrecht nie den Nobelpreis bekommen hat. Ein israelisches Memorandum befand hingegen, er sei ein „renommeesüchtiger Schreihals, der nicht selten Dinge behauptet, die er hinterher nicht beweisen kann“. „Der Spiegel“ rehabilitiert nun den Panorama-Beitrag: „Der Chef der Sonderermittler gegen Nazi-Verbrecher im US-Justizministerium, Eli Rosenbaum, urteilte 1996 im deutschen Fernsehen über Wiesenthal: ‚unbegabt, egomanisch, verbreitet unzutreffende Informationen, eine tragische Gestalt‘.“

12 Gedanken zu „Nazi-Jäger Wiesenthal – das Ende einer Legende (wie die Lügen aufflogen)

  1. Bei der Wahrheit gibt es keine Kompromisse.
    Nur Ansichten drüber, was das ist.

    Schuldig sind nur die Schuldigen.
    http://www.spiegel.de/panorama/elie-wiesel-schuldig-sind-nur-die-schuldigen-a-434131.html
    http://vho.org/VffG/2000/2/FaurissonSmith158-165.html
    http://revblog.codoh.com/2010/05/the-riddle-of-lazar-lazar-eliezer-elie-wiesel/
    Das Rätsel des Eli Wiesel? Wer nicht definiert, was Wahrheit ist, für den bleibt sie rätselhaft – ihr Gegenteil kann wahr sein.

    Die Wahrheit sagen die, die sie kennen, die Unschuldigen.
    Und die bestimmen, wer die sind.
    Das ist die Wahrheit, von der die halbe Welt redet.

    Reine Definitionssache.

    Nehme übrigens an, der Lügendetektor würde nicht ausschlagen.

  2. Das Gegenstück der Lüge ist nicht die Wahrheit, sondern das Recht. Und die Grundlage jedes Rechtes ist das Rechtsempfinden.

    Wer also bar jedes Rechtsempfindens ist und trotzdem Gesetze machen darf, schafft das Verbrechen zum Gesetz (siehe §130, 131 StGB.)

    Wiesel war nur die Speerspitze, das Verbrechen zum Gesetz zu machen.

  3. Klint,

    ich zitiere mal aus lügipedia, das genauso relativ ist, wie der Relativitätserfinder:

    „Wiesel tells a story about a visit to a Rebbe, a Hasidic rabbi, he hadn’t seen for 20 years. The Rebbe is upset to learn that Wiesel has become a writer, and wants to know what he writes. „Stories,“ Wiesel tells him, „… true stories“:

    About people you knew? „Yes, about people I might have known.“ About things that happened? „Yes, about things that happened or could have happened.“ But they did not? „No, not all of them did. In fact, some were invented from almost the beginning to almost the end.“ The Rebbe leaned forward as if to measure me up and said with more sorrow than anger: That means you are writing lies! I did not answer immediately. The scolded child within me had nothing to say in his defense. Yet, I had to justify myself: „Things are not that simple, Rebbe. Some events do take place but are not true; others are – although they never occurred.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Night_%28book%29

    Das ist doch ein Fall für den empörten Märchenonkel Guido Knopp?

  4. Während sich der Ferseh-Bericht einerseits mit der Enttarnung Wiesenthals als Lügner widmet, betreibt er zu wenigstens einem Drittel weitere Gräuelpropaganda gegen den österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim.
    Das heißt, daß mit der Aufdeckung der Lügen Wiesenthals die Verlogenheit gegenüber Waldheim potenziert wurde!
    Aber es wird dennoch der Tag kommen, an dem auch die Lügen über uns Deutsche insgesamt auch als Lügen erkannt werden und die Wahrheit offen zu Tage tritt!
    Das wird der Tag des Jammers sein für alle, die an diesem Lügen“spiel“ teilgenommen haben!

    Adolph Bermpohl

  5. Es gibt da eine Webseite mit dem Titel „Ellie Wiesel Cons the World.“ http://www.eliewieseltattoo.com/

    Viele glauben nicht, dass so vieles in der Geschichte immer wieder neu erfunden und aufbereitet wird. Warum aber nicht? Hunderte oder gar Tausende+++ von jüdischen Menschen haben ihren Teil zur Geschichte erlogen um ans Geld zu kommen. Sicher wird ihnen das in den jüdischen Gemeinden gelehrt. Gotteshäuser scheinen ja oft eher Terror-Plan-Aubeutungs-Zentralen zu sein, deren Aufgabe eine wahrhaft Scheinheilige ist. Die sollten meiner Meinung nach alle überwacht werden. Wer weiß was die sich da noch für Abartigkeiten ausbrüten.

    In der Geschichte sind Beweise wichtig und nicht ein wirklich zurückgebliebener und extrem DUMMER und unmenschlicher Glaube“. Glaube gehört in den Bereich der Religion egal wie doof er sein mag – und nicht in die Geschichts-Wissenschaft.

    Meiner Meinung nach sind Wiesenthal und Wiesel durch obsessiven Wahn geprägte Hasser. Sie sind zwar nicht so schlimm wie die Wahnsinnigen und Ultra-Perversen: Ehrenburg, Kaufmann, und Hooten – wollen sie doch ganzen Völker im Namen der Kulturbereicherung auslöschen – was ein paradox ist, aber naja.

    Wiesenthal hat RECHT; man sollte schon bei der Wahrheit bleiben und „bei der Wahrheit gibt es keine Kompromisse.“ Nur, die Wahrheit ist nicht auf seiner Seite. Mist wa? 🙂

    Wiesenthal und Wiesel können sich als Geschichtslügner wahrhaft ihre schmutzigen Hände reichen.

    Es ist schwer authentisch zu sein, wenn man durch die Lüge Geld verdient. Froh sein kann jeder der so nicht sein Geld macht.

  6. Natürlich. Das Geseiere, dass wahr durch politisch korrekt ersetzt wurde, ist hier ja nur musterbeispielhaft. Für den allgemeinen Irrsinn, Wahrheit und Logik relativieren, unterordnen zu wollen. OHne es jemals zuzugeben natürlich.
    Nun, man weiß doch, wes Geistes Kind das ist.
    Und vermutlich auch, dass sich solch Geistes Kinder selbst, subjektiv im Recht fühlen.
    Wenn man sie lässt, kommt Toleranz ggü der Lüge, damit auch dem Unrecht heraus. Wie man allgemein sieht.
    Natürlich muss man sich dagegen stellen. Irrsinn m u s s beim Namen genannt werden. Bösartige kleine oder große Verbrecher desgleichen. Vor allem aber die, die sich eiskalt des Profits und der Machtgelüste wegen solche Rezepte für die Mneschheit ausgedacht haben. Und wirklich vor gar nichts zurückschrecken.
    Ach, was sag ich wiede.r

  7. Ich finde wir sollten uns für die Zukunft an Aussagen wie der von Wiesenthal „Recht nicht Rache“ halten und auch ganz genau die offizielle Vorgangsweise des Nürnberger Tribunals zu eigen machen, wenn immer es eine Situation gibt sich dieser Dinge zu bedienen und in jedem zweiten Satz der hinweis dass man sich ja an diese „Richtlinen “ zu halten habe. Ich empfehle das auch den Russen den Chinesen und alles anderen Nationen speziell im Umgang mit dem Westen.

  8. Ich finde auch, wir sollten uns künftig an „Recht, nicht Rache“ halten. Verstand und Herz – statt Hass. Und deshalb die hier eilig empfohlene Vorgehensweise – natürlich im tiefsten Sinne – nicht wählen. Eben w e i l sie unrecht ist.
    Ogan: Wer angebliches, „offizielles“ Recht als Unrecht empfindet, weiß, was er zu tun hat. Zumindest drüber nachzudenken.
    Ich vermute: Du willst kein Unrecht. Ergo?
    Du bist am Zug. Verzweifelt? Macht nichts. Du bist ein Mensch. Gemacht und geboren nicht um zu verzweifeln. Sondern mit Herz und Verstand.

  9. Ich habe mich gerade darüber informiert, dass Wiesenthal Anfang der 80er knapp einem Bombenanschlag entkommen sein soll, der auf das Konto von Neonazis gegangen sein soll. Die Tatwaffe war hier ein Kochtopf, der mit Schwarzpulver gefüllt war.
    Weiß jemand die Sprengkraft davon? Außer, dass ein erheblicher Sachschaden verursacht worden wäre, las ich keine näheren Informationen.
    Kann man diese Story glauben?

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