Katar: ist raus

2 Rentner vor 2 Jahren
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erschienen bei chartophyleikon tou polemou

Katar bietet der syrischen Regierung an, die diplomatischen Beziehungen wiederaufzunehmen. Das meldet gerade ITAR-TASS* unter Berufung auf Al-Mayadeen, und obwohl sowas in der Art vor kurzem auch schon bei Al-Manar angemerkt wurde, ist das doch mal eine Nachricht. Emir Tamim führt damit die von ihm mit seinem Machtantritt begonnene Linie zu einem logischen Ende. “Gewinnen” kann Katar nicht mehr, inzwischen ist es wichtig, nicht mehr zu verlieren.

Das Ziel Katars in diesem Krieg war der Regimewechsel zugunsten der dem Emir hörigen Moslembrüder. Dieses Ziel ist definitiv nicht mehr zu erreichen; die “Brüder” sind im gesamten Nahen Osten gescheitert. Etwas Einfluß haben sie noch in Libyen und Tunesien, aber es kann unter keinen Umständen mehr die Rede von einer Machtübernahme in der Region sein. Andere politische Ziele hatte Katar nicht, folglich kann man auch offiziell ausscheiden.

Mehr noch, die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen bedeutet, dass Emir Tamim die Wahrscheinlichkeit eines Umschwungs zugunsten Saudi-Arabiens in Syrien gering schätzt. Das Ziel des Königreichs im Syrienkrieg ist eine Spaltung des Landes, ein Weitertragen des Krieges in den Irak und die Schaffung eines “sunnitischen Puffers” zwischen der Arabischen Halbinsel, den schiitischen Gebieten im Irak, der alawitischen Enklave an der Küste Syriens und schließlich dem Iran. Die Saud sind aus diesem Grunde weiterhin in Syrien und dem Irak aktiv, wo sie mit den Händen der von ihnen finanzierten Rebellenbanden Krieg führen; Tamim al-Thani scheint aber etwas zu wissen, was die Saud nicht wissen wollen.

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10 Gedanken zu „Katar: ist raus

  1. Ach so, und weil diese feiste Wüstenrennmaus einen Umsturz in Syrien nun für relativ unwahrscheinlich hält, kehrt man nach dem angerichteten Blutvergießen einfach zur Tagesordnung zurück?

    Was sind das bloß für verkommene Kreaturen.

  2. Einen Unterschied gibt es: Die Karten sind neu gemischt! Beispiel 1. Abkehr zum Dollar und Beispiel 2: China, briccs-Staaten sind Garanten, wie auch RUSSLAND, in Sachen Demokratie und Abkehr vom Kolonialismus, siehe auch die Anerkennung der ganzen Reichs-Angelegenheiten und wahren Freunde! Siehe auch als letztes Beispiel, erst heute merken die Geomonopolisten, was wahres christliches Benehmen ist! Ich freue mich auf die letzten Kämpfe, siehe auch das Verhalten der Türkei die Mossad-Agenten des Iran dem Iran bekannt zu geben! Was sich auch für gute Nachbarn gehört! Glück Auf, meine Heimat!

  3. @ Geschäft ist Geschäft: Wenn ich recht informiert bin, gab es schon vor dem Krieg eine Reihe von Projekten, die der Katar in Syrien finanziert hat oder wollte, wie ich meine Pappenheimer kenne werden halt die lieben Verwandten vom Assad die Hand aufgehalten haben und nicht zu knapp und das hat dann den lieben Emir verärgert. Jetzt hat er Kassensturz gemacht: wie viel kostet das Handaufhalten und wie viel kostet der Krieg und ist zum Ergebnis gekommen das Handaufhalten ist billiger.

    Krieg führen ist meist teurer, es sei denn, man kann einen Putsch organisieren. Alles umsonst.

  4. Lieber Jo.

    Einen Unterschied gibt es und Geschäft ist Geschäft.—

    Teilweise sind mir diese Kopfkommentare zu wider. Und ein Regal voller Bücher macht sicherlich noch keinen intelligenten Mann.

    Aber vielleicht ist die Kunst des Denkens auch schlichtweg ein einsames Geschäft ohne Unterschied?

    1. @ Hans Igel
      ich vertraue auch lieber auf ein gesundes Bauchgefühl – es ist nur manchmal ziemlicher Mut erforderlich, mit einem Bauchgefühl öffentlich zu werden…
      Das Denken ein einsames Geschäft ist – Stichwort Individualität – steht auch für mich ausser Frage!
      herzlich
      jo

  5. Wer nicht in Leidenschaften denkt,
    der soll das Denken tunlichst lassen!
    Das Denken lässt sich nämlich nicht
    Mit Füssen oder Händen fassen,
    Noch mit Schwanz und Flossen
    Oder in jüdischen Gossen.

  6. @Jo

    Mit dem Bauchgefühl fährst Du immer gut.

    Denn das Recht kommt alleine durch Rechtsempfindung durch das Gefühl für Recht aus dem Bauch: „und was du nicht erfühlst, das wirst du nicht erjagen“, sagte Goethe im Faust I. -zu Recht.

    Rechtsprechung ohne Rechtsempfinden ist Willkür; eben das, was heute in der BRD an der Tagesordnung ist.

    Das heilige Deutsche Reich lebt im Bauch, nicht im Kopf oder der Justiz fort.

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