wieder am Golf von Tonkin

egypt usa cartoonerschienen bei chartophylakeion tou polemou – Danke an Andre & einspruch

Vor kurzem (ca. 8.15 Uhr MESZ) gab das Verteidigungsministerium der RF bekannt, es seien zwei Raketenstarts in Richtung der Ostküste des Mittelmeers registriert worden. Die Meldung ging durch die russischen Agenturen mit Berufung auf’s Verteidigungsministerium, so dass eine „Ente“ fast ausgeschlossen ist.

Nicht identifizierte Raketen in einer Konfliktzone sehen natürlich um einiges bedrohlicher aus, als die völlig stupide Provokation mit den chemischen Kampfstoffen am Boden der Tatsachen, denn die „Rebellen“ verstehen es bislang nicht, ballistische Raketen von unter Wasser oder auch nur von der Wasseroberfläche aus abzufeuern.
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Die Flugzeit der langsamsten Raketen aus der Gegend, aus der die heutigen abgefeuert wurden, bis nach Damaskus beträgt bestenfalls eine Viertel- bis eine halbe Stunde. Da die Meldung vom heutigen Morgen ist, kann man erst einmal annehmen, dass es sich dabei nicht um den von den Aggressoren herbeigesehnten Angriff auf Syrien handelt. Entweder geht es hier um ein Versehen, oder… jemand testet die Luftabwehr der Syrer und versucht, entsprechende Stellungen und Reaktionszeiten zu bestimmen.
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Wie dem auch sei, jemand brennt darauf, Herrn Obama ein wenig zu seinem Glück zu zwingen und ihn auf diese Weise vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dass es solches Gelichter in der Konfliktzone gibt, ist kreuzgefährlich – wer weiß, welches Ziel sie sich als nächstes aussuchen. Ein russisches Kriegsschiff vielleicht, oder ein US-amerikanisches. Im Golf von Tonkin sah es anfangs auch irgendwie harmlos aus.
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12 Gedanken zu „wieder am Golf von Tonkin

  1. Netanjahu und seine Brandstifterbande versuchen jetzt das alternativlose „Natomandat“ merkelscher Realpolitik zu aktivieren.

    Sie sticheln und stacheln und wissen ganz genau, dass ihnen mehr als die halbe Welt gerne einmal gewaltig in die Fresse hauen würde. Aber dann machen sie sich schnell wieder hinter dem breiten Rücken von Ami-Land unsichtbar und feixen sich eines.

    Mal sehen, wie lange dieses Spiel noch gut geht.

  2. Übrigens dürfen jetzt auch wieder die durch und durch verlogenen Geheimdienste mitspielen. Der BND hat „Beweise“… Huch, hat die der näselnde Pofalla selbst geschnitzt?

    Ich frage mich: Glauben diese Idioten wirklich an das gut funktionierende Kurzzeitgedächtnis des Volkes oder haben die zur Unterstützung der erfundenen Schauergeschichten schlicht weg keine anderes Instrumentarium, oder beides?

  3. STIMME RUSSLANDS
    http://german.ruvr.ru/news/2013_09_03/Russland-entsendet-Docklandungsschiff-Nowotscherkassk-ins-Mittelmeer-6201/
    „Das große Docklandungsschiff „Nowotscherkassk“ ist ins Mittelmeer zur Erfüllung von Kampfaufgaben geschickt worden.
    Am Morgen des 3. Septembers verließ die „Nowotscherkassk“ den Hafen von Noworossijsk und nahm den Kurs auf den Bosporus. An Bord des Schiffes ist eine Einheit von Seeinfanteristen.
    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind bereits das Wachschiff „Neustraschimy“, große Docklandungsschiffe „Schabalin“, „Admiral Newelskoj“ und „Pereswet“ im Mittelmeer im Einsatz.“
    Dem Schiffsverband werden auch das große Anti-U-Boot-Schiff „Admiral Pantelejew“, auf dem das Hauptquartier der ständigen operativen Verbindung der Marine im Mittelmeer untergebracht werden soll, sowie die Raketenkreuzer „Moskwa“ und „Warjag“ beitreten.
    Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2013_09_03/Russland-entsendet-Docklandungsschiff-Nowotscherkassk-ins-Mittelmeer-6201/

  4. @Jo: „Sieg der Assad-Gegner gefährlicher als derzeitiges Patt
    Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass die Regierung gerade vermeiden möchte, dass Assads Regime gestürzt wird. Das „Wall Street Journal“ berichtet, das Weiße Haus halte einen Sieg der Assad-Gegner für gefährlicher als das derzeitige Patt. Deshalb soll die Opposition nur so weit gestärkt werden, dass sie den Assad-Truppen standhalten könne – besiegen soll sie das Regime nicht, damit nicht am Ende doch radikale Islamisten das Machtvakuum füllen. Nach dem Bericht werben auch die Israelis in vertraulichen Gesprächen dafür, den innersyrischen Kampf zwischen den Dschihadisten und Assads Verbündeten aus Iran und der libanesischen Hizbullah weiterlodern zu lassen.“ das sagt doch alles!

  5. @kopfschuss911

    Na klar, wer nur 17 Milliarden Kriegskosten trägt und keine Soldaten schickt, soll wenigstens die Schuld tragen und ein schlechtes Gewissen haben.

    Mal sehen, was Merkel für den Schlag gegen Syrien rausrücken muss. Mit einem ausgeleierten Büstenhalter geben die Amis sich nicht zufrieden.

  6. http://nstarikov.ru/blog/30220
    Zusammenfassung: Nikolai Starikov analysiert die Verschärfung der Situation rund um Syrien vor dem G 20 Gipfel und meint, es ginge vor allem darum mit einer starken Druckkulisse den zwischen China und Ru geplanten Vertragabschluß zur Schaffung eines gemeinsamen staatlichen Investitionsfonds, der den Dollar in den Geschäften zwischen Ch und RU marginalisieren würde, zu verhindern.

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