Syrien: Brot immer teurer

brot 1erschienen bei „junge Welt

Danke an Yvonne

von Karin Leukefeld, Damaskus

Zerstörung und wirtschaftliche Not treibt viele Syrer zur Flucht in die Hauptstadt: In Damaskus steigen die Lebenshaltungskosten dramatisch an

Der Verkehr auf dem Omay­yaden-Platz steht. Stoßstange an Stoßstange stockt die Fahrzeuge rund um den Springbrunnen, sämtliche Zufahrtsstraßen sind mit Fahrzeugen verstopft. Fußgänger zwängen sich durch die wenigen Lücken, die die Autofahrer gelassen haben, Verkehrspolizisten stehen hilflos am Rand dieser Blechschlange, die sich auf der weiten Fläche zwischen dem staatlichen Fernsehen, der Oper, der Assad-Bibliothek, dem Hauptquartier der Streitkräfte und dem Hotel Sheraton verknotet hat. Es ist 12 Uhr mittags in Damaskus. Seit Schulen und Universitäten wieder angefangen haben, drängen Zehntausende Menschen in die Hauptstadt, um beruflichen oder persönlichen Geschäften nachzugehen.

Wer es bis zum Omayyaden-Platz schafft, hat oft schon eine Fahrt von ein oder zwei Stunden hinter sich. Militär und Geheimdienste haben mit unzähligen Kontrollpunkten einen engen Kreis um Damaskus gezogen. Kein Waffentransport, keine im Auto versteckte Sprengstoffladung soll in die syrische Hauptstadt gelangen. Weil offenbar in der Vergangenheit immer wieder Waffen und Bomben durch Kontrollpunkte – oder an diesen vorbei – geschmuggelt wurden, sind diese inzwischen mit Angehörigen verschiedener Sicherheitskräfte besetzt. Sie inspizieren nicht nur die Ausweise und Kofferräume, sie achten auch darauf, daß die Kontrollen zuverlässig sind.

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6 Gedanken zu „Syrien: Brot immer teurer

  1. Waren die durch Nahrungsmittelspekulation gestiegenen Preise nicht der Auslöser für die darauf aufgesetzte CIA-„Rebellen“ Tätigkeit?

    Noch ein Brüller, fast so „geil“ wie die vorfristige Zeitung über das Kennedy Attentat:

    Technischer Fehler? Zeitungen berichten schon am 15. September über Amok in Navy Yard

    Die Lokalzeitung “The Daily Courier” in Kelowa in Kanada berichtete schon kurz vor Mitternacht am Vorabend über den am gestrigen Morgen stattgefundenen Amoklauf in der Generalstabszentrale der U.S.-Navy in Washington. in dem Artikel “Police, FBI: Shooter repo

    Von petrapez | 17.September 2013

    http://www.radio-utopie.de/2013/09/17/technischer-fehler-zeitungen-berichten-schon-am-15-september-ueber-amok-in-navy-yard/

    http://www.kelownadailycourier.ca/world-news/police-fbi-shooter-reported-in-military-building-at-washington-navy-yard-multiple-victims.html

  2. Wo bleibt die russische humanitäre Hilfe?
    Es ist doch auffällig, daß es weder eine solche gibt, noch daß die Moskauer Politik wenigsten die internationale Gemeinschaft zu solch einer Hilfe aufruft. Als erstes müßte Rußland doch sowieso auch die gegen das Völkerrecht verstoßende Seeblockade angreifen und zum Verhandlungsthema machen.
    Aber nix!

    Auch die jetzigen Vereinbarungen Lawrows/Putin mit Obama/Kerry sind doch völlig unverständlich:
    Obama war dabei, die Abstimmung im Kongreß für eine Bombardierung Syriens zu verlieren.
    Siehe: „SUPPORT FOR PRESIDENT OBAMA’S CALL FOR MILITARY AIRSTRIKES IN SYRIA IS SLIDING ON CAPITOL HILL“ –
    http://www.usatoday.com/story/news/politics/2013/09/09/obama-congress-syria-vote-in-doubt/2788597/

    Siehe auch: „EX-WHITE HOUSE LIAISONS: SYRIA WIN WAS UNLIKELY FOR OBAMA“ – http://www.newsmax.com/John-Gizzi/obama-congress-syria-aides/2013/09/16/id/525847

    Hier eine Darstellung (zum Stand vom 10.09.13) der Mehrheitsverhältnisse im Kongreß (was die Abstimmung zum ): http://www.usatoday.com/story/news/politics/2013/09/08/tallying-congressional-support-syria-strike/2782991/

    D. h. der Kongreß hätte sehr wahrscheinlich gegen eine Bombardement gestimmt. Offenbar wurde deshalb (von Israel) die russische Politik eingeschaltet. Denn jetzt ist eine US-französische Bombardierung wieder möglich mit der einfachen Lüge, die syrische Regierung habe den Zeitplan für die Auflistung nicht eingehalten. Oder den Zeitplan für die anschließende Übergabe der Chemiewaffen nicht eingehalten. Oder „Assad“ habe doch noch Chemiewaffen zurückbehalten – diese hätte die US-Aufklärung nun entdeckt.

    Putin/Lawrow hätten ohne weiteres die Abstimmung im Kongreß abwarten können. Und wenn die Abstimmung doch zugunsten einer Bombardierung ausgegangen wäre, hätten sie immer noch mit Obama in Verhandlungen treten können und immer noch genau das vereinbaren können, was jetzt abgemacht wurde.

    Schlußfolgerung: Putin/Lawrow haben Obama geholfen aus der „Nicht-Kriegs-Falle“ herauszukommen, um auch entgegen der Mehrheitsverhältnisse im Kongreß immer noch bomben zu können. Rußland hat eher Israels Interessen im Blick als diejenigen Syriens.

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