Politiker sollen entscheiden ob ich Journalist bin? Viel Glück!

netzwerkgrafik-journailleerschienen bei jonrappoport.wordpress.com

von Jon Rappoport

Übersetzung André Schlauch

Der Free Flow of Information Act, Senat Bill 987, wird nun geprüft.

Dieses falsch benannte Stück Wahn versucht zu definieren, wer ein Journalist ist und wer nicht, und  dadurch alle „Nicht-Journalisten“ zu zwingen, ihre Quellen auf Anforderung offenzulegen.

Wer werden die Nicht-Journalisten sein? Millionen von Leuten die bloggen, Online-Artikel schreiben und Videos posten.

Tut mir leid. Das kauf ich nicht, Kongress.

Dieses Gesetz, das versucht zu definieren was ein Reporter ist, wird so effektiv sein wie der Versuch die Wellen mit euren lustvoll schnaubenden Nasen daran zu hindern sich an der Küste zu brechen.

Wenn Politiker entscheiden können, ob ich Journalist bin, dann kann ich entscheiden, ob sie die Leute repräsentieren die sie gewählt haben.

Wenn Politiker erklären können, ich sei kein Journalist und muß deshalb meine Quellen offenlegen, dann kann ich entscheiden, daß sie niemanden repräsentieren und also ihre Abstimmungen über Gesetze Null und nichtig sind.

Ich kann auch entscheiden, daß Brian Williams, Scott Pellet und Dianne Sawyer Zeichentrickfiguren sind, die Presseerklärungen des Weißen Hauses verlesen, aber keine Journalisten.

Ich kann entscheiden, daß die waffenstarrende Senatorin Dianne Feinstein, eine der Hauptunterstützerin des Gesetzes, die ihre Waffen durch bewaffnete Bodygards ersetzte, ein Frosch ist, ausgebrütet in einem Hedgefondbüro.

Ich kann entscheiden, daß laut Verfassung 95% dessen, was die Regierung tut illegal ist, hauptsächlich auf Grund der 10. Änderung.

Ich kann entscheiden, daß die NSA ein falscher investigativer Reporter ist, der 90% seiner Storys aus der Spionage gegen amerikanische Bürger gewinnt – und deshalb seine Quellen offenlegen muß. Er muß die Namen aller Amerikaner (seiner Quellen) offenlegen, die er ausspioniert hat.

Ich kann entscheiden, daß Washington DC eine Jauchegrube voller Gift ist und deshalb abgesperrt, ohne Ein- und Ausgang, gehört um so den Rest Amerikas zu schützen.

Meine Freiheit habe ich nicht von der Regierung.

Meine Freiheit zu schreiben und zu sprechen habe ich nicht von Politikern.

Oder von Gerichten.

Feinstein möchte Reporter definieren als jemanden, der seinen Gehaltscheck von einem zugelassenen Nachrichtenunternehmen bezieht.  Ich definiere sie als eine Politikerin, die einen ungerechtfertigten Gehaltscheck von den amerikanischen Bürgern bezieht.

Ich definiere Mainstream Medien als feige Diebe, die ihre Tage damit verbringen, ihr Publikum zu betrügen. Diese Unternehmen sollten in einer großen Seifenblase existieren, wo sie nur untereinander reden können.

Weil diese Nachritenunternehmen rote Tinte aus allen Körperöffnungen bluten wollen sie Schutz. Sie wollen ein offiziell bestätigtes Monopol auf die Erfindung der Realität.

Aber die Realität ist wesentlich Gegenstand einer offenen Debatte.

Das wird sich nie ändern.

Kein Präsident, ob er behauptet unseren Schmerz zu fühlen oder den Telepromter nicht ablesen kann oder aus einer Wolke erscheint um die Welt zu retten kann diese Tatsache ändern.

Hier ist die Wahrheit. Jeder ist ein Reporter. Jeder kann Antworten suchen und danach forschen. Dies ist: der Ozean.

Nun, ihr Politiker, watschelt hin zu ihm und streckt eure neugierigen Nasen gegen ihn und versucht ihn zu stoppen.

Ihr verliert.

Eure Jauchegrube wird trocken werden, nicht aber unser Ozean.

Quelle: jonrappoport.wordpress.com

(Der Autor arbeitet seit 30 Jahren als investigativer Reporter.)

2 Gedanken zu „Politiker sollen entscheiden ob ich Journalist bin? Viel Glück!

  1. „Hier ist die Wahrheit. Jeder ist ein Reporter. Jeder kann Antworten suchen und danach forschen. Dies ist: der Ozean.“

    Nichts was wir finden, enttäuscht uns. Wir sind überall zuhause, in den dampfenden Infrarotmeeren der Karbonzeit ebenso, wie in den dämmerigen Eiswassern Europas, vor den Toren Jupiters.

    Wir lieben den Ozean, wir sind der Ozean, wir lieben uns.

    Danke, danke, danke.

  2. Aber der schönste Satz ist doch dieser:
    „Aber die Realität ist wesentlich Gegenstand einer offenen Debatte.“
    Also: Weiterreporten! Bis die vielfache Wut des Ozeans alle Jauchefruben fortgespült hat.

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