Amnesty ohne Maske: über die Arroganz von Massenmörderlakaien in gestohlenen Schafspelzen

von H.P.-Schröder

oder: Ben Gasi, Ben Gasi, Ben Gasi!

Lib 2012

Lampedusa überfüllt, kieloben treibende Schiffe, dehydrierte Afrikaner, Frauen und Kinderchen fliehen vor dem Schlächter Gaddafi, damit wurde das Gemüt der deutschen Durchschnittskartoffel monatelang von ard und zdf und den Beeinflussungsagenten der „Wohltätigkeitsindustrie“ bearbeitet.

Dann flogen die Cruise Missiles, die libysche Armee wurde in ihren Stellungen verbrannt, die Infrastruktur empfindlich geschädigt, das Auslandsvermögen des libyschen Staates gestohlen, der Botschafterposten bei der UNO GmbH gestohlen, CIA-Agenten, mit libyschen Pässen ausgestattet, zu „legitimen“ Vertretern des libyschen Volkes bestimmt, Städte zerstört, 10.000e ermordet, ein Tontaubenschießen, Massenmord an Wehrlosen, ein Abschlachten, Vergewaltigen, Verstümmeln, Bestehlen und Bedrohen. undsoweiter undsoweiter undsoweiter, alles unter der unterstützenden Begleitmusik der Wohlfahrtsindustrie: Aus den Lautlügensprechern von Reporter ohne Grenzen, Ärzte ohne Grenzen,  Amnesie, Human Rights Watch und wie alle diese Tarnorganisationen auch heißen mögen, tönte 24 Stunden am Tag die Marschmusik des State Departments und der  nervensägenden Fiddler on the Roof, – die Powers fresh from hell reponsibility to protect Doktrin -, welche lautet: Im Namen der Menschenrechte ist es Pflicht einzuschreite, wenn wir die Menschenrechte anscheinend bedroht sehen. Aus „anscheinend gesehen“ wird dann „real gebombt“ gemacht. Konsequenz: Tötet, tötet, tötet !!!! Um Töten zu verhindern.
Das ist die Power Doktrin, benannt nach Samantha Power, verheiratete Sonnenstein, heutige Botschafterin der USA-GmbH bei der UNO-GmbH.

Und genau diesem Drehbuch, dieser lästerlichen, wahnsinnigen, jeder ethischen Norm und jedem sittlichen Gefühl und jedweder Vernunft widersprechenden Anweisung zum Abschlachten unter vorgetäuschten Bedrohungsszenarien aus vorgetäuschter humanitärer Verantwortungspflicht (responsibility), um Länder und Rohstoffe zu rauben und Andersdenkende zu ermorden, die den untersten Kreisen der Hölle, für die Samantha Power und ihre Fiddlerfreunde verantwortlich zeichnen, entstammt, folgten die Agenten der Wohlfahrtsindustrie bereitwillig. Der Rest ist bekannt.

Sieg, Sieg, Sieg, the wizzard endlich dead, jubelten die Huren und die Hurenböcke, 36 tote Zivilisten zählten die Huren und die Hurenböcke, ein Hurenbock filmte einen Klapptisch mit drei Wasserflaschen und zwei Mädchen in einer Flachwasserzone an einem X-beliebigen Strand, und ließ den Scheinbeduinen das Drehbuchmantra von der Freiheit der neuen Zeit verkünden: „Jetzt dürfen auch wir im Meer baden!“ Applaus, Applaus für den Dachterrassenhockerhurenbock.

Und plötzlich, moderne Zeiten fürwahr!, gab es gar keine Bilder mehr aus dem befreiten Libyen, nichts, nirgends, noch nicht mal bei youtube, im ach so offenen Kanal, wie wenn eine Nation ihre Handys und Webcams abgegeben hätte und abgeschnitten von Internet und Nachrichtenagenturen 200 Jahre zurückgefallen wäre. Aber das ist unmöglich. Also warum erreichen uns keine Privatberichte aus Libyen? Denkt einmal darüber nach. Das wird vielleicht vom selben Tier verhindert, das die „Responsibilty to kill-Devisen“, ausgibt.

Mitten im Chaos nehmen Wintershall et al das Ölabpumpen und aus dem Lande schaffen auf, während Save the Children den Spendentopf mit Umlaufrendite in gesteigerter Drehzahl herumgehen lässt. Om! Und, oh Wunder, von den Bootsflüchtlingen und ihren tragischen, herzundhirnerweichenden Schicksalen hört man nichts mehr, die haben die Wellen des Mittelmeeres verschlungen, angeblich mission accomplished, deshalb kein Nachschub mehr, die Wohlfahrtspropagandahurenundhurenbockkarawane zieht weiter – bis, oh Wunder, ein neuer Diktatur  (Pisper: Das Arschloch im Schrank) hervorgezerrt wird, ein neuer Schlächter, der sein Volk abschlachtet, und schon rollen Flüchtlingsströme auf die Aussengrenzen zu und überbelegte Nußschalenflotten steuern Lampedusa an: Äh Lampedusa? Ist das nicht eine Insel bei Sizilien, in Italien? Von Syrien aus? Nicht Zypern, nicht Kreta, nicht Malta sind das Ziel, nein syrische Flüchtlinge flüchten vor dem bösen Assad nach Italien.

Man reibt sich die Hände in den oberen Etagen: Ben Gasi! Endlich wieder was los, die Wohlfahrtsaktienkurse steigen, Sektkorken knallen, Kampagnen werden entworfen, man sitzt im Warmen, man klebt fest im Arsch der Massenmörder.

Herrn Westerwelles Aussenstelle des State Department erlässt eine Reisewarnung für Libyen, Mord und Totschlag gehen weiter, keine authentischen Bilder, stattdessen freie Wahlen, Bühnenauftritt eines Herrn Lambsdorff, in kugelsicherer Weste, als Wahlbeobachter für die EU: Alle bestens, demokratisch gelaufen, angesichts der Umstände ein glänzender Erfolg!“.

Man will keine Zeugen, was uns erreicht sind die fantastischen Geschichten der Massenmedienhurenundhurenböcke, frisiert wie die Anchor Mens mit 300.ß00 Euro Schweigeprämie. … Wie soll man da noch die Tränen zurückhalten… .

Nachgefragt

An: „marilena.savvides@amnesty.de“
Datum: 09.05.2013 10:01
Betreff: Libyen

Sehr geehrte Frau Savvides,
Sie waren bereits mehrmals so freundlich, mir mit einigen Auskünften weiter zu helfen. Zur Zeit versuche ich mich über zwei Themenkomplexe (aus der Sicht von Amnesty) zu informieren:
1. Die Flüchtlingssituation im Mittelmeer (Stichworte: boat people, Lampedusa) Vergangenheit, Gegenwart, Prognose
und 2. Politische Gefangene in Libyen, Menschenrechtssituation und Folter, Aktivitäten von Amnesty in Libyen und ausserhalb Libyens, die dortige Situation betreffend.
Ich würde mich gerne über diese Themen informieren. Zu diesem Zewck liegt ein Papier vor, in dem relevante Fragen angeschnitten werden. An wen kann ich mich wenden, um nähere Auskünfte zu erhalten.
Vielen Dank.
Mit den besten Wünschen

Hans-Peter Schröder

Subject: Antwort: Libyen  From: Marilena.Savvides@amnesty.de
Date: Fri, 10 May 2013 13:52:17 +0200

Sehr geehrter Herr Schröder,
unter diesen Links finden Sie weitergehende Informationen:
http://www.amnesty.de/2012/8/20/sos-europa-fluechtlingsrechte-seenot
http://www.amnesty.de/2012/9/11/fluechtlingsschutz-schiffsunglueck-verdeutlicht-das-versagen-der-eu
https://www.amnesty.de/presse/2013/4/23/70000-unterschriften-gegen-abschottungspolitik-der-eu
http://amnesty.de/themenbericht/fluechtlinge-brauchen-schutz
https://www.amnesty.de/laenderbericht/libyen
Sollten Sie nach der Lektüre noch konkrete Fragen haben können Sie diese gerne an mich schicken, ich bin Ihnen gerne bei der Beantwortung behilflich.
Freundliche Grüße,

Marilena Savvides
Fachreferentin | Welcome Center – AMNESTY INTERNATIONAL – Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Zentrale Dienste . Zinnowitzer Straße 8 . 10115 Berlin  T: +49 (0)30-420248-121 . F: +49 (0)30-420248-488
mailto: marilena.savvides@amnesty.de . visit: www.amnesty.de   follow us: www.twitter.com/amnesty_de . join us:
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USt-IdNr.: DE122123810  Vertretungsberechtigter Vorstand: Alexander Hülle, Roland Vogel – Amtsgericht Köln.

To: marilena.savvides@amnesty.de  Subject: RE: Antwort: Libyen  Date: Tue, 14 May 2013 07:15:42 +0000

Sehr geehrte Frau Savvides,

vielen Dank für Ihre freundliche Unterstützung. Das Material gibt einen allgemein gehaltenen, vereinfachenden Überblick und ist in seiner Stoßrichtung sehr interessant. Zum Beispiel die Art der Beschreibung der NATO Gewalttaten als im Rahmen eines UNO-Mandates legitimiert und durch die UNO-Resolution gedeckt  https://www.amnesty.de/laenderbericht/libyen, die ist falsch. Die UNO Resolution hat keinen Krieg gegen Libyen
legitimiert. Der NATO-Überfall auf Libyen war ein Angriffskrieg ohne Kriegserklärung, nach den Statuten des Nürnberger Prozesses ein strangwürdiges Verbrechen. Die heutigen Zustände in Libyen sind zwangsläufig als logisch- direkte Folge der Zerschlagung sozialer und staatlicher Strukturen und des Massenmordes durch NATO-Truppen unter dem Oberkommando der USA anzusehen. Heute bestimmen dort von internationalen Schatten ausgesuchte Exil-Libyer. Wintershall hat schnell stolz gemeldet: Öl läuft wieder. Kein Wort über Mord. Eine Randnotiz. Die von denselben Verdächtigen wie zuvor gegen Libyen jetzt gegen Syrien vorgebrachten Vorwürfe „Schüsse auf wehrlose Demonstranten“, Irak: Massenvernichtungsmittel-Syrien: chemical weapons und und und, und daraus abgeleitetete Forderungen westlicher Staaten stoßen u. A. bei den letzten Verteidigern internationalen Rechtes und des Völkerrechtes, bei der SU und bei China deshalb auf entschiedenen Widerstand. Das libysche Rezept soll im Fall Syrien erneut angewandt werden. Die Täter sind dieselben. Die Täter entstammen dem westlichen militärisch-industriellen Komplex, für dessen Vertreter die Menschenrechte ein Papierchen darstellen, mit dem sich wischen lässt und das nur dann irgendeine Form von Bedeutung erhält, wenn man durch das Papierchen verdienen kann. China und Russland werden sich kein zweites Mal übertölpeln lassen. Der Fall Libyen ist ein Paradebeispiel dafür, zu was die Vereinten Nationen verkommen sind. Gnade uns allen Gott ! Wenn sich Amnesty dazu benutzen lässt, die Propaganda der Täter zu
verbreiten, dann ist etwas faul im Staate Amnesty, meiner persönlichen Meinung nach.
(Zitat Amnesty:)
„Sicherheitskräfte des libyschen Staatschefs Mu’ammar al-Gaddafi töteten und verletzten mehrere Tausend Menschen, unter ihnen auch friedliche Demonstrierende und Passanten, nachdem Mitte Februar 2011 Proteste ausgebrochen waren, die sich zu einem rund achtmonatigen bewaffneten Konflikt ausweiteten. Im Verlauf des Konflikts griffen internationale Streitkräfte, die im Rahmen eines UN-Mandats die Zivilbevölkerung schützen sollten, Gaddafis Truppen aus der Luft an und trugen dazu bei, dass die oppositionellen Kräfte die Oberhand gewinnen konnten. Die Truppen Gaddafis beschossen Wohngegenden mit Mörsern, Artillerie und Raketen und setzten Antipersonenminen, Streumunition und andere Waffen ein. Diese wahllosen Angriffe kosteten vor allem in Misrata, der drittgrößten Stadt Libyens, zahlreiche Zivilpersonen das Leben. Tausende Menschen wurden von Gaddafis Sicherheitskräften entführt, gefoltert oder anderweitig misshandelt. Gefangengenommene oppositionelle Kämpfer und andere Personen fielen außergerichtlichen Hinrichtungen zum Opfer.“

Ich habe dazu vorläufig zwei Fragen, ohne auf die stellenweise haarsträubenden semantischen propagandistischen psyops-Manipulationsversuche im Text selbst einzugehen, wie z.B. diese „aussergerichtlichen Hinrichtungen“ mit denen wohl „standrechtliche Erschießungen bei terroristischen Akten festgesetzter nicht als reguläre Soldaten gekennzeichneter Personen“ gemeint ist (siehe Kriegsrecht und Haager Landkriegsordnung).
Interessant auch die Passage „unter ihnen auch friedliche Demonstranten“, da blitzt ein Moment der Wahrheit durch.
Und dann hat „der“ Gaddafi (heute „der“ Assad, „das Regime“= framing) auch noch „Passanten“ umbringen lassen, Spaziergänger, ja, ja der „irre Schlächter“ (Bildzeitung)…. . Sie sehen sehr geehrte Frau Savvides, was man einem harmlosen Text so alles entnehmen kann… . Wenn man will.
Zwei Fragen dazu : Wer hat den Text verfasst? Und, aus welchen Quellen wurden die darin aufgeführten Angaben übernommen? Leider fehlen jegliche Quellenhinweise. Zum Thema Libyen: Welche Präsenz zeigt Amnesty International derzeit in Libyen?
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, vielleicht ziehe ich ja die falschen  Schlüsse, …. vielleicht…. . .

Mit freundlichen Grüßen

H.-P. Schröder

Antwort: Libyen und darüber hinaus  From: Marilena.Savvides@amnesty.de
Date: Thu, 16 May 2013 10:08:10 +0200

Sehr geehrter Herr Schröder,

die Artikel sind von Amnesty-Experten geschrieben – unsere Quellen können wir im einzelnen nicht in jedem Text aufführen. Amnesty International veröffentlicht aber keine Informationen, ohne sie aus zwei unabhängigen und
aus unserer Sicht vertrauenswürdigen Quellen verifiziert zu haben. Sachliche, inhaltliche Fragen beantworten wir Ihnen gerne. Auf Suggestivfragen, die auf Ihrem scheinbaren Misstrauen gegenüber unserer Arbeit basieren, werde ich nicht eingehen.

Freundliche Grüße,

Marilena Savvides
– Fachreferentin | Welcome Center –

To: marilena.savvides@amnesty.de
Subject: RE: Antwort: Libyen und darüber hinaus
Date: Wed, 3 Jul 2013 18:24:44 +0000

Sehr geehrte Frau Savvides,
ihre Antwort nehme ich zur Kenntnis und bedanke mich dafür. Schade, daß Sie auszuweichen scheinen. Ich gehe immer noch davon aus, daß Zivilcourage zur Standardausrüstung jedes Amnestymitarbeiters gehört.

„Zwei unabhängige, aus unserer Sicht vertrauenswürdige Quellen…“ Zwei Quellen würden mir nicht genügen.Wie kann man die Unabhängigkeit von Quellen nachprüfen? Wissen Sie, daß im Sudan zeitweise 90% der NGO`s geheimdienstunterwandert waren, daß in Genf die Internationalen Human-Organisationen abgehört und bespitzelt werden? Darüber hinaus möchten Sie die Quellen gar nicht erst nennen. In meinem kurzen Text gebe ich einen Überblick über Zusammenhänge, die ich in der Form von Amnesty niemals erfahren würde, solange Amnesty seine offizielle Ansicht aus zwei unabhängigen (?) Quellen, die der Organisation vertrauenswürdig erscheinen, schöpft.

Ich bin Amnesty gegenüber nicht mißtrauisch, sondern ich versuche objektiv zu urteilen und die Vielfalt der Aspekte zu integrieren. Ich möchte mit einer sachlichen Frage schließen: Welche Präsenz zeigt Amnesty derzeit in Libyen?
Vielen Dank für Ihre Unterstützung meines Interesses an Amnesty (Inter-)National.

Mit freundlichen Grüßen
H.-P. Schröder

11.07.2013
An: marilena.savvides@amnesty.de
Sehr geehrte FrauSavvides,
wie Sie sicherlich bereits bemerkten, liegt mir die Zielsetzungen von Amnesty am Herzen. Ich erlaube mir daher, angesichts möglicherweise gestörter Kommunikationsverbindung, meine Antwort auf Ihre Mail, inklusive meiner Frage nach der derzeitigen Amnestypräsenz im befreiten Libyen, Ihnen ein zweites Mal zukommen zu lassen. Eine Antwort Ihrerseits wäre sehr nett und würde sicherlich im Sinne Ihrer Organisation liegen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
H.-P. Schröder

Am Ende der Kommunikation steht dann die Totalamnesie.

4 Gedanken zu „Amnesty ohne Maske: über die Arroganz von Massenmörderlakaien in gestohlenen Schafspelzen

  1. Grüezi Herr Schröder
    Das haben Sie sehr gut geschrieben. So sieht Libyen aus, die Kriegstreiber sind stolz und sagten, wir haben Libyen befreit, es ist jetzt Demokratie dort. Darum wird nichts mehr über Libyen berichtet, weil dort nichts gut ist. Die Medienhuren können niemals so berichten, was wirklich dort geschieht. Sie kommen aus ihren Lügen nie mehr raus….
    Machen Sie weiter, Herr Schröder…

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