Saudi-Arabien: 7 Jahre und 600 Peitschenhiebe für Aussage “Alle Menschen sind gleichwertig”

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Danke an Yvonne

von Michael Stürzenberger

Wer noch Zweifel hat, dass der Islam ein massiver Anschlag auf die zivilisierte Menschheit ist, sehe ins Mutterland dieser aggressiven Ideologie. Dort wurde gerade der Blogger Raif Badawi (Foto) zu sieben Jahren Haft und 600 Peitschenhieben verurteilt. Was hat er Schlimmes verbrochen? Er meint doch tatsächlich, dass Muslime, Christen, Juden und Atheisten gleichwertig seien.

Für diese “Ungeheuerlichkeit” sollte er nach islamischem Recht getötet werden, denn er habe damit die Sekte “Religion” verraten und verlassen. Alles klar? Nicht-Moslems sind nunmal zu unterwerfende Kuffar, minderwertig und laut Koran “schlimmer als das Vieh”.

Raif Badawi entging dem Henker, indem er im Gerichtsaal drei Mal das moslemische Glaubensbekenntnis sprach, um zu beweisen, dass er immer noch Moslem ist. Ob er die 600 Peitschenschläge überlebt? Der SPIEGEL berichtet:

Seine Website war jahrelang eine wichtige Plattform für liberale Saudi-Araber. Doch das Königshaus und die religiösen Autoritäten stießen sich seit langem am Forum “Freie Saudische Liberale”. Nun hat ein Gericht in der Hafenstadt Dschidda den Gründer der Seite, Raif Badawi, streng bestraft. Der Richter verurteilte ihn zu sieben Jahren Haft und 600 Peitschenhieben. (..)

Das Urteil ist der vorläufige Höhepunkt einer langjährigen Auseinandersetzung zwischen Badawi und der saudi-arabischen Justiz. 2008 gründete er das Online-Forum “Freie Saudische Liberale”, mit dem er eine Debatte über Politik und Religion in dem konservativen Königreich anstoßen wollte. Seither hat ihn die Religionspolizei mehrfach festgenommen. 2009 belegten ihn die Behörden mit einem Reiseverbot, außerdem froren sie seine Konten ein. Grund waren kritische Artikel, in denen Badawi der Religionspolizei Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen hatte. (..)

2011 wurde Anklage gegen ihn erhoben. Wegen fünf Beiträgen, in denen Badawi islamische Autoritäten beleidigt haben soll und theologische Grundsatzfragen erörterte, beschuldigte ihn die Justiz, religiöse Werte angegriffen zu haben. Der Rechtsgelehrte Abd al-Rahman al-Barrak erließ im März 2012 ein Rechtsgutachten, in dem er Badawi zu einem Ungläubigen erklärte, “der angeklagt und verurteilt werden muss, wie er es verdient”. Badawi habe Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet – das dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben, forderte Barrak. (..)

Die Behörden klagten ihn auch an, weil er vom Islam abgefallen sein soll. Darauf steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Diese Strafe umging er, indem er in der Verhandlung am vergangenen Mittwoch dreimal das islamische Glaubensbekenntnis aussprach und damit bestätigte, dass er Muslim sei. Zugleich bekräftigte er laut seinem Anwalts Walid Abu al-Chair, dass jeder Mensch selbst entscheiden müsse, ob er an Gott glaube oder nicht.

Am Montag kam dann das Urteil: sieben Jahre Haft und viermal 150 Peitschenhiebe. Sein Anwalt hat angekündigt, innerhalb der nächsten 30 Tage fristgerecht Einspruch gegen die Verurteilung einzulegen.

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14 Gedanken zu „Saudi-Arabien: 7 Jahre und 600 Peitschenhiebe für Aussage “Alle Menschen sind gleichwertig”

  1. Für jeden Peitschenhieb gegen die Menschlichkeit gibt es vom Merkel-BRiD-System einen Leo 2 zum Spartarif!

    Weiter So auf dem Freifahrtschein in die Hölle der geistig-moralischen Selbstaufgabe!

    Nur im Deutschen Reich sind wir wieder frei!

    ALzD

  2. Hallo,
    Über Jahre hinweg besuchte ich die Homepage hier und las gerne die Texte hier. Immer wieder hetzte man gegen den Islam, aber ich dachte mir, dass man nicht den Islam im gesamten meint, sondern ein paar Spinner die sich auf den islam beziehen. Und wenn ab und zu doch der Islam gemeint war, dann habe ich dennoch ein Auge zugedrückt. Aber mit diesem Text geht es für mich zu weit. Ich will nicht näher darauf eingehen. Ich bin muslim und wahrscheinlich nicht der einzigste, der diese Seite besucht. Aber ab heute soll es das letzte mal sein. Vorallem ist pi weit bekannt als Islamhasser und hetzer.

  3. Dem deutschen Außenminister schreiben, daß er sich sofort darum annehmen soll.
    Parallel dazu eine Internet Unterschriftenaktion starten, falls dies von Erfolg sein sollte ?.

  4. das wird lustig wenn die mal Europa regieren, auf islamische Urteile gegen Femen und der gleichen kann man gespannt sein, aber wahrscheinlich werden sie sie einfach ins nächste „öffentliche“ Haus stecken.

  5. Das Problem jeder Glaubensideologie ist: der Glaube.

    Solch eine Ideologie zieht vorzüglich immer die mittelmäßig gebildeten und die unterbildeten Menschen an. Der Glaube ersetzt für mittelmäßig- und unterbildete Menschen seit jeher das Wissen; so wie das Mondlicht den Motten die Sonne ersetzten muss.

    Die Natur hat das so eingerichtet, und der Mensch hat die Gaslaterne erfunden. Seither finden die Igel Nachts mehr Futter, weil die Motten gasbetäubt im Dunstschein der Laterne abstürzen.

    Also ist der Igel dem Lichte der Erkenntnis gefolgt, die Motten aber dem Glauben.

  6. Ein praktisches Beispiel zur aktuellen Gläubigkeit läßt sich auf dem Blog Schall und Rauch heute beobachten. Dort postet Freeman einen Artikel mit der Überschrift: Gysi – die Besatzung Deutschlands muss enden!

    Von elf Leserkommentaren (13.20 Uhr) sind zehn Kommentatoren voll des Lobes über Gysis großartige Kritik an den Alliierten und deren Politik.

    Einer nur (xabar) von den Elfen unterzieht Gysis Aussage einer kritischen Analyse – und entlarvt diesen Dummschwätzer natürlich und sofort gnadenlos.

    xabar ist also ungläubig, während die anderen zehn Traumtänzer-Kommentatoren Gysis Wort schon für die Tat nehmen, mithin gläubig sind.

    in summa: keiner braucht heute mehr eine Religion, um ein gläubiger Depp zu sein.

  7. Der Igel hält seinen Bauch für das Licht der Erkenntnis und das so oft seinesgleichen plattgefahren wird mag ihm als notwendiges Opfer für den satten Bauch gelten. Aber besser wäre für ihn Himmels- und Menschenlichter unterscheiden zu lernen. Dann würde er vielleicht auch lernen, daß Glaube mitnichten ein Wissensersatz ist oder war oder sein wird, sondern schlicht notwendige Voraussetzung jeglichen Wissens in jeglicher Form und Färbung. Glaube allerdings erstarrt, wenn er zur Ideologie verkommt und da liegt tatsächlich ein großes Problem, nicht nur der heutigen Zeit und nicht nur für Igel. Der Bauch als Gott übrigens macht am Ende Kanibalen.

  8. Jimmy,
    wer sind denn die
    paar Spinner die sich auf den islam beziehen?

    Solange der Islam das / sich nicht selbst definieren kann, hat er ein Problem. Genau. Er, der Islam. Ein Identitätsproblem.
    Und solange er das, was hier angeprangert wird, nicht selbst bekämpft und beseitigt, um so mehr, bzw. stellt sich sogar auf die Seite der angeblichen „Spinner“, die in seinem Namen handeln. Wo ist der Aufschrei, die Empörung des „Islam“, wenn die „paar Spinner“ ihn so verleumden, so falsch und böswillig seinen Namen missbrauchen, wie Sie wohl meinen?
    Wo ist übrigens Ihre Empörung?
    Benennen Sie mal die einen und anderen, Gut und Schlecht, nennen Ross und Reiter, deren Zahlen, und woran man sie erkennen kann. Und nicht zuletzt, wie Sie selbst drüber denken.

    Wäre verdienstvoll.
    Allemal mehr als hier von Hetze zu sprechen.

    Hoffe, Sie schauen doch noch mal rein. Sonst hätt ich das ja umsonst geschrieben.

  9. sehr oft freue ich mich,
    dass ich in einem land geboren bin,
    wo die religionen und sekten verboten waren.
    wissenschaft war das höchste gut.

    manchmal merke ich,
    dass wir uns in richtung mittelalter bewegen.
    erschreckend ist die entwicklung.
    das betrifft nicht nur islam.
    schade.

    dem mann wünsche ich viel mut.
    die welt ist nicht gerecht.
    unsere politiker werden schweigen.

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