im Auge des Sturms

Khamis al-Quadhafi - Viva Jamahiriya!
Khamis al-Quadhafi – Viva Jamahiriya!

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

In Israel weiß man seit mindestens 4 oder 5 Tagen nicht nur, dass es die syrische Armee gewesen ist, welche chemische Kampfstoffe eingesetzt hat, sondern kennt sogar den Ort, von dem aus die Raketen abgefeuert wurden (Westhang des Bergs Kassiun) und von wem (155. Brigade der 4. Syrischen Armeedivision). Dazu natürlich die Namen der Kommandeure der Einheiten, welche die chemischen Kampfstoffe an die Abschußpositionen lieferten sowie die Namen derer, die schließlich den Befehl ausführten.

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Noch dazu wird dann allerdings schon gemutmaßt, dass es wahrscheinlich nicht Baschar, sondern dessen böser Bruder Maher gewesen sei, der die Initiative in der Sache hatte. Diese Konfiguration erinnert ein wenig an Libyen, wo man das Bild eines unberechenbar brutalen Khamis Gaddafi zeichnete, über den “der Diktator” keine Kontrolle mehr hat. Mit anderen Worten, man wirft das Bild eines Kontrollverlust im syrischen Staat an die Wand.
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Auf der Suche danach, woher diese Information in den Äther gelangt sein mag, kommt man zu einer alten Bekannten: DEBKAfile.
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Die Debka ist nun natürlich eine durchtriebene Schickse. Manchmal liest man dort die Wahrheit, so, wie man sie sonst nirgends nachlesen kann. Manches andere Mal serviert sie Wahrheit gemischt mit reiner Phantasie, und desöfteren redet sie puren Bullshit. Alles das aber so professionell, dass man als europäischer Laie kaum eine Chance hat, dort das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Aber. Wenn die auf Debka präsentierte Version davon, dass US-geführte Commandos am 17. August von Jordanien aus nach Syrien eingedrungen sind und sie vom heißblütigen Maher mit unlauteren Mitteln weggerunkst wurden, auch nur zu 1% wahr ist, dann werden die Gründe für die förmliche Hysterie, welche die westliche Welt ergriffen hat, recht klar.
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3 Gedanken zu „im Auge des Sturms

  1. Wie schon weiter unten kommentiert, reibt die SAA regelmäßig von Jordanien aus eindringende Terorristen auf. Die syrischen Nachrichten meldeten gleich mehrerer solche Versuche vom 17-22.08., auch das die Eindringlinge jedesmal hohe Verluste erlitten und sich nach Jordanien zurückziehen mußten. Das ist an dieser Grenze seit Beginn der Kämpfe so. Wenn man nun routinemäig ein Kontingent von „Spezialkräften“ mal richtig in den Arsch getreten hat, erklärt das die „Gasfantasien“ noch lange nicht, und zwar deswegen, weil die Vorbereitungszeit dieser „Gasangriffe“ weit über den 17.08. hinausreichen dürfte. Ich schätze, man braucht mindestens 30 Tage, um sowas logistisch in die Wege zu leiten.

  2. nur mal auch dieses, ich weiß auch nicht ob die ganzen Drohungen ernst sind, aber es ist schon schlimm genug, was Cia, Zionisten, Saudis, Katar angerichtet haben
    „Ist der Westen bereit, Syrien zu bombardieren?
    von Thierry Meyssan

    http://www.voltairenet.org/article179948.html
    …..Obwohl man diese Option nicht ausschließen kann, meint Thierry Meyssan, dass sie weniger wahrscheinlich ist als eine von Saudi-Arabien organisierte Intervention. Dieser Wirbel hätte vielmehr zum Ziel, die Reaktionen von der Russischen Föderation und dem Iran zu testen…

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