Hensel´s Sonntagsmatinée: Sommerpausenpotpourri

von H.-P. Schröder

zum Geleit

„Um originelle, außergewöhnliche und vielleicht unsterbliche Ideen zu haben, muss man sich einfach nur für ein paar Sekunden so vollkommen von der Welt und den Dingen isolieren, dass einem die meisten gewöhnlichen Gegenstände und Ereignisse völlig neu und unbekannt erscheinen, um auf diese Weise das Wesentliche an ihnen zu entdecken.“
Arthur Schopenhauer

Heimat kennt keine Grenzen – Eifelwanderungen mit dem Grafen von R.
Teil IV- Eine Kinderportion Müllerthal

Mullerthal-1 (2)

Kleine  Landschaft (2)

Totholz (2)

Totholz II (2)

Müller I (2)

Wahlweisereise

Sehnsucht bricht im Aug`des Tigers
streift durch Barthaardschungel tief,
tropft und schärft sich an dem scharfen Zahn,
während etwas in ihm rief:
Ich wär` so gern woanders wer.
Er erschrickt, zerstumpft,
wird stumm,
er senkt den Kopf,
zieht seine Bahn und denkt nicht mehr.
Seit jener Zeit trägt man sich schwer.

Die Erbauer großer Mauer,
wehrhaft mächtig, 1000 Türme prächtig.
über`s Tal,
rollen Pläne im Asphalt,
deuten auf die nächste Grenze,
murmeln zitternd in den Wald: „Bald.“

Über salzgetränkte Wasser rasen Flotten,
treiben Kontinente vor sich her
und im wuchtigschwülen Afrikral,
die Hottentotten,
halten Ausschau nach dem off´nen Meer,
während sie durch Wüsten trotten.

Muße zieht´s zum Zeitvertreib:
Sei endlich still, nimm Platz und bleib.
Er dagegen meint:
Du machst mich schwach,
bleib mir vom Leib.

 

Der 26. Koan des Meisters Mumon

aus  Shibayama: Zu den Quellen des Zen

„Die Mönche versammelten sich in der Halle, um vor dem Mittagessen das Teisho des Großen Hogen von Seiryo zu hören. Hogen wies auf die Bambus-Jalousien. Da gingen zwei Mönche zu den Jalousien und rollten sie in gleicher Weise auf. Hogen sagte: „Der eine hat es, der andere nicht.“

Wer ist Hogen von Seiryo? Einen schönen Restsommer, alles Gute, bis zum September und bitte nie vergessen: Auch in der Ferienzeit sind alle unsere Anschlüsse besetzt.

Nicht vergeßen II (2)

4 Gedanken zu „Hensel´s Sonntagsmatinée: Sommerpausenpotpourri

  1. `Totholz` und `Unkraut` sind nur zwei Phänomene der Abspaltung des Menschen von der Natur.

    „Und wenn herbstlich eure Blätter fallen,
    Tot auch sind sie euch ein köstlich Gut;
    Denn verwesend werden eure Kinder
    Eurer nächsten Frühlingspracht Begründer.

    Deutsches Volk, du herrlichstes vor allen,
    Deine Eichen stehn, du bist gefallen!“

    (Aus: Die Eichen, Theodor Körner 1810)

  2. Wir haben übrigens unglaublich viel politisches Totholz in der BRD. Diese Leute haben nicht nur Gehirnpilz, sondern sind von den zersetzenden Sporen dieses Gewächses auch schon bis in das Mark verfault. Ein kräftiger Tritt mit dem Stiefel des Volkes sollte bereits reichen, dann ist der Komposthaufen für Deutschlands Zukunft angerichtet.

  3. An @“Hans mein Igel“
    Geniale Kurzfassung des Zustandes der HIWI- BRD !
    Sind diese 3 Sätze von Dir, oder abgekupfert ?

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