Baschar al-Assad im Interview für „Izvestia“

assaderschienen bei chartophylakeion tou polemou

Danke an Yvonne

Der Präsident der Syrischen Arabischen Republik spricht im Exklusivinterview mit “Izvestia” über die Gefahr einer Intervention durch die USA und den Westen, über seine Beziehungen zu Wladimir Putin und die Gemeinsamkeit der Schicksale von Russen und Syrern. Quelle: Izvestia.ru
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Auf dem Höhepunkt der Krise trafen sich Aleksandr Potapow und Jurij Mazarskij in Damaskus mit dem Präsidenten des Landes, Baschar al-Assad. In einem Exklusivinterview für “Izvestia” erzählt er davon, wer es ist, der chemische Waffen einsetzt, er kommentiert die Statements der westlichen Politiker über deren Vorhaben, militärischen Druck auf Syrien auszuüben und bewertet die Hilfe, die das syrische Volk von Russland und dessen Präsidenten erfährt.
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Herr Präsident, die brennendste Frage dieser Tage ist – wie ist die Lage in Syrien? Welche Territorien verbleiben unter der Kontrolle der Aufständischen?

 

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Es geht nicht so sehr um Territorien, die unter der Kontrolle der Terroristen sind und jene, welche von der Armee kontrolliert werden. Es gibt keinen solchen Feind, der unser Land besetzt hätte. Wir haben es mit Terroristen zu tun, die in die Dörfer und Vororte von Städten eindringen. Es handelt sich um Verbrecher, welche unschuldige Zivilisten ermorden und Objekte der Infrastruktur zerstören.
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Die Armee, die staatlichen Gewaltorgane und die Polizei sind bestrebt, sie aus den bewohnten Ortschaften zu vertreiben und zu vernichten. Die, welche überleben können, begeben sich in andere Territorien und schließen sich anderen Banden an. So kann man sagen, dass der Kern unseres Handelns die Vernichtung von Terroristen ist.
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Der Hauptgrund für die anhaltenden militärischen Aktionen ist die enorme Menge von ständig auf syrisches Gebiet eindringenden Terroristen von außerhalb. Jeden Monat kommen Zehntausende von ihnen in unserem Land an. Außerdem werden die Terroristen nach wie vor vom Ausland finanziert, es werden ihnen Waffen geliefert.
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Doch ich kann Ihnen versichern, es gibt keinen solchen Ort, an den sich die Regierungstruppen nicht begeben könnten – sie tun das ja auch und vernichten die Terroristen an allen Orten, an denen sie mit ihnen zusammenstoßen.
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Die westliche Presse behauptet heutzutage nicht selten, dass die Terroristen zwischen 40 und 70 Prozent des syrischen Territoriums kontrollieren. Wie viel Territorium befindet sich denn tatsächlich noch unter der Kontrolle des syrischen Staates?
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Keine einzige Armee in keinem Land der Welt kann sich auf dem gesamten Territorium ihres Landes gleichzeitig in völliger Einsatzbereitschaft befinden. Das nutzen die Terroristen aus und versuchen überall dort einzudringen, wo die Armee nicht präsent ist. In jeder Provinz, in die Terroristen eingedrungen sind, haben wir Säuberungsaktionen durchgeführt. Deshalb möchte ich noch einmal wiederholen: das Problem besteht nicht im Territorium, auf dem sich Terroristen befinden, das ändert sich täglich, ja stündlich. Das Problem besteht in der großen Zahl der Kämpfer, die von außerhalb eindringen.
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Ob die Syrische Arabische Armee in ein jedes beliebige, von Terroristen besetzte Gebiet gelangen und diese vernichten kann? Ich kann Ihnen mit voller Gewissheit sagen: Ja! Das tut die Armee ja auch. Es benötigt mehr Zeit, denn der Krieg, der uns aufgezwungen wurde, geht nicht einfach so schnell zu Ende, sondern benötigt eine verhältnismäßig lange Zeit. Wir zahlen einen hohen Preis für diesen Krieg, dafür, all die Terroristen in Syrien zu vernichten.
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Sind denn die Terroristen, von denen Sie sprechen, einzelne, selbständige radikale Gruppierungen oder handelt es sich um Teile einer größeren Macht, deren Ziel es ist, die Situation im gesamten Nahen Osten, darunter auch in Syrien, zu destabilisieren?

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Wir haben es sowohl mit einzelnen Gruppierungen als auch mit ganzen Terrorarmeen zu tun. Doch sie ähneln sich in vielerlei, vor allem in ideologischer Hinsicht. Außerdem bekommen sie Gelder aus den gleichen Quellen.
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Ihre Ideologie ist der Radikalismus, der keinerlei religiöse Ansichten akzeptiert als die, zu der sich die Terroristen selbst bekennen. Sie haben ein und dieselben ideologischen Führer, solche wie az-Zawahiri, doch dabei hat jede dieser Gruppen auch ihre eigenen Anführer.
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6 Gedanken zu „Baschar al-Assad im Interview für „Izvestia“

  1. Das überzeugt mich zum ersten Mal nicht. Assad spricht mehrmals davon, dass die Staatschefs auf ihre Völker hören sollten usw. Blödsinn! Hat Assad früher auf sein Volk gehört?! Hat jemals ein Politiker dieser schönen neuen Welt Rücksicht auf sein Volk genommen?! Assad steckt in enormen Schwierigkeiten würde ich sagen.

    Sollte die NATO angreifen, gebe ich Assad ca. 2 Wochen. Dann ist er platt. Es sei denn, die Russen oder der Iran hängen sich rein. Dann gibts den WK 3, weil Israel natürlich dann mitmischt.

    …und bitte immer daran denken. Wir haben eine katastrophale Finanzsituation. Ein Krieg müßte eigentlich her, damit die Leute abgelenkt sind, wenn ihnen das letzte Hemd geraubt wird.

    Könnte jede Minute knallen. Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken.

  2. Assad, sicher nicht perfekt als Politiker, steckt in Schwierigkeiten weil es weg muss… wegen der NWO. Das werden die auch schaffen. Danach kommt der Iran dran. Ist dich klar?

    Meine Voraussage: die Bücherei Syriens und Irans wird als erstes bombadiert weil darin eine andere Entstehungsgeschichte der Menschheit beschrieben steht und anders ist als im grausamen Alten Testament beschrieben.

    Das darf nicht sein.

    Due NWO erlaubt nur eine Denkensweise. Sicher bestimmte das Alte Testament auch die Vorgehensweise für heutige Kriege. Völker die sich nicht unterordnen sollen vernichtet werden, was viel über den Sieger aussagt.

    Die Frage bleibt: „wer will die totale Zensur“?

  3. Und Obama, hört er auf sein Volk, über 60% der US-Bürger wollen diesen Krieg nicht. Was hat Obama seinem Volk versprochen? Nichts, gar nichts, immer mehr Armut, immer mehr Menschen brauchen Lebensmittelkarten, jetzt dürfen sie nur noch 1 x im Monat holen, die Suppenküchen sind überfüllt und konnten nicht mehr alle herein lassen. Dazu die Schuldenobergrenze müssen sie im Herbst vielleicht wieder erhöhen. http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/us-finanzminister-amerika-stoesst-im-oktober-an-die-schuldenobergrenze/8697090.html
    Vielleicht braucht Obama diesen Krieg vor der Abstimmung. Und dazu ein Link von Paul Craig Roberts: http://www.my-metropolis.eu/2013/Nachrichten/Politik/Syrien-ein-weiteres-Kriegsverbrechen-des-Westens-wird-vorbereitet.php
    Eine gute Ablenkung, der USA geht es nicht um Menschenleben.

  4. Wenn ich mir das Gesicht von Assad so anschaue, denke ich mir „der letzte edle u. weise Staatsmann in dieser Region u. ich fürchte, er wird so enden müssen wie Gaddafi u. Sadam Hussein. In dieser dunklen Zeit ist für Lichtgestalten kein Platz mehr u. die Erde weint

  5. Sein Interview ist besonnen und ruhig, kein schlechtes Wort über die USA, nur Warnungen. So reden die Araber, das ist ihr Art. Wenn man schlecht über einen Menschen redet, direkt oder hinter dem Rücken, ist es für die Araber eine Beleidigung. Sie respektieren die Menschen so, wie sie sind. Auch als man in Libyen gebombt hat, sagte Gaddafi zu Obama: mein Sohn, er schrieb einen persönlichen Brief an Obama. Was dann, sie haben ihn hinterhältig massakriert. Dazu hat die Hillary Clinton noch gesagt: wir kamen, wir sahen, er starb, mit einem schallendem Lachen. Wenn ich daran denke, dass sie dann auch…..

    Wenn die USA Syrien angreifen, sind die Muslime sehr verletzt, sie fühlen sich dann mit den Syrern verbunden. Sie werden auf die Strasse gehen und aus Wut USA-Fahnen verbrennen.
    Jetzt schreibe ich nichts mehr. Weil niemand verstehen will oder kann. Immer zerstören wir das Land der Muslime, umgekehrt haben sie uns nichts getan. Ausser die Extremisten, aber das ist eine andere Geschichte. Die haben mit diesen Gruppen nichts am Hut. Ich konnte einiges aus dem Koran schreiben, sie haben es für mich übersetzt, weil es schwer zu verstehen ist. Das hat nichts mit dem Radikalen Islam zu tun. Sie sind wunderbare Menschen, mit viel Gefühl, sie können niemand verletzen. Es muss auch mal gesagt werden.
    Übrigens mein Vorname ist echt. Den Rest könnt ihr schon finden, mit meinem Song: Kinder von Libyen im Jahr 2011. Ich verstecke mich nicht.

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