Koka kauen

Cocastrauch in Kolumbien Foto: Wikipedia
Cocastrauch in Kolumbien
Foto: Wikipedia

erschienen bei Ria Novosti

von Andrej Iwanowski

 

Evo Morales kaut Koka-Blätter und empfiehlt das auch anderen

 

Dieses nimmt den Hunger, macht munter und verbessert die Sauerstoffaufnahme, behauptet er. Die armen Hochlandbauern Boliviens, aber auch die Arbeiter in den Minen des Landes hatten sich seit jeher mit dem Kauen der Blätter durch den Tag gebracht.

Boliviens Präsident kämpft um die Koka-Entkriminalisierung und hat dabei Erfolg. (Motto: „Coca si! Cocaina no!“) Die UN-Suchtmittelkommission in Wien gewährte seinem Land eine Ausnahmeregelung. Morales und seine Landsleute dürfen weiter Koka-Blätter kauen.

Erst im März 2013 war Morales in Wien, um sich in der Uno-Drogenkommission für Koka einzusetzen. Nun musste sein Flugzeug bekanntlich wieder in Wien landen, weil Frankreich, Spanien, Italien und Portugal der Maschine die Überflugrechte verweigert hatten.

Einerseits haben sich die EU-Länder über die USA empört gezeigt, weil die US-Geheimdienste die europäischen Verbündeten abhören. Andererseits wollten sie auf diese Weise Edward Snowden schnappen helfen, dank dem sie erfahren hatten, dass die US-Geheimdienste sie abhören.

„Die USA brauchen keine Verbündeten – sie brauchen Vasallen“, sagte einmal Wladimir Putin. Zu diesem Vorfall passt das Zitat total.

Russland ist weder Verbündeter, noch Vasall. Aber es ist ein Partner der USA. Grund genug, um jemandem, der den USA Schaden zufügen will, kein Asyl zu bieten, hieß es.

Bolivien ist weder Verbündeter, noch Vasall, noch Partner. Bolivien ist ein Stachel im Hintern der USA.

Nun wird langsam klar, warum sich die USA gegen den Export von Koka-Blättern aus Bolivien stemmen. Koka kauen macht anscheinend nicht nur munter, sondern auch kühn und tapfer. Stellen Sie sich mal vor: Merkel, Hollande und Konsorten kauen Koka-Blätter. Und nicht nur sie. Dann sieht die Welt bald anders aus.

„Coca si!“

Quelle: Ria Novosti

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