Frankreich: Brennesseln verboten

Bild: kosmischeurkraft.wordpress.com
Bild: kosmischeurkraft.wordpress.com

erschienen bei kosmischeurkraft

Danke an Christoph

Anwendungsverbot für Brennesseln

Werbung & Empfehlung für Brennesseln werden in Frankreich mit  75.000 € Strafe und 2 Jahren Gefängnis bestraft. Die Phama-Lobby ist gegen natürliche Dünger und Heilpflanzen. ”Das heisst ein Düngen und Giessen der Gartenpflanzen mit natürlichen Stoffen ist verboten, die Ausbringung von Pestiziden ist jedoch erlaubt.”

Um die Gesundheit der Menschen konsequent in allen Bereichen zu zerstören, werden Gesetze erlassen, die so unglaublich sind, dass selbst dem verblendetsten Systemsklaven auffallen sollte, dass irgendetwas „nicht mehr stimmt“. Gemäß dem Codex (Codex Alimentarius) werden nach und nach, natürliche Heilmittel verboten.

Pflanzen die seit jeher der Heilung und Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele Verwendung finden, sollen durch synthetische, genmanipulierte Präparate der Pharmakonzerne ersetzt werden.

Folgender zeigt deutlich, inwieweit diese Vorhaben der Konzerne mittels absurder Gesetze bereits fortgeschritten sind.

Brennessel-Krieg in Frankreich

Es ist so wichtig, dass wir aufwachen und beginnen uns für die Natur und ihre Pflanzen einzusetzen. Denn was in der EU geschieht, betrifft auch uns in der Schweiz und Deutschland früher oder später. Deshalb jetzt die Augen aufmachen. Übrigens, wo es keine Brennnesseln gibt, sind auch keine Schmetterlinge, die sie als Nahrung brauchen.

Die Pharma Lobby ist gegen natürliche Dünger und Heilpflanzen.

  • Die Brennnessel hat sieben Mal mehr Vitamin C als eine Orange.
  • Die Brennnessel hat in der Trockenmasse 40 Prozent Eiweiss, mehr als Soja.

Bei Strafe von – man höre und staune – 75.000 Euro, gibt es in Frankreich ein Anwendungsverbot und ein Weitergabeverbot von Informationen der Brennnessel. “Das heisst ein düngen und giessen der Gartenpflanzen mit natürlichen Stoffen ist verboten, die Ausbringung von Pestiziden ist jedoch erlaubt.” “Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen. Sogar Werbung und Empfehlungen für diese Produkte sind nunmehr verboten.” “Am 31. August 2006 erhielt Eric Petiot, Mitverfasser des Buches “Purin d?ortie et Compagnie”, Besuch eines Agenten der DNECCRF (staatliche Kontrollbehörde für Steuerhinterziehung und andere Vergehen) und der SRPV (regionale Behörde für Pflanzenschutz). Sie beschlagnahmten Lehrbücher und Dokumente und untersagten ihm gleichzeitig, weiterhin Informationen über die Eigenschaften der Präparate und die inkriminierten Herstellungsverfahren zu verbreiten. Diese Maßnahmen kriminalisieren all jene, die biologische oder biodynamische Kulturen anlegen, wie auch Amateur-GärtnerInnen, die mit der Erde sorgfältig umgehen und Leute, die mit bewährten traditionellen Rezepten arbeiten, die nicht mit den Normen des Agrobusiness übereinstimmen.”
Quelle: http://wearechangeaustria.yooco.de/

Brennessel: Blutarmut, blutreinigend, Gelenk- und Muskelrheuma, Gicht, Rheuma, Ischias, Haarausfall, Hautleiden, Hexenschuss, Stoffwechselfördernd, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Magen- und Nierenschwäche, Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden, hilft unterstützend bei Diabetes.

Bei regelmäßigem Genuss wirkt Brennesseltee auch positiv auf das Hautbild und hilft gegen Akne, Pickel und Mitesser.


.

wissenschaftlicher Name: Urtica dioica
Pflanzenfamilie: Brennnesselgewächse = Urticaceae
englischer Name: Nettle
verwendete Pflanzenteile: Kraut, Samen
Inhaltsstoffe: Nesselgift, Vitamine, Mineralien, Histamin, Sekretin
Sammelzeit: März bis August, Samen: Frühherbst


 


 

38 Gedanken zu „Frankreich: Brennesseln verboten

  1. In der BRiD ist der Brennesselsud schon lange zum Wohl der Pharma verboten!
    Der Irre aus Labor 7 ist wahnsinnig geworden!
    Die nächste Dusche mit Golddukaten bekommt die Pharma mit der Zwangsimpfung gegen Windpocken!
    Hier hilft nur: Die Politiker werden wegen ihrer außerordentlichen Verbindung zur Natur und ihren Mitmenschen als Indianer erklärt und in Reservate geführt!

  2. @jo – Es geht jetzt für die NWO-Apologeten um die Wurst. Wir kennen die Entwicklung aus Libyen. Da kam an dieser Stelle die „Flugverbotszone“.

    Syrien wurde ursprünglich ja mal so „konzipiert“, damit es schwer regierbar und ohne wirklich eigenständiges Volk ein Spielball der – schon damals – NWO Verbrecher sein sollte.

    Was sich momentan abzeichnet ist jedoch das Gegenteil des Bezweckten. Durch den gemeinsamen Kampf, das gemeinsame Leiden, das gemeinsame Opfern und nicht zuletzt das gemeinsame Siegen entsteht ein tatsächlich homogenes Staatsvolk – ein kampferprobtes dazu. Das ist der Supergau für Kissinger und Co. schlechthin.

    Die werden also alles daran setzen, die Sache doch noch zu ihren Gunsten zu drehen, denn ansonsten wäre Syrien ohne Zweifel ein Sargnagel für das komplette NWO-Konzept und die NWO-Planung seit Ende des WKII.

    Assad ist jedenfalls durch Libyen gewarnt. Allepo wird jetzt vermutlich die Entscheidng bringen. Die Operationen laufen ähnlich wie bei Homs. Erst das Umfeld abriegeln, die Terroristen vom Nachschub abschneiden und dann die Stadt säubern. Mal sehen, welche Karte „der Westen“ als nächstes spielt. Es ist ganz klar, das es so für die „Terroristen“ nicht weitergehen kann denn wenn es so weiterginge hätte „der Westen“ verloren.

    1. @ Gerald
      ich will Dir ja nicht absprechen, dass du in einem gewissen Umfang recht hast – auch ich würde als Betroffener sehr schnell zur Waffe greifen und nicht lange fackeln… andererseits darf das Wohlwollen nicht ganz untergehen… ich denke einfach nicht, dass mit Niedermähen irgendwas zum Besseren verändert würde.

      PS: bitte Kommentare dem Thema zuordnen – Brennesseln & Syrien ist etwas unglücklich, oder? Wer nur nach syrischen Artikel geht, versäumt sonst was…

  3. @jo – nur um das abzuschließen – „niedermähen“ kann man eine anstürmende Menschenmasse aus solchen Individuen – also das letzte Mittel. Siehe Ägypten. Ansonsten ist in diesen Staaten eine harte Hand nötig, um die Kontrolle zu behalten. Ist leider so. Ich schreib dann nur noch themenbezogen.

  4. Um ehrlich zu sein, freue ich mich über Meldungen wie diese. Aus ganz einfachem Grund. Jeder, welcher sich auf Seiten wie dieser hier über die politischen Raubzüge informiert, weiß bereits, dass etwas nicht stimmt und sofort eine Veränderung her muss.
    Mit jeder dieser Hiobsbotschaften werden wieder neue Leute wach, welche wiederrum andere aufwecken. Der erste Schritt ist, dass alle nach und nach aufwachen. Und von diesem Prozess werden wir gerade Zeugen. Sollen diese politischen Amokläufer ruhig weiter solche Gesetze verabschieden und die Leute verschaukeln. So wie unsere Zinsen an die Finanzoligarchie Exponentiell steigen, so steigt auch der Zorn der Bürger. Der Umschwung ODER der totale Zusammenbruch unserer Gesellschaft wird relativ schnell kommen, wenn die Leute einen gewissen Informationspunkt erreicht haben. Und Gott sei Dank arbeiten daran derzeit viele, viele Menschen. Nur weiter so – wir brauchen euch alle – redet einfach überall über diese Missstände.
    Auch mich hat eine einzige Nachricht dazu bewegt, mal näher hinzusehen. Was ich entdeckte, ist ein regelrechter Politikwahnsinn, welchen uns die Mainstreammedien verschweigen – ich dachte niemals an solche Ausmaße.

    Nun kommen die Brennesselfreunde und deren Freunde. In Frankreich ist ein regelrechter Krieg darüber entbrannt und sofort bekommen sehr viele Menschen die politischen Missstände regelrecht auf die Nase gedrückt. Nur Geduld, liebe Mitleidenden – bald ist es soweit und wir werden endlich aus uns heraus kommen können. Und ich schaue jetzt bereits nach Berlin mit den Gedanken: „Gnade euch Gott, wenn es genug Leuten reicht“… Und es werden mehr!

  5. @Gerald
    Heißt das, dass ich mir seid Jahren illegale Substanzen auf die Rosen sprühe? Seit wann?

    @all
    Damit verstößt Frankreich gegen EU-Recht und kann verklagt werden. Es gilt das Subsidiaritätsprinzip: Was im einen Land legal ist, darf im anderen nicht verboten werden.
    Außerdem gab’s am Wochenende bei mir eine Brennesselrahmsuppe (wie Spinat verarbeiten – schmeckt auch so).

  6. Der Brennesselkrieg (vorerst nur in Frankreich)
    https://www.youtube.com/watch?v=ZUgD0Co71wA
    (watch?v=ZUgD0Co71wA Dieses Video enthält Content von Arte. Dieser Partner hat das Video in deinem Land aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt.)

    Arte-Doku über den Brennessel-Krieg in Frankreich
    http://www.utopia.de/gruppen/permakultur-145/diskussion/die-brennnessel-ist-zu-einem-symbol-fuer-die-199461

    Ich erinnere mich, dass da schon mal was …

    „Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz, staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen.“

    Brennnessel, die ungeliebte Pflanze
    http://www.arte.tv/de/brennnessel-die-ungeliebte-pflanze/3212328,CmC=3223042.html

    Habe leider keinen Privat-Mitschnitt .-(

  7. @Kalle: Jetzt müssen Sie mir nur noch erklären, was das Subsidiaritätsprinzip damit zu tun hat? Vielmehr ist es genau andersrum. Was irgendwo verboten ist, kann durchaus woanders erlaubt sein. Siehe bspw. Rauchverbot.

    Alles in allem entwickeln wir uns immer mehr in eine entmündigte Gesellschaft. Bei Marihuana sieht es ja nicht anders aus. Diese Pflanze ist nicht wegen der Rauschwirkung verboten, sondern vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Die Pflanze ist einfach zu effizient. Aber der Deutsche Michel schläft tief und fest mit seiner Schlafmütze auf dem Kopf. Doch wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. Damit haben die Deutschen ja beste Erfahrungen, nur gelernt haben sie nichts. Aber zum Glück fängt ja bald die Bundesliga wieder an …

  8. unmöglich!
    kann nicht eine unterschriftenaktion gestartet werden gegen den raubbau der pharma- und anderer industrien?
    in der grössen ordnung von avaaz oder über avaaz?
    wie kommt es überhaupt zu solchen gesetzen? wieviel geld ist für diese gehirnwäschen gezahlt worden?
    wer macht solche gesetze? uncle usa?
    protest ist angesagt! aber wie! bitte vorschläge!
    christa
    ich habe gehört, dass man als eurobürger über internet bechwerden oder kommentare nach brüssel schicken kann, dass eine adresse eingerichtet sei… wer weiss da bescheid?

  9. Richtig die Parallele zum Hanf – gut für den Boden, gut für den Menschen – ergo verboten. Man könnte (gesunde) Nahrung, Heilmittel hinzufügen, altes SaatGUT… und und und…
    Und die Kehrseite natürlich: Verdienen und vergiften mit Öl, Kohlenwasserstoffen, Energie.
    Und erneut die Kehrseite: Die natürliche Energie bleibt ? – ungenutzt, nein: den Menschen UNBEKANNT. „Wir bewegen falsch“ (V. Schauberger.) Und und und…

    Das Verbot der Dinge, die gut sind für Menschen, ist nicht gut für „die Wirtschaft“, sondern schlecht. Die Volkswirtschaft wird geschädigt, systematisch. Im Interesse von Monsanto, Fertigpizzavergiftern, Krankheitsindustrie etc. Diese Großkapitalinteressen, dieses eben NICHT freie, sondern voll gesteuerte sog. „Wirtschafts“-System in den Händen weniger unbekannter Privatiers, sind für gar nichts förderlich, sie sind nur schädlich. So wie die Geld in Massen „verdienen“ damit, die Menschen weiter zu entrechten, auszuplündern und körperlich wie geistig krank zu machen, so gehört dieses ganze Konglomerat denselben unbekannten Rumpelstilzchen, die „Geld“ damit verdienen, dass sie es frei erfinden und sich dieses Nichts doch teuer bezahlen, verzinsen lassen: Die Schweizer STudie vor ein paar Jahren endete bei mind. 40 % der Weltwirtschaft, die einem untereinander verflochtenen Netz von 146 Banken und Konzernen, wenn ich mich recht erinnere. Deren Eigner bleiben unbekannt, ihnen gehören die Konzerne, normale Banken wie Konzerne, UND die geldschöpfenden, zins-für-nichts-kassierenden Zentralbanken. Der Fluch für jedes Land, jedes Volk. Die Finanzminister treiben „ihre“ Zinsen ein. Mehr destruktiv geht wohl nicht… Rührt einer an diesem elenden System, wird er zum Tyrannen erklärt und abserviert. Durch die Gemeinschaft der demokratischen Staaten, im Namen der Menschenrechte. Soviel zu Menschenrechten und Demokratie, bzw. wozu diese Begriffe gut sind bzw. verwendet werden. Das oberste und unabdingbare „Menschenrecht“ ist es, unter einer Zentralbank zu leben – oder dafür zu sterben.
    http://www.politaia.org/geschichte-hidden-history/das-zentralbanksystem-aus-russischer-sicht-nikolai-starikov/
    Entsprechend NUR destruktiv ist das politische, natürlich undemokratische Begleitkonzert. REIN destruktiv, so wie Minister Gollum sich Krisen WÜNSCHT, damit es weiter „voran“ geht mit dem, was sie völlig pervers „Europa“, manche dagegen Stalinismus nennen.

    Da ist es, das große Leitprinzip: Gleichzeitig zerstören UND kassieren, gleichzeitig raffen UND immer mehr Trümmerlandschaften beherrschen – niemals etwas schaffen.
    Und den völlig ausgelutschten Völkern die Reise ins perverse neue 1984-„Europa“ mit Worten wie Wohlstand und Demokratie verkaufen. Wir werden für dumm VERKAUFT.
    Der gesellschaftliche Leitwurm arbeitet natürlich genauso: Alles niederreißen (die Freiheit, die Menschenrechte, tatata…), damit alles „gut“ und korrekt wird. Welche Werte treten an die Stelle der vernichteten? ?? Nichts, gar nichts – totalitäre Zwangsregeln, „Toleranz oder Gefängnis“. Friss den korrekten Verfall oder stirb. Die stolzen Herren -des Verderbens- der Welt – was für ein erbärmlich krankes Ego… Unheilbar. Sollen das etwa Menschen sein?? Ernsthaft? Man sollte sich mal überlegen, was einen Menschen ausmacht. Schickt diese Kreaturen in die Wüste. Ah, geht ja nicht, denn man kennt sie nicht, und diskriminierend wär es noch dazu… 🙂

    Damit ist schon alles gesagt zu Petitionen etc., das ist lächerlicher Kram. Warum? Weil sie nicht zu unrecht darüber lachen, wenn wir uns mit Brennesseln!! beschäftigen, und das auch noch nach IHREN Regeln! Wenn die Franzosen eine Amtsstube voll Mist, oder die Portugiesen ihren Müll vor eine Bank, kippen, ist das vllt. schon was anderes. Oder wenn Leute sagen würde, a la Ghandi, „leckt mich kreuzweise, macht euren Sch… allein“.

    Mal zurück zur Gesundheit bzw. Julius Hensel.
    https://www.youtube.com/watch?v=esHeyWUHHlA
    Was ist eigentlich SALZ? Peter Ferreira, wohl schon älterer Vortrag. Faszinierend, für meine Begriffe.

    Arte+7 speichern: http://floriancrouzat.net/arte/

  10. I will make my garden now,and I am going to use stinging nettle.
    I guess I take some seeds,too.
    I do not accept a law,what is against the heatlhy human mind.
    Noone in the world has to accept idiot thinking.

    And I am going to take a deep breath of fresh air !(but do not call the Police,I already used up my portion for today….LOL…)

    Kiki Rieckmann

  11. Die menschen sind selber dran Schuld das es soweit kommt. Jeder schläft weiter, kauft beim Supermarkt fertig Futter ein, rennt zum Artz, holt sich Medikamente, glaubt den Politikern und kümmert sich nicht um sein Leben! Während alle unbewusst weiter tun, machen manche Pläne und so kommt das zu stande. Die meisten Leute haben sowieso null interresse für Brennnesseln. Jeder von uns hat die macht was zu tun, wir sind nämlich Steuerzahler!

  12. NATURSTOFFE
    Edle Tücher aus dem Unkraut

    Von Rosenkranz, Gerd

    Ein Öko-Stoffhändler aus dem Wendland will Brennnessel-Pflanzen für die heimische Textilproduktion anbauen. Schon bald sollen aus den juckenden Blättern modische Business-Hemden gefertigt werden.

    Wenn Heinrich Kranz, 39, Muster des neuen Naturprodukts präsentiert, staunen seine Zuschauer: „Das brennt ja gar nicht auf der Haut.“ Fasziniert lassen sie das zarte Gewebe mit dem seidigen Glanz durch die Finger gleiten.

    Das cremeweiße Tuch stammt nicht aus edlen Fasern wie Seide oder Flachs, sondern aus der Stängelrinde von Urtica dioica: der Großen Brennnessel. Dass die Mutter aller Unkräuter überall sprießt, vor allem da, wo man nicht mit ihr rechnet, weiß jedes Kind aus leidvoller Erfahrung. Doch jetzt will Kranz, Naturstoffhändler aus dem niedersächsischen Atomlandkreis Lüchow-Dannenberg, die allgegenwärtige Quaddelpflanze als Rohstoff für hochwertige Naturgewebe nutzen.

    Möglichst bald will der rührige Kleinunternehmer seine „Stoffkontor Kranz AG“ an die Börse bringen. Mit dem feinen, gleichzeitig aber strapazierfähigen und langlebigen Brennnesselstoff (Markenname: „Nettle“) sollen Aktionäre angelockt werden, die auf Öko und Rendite gleichermaßen setzen.

    Geht es nach dem Brennnessel-Fan aus dem Wendland, werden sich die ersten umweltbewussten Manager schon 2001 in hautschmeichelnden Business-Hemden aus Nettle zeitgemäß wohl fühlen – von Unkraut-Look keine Spur. Und wenn der Nesselanbau richtig in Schwung kommt, könnten sich bald auch Wellness-Freunde pestizidfrei unter Brennnessel-Bettzeug räkeln.

    Der Preis soll sich deutlich unter dem vergleichbarer Naturstoffe aus Flachs oder Hanf und nur knapp über dem von Baumwoll-Produkten aus kontrolliert biologischem Anbau einpendeln. Die Lokalpresse des verträumten Landkreises an der früheren deutsch-deutschen Grenze pries das Brennnessel-Tuch bereits als „Weltneuheit aus dem Wendland“.

    Doch in Wahrheit ist die Idee, Textilien aus dem Allerweltsgewächs mit den ameisensauren Juck-Blättern zu weben, alles andere als neu. Jahrhundertelang diente die Quaddelpflanze als wertvoller Rohstoff zur Gewebeproduktion. An der Veredelung der wilden Nessel zu speziellen Fasernesseln tüftelten Generationen von Züchtern.

    Schon der russische Mönch Nestorius (1056 bis 1113 nach Christus) schwärmte von prächtigen Gewändern, reißfesten Schiffs-Tauen und Segeln aus der heimischen „Gespinstfaser“. Hier zu Lande versuchten sich Händler seit dem 15. Jahrhundert immer wieder im Aufbau einer Nesselgarn-Industrie. 1723 eröffnete in Leipzig die erste Manufaktur für Nesselzwirn – mit nur mäßigem Erfolg.

    Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts lebte das Interesse an der heimischen Gespinstpflanze auf Grund einer Baumwollknappheit wieder auf. Wissenschaftler gründeten die „Nesselcommission“, starteten in Rummelsburg nahe Berlin erste Anbauversuche und veröffentlichten umfangreiche Untersuchungen zur „Nesselkultur“. Um 1900 galt in Heimarbeit gefertigtes Brennnessel-Tuch als das Leinen der armen Leute.

    Als mit dem Ersten Weltkrieg die Baumwoll-Lieferungen aus dem Ausland ausblieben, gab es einen weiteren Versuch, die gemeine Brennnessel als heimischen Textilgrundstoff zu etablieren. Wegen des Faser-Mangels gründete sich 1917 in Berlin eine „Nessel-Anbau-Gesellschaft“, brachte selbst rund 300 Hektar Nesseln aufs Feld und forderte die Bürger in öffentlichen Aufrufen zum freiwilligen Einsatz: „Sammelt Brennnesseln!“

    28 Reichsmark für je „100 kg getrocknete Nesselstängel“ bot die Gesellschaft den Sammlern, abzuliefern bei eigens eingesetzten Vertrauensmännern oder der „gemeinnützigen Kriegsgesellschaft“. Die Aktion verlief im Sande, unter anderem weil es keine Textilfabriken für die industrielle Weiterverarbeitung gab.

    Später lösten die Autarkie-Träume der Nazis neue Züchtungs-Aktivitäten aus. Rund 30 Sorten, einige mit attraktiven Fasergehalten von bis zu 14 Prozent, überdauerten Krieg und westdeutsches Wirtschaftswunder am Institut für Angewandte Botanik der Uni Hamburg. Doch jahrzehntelang interessierte sich niemand wirklich für die Brennnessel-Sorten aus brauner Vorzeit. Billige Baumwolle und Chemiefasern überschwemmten den Nachkriegsmarkt. Und die Landwirte waren mit der Nahrungsmittelproduktion ausgelastet.

    Die Nesselpflanze als Faserlieferant geriet in Vergessenheit. Brennnessel wird heute vorwiegend als Rheumatee oder harntreibendes Mittel verwendet. Auch als Spinat-Ersatz oder Basis für schmackhafte Suppen kommen die Blätter der Juckpflanze gelegentlich auf den Tisch – neuerdings sogar von Spitzenköchen empfohlen.

    Doch nun, schwärmt Stoffhändler Kranz, könnte das „phantastische Naturprodukt“ helfen, aus Lüchow-Dannenberg mit seiner einzigartigen Mischung aus traditioneller Landwirtschaft und zugezogener Öko-Szene einen „Textilstandort“ zu machen. Der ambitionierte Kleinunternehmer („Ich will nicht mein Leben lang ein Krämer bleiben“) entspricht so gar nicht dem Klischee vom verträumten Müsli-Mann, der mit Birkenstock-Sandalen, Rauschebart und realitätsfernen Visionen das Rad der Geschichte zurückdrehen will. Als Kunden hat Kranz, der seine Grundausbildung in der Textilabteilung eines großen Kaufhauses absolvierte, die wachsende Zahl von Zeitgenossen ausgemacht, die auf Schick und Chemiefreiheit gleichermaßen Wert legen.

    Unterstützung erhält er von dem Hamburger Biologen Jens Dreyer, der in seiner Doktorarbeit kürzlich die Marktchancen der Fasernesseln untersucht hat. Sein Fazit: Auf Grund eines andauernden Trends zu Naturprodukten hält Dreyer mittelfristig einen Faserbedarf von rund 10 000 Tonnen jährlich für möglich.

    Auch ökologisch wäre der Nesselanbau Dreyers Untersuchung zufolge sinnvoll: Für vormals intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen kämen Brennnessel-Kulturen, die nur einmal in 10 oder 15 Jahren neu gepflanzt werden müssen, einer Art Heilkur gleich. Überdüngte Böden würden gereinigt, weil die Nessel ihnen Nitrat und Phosphat entzieht. Und auf chemische Pflanzenschutzmittel kann verzichtet werden – der Schrecken der Schrebergärtner schützt sich selbst.

    Ab Juni tritt Dreyer in die Stoffkontor Kranz AG ein. Mit seinem wissenschaftlichen Sachverstand an der Seite könnten sich die Aussichten der wendländischen Brennnessel deutlich verbessern. So darf der Biologe zwei ertragreiche Züchtungen aus dem „Hamburger Nesselsortiment“ exklusiv nutzen. Auch hat Dreyer, der seit 1993 an Urtica dioica forscht, die Vermehrung der Zuchtpflanzen aus Stecklingen perfektioniert (eine Aussaat ist für den Massenanbau derzeit noch nicht ertragreich genug). Mit der Unterstützung seines Instituts sollen schon in diesem Jahr mehrere hunderttausend Mutterpflanzen keimen.

    Größtes Hindernis war lange Zeit die Aufbereitung des getrockneten Nesselstrohs zu spinnfähigen Bastfasern. Rabiate mechanische Methoden führten meist zur Schädigung des Materials. Der „Aufschluss“ mit Dampf oder moderneren Techniken wie Mikrowelle oder Ultraschall erwies sich als zu teuer. Neuerdings, versichert Dreyer, stehen für den ersten Schritt, die mechanische Trennung von Faserrinde und sonstigen Stängelbestandteilen, Maschinen zur Verfügung, die sich bei anderen Naturfasern wie Flachs oder Faserhanf bereits bewährt haben.

    Vor allem aber soll künftig die traditionelle Feinreinigung der Rohfasern in kochender Natronlauge entfallen. Statt dieser chemischen Keule wollen Kranz und Dreyer das Gespinst im ökologischen Schonwaschgang mit Hilfe von Enzymen und Bakterien von seinen Reststoffen befreien. Die Details des Verfahrens, bemerkt Kranz einsilbig, seien „Betriebsgeheimnis“.

    Nicht nur technische Hürden waren zu nehmen, auch bürokratische. Dass es in diesem Jahr tatsächlich losgehen kann, entschied letztlich die EU-Bürokratie. Im Mai 1999 stimmte Brüssel dem Nesselanbau auf stillgelegten Ackerflächen zu. Landwirte können seither weiterhin die Stilllegungsprämien der Kommission kassieren – und sich gleichzeitig mit dem Nesselanbau ein Zubrot verdienen.

    Als Kranz Anfang Januar die wendländischen Bauern über die ortsansässige „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ aufforderte, Flächen für den Nesselanbau zur Verfügung zu stellen, war die Resonanz denn auch überwältigend. „Wir haben nicht genug Pflanzen, um alle Interessenten zu befriedigen“, berichtet der Stoffhändler.

    Die Landwirte erhalten 200 Mark pro Tonne Nesselstroh – bei einem Ertrag, der im ersten Jahr kaum einige wenige Tonnen pro Hektar übertrifft, dann aber Jahr für Jahr auf rund zehn Tonnen anwachsen soll. Im Mai werden die Stecklinge auf Kosten der Stoffkontor AG erstmals in großem Stil und mit halbautomatischen Maschinen in den wendländischen Boden gebracht.

    Die anvisierte Anbaufläche – höchstens 100 Hektar im ersten Jahr – werde den Bedarf potenzieller Abnehmer kaum befriedigen, klagt Kranz. Seit er seine Stoffmuster auf Fachmessen präsentiere, sei die Produktion „auf Jahre im voraus vergeben“. GERD ROSENKRANZ

    DER SPIEGEL 10/2000
    Alle Rechte vorbehalten
    Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

    Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
    Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

    Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15876203.html

    1. Lassen Sie mich so sagen, DAS durfte nicht sein.

      Stoffkontor Kranz AG: Mit Schuldverschreibungen aus der Krise?
      http://wendland-net.de/post/stoffkontor-kranz-ag-mit-schuldverschreibungen-aus-der-krise
      Stoffkontor Kranz AG hat Insolvenz angemeldet
      http://wendland-net.de/post/stoffkontor-kranz-ag-hat-insolvenz-angemeldet

      siehe und bilde Analogie zur Heilung in „Die sieben Raben“!

      Beachte auch Anti-Schimmelmittel Borax … Links müssen noch freigeschaltet werden.

  13. Hanf und Nesseln mußten weichen,
    auf Befehl der Geldgier-Reichen!

    Altes Deutsches Sprichwort:

    Gier ist die Wurzel allen Übels!

    1. Augen auf News – 126 – Das verbannte „Heilmittel“ Borax
      https://www.youtube.com/watch?v=qPtEnC2iABw

      Borax ist VERBOTEN worden vor ein paar Jahren.
      Es ist wohl plötzlich Krebserregend geworden.
      Gerüchte sagen das es den Anti Schimmelmittel und Pharmafirmen ein Dorn im Auge war weil es so billig ist und gut gegen viele Sachen wirkt.
      http://www.gutefrage.net/frage/wo-kann-ich–borax-kaufen

      Die Borax-Verschwörung: Das Aus für die Arthrose-Heilung
      http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/die-borax-verschwoerung-das-aus-fuer-die-arthrose-heilung?context=category&category=16

      Die Borax Verschwörung
      https://stevenblack.wordpress.com/2013/03/18/die-borax-verschwrung/
      http://www.torindiegalaxien.de/gesu07/Die%20Borax%20Verschwoerung.pdf

      … Schimmel… … könnte ich mir als perfekte Biowaffe vorstellen …

      Schimmelpilzbefall durch und trotz Dämmung
      Schimmel durch Wärmedämmung? [5]
      http://www.konrad-fischer-info.de/7sch05.htm

      Narrhallamarsch !

      1. Danke. Manche bekommen es lt kommentaren aus GB oder CH, von ebay oder amazon, über Schmieden oder Töpfereien. Ohnehin wohl in Apotheken. Auch Bor-Tabletten. Mindestens so wichtig wie Dosierung wohl Magnesium-Ergänzung.
        Genutzt auch als Badezusatz, lässt noch mehr an einen Zusammenhang zum (Kaiser-) Natron denken (Überssäuerung ,evtl vielfach stärkere Wirkung + Entgiftung).
        Interessant.
        Vermutlich sollte es so sein: angeblich auch einiges an Bor in Brennesselsamen. 🙂

  14. Mich wundert inzwischen in der EU nichts mehr. Ich lebe in Frankreich und habe jetzt zum ersten Mal vom Brennesselverbot erfahren. Wie schlimm. Ich begreife nicht, warum die Bürger Europas nicht endlich aufbegehren. Mir ist unbegreiflich, dass die Menschen einfach nicht aufwachen… Stephanie

    1. @ Stephanie
      in den Kommentaren kam schon die Nachricht, daß dieses Verbot nun aufgehoben worden sei.
      muss zu meiner Schande gestehen, daß ich dies bisher nicht verifiziert habe.

      Die Menschen wachen schon langsam auf, doch die Bösen sind auch sehr fleissig. So viel neue Angriffe täglich, da muss man erstmal nachkommen…

      Doch wie sagt Bob der Baumeister im Kinder-TV: „ja, wir schaffen das!“
      So müssen wir es sehen und so geht es auch weiter. ciao

  15. Brennessel als Tee = toll bei Blasenproblem. & junge Blätter wie Spinat in Pfanne kochen sehr gesund andere Kräuter brauch ich als Tee, Sud od. Als Tinktur äußerlich. Nehme nie Schmerz Tabl od. Anti Biotikum wirkt nicht nehmt lieber Löwenzahnwurzel als Tee sogar bei Krebs & hilft der Leber. Manuka Honig v Neuseeland dämmt alle Bakterienherde nach kurzer Zeit ein mehrmals auf d. Wunde auftragen es verhindert Entstehung of Multiple resistance bacterias in USA wurde da geforscht zum Eßen ist d. Honig sehr gesund!
    Ayurveda ist sehr gut um ewig gesund zu bleiben
    Tabl. Vom Arzt werfe ich weg Ginkgo Blätter sind auch sehr gesund.

  16. Kaufte 1 Brenneßeltee v. Alnatura in der BRD?& in der CH ist es erlaubt ihn zu brauchen, ist so 1 Unsinn in Fr. daß man ihn nicht im Garten etc benützen darf er ist kostenlos Wehrt Euch alle!

  17. Ich möchte nur einen ganz kurzen Kommentar loswerden…..alles andere ist schon von den Vorkommentatoren geschrieben worden.

    Ich kann nur eines sagen: Es gibt nur eine einzige Person, die entscheidet, was in meinem Garten oder auf meinem Balkon verwendet wird, und das bin ich.
    Genau das kann ich nur jedem anderen empfehlen, nämlich sein Gewissen und sein Bauchgefühl zu fragen.
    Und das sagt mir einwandfrei, dass ich auf gar keinen Fall freiwillig meine Kinder vergiften werde, nur, weil das meine Regierung gern so hätte!
    Und ich freue mich über jeden, der genauso denkt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.