Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn in Aufsichtsrat des Russischen Fonds direkter Investitionen gewählt

Bild: Guardian
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erschienen bei Ria Novosti

Gut zwei Jahre nach seinem Rücktritt als Chef der Internationalen Währungsfonds (IWF) wird Dominique Strauss-Kahn den Russischen Fonds Direkter Investitionen (RFPI) beaufsichtigen.

Der Fonds habe den 64-jährigen Franzosen in seinen zehnköpfigen Aufsichtsrat gewählt, teilte der RFPI mit. Zu dem Gremium mit dem russischen Minister für Wirtschaftsentwicklung, Alexej Uljukajew, an der Spitze gehören ferner der Chef der Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, Zentralbankchefin Elvira Nabiullina, Finanzminister Anton Siluanow, Präsidentenberater Andrej Beloussow, der Vorstandschef der Russischen Außenhandels- und Entwicklungsbank VEB, Wladimir Dmitrijew, RFPI-Generaldirektor Kirill Dmitrijew, der Investitionsexperte an der Business-Schule Harvard, Josh Lerner, und der Chef der französischen Staatsbank Caisse des Depots International, Laurent Vigier. Der Fonds wird von einer Gesellschaft verwaltet, die eine 100-prozentige Tochter der VEB-Bank ist.

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Anmerkung: Und sie gehören alle in einen Sack gesteckt und geprügelt – es träfe dann keinen Falschen…

8 Gedanken zu „Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn in Aufsichtsrat des Russischen Fonds direkter Investitionen gewählt

  1. Na, dann ist die Geburtenrate im Aufsichtsrat bald fünf mal so hoch wie vorher. Auch die der Schäferhunde.
    Mit der vollen Kasse der Bank hat es sich dann auch erledigt.

  2. Um diese Meldung zu verstehen müssen einige Zusammenhänge erklärt werden. Die Bank Rossija, die die russische Zentralbank ist und die Geldpolitik in Russland seit Jahren mit einer Investitionshemmenden Hochzinspolitik (der russische Leitzins liegt über 8%, das würgt jede Investitionbereitschaft ab und russische Konzerne haben so hohen Anreiz ihre Gewinne im westlichen Ausland zu investieren) bestimmt, ist von der int. Finanzmafia kontrolliert und handelt in deren Interesse, nicht in der des russischen Staates. Es wird geschätzt, das etwa 40% des russischen BIP an diese Kreise gehen, quasi als verdeckte Tributzahlung. Putin ist in seiner ersten Amtzeit mit dem Versuch gescheitert die Bank Rossija unter Kontrolle des russischen Staates zu bringen. Die Aufwertung der russischen Entwicklungsbank und der Fonds für direkte Investitionen ist ein Versuch die Hochzinspolitik der Bank Rossija zu unterlaufen und die russische Investitions- und Wirtschaftpolitik von der int.Finanzmafia unabhängiger zu machen. Strauß Kahn wollte ähnliches im IWF durchsetzen und wurde dafür abgeschossen (ein geiler Gockel ist er trotzdem, aber das muß man trennen). Rußland versucht ua mit seiner Hilfe den Schachzug gegen die Bank Rossija international abzusichern. Ach die Ernennung der als Putin-nah geltenden Najibulla (die allerdings aus „liberaler Aufzucht“ stammt) geht in diese Richtung, sie soll vermutlich eine Zinssenkungspolitik in der Bank Rossija einleiten, was unmittelbar zu mehr Investitionen führen würde. Wenn StraußKahn dann auch noch die russische Geburtenrate zum Aufschwung treibt 😉
    Quelle hierzu:
    http://telegrafist.org/2013/07/12/72178/
    auch dies
    http://telegrafist.org/2013/07/21/73717/ ist übersetzenswert: der Artikel gipfelt in dem Satz, Putin habe die letze Brücke zwischen sich und den Kolonisatoren Rußlands abgebrannt „Президент России сжигает последние мосты между собой и колонизаторами России.“

  3. @ einspruch

    ich stimme zu.
    gorbatschow und jelzin
    haben in russland sehr viel verbrochen.
    das land leidet immer noch darunter.
    das land hat sich noch nicht erholt.
    ob putin aber der richtige ist,
    da muss ich zweifeln.

  4. @fedot: ob Putin der Richtige ist weiß ich auch nicht. Daß er aber die Frontfigur für diejenigen russischen Kräfte ist, die sich gegen die „anglo-amerikanische Kolonisation“ wehren und an der Wiedergewinnung staatlich-russischer Soveränität arbeiten, halte ich für sicher. mMn ist das insofern „gut“, als es bislang eine schnelle globale „Kolonisierung“ durch diese „Eliten“, für die die meisten Menschen alle nur unnütze Esser, bestenfalls brauchbares Dienstpersonal sind, verhindert hat. Anders gesagt, das Projekt nationaler russischer Restauration, dessen Gesicht Putin ist, bringt den Gegnern des globalen angelsächsischen Finanzfeudalismus die Chance länger und wirksamer Widerstand zu leisten als unsere Möchtegernherren wünschen. Schon dafür ist es gerechtfertigt diesem Projekt Erfolg zu wünschen, selbst wenn es zu sonst nichts nützlich sein sollte.

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