Archiv für den Monat: Juli 2013

die Widersprüche der Europäischen Union gegenüber der Hisbollah

Bild: Voltaire-Netzwerk
Bild: Voltaire-Netzwerk

erschienen bei voltairenet

Die Europäische Union bringt mit der Bezeichnung des militärischen Flügels der Hisbollah als Terrororganisation ihr Missverständnis des libanesischen Widerstands zum Ausdruck. Sie ist keine politische Partei und will auch keine werden, auch wenn sie an dem politischen libanesischen Leben beteiligt ist. Brüssel zeigt damit dem angelsächsischen Block (einschließlich Israels) seine Ergebenheit, auf Kosten seiner eigenen Prinzipien.

Mit drei Tagen Verspätung hat der Europäische Rat seine Entscheidungserklärung zum Eintrag des militärischen Flügels der Hisbollah auf seine Liste der terroristischen Organisationen veröffentlicht. Im Gegensatz zur Gewohnheit war die Neuigkeit bereits rund um die Erde gekreist und die Hisbollah hatte schon darauf reagiert.

Das offizielle Dokument war von einer gemeinsamen Erklärung des Rates und der Kommission begleitet, die betont, dass dies „nicht die Fortsetzung des Dialogs mit den politischen Parteien im Libanon verhindert und keine Auswirkungen auf die Bereitstellung von Hilfe in diesem Land hat“. Dieser Kommentar soll einen Unterschied zwischen den zivilen und militärischen Flügeln der Hisbollah machen, wodurch die Europäische Union mit dem ersten diskutieren kann, während sie den zweiten verurteilt.

Auf die gleiche Art und Weise besuchte die Botschafterin der Europäischen Union, Angelina Eichhorst in Beirut den für internationale Beziehungen Zuständigen der Hisbollah, Ammar Moussaoui, um ihm zu sagen, dass diese Entscheidung nichts an ihrer Beziehung ändere.

Das Problem ist, dass diese Entscheidung keinen Sinn hat.

das mystische Streben der Hisbollah verbergen

Im Wesentlichen ist Hisbollah keine politische Partei, sondern ein Widerstands-Netzwerk gegen die israelische Invasion, auf schiitischen Familien aufgebaut, nach dem Vorbild der iranischen Basidschis, deren Flagge (gelb) es angenommen hat. Allmählich wurden nicht-Schiiten in einer ad-hoc-Struktur vom Widerstand aufgenommen, um dem Versagen des libanesischen Staates entgegenzuarbeiten, sowohl zur Unterstützung der Familien mit ihren Verletzten und Märtyrern, als auch zum Neuaufbau des Süden des Landes, der von der israelischen Luftwaffe völlig zerstört wurde. Diese Entwicklung führte ihn dazu, Kandidaten bei den Wahlen und zur Teilnahme an der Regierung zu präsentieren.

Sein Generalsekretär Sayed Hassan Nasrallah hat nicht aufgehört seine Abneigung gegen ihre Politik auszudrücken, die für ihn nur eine korrumpierende Aktivität ist. Stattdessen ergriff er jede Gelegenheit, um das Ideal hochzuhalten, als Märtyrer auf dem Schlachtfeld zu fallen, wie sein ältester Sohn Muhammad Hadi, der damit dem Weg von Imam Hussein in der Schlacht von Kerbala folgte.

Im Wesentlichen ist die Hisbollah das Resultat eines mystischen Ansatzes und kann nicht mit einer europäischen politischen Partei verglichen werden. Seine Soldaten haben nichts anderes zu gewinnen, als zu kämpfen und ihr Leben darzubieten. Sie ziehen in den Krieg, weil ihre Sache gerecht ist, und weil sie Gelegenheit zum Opfer ist, d.h. zur menschlichen Entwicklung. Es war der Sinn der Revolution von Ajatollah Ruhollah Khomeini und es ist auch ihrer.

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London: Hisbollah mauschelt mit den Saudis

Saudi Arabiaerschienen bei „Hinter der Fichte“ – Danke an Armeeverkauf

 

Saudischer Prinz drohte Geschäftspartner zu köpfen.
Wer finanziert eigentlich die Hisbollah?

 

Der Mainstream, zu dem man getrost auch Wikipedia hinzurechnen muss, meint es wäre der Iran; wahlweise auch die Russen oder die Chinesen. Selbst für die eingefleischtesten Iranophoben sind Zweifel angesagt. In London kam heraus: Die Saudis sind mit nicht unerheblichen Summen dabei – via Beirut/Libanon und Nairobi/Kenia.
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Und das kam so. Sie organisierten Milliardendeals mit der von der EU gestern auf die Liste der Terrororganisationen gesetzten Hisbollah (angeblich sollen ihre Gelder eingefroren werden, doch dazu später) und sie hatten Meinungsverschiedenheiten über die Geldbewegungen und über die Anteile: ein Jordanier und zwei prominente Mitglieder der saudischen Herrscherdynastie. Jetzt befasst sich der High Court in London mit dem Fall.
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Der Jordanier Faisal Almhairat gründete im Oktober 2009 die Fi Call Ltd. in London, die sich offiziell mit Telekommunikations-Software beschäftigt haben soll. Wegen des dortigen Firmensitzes findet das Verfahren in London statt. Zum Glück für Almhairat. Seine Teilhaber sind über Offshore-Firmen Prinz Mishal Al Saud, ein Bruder des Königs und früher Verteidigungsminister des Königreiches Saudi-Arabien und Prinz Mishals Sohn, Prinz Abdulaziz bin Al Saud. Die Briten hatten – auf schwerwiegende Drohungen der Saudis hin – die Angelegenheit diskret behandelt. Inzwischen allerdings verloren die Prinzen vor dem Gericht ein Beschwerdeverfahren in welchem sie behaupteten, als Mitglieder der saudischen Herrscherfamilie in England Immunität zu besitzen (!) und die Zuständigkeit der britischen Gerichtsbarkeit überhaupt bestritten. Im Mai 2013 hatten die Richter die Aussetzung der Berichterstattung aufgehoben und die Katze aus dem Sack gelassen. Viele Zeitungen am Golf bringen jetzt die Details. Die Saudis drohten demnach ihrem Geschäftspartner ihn zu köpfen und seine Leichenteile der Familie in Jordanien zu schicken.
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Doch damit nicht genug. Am Rande kommt heraus, dass die Saudis mit der Hisbollah finanziell verbandelt sind. Zwei Mitschriften von Gesprächen mit dem Hause Saud lassen nichts an Deutlichkeit übrig: Wer mit uns dealt riskiert Kopf und Kragen. Aus den Beweisunterlagen der Anwälte des Jordaniers Almhairat stammen folgende, von der Gegenseite freilich angefochtenen, Protokolle.
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US-Botschafter: Biolabor bei Tiflis hat keine militärische Zweckbestimmung

a b c waffenerschienen bei Ria Novosti

Das mit dem US-Geld unweit der Hauptstadt Tiflis gegründete öffentliche Richard-Lugar-Gesundheitszentrum (Zentrales Laboratorium des öffentlichen Gesundheitswesens) ist keine geschlossene Einrichtung und habe mit militärischen Experimente nichts zu tun.

Das erklärte der US-Botschafter in Georgien, Richard Norland, am Montag in der Hauptstadt Tiflis. „Das Laboratorium ist der georgischen Seite unterstellt. Die USA und Georgien haben mehrmals betont, dass diese Einrichtung offen und transparent ist. Das ist ein offenes Institut für Wissenschaftler, darunter auch für russische„, sagte Norland.

Zuvor hatte der Chef der russischen Verbraucherschutzbehörde, Gennadi Onischtschenko, erklärt, dass auf dem Territorium Georgiens ein von den georgischen Behörden nicht kontrolliertes mikrobiologisches Laboratorium der US-Kriegsmarine aktiv ist. Nach seinen Worten war afrikanische Schweinepest, die in mehreren russischen Regionen tobt, vom Territorium Georgiens nach Russland gelangt.

Der georgische Sondergesandte für die Regelung der Beziehungen zu Russland, Surab Abaschidse, sagte dazu, dass er keinen Zusammenhang zwischen diesem Biolabor und der afrikanischen Schweinepest in Russland sieht.

In der Vorwoche hatte der georgische Minister für Arbeit, Gesundheitswesen und Soziales, David Sergejenko, mitgeteilt, dass das Laboratorium demnächst Teil seines Ministeriums wird. „Das Labor wird zurzeit reorganisiert und in einigen Wochen zu einem Departement unseres Ministeriums werden“, sagte er vor der Presse in Tiflis.

Zuvor hatte der russische Rüstungsexperte Igor Korotschenko von Georgien gefordert, Aktivitäten in einem Geheimlabor offenzulegen, in dem georgische und US-amerikanische Militärs vermutlich biologische Forschungen zu militärischen Zwecken betreiben. Auch das russische Außenministerium hatte Besorgnis über „biologische Aktivitäten in der Nähe zur russischen Grenze“ geäußert.

Dagegen versicherte der georgische Gesundheitsminister, dass dort (im Labor) keine für Mensch und Umwelt gefährlichen biologischen oder chemischen Stoffe synthetisiert werden.

Quelle: Ria Novosti

Anmerkung: Trau, schau, wem? Weshalb sieht sich gerade der US-Botschafter veranlasst, über georische Interna Auskunft zu geben?

Syrien: edel sei der Mensch, hilfreich und gut…

Danke an Gerald

Ein syrischer Soldat spricht mitten im Gefecht mit Rebellen und legt nach einer Weile sogar seine Waffe nieder, um nähertreten und mit den Gegnern verhandeln zu können. Trotz all den Foltergreueln der Rebellen.

Die Rebellen in der Szenerie sind massiv von syrischen Soldaten umzingelt. Leider kann ich kein syrisch verstehen, glaube aber, dass der Soldat die Rebellen erst nach ihrer Nationalität fragt, dabei selber dauernd auf die syrische Heimat Bezug nimmt und den „irregeleiteten“ Landsleuten so eine goldene Brücke zum Überleben bauen will.

Ein heldenhafter, ja eiserner Mut steht hinter der sanften und lieben Stimme des Soldaten. Solcher Edelmut ist die wohl einzige Blume in Kriegszeiten:


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PS: leider scheint der noble Mann nun tot zu sein, wie der einzige nichtarabische Kommentar unter dem Film nahelegt – hoffentlich ein Fehlschluss!

zum Thema passt auch die Meldung:

Syrische Rebellen laufen zu Assad über

 

Damaskus (Jungefreiheit.de/IRIB) – Hunderte syrischer Rebellen haben laut der britischen Tageszeitung The Daily Telegraph ein Amnestieprogramm der Regierung genutzt und ihre Waffen niedergelegt.
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