USA: Uranbergbau vergiftet den Brotkorb der Welt

erschienen bei einartysken

Vorbemerkung Einar: Ein Wahnsinnsartikel. 75 Prozent aller Uranbergwerke liegen auf indigenem Land. Diese armen Teufel, die von einer Ecke in die andere gejagt wurden – ob in den USA oder Indien oder Südamerika – und am Ende findet man genau dort wieder etwas, was die Multis und das Kapital unbedingt brauchen, und wieder werden sie verjagt – oder man betreibt einen heimlichen Genozid gegen sie wie gegen die Navajos und die Great Sioux Nation. Und egal welche Verträge unterzeichnet werden, die USA haben niemals auch nur einen von ihnen gehalten. Aber das große Wort über die Menschenrechte und Demokratie führen, das können sie.

 

                           Great Sioux Nation Territorium
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von Kevin Zeese und Margaret Flowers

Am frühen Morgen des 16. Juli 1979 brach ein 7-Meter-Teil des Erddammes vom Auffangbecken der Church Rock Uran-Fabrik ein und setzte 95 Millionen Gallonen (3.78 l/d.Ü.) hoch ätzender Flüssigkeit frei, die 1100 Tonnen radioaktives Material enthielt. Die Flüssigkeit und der Abfall flossen in den nahen Puerto Fluss, wo sie 150 km flussabwärts trieb und giftige Pfühle hinterließen und örtliche Abzugkanäle an ihrem Weg vergifteten.

Obwohl diese Freisetzung von Radioaktivität, wohl die größte in der US-Geschichte, weniger als vier Monate nach der teilweisen Kernschmelze des Three Miles Island AKWs passierte, die radioaktive Gase und Iodine in die Atmosphäre entließ, bekam der Church Rock Unfall wenig Medienaufmerksamkeit, da Three Mile Island die Schlagzeilen beherrschte.

Und als die Bewohner von Church Rock ihren Gouverneur fragten, ihre Gemeinde zum Katastrophengebiet zu erklären, damit sie Gelder zur Wiedergutmachung erhielten, weigerte er sich.

Was war der Unterschied zwischen dem Church Rock Unfall und der teilweisen Kernschmelze von Three Mile Island? Church Rock liegt im Gebiet der Navajo Nation, eins der Gebiete, die von der USA geopfert wurden, um Uran für den Kalten Krieg und für die Atomkraftwerke zu liefern. Jenes Gebiet und viele andere in der Navajo Nation sind bis zum heutigen Tag verseucht.

Ein weiteres geopfertes Gebiet ist das der Great Sioux Nation, wo tausende von offenen Uran-Minen immer noch Strahlung und Schwermetalle in die Luft, Erde und Wasser freisetzen.

Diese Vergiftung der Navajo und Great Sioux Völker findet seit Jahrzehnten statt und hatte ernste Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Selbst heute ist es noch unbekannt, wie groß ihr volles Ausmaß und ihre Auswirkungen sind auf diese Völker und den Rest des Landes, weil die verseuche Luft und das Wasser sich nicht an Grenzen halten.

Die meisten Amerikaner haben keine Ahnung von der Story des Uranbergbaus auf indigenem Land, weil es schwer ist, diese Story zu akzeptieren. Sie umfasst die lange Geschichte der Menschenrechtsverletzungen der USA an den indigenen Indianern und die Anerkennung der vollen Kosten der Atom-Energie – zwei Stories, die von Regierung und den Energie-Giganten unterdrückt wurden.

Viele Menschen denken bei Atomenergie an eine saubere Energiequelle. Das hat man verbreitet beim Übergang von den fossilen Brennstoffen zur Atomenergie. Aber die Wahrheit ist, dass für die Atomenergie ein hoher Preis an Gesundheit des Volkes und des Planeten bezahlt wird. Wie andere Formen extraktiver Energie wie Kohle, Öl und Gas muss Uran im Boden bleiben.
Vergiftung durch Strahlung und Schwermetalle sind eine verborgene Umweltkatastrophe, die immer weitergeht und angepackt werden muss. Aber statt die Gesundheitseffekte zu studieren und die Umwelt zu säubern, machen private Unternehmen wieder Druck, um das Verbot der Uran-Gewinnung aufzuheben.

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3 Gedanken zu „USA: Uranbergbau vergiftet den Brotkorb der Welt

  1. John Schacher, ich mache nur noch meine Aufgabe, deswegen, labert weiter!
    Sehe, Obimbo und deren Agressionsargument, die haben selber Dresden und andere Städte bombardiert, nur um an Reichsgold zu kommen!
    IN MEINEM hERZEN HABE ICH dICH; MEIN GOLDSTÜCK!
    Glück Auf, meine Heimat und Assad, mein Freund, ich bin in Syrien mit Dir und Deinem Volk, Jürgen!

    Erinnere doch die Tussie von 1972 und deren Treffen bei Honecker!

  2. Kennt noch jmd den Spielfilm „halbblut“ (Thunderheart)?
    Es geht um dieses Thema, publikumshalber mit den Indianerunruhen 73 verknüpft. Sehenswert, vllt. was für den Samstagabend.
    Passt d(ies)er Kommentar hierher? 😉
    Schönes WE.

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