Michael Winkler: Fassade

kabul art nuristanerschienen bei Michael Winkler

Was ist der Unterschied zwischen einer Plauderei (Neudeutsch: „Small Talk“) und einem Gespräch? Wobei die Unterhaltung / Unterredung noch als Zwischenstufe betrachtet werden mag. Die Ernsthaftigkeit ist es nicht, denn auch eine beiläufige Plauderei kann durchaus ernsthaft geführt werden. Das Kennzeichen einer Plauderei ist ihre Beiläufigkeit. Da werden beliebige Themen behandelt, oft auch mehrere Themen nacheinander, doch bei keinem geht es in die Tiefe.

Von der Unterhaltung über die Unterredung zur Besprechung nimmt die Ernsthaftigkeit zu. Wenn sich unser Bankberater mit uns über unseren Kontostand unterhalten möchte, wissen wir ganz genau, daß das keine harmlose Plauderei werden wird. Dabei ist es egal, ob die Zahlen, die Gegenstand dieser Unterhaltung sind, eine tiefrote oder eine tiefschwarze Farbe aufweisen, das Gegenüber möchte etwas von uns. Bei einer Unterhaltung wird schon einmal ein Kandidat für einen Posten auf seine Eignung abgeklopft. Die Unterredung und schließlich die Besprechung sind nur formeller, aber sie sind immer noch kein Gespräch.

Wobei die Definition ein bißchen willkürlich ist. „Wir hatten ein nettes Gespräch“ darf durchaus eine Plauderei bezeichnen. Ein wirkliches Gespräch, im hier verwendeten Sinn, dauert Stunden und geht in die Tiefe. Da wird die Fassade durchdrungen, da geben sich zwei Menschen gegenseitig Einblicke hinter diese Fassade. Aus diesem Grund ist ein Gespräch so gut wie immer auf zwei Teilnehmer beschränkt.

Was ist die Fassade, die ein Gespräch durchdringt? Die Fassade ist unsere Lebensrolle, die wir nach außen hin spielen, das Neudeutsche „Image“, das „Imago“, das Bild, das wir nach außen hin abgeben. Es ist die Larve, hinter der wir unser wahres Ich verbergen, ja es sogar beschützen. Wir wachsen in diese Rolle hinein, verinnerlichen sie, geben vielleicht sogar das wahre Ich auf, um die Rolle noch besser auszufüllen.

Betrachten wir einen Archetypen, Feldwebel Kurt Schleifer. Edel sei der Mensch, sagte sich einst der junge Kurt, folglich müsse er geschliffen werden. Was Herr Schleifer fortan auf dem Kasernenhof hingebungsvoll besorgte. Uniform, Brüllstimme, Dienstvorschrift – alles paßt wunderbar zur Fassade, zur Rolle des Gnadenlosen. Nun entkleiden wir diesen Herrn Schleifer bis auf die Unterhose und stellen ihn barfuß auf den Marktplatz. Wie viel Feldwebel ist dann noch übrig? Machen wir weiter, stecken wir ihn in einen Frack, in absolute Festbekleidung. Jetzt sitzt er in einer Theaterloge, bei einer Opernaufführung. Wo ist der Feldwebel jetzt geblieben?

Wir haben die Hauptrolle und zwei Ausnahmesituationen, und doch ist es immer Kurt Schleifer gewesen. Was ist Fassade, was ist Rolle – und wo fängt der Mensch an? Oder sollten wir die Frage lieber anders herum stellen: Wann hört der Mensch auf? Für sich allein ist es leicht, Mensch zu sein, doch was ist, wenn wir in Kontakt mit Anderen treten?

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Ein Gedanke zu „Michael Winkler: Fassade

  1. In Leipzig wurde Juornalistik studiert, was studierte nun die Merkel tatsächlich dort? Physik nicht. Und wenn, in welchem Internat wohnte sie da zu DDR Zeiten? Ich kenne das Wohnheim durch meine Arbeit in den Studentenbuden und einiger Freunde aus Palästina, Algerien und auch aus Frankreich und Chile, siehe hin auch in Rostock Evershagen! Und der Prof. Willy Sitte, der wohnte dann auch noch neben mir, wie viele andere Gesichter der Zone dazu gehörten, die Merkel war 1952 in Hamburg geboren und auch in der Humboldt UNI kaum zu sehen! Sicherlich hatte man auch ein Physikstudium absolviert mit einem Rahmen von damals sechs Jahren, sprich 12 Semester, aber sie war dann fast jeden Tag am Runden Tisch mit dabei und einer Miene, als wäre sie nur ein kleines und schüchternes Mädchen!
    Man lese das Buch der Biographie der Tamara Bunke, da steht ein Lebensweg von Kommunisten aus Mexiko. Die Frage ist, wie diese Kommunisten an die Werke von Marx, Engels und Lenin kamen, wenn denn nicht Bücher damals so teuer waren?
    Hetzzettel und geheime Absprachen, wie auch Briefe wurden als Nachrichten verbreitet! Soch auch die Funker einen Anteil hatten, denn über den Teich waren Schiffsreisen sehr teuer!
    Treffsicher hatten ja die Juden und unter Familie der von Dingsda die Deutsche Post mit auch Banken und deren Zertifikaten eingerichtet! Wie kann also der Bolschewist dann heute seine Krallen ausbreiten, wenn doch Russland und das Deutsche Reich neben China ganz andere Werte hatten! Für Meschlichkeit, ha, der Bolschewismus hatte bis 1956 80 Millionen Menschenleben gefordert und dazu auch noch die im Krieg gefallenen Soldaten, macht etwa dann weltweit 150/160/170 Millionen Menschenleben!
    Die Infokrieg, MONSANTO und HAARP, wie auch der II: Weltkrieg wird wenigstens einige Milliarden Menschen – Leben kosten, siehe auch Sprung von China in das Weltall und auch mit Deutscher Technik! Glück Auf, meine Heimat! Und Frieden wünschend!

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