Hensel´s Sonntagsmatinée: GEZeichnet – für das Leben!

von H.-P. Schröder

Fußvolk

Gestern habe ich das Autoradio aus dem Armaturenbbrett gerissen. Sowas passiert. Man steht morgens auf und weiß, heute ist es soweit, heute ist der Tag. Heute geschieht es, jetzt ist Schluß. Und dann geschieht es. Und dann macht man es. Und dann ist Schluß. Gestern war das Autoradio d`ran. Das letzte seiner Art. Die anderen Radios schweigen schon seit Jahren. Wir haben vor 20 Jahren den Fernseher formlos verabschiedet: „Verlassen sie sofort meine Wohnung, raus! Und ihn einem polnischen Gastschwarzarbeiter geschenkt, der in einem Verschlag wohnte und für einen Miethai Miet-Kasernen renovierte. Was damals wie ein humanitärer Akt aussah, ist im Nachhinein, nach heutigem Bewusstseinsstand, Beihilfe zur Existenzverkrüppelung gewesen. Das tut uns leid.

Wir zahlen immer noch Gebühren, einzig für das vermaledeite Autoradio. Und hören gar kein Radio, sondern nur Musik- und Bildungscd`s wie „Der brave Soldat Schweijk“ oder die „Dienstanweisung für einen Unterteufel“. Bekömmlicher Stoff, praktisch anwendbar und sehr preiswert.

Oder wir hören gerade Mahler, Grieg, Tschaikowsky, Beethoven und dann knackt es plötzlich im Lautsprecher und eine plärrende, vorlaute Stimme quatscht uns an, eine Stimme die ignoriert, daß Kinder zu schweigen haben, wenn Tschaikowsky spricht und bevor wir sie mit dem Ausknopf abdrehen können, hat sie uns in hastig-hysterisch überschnappenden Dissonanzen irgend etwas von einer Sau, oder einer Umleitung, oder einer Rattenfalle oder so was, in das Auto gespuckt.

Wir stehen unter Schock, lüften, schauen uns an, schauen auf den Fleck, wer war`s? Niemand, das Drecksding stellt sich von alleine an. Wir drücken den Verkehrsfunk aus. Bis zum nächsten Mal. Das alles hat jetzt ein Ende.

Jetzt ist Schluß damit. Ich besorge einen CD-Spieler, die Boxen bleiben hier und das Gesindel draussen.

Als der fernsehfreie Lebensabschnitt begann, haben wir es versucht. Das Radiohören. Ich vor allem, ich gestehe, ich habe Radio gehört. Bis vor 10 Jahren. Keinen Dudelfunk, der von Zwangsjackenträgern künstlich gemacht wird. Nein, ab und zu ein Hörspiel, Konzerte, Krimis, Literatur, Science Fiction, das regt an, bis die Science Fiction Reihe eingestellt wurde, ach nein nicht eingestellt, sondern von 21 Uhr auf 23 Uhr und 30 Minuten verschoben wurde. Wo sich mittlerweile auch der Krimi ausgähnt. Und die Literatur? Wenn nicht klassisch, dann ungenießbar. Was gehen mich fremder Leute Zwangsneurosen an?

Das Echte verschwand Richtung 23 Uhr, eine Zeit in der ehrliche Menschen schlafen sollten. Ausser Schichtarbeitern versteht sich und Krankenschwestern und Feuerwehrleuten und Polizisten. Alles ehrenwerte Berufe Herr Indendant und ihr da, ihr Lümmel vom Rundfunkrat, ihr hättet die alle erlernen können.

Ehrliche Berufe, für die man kein Jurastudium benötigt. Oder ein anders Blendwerk. Aber nein, ihr musstet euch ja unbedingt dazu entschließen in die Absteigerliga einzusteigen. Nichts auf dem Kasten und dieses Nichts dann gewaltsam mittels Kasten der Nation reindrücken wollen. Wenn ich nicht kann, darfst du auch nicht. Kastrierte, die das Kastrationsmesser wärmstens als Allheilmittel gegen alles und jeden empfehlen. Pfui Deibel, wie garstig! Ich habe es versucht. Stichwort Radioprogramm, Stichwort Nachrichten.

Kurze Unterbrechung für eine lebenswichtige Durchsage: Ich hatte eine Erleuchtung. Gestern ist es mir klargeworden. Ich weiß jetzt, was mich schon immer am Radio-und Fernsehprogramm gestört hat: Das Programm. Ich lasse nicht zu, daß das Programm mich programmiert. Denn das ist die Reihenfolge. Erst wirst du programmiert, dann wirst du kastriert! Sollten sie das nicht glauben, fragen sie bitten einen Intendanten und ein Mitglied eines Rundfunkrates ihrer Wahl. Man nennt das dann, glaube ich, eine Doppelblindprobe.

Wo sind wir stehengeblieben? Ach ja, wie gesagt, ich habe es versucht. Mit den Nachrichten. Morgens um Sieben. Was soll ich lange herumreden, das Buch irrt: Selbst bei den „ausgewogen zusammengelogenen Nachrichten“ des Deutschlandfunkes oder eines dieser Kultursender, war die Welt morgens um sieben NICHT in Ordnung.

Gewohnt genau hinzuhören, passierte folgendes: Der Blutdruck stieg, und das angebissene Butterbrot vetrocknete auf dem Teller, weil mir der Mund offen stehen blieb. Nicht nur wegen der in lockerer Folge eingestreuten Primitivlügen und des Propagandagewäschs, nein, auch und vielleicht vor allem, wegen der ungeheuerlichen Monströsität, die aus Den-in-Lauten-Sprechern quäkte. Wenn man nicht von flimmernden Frequenzen hypnotisiert wird, wie das beim Fernsehen der Fall ist, wenn man nur hört, dann hört man alles. Da wurden die ungeheuerlichsten Meldungen, die jedes Monster zum Schluchzen und zum Klostereintritt getrieben hätten, in einer Art verlesen, daß sich mir die Nackenhaare stellten.

„Die Kanzlerin versichert, Flüchtlingsdrama, Völkermord in Ceylon, erwägt der Kandidat, der derdiedas Fraktion, Pirateneinsatz vor Somalia, Phosphorbomben im Gaza-Streifen, der die das Präsident, unverzichtbar, Massenunfall auf der A, zum Sport und jetzt das Wetter, einen schönen Tag.“

Mir wurde unerbittlich klargemacht, daß Gemütskranke in den Funkhäusern sitzen. Gut, man könnte sich auf den Standpunkt stellen: Da sind sie aufgehoben, von der Strasse weg, funken sich gegenseitig was vor und so weiter. Aber für was sollen wir überhaupt bezahlen? Die Leute, die den Moloch Funk und Fernsehen bedienen, bringen es doch nicht im normalen Leben. Also müssen sie sich bei der Fernsehfunkenbehörde um eine Anstellung andienen. Als Flunkerfunker.

Wieso sollen wir ihnen ihr Flunkerfunkerlotterleben finanzieren? Lernt einen ehrlichen Beruf. Oder geht auf den Großmarkt als Nelken-Kurt und Nudel-Susi.

Ich probierte es dann mit politischer Bildung, mit Alibi-Magazinen, war alles nichts, ist in`s Wirkungslose potenzierte Unternull-Homöopathie und geriet ganz zum Schluß an die Gesprächsrunden und an die Talkshows. Alleine schon die ewigselbe Zusammenstellung der Lauen verursachte Gelenkrheumatismus. Und die Moderation erst. Auf welchen Schleichwegen haben die es bis vor`s Mikro geschafft? Nein sagen sie bitte nichts; ich will es nicht wissen.

Wenn ich die aufgeblasenen Intendanten, die korrupten Produzenten, die debilen Redakteure und die Parteiproporzräte ohne Vorbildung, mit der Machart der Ausstrahlungen vergleiche, mit den Verblödungsversuchen, den Indoktrinierungsattacken auf die Jugend durch verlauste amerikanische Propaganda, mit den Hetzsendungen, die zu Bespitzelung und Kriegen aufrufen und mit den Konzernbildungsprogrammen und dazu die allgegenwärtig praktizierte ZENSUR rechne, dann ist das Fazit eindeutig: „Sowas kriecht aus sowas!“

Was habe ich mir für Dumpfbacken anhören müssen, die sich gegenseitig aus Schwachsinn beschossen. Einer unbebildeter, eingebildeter und selbstgefälliger als der Andere.

Den Rest gaben mir die „Sendungen mit dem Graus“, bei denen angerufen werden durfte. Durfte, was für ein Wahnsinnn. Meistens kamen Laller, Konforme und Zaghafte zu Wort. Nach Vorauswahl versteht sich. Ab und zu gelangte einer durch, der wach war und der wurde dann niedergebügelt. Oft, wenn nicht sogar meist, von einer Allianz zwischen XY-Gast und dem Opus Moderator. Mit Gewalt versteht sich, nicht mit Argumenten, sondern mit Überbrüllen oder mit Mikro abdrehen. Was mir bewies, daß an den Reglern im Flunkerhaus Leute sitzen, die Bescheid wissen und vorsätzlich zensieren, denn die wussten schon, worauf der Anrufer hinauswollte, bevor der zuende gesprochen hatte. Müll, Müll, Müll.

Ich fing an, euch zu studieren, wie man giftige Insekten studiert. Vorsichtig, aus der Entfernung und meine Untersuchung kommt zum Schluss, ihr seid aus der Entfernung noch viel erbärmlicher, als von Nahem. Probiert es doch einmal aus. Tretet zurück.

Anfang der 70er hörte ich nachts unter der Bettdecke auf Kurzwelle das deutsche Programm von Radio Peking und Radio Moskau und Radio Hanoi. Mit einer fünf Meter Antenne. Ich weiß, wovon ich rede. Da gibt es nichts zu vergleichen. Es ist alles derselbe, systemisch-graduell verbrämte Mist. Und der Typhus-Typus in den Funkhäusern und die Schwätzer im Studio, alles dasselbe, alles dasselbe Pack, ob es in Moskau, in Washington oder in Berlin sitzt. Glaubt einem alten Mann, der sich in der Welt umgehört hat. Ihr könnt mir nichts vormachen, ihr seid allesamt Schlangenölverkäufer.

Und gestern habe ich die letzte Konsequenz gezogen: Keine Aufmerksamkeit mehr für Lügenfunk und Mörderfernsehen. Verblödung schleich dich!

Lieber Piratenservice, liebe GEZ im Schafsmantel, liebes debiles Personal: Wir können nicht mehr! Um uns unsere geistige Gesundheit zu erhalten und weil es verboten ist, kriminelle Organisationen zu unterstützen, verlangt unser Gewissen den Abbruch jedweden Kontaktes mit euerer Behörde. Eine Rückforderung gezahlter Beträge, die für Hetz- und Konzernpropaganda, Hurereien und Besäufnisse und um die Welt jetten, für Parteienlobbyfunk und für Kriegshetzereien mißbraucht worden sind, behalten wir uns ausdrücklich vor.

Desweiteren teilen wir ihnen mit, daß sie für die, durch die von ihnen zu verantwortenden Gesundheitschäden, in Folge von Lügen- und Schmutzprogrammen, von Drohungen und von Erpressungsversuchen, haftbar gemacht werden.

Hiermit melden wir unser letztes Radio ab. Sie werden von uns nichts für nicht erbrachte oder nicht in Anspruch genommene Leistungen erhalten. Wir sehen uns außerstande Straßenräuber zu füttern. Wir sind gesund, und wollen es bleiben. Euere Ware ist verdorben und verzehrt Menschen. Wir sagen: „Fresst sie selber!“

 GEZ Schlau

Von weiteren Schnorr-, Droh- und Bettelbriefen bitten wir höflichst Abstand zu nehmen.

Betreffs Ihrer Bettelbriefe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ihr Schreiben keinerlei legale Rechtsgrundlage hat, werte ich dieses Schreiben als Entwurf und ein unverbindliches Angebot, an dem ich als natürliche Person kein Interesse habe.

Mit freundlichen Grüßen

H.-P. Schöder

PS: Die Anhänge empfehle ich ihrer besonderen Aufmersamkeit.

Anhang I :

1. 6. 2012 1. Offener Brief – Keine Antwort
An die Intendantin der ARD, Frau Monika Piel, WDR Köln

An das ARD-Generalsekretariat Berlin

An die Redaktion Tagesschau.de

Offener Brief an die Leitung der ARD 1. Juni 2012

 

Betreff: Förderung der Verbreitung kriegshetzerischer Propaganda, der Diffamierung Andersdenkender, Beschädigung des Ansehens der ARD in der Öffentlichkeit und anhaltende Absenkung des Niveaus in der Kommentarfunktion der metatagesschau.de, unter der Protektion und Verantwortlichkeit der Moderatoren von metatagesschau.de

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Mitarbeiter der ARD,

nachdem das Treiben innerhalb der Kommentarfunktion der metatagesschau einen weiteren Sprung Richtung Zensur hinter sich hat, möchte ich meine Bedenken über den eingeschlagenen Kurs und meinen scharfen Protest gegen die parteiische Einflußnahme der Moderatoren/Zensoren hiermit zum Ausdruck bringen.

Während Angriffe und inhaltsleere Kommentare immer derselben, mittlerweile bundesweit bekannten „Trolle“, für Empörung sorgen, kann man konstatieren, daß die Unterdrückung ausgleichender, ergänzender und argumentativ gegensteuernder Kommentare durch die Moderatoren der metatagesschau.de den Tatbestand der Meinungszensur erfüllt.

Die Zensur hat Methode und sie ist untragbar. Für die ARD und für alle, die sich für die Thematik interessieren oder/und davon betroffen sind. Diese Gruppe nimmt zu.

Kommentatoren muß freigestellt bleiben, die Meinungen der Redaktion oder Ansichten des Journalisten, der den kommentierten Beitrag verfasste, nicht zu teilen, argumentativ zu korrigieren, zu beleuchten oder nach bestem Wissen und Gewissen zu ergänzen.

Der Vergleich der metatagesschau Kommentarfunktion mit anderen Kommentarblogs, national und international, enthüllt, daß bei der ARD die Zensur eine ganz spezielle Qualität erreicht hat, die in dieser unverhüllten, scharfen Form, bei einigen anderen Medien unvorstellbar scheint.

Dies muß Gründe haben. Die Gründe für die Zensur lassen sich nicht in den Nettiquette-Richtlinien finden, denn wenn es so wäre, dann dürften einige, wenn nicht gar eine ganze Anzahl der Kommentare, der als „Blog-Trolle“ mittlerweile einschlägig bekannten Poster, gar nicht erscheinen, da deren Form und Inhalt regelmäßig gegen Nettiquette-Regeln verstößt. Die Verstöße wären kein Problem, solange man als Kommentator darauf reagieren kann.

In zunehmendem Maße wird das von den Moderatoren verhindert. Die ARD hat, mit der von einigen Mitarbeitern ausgeübten Zensur, ein Problem, dessen Vorhandensein oberen Etage entweder nicht bekannt ist, oder über dessen Tragweite und Konsequenzen, sich die oberen Ebenen nicht bewußt zu sein scheinen. Früher oder später kocht das Ganze in die Öffentlichkeit. Dann wird auch untersucht werden müßen, inwieweit die angesprochenen Praktiken ob und seit wann bekannt waren und inwieweit sie gegen interne Richtlinien, den Inhalt von Staatsverträgen oder Ähnlichem verstoßen.

Vielleicht wird bei der ARD die wichtige Aufgabe der Betreung der „Anteilnehmenden“ den falschen Mitarbeitern überlassen, Leuten die mit ihrem Verhalten das zerstören, was sie pflegen und hegen sollen?

Das Benehmen der „Trolle“, der Moderatoren und das Verhalten der Redaktion wird aufmerksam beobachtet. Der Widerwillen gegen das zutage tretende Verhalten wächst. Zwei Adressen wurden eingerichtet, die Materialsammlungen, den Gesamt-Casus betreffend, anlegen und zugänglich machen und die die Dimension verdeutlichen.

Das Material wird mit Quellenangaben präsentiert und ist für jedermann nachvollziehbar. Es handelt sich um, auf Kernaussagen reduziertes, Originalmaterial, mit Nennung der Codenamen der „Blog-Trolle“, die innerhalb der metatagesschau hyperaktiv sind, mit Nennung von Textpassagen und Aufzeichnung des Systemschemas der Protektion. Hunderte von Verweisen lassen sich vielleicht ebenfalls wegzensieren, aber nicht ungeschehen machen. Ich bin mir sicher, daß es eine sehr hohe Dunkelziffer an zensierten Kommentaren und an zensierten Kommentatoren gibt. Sie könnten sich leicht einen Überblick darüber verschaffen, wer was wie von wem wie oft zensiert wird. Ich bitte Sie herzlich, sich das Problem anzuschauen und, wo möglich, die Mißstände zu beheben. Ich bin ferner sicher, daß Sie von dem unter https://urs1798.wordpress.com/tagesschau-watch-tagtest/

und http://urs1798.wordpress.com/2012/04/28/unsere-tagliche-tagesschau-zitate-sammlung-kommentatoren-schlagworte/ zusammengetragenen Material ebenso beeindruckt sein werden, wie ich es bin.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit meinen besten Wünschen

Hans-Peter Schröder, 67227 Frankenthal / Pfalz

Anhang II

26. 6. 2012

Herrn OOX, Chefredakteur von ARD-online

Und das soll ich als GEZ-Zahler finanzieren?“ – Heimlich in Homs

Sehr geehrter Herr OOX,

vielen Dank für Ihre E-mail. Meiner Meinung nach sollte man sich an der Form nicht allzu sehr reiben, wenn der Inhalt das Thema ist und soweit ich die Materialsammlung auf der bewussten Seite überprüfen kann, zitiert sie aus den Originaltexten.  Allerdings gebe ich zu, Sie verfügen über bessere Mittel, das zu beurteilen, da Ihnen mit einem Mausklick alle Funktionen und damit Daten zur Verfügung stehen.

Ausserdem sind Sie sich einiger Hintergründe bewußt, ansonsten wären Sie nicht in ihrer derzeitigen Position. Eine Frage drängt sich auf: Wie kann in einem Zuschauer, in hunderten, in tausenden Zuschauern ein Bild der Abläufe innerhalb der ARD-Redaktionen, in der Art, wie es sich in der von Ihnen von der Form her kritisierten Seite widerspiegelt, überhaupt entstehen? Ich erwarte hierzu keine Antwort, aber ein ganz klein wenig Selbstreflektion.

Ihre Kritik ist mir Anlaß, darüber nachzudenken, im nächsten offenen Brief einen zusätzlichen Verweis anzuführen: „Heimlich in Homs“- Analyse einer ARD-Reportage, http://heimlich-in-homs.blogspot.de/ („Ich bin für ein bedingungsloses friedliches Miteinander…“). Ich darf zitieren:

 

§ 10 Berichterstattung, Informationssendungen, Meinungsumfragen
(1) Berichterstattung und Informationssendungen haben den anerkannten journalistischen Grundsätzen, auch beim Einsatz virtueller Elemente, zu entsprechen. Sie müssen unabhängig und sachlich sein. Nachrichten sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen. Kommentare sind von der Berichterstattung deutlich zu trennen und unter Nennung des Verfassers als solche zu kennzeichnen.

§ 11 Auftrag
(1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Die Seite „Heimlich in Homs“ beweist, ohne viel Aufhebens und ohne auf Aufgeregtheit oder auf Suggestion zu setzen, was los ist. Sie macht drei Skandale bewusst. Den ungeheuerlichen Skandal der heimlichen Reportage, den Skandal, der von dem Redaktionsteam (oder wem auch immer) gegebenen Antworten auf die gestellten Fragen und den begrüßenswerten Skandal, daß ein einziger, ganz normaler Mensch in der Lage ist, all den bezahlten Mit- und Zuarbeitern, den Spiegel zu reichen. Die Seite „Heimlich in Homs“ nimmt einen Ehrenplatz in den Annalen des investigativen Journalismus ein. 113 Fragen, 113 Antworten der Redaktion (oder von wem auch immer), von denen viele so löcherig konstruiert wirken, daß 568 Folgefragen die logische Folge sind. 568 Folgefragen zu Homs.

Wie ich bereits anführte, ohne Ihre Zustimmung wird nichts veröffentlicht oder weiter gereicht, ich bin verläßlich.*

Desweiteren steht immer noch im Raum, daß ich sowenig für das, Ihrer Meinung nach ungerechte oder verunglückte Zitat verantwortlich bin, wie für das, was die auch Ihnen bekannten accounts in der Kommentarfunktion zum Besten, bzw. zum Schlechten der ARD von sich geben.

Es geht mir nicht um „unliebsame“ Meinungen, wir sind nicht im Kindergarten und genau deshalb, weil wir nicht im Kindergarten sind, erwarte ich Chancengleichheit. Als dankbarer Teilnehmer an der Kommentarfunktion der metatagesschau, erwarte ich Chanchengleichheit. Wenn diese Chancengleichheit möglicherweise durch das Diktat einer oder mehrerer von außen in die Führungsstäbe der ARD hereinwirkende Kräfte verhindert wird, so ist das in erster Linie ein Problem der Führungsstäbe, die im Nachgeben unter Druck, das verraten würden, was ihr Berufsethos und diverse Verträge von ihnen verlangen.

Und wie gesagt, wir sind immer noch bei den Strukturen des Kommentarkomplexes, – in der journalistischen Arbeit, da lauern die eigentlichen Abgründe. Wobei fairerweise zugegeben werden muß, die auf der Homepage der ARD veröffentlichten Textbeiträge sind um Klassen besser, als das, was die Tagesschau-Redaktion dem zumeist wehrlosen Bundesbürger zwischen 20 Uhr und 20:15 serviert. Und das liegt beileibe nicht an der Verkürzung, die der begrenzte Zeitrahmen erfordert.

Viele Kollegen wären in der Lage, ohne großen Aufwand, dem Bundesbürger wesentlich objektivere Aufbereitungen nahe zu bringen, bei konstantem Unterhaltungswert und gleichzeitig ansteigender Einschaltquote. Daß Professionelle dies nicht schaffen, muß Gründe haben. Daß Professionelle sich eher in der Rolle des „beruhigungszäpfchenverpassenden Dr. Feel Good bis die Rechnung kommt“ verstehen, muss Gründe haben.

Sind Quote und Zensur, die tragenden Säulen, zwischen denen sich das Tagesgeschäft dreht? Ich unterstelle Absicht. Vielleicht aus Zwang. Das entschuldigt nicht mangelnde Zivilcourage und den fehlenden Willen, unausweichlich notwendige Reformen anzupacken, zumindest auf der Ebene, auf der man sich selbst bewegt. Sie könnten als Redakteur etwas bewegen. Man muß nichts überstürzen, aber das Bisherige hat sein Verfallsdatum überschritten, Neues steht vor der Tür und es wird keinen Zweck haben, ein sechstes oder siebentes Sicherheitsschloß oder modernste Filter einzubauen. Das Neue steht bereits im Raum, sonst würden Sie meine Mails nicht erhalten.

Da unsere Unterhaltung um Themata  kreist, die von öffentlichem Interesse sind und da unsere Unterhaltung bisher wenig menschliche Nähe benutzt, um die Kommunikation lebendiger zu gestalten, sprich, sie sich in unpersönlichem Fahrwasser bewegt, sehe ich von meiner Seite aus, – Unkenntlichmachung der Person selbstverständlich, falls erwünscht, – kein Hindernis, sie mit anderen Menschen zu teilen. Ich möchte Sie dazu offiziell um Ihre Zustimmung bitten. Gewünschte Modalitäten würden natürlich 100%-ig akzeptiert und umgesetzt.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Hans-Peter Schröder

Anhang III

29. Juni 2012

An den Redaktionsleiter tagesschau.de Herrn OOX

Offener Brief zum Thema Meinungsmanipulation, Zensur und Kriegshetze in der metatagesschau-de Kommentarfunktion

Sehr geehrter Herr OOX,

dies ist ein Offener Brief. Da das Thema von öffentlichem Interesse, mit Auswirkungen über unsere Ländergrenzen hinaus, ist und eine Klarstellung auch in Ihrem Interesse sein müßte, werde ich unseren Mailwechsel der Öffentlichkeit zu Verfügung stellen. Um Mißverständnisse auszuschließen, möchte ich betonen, daß Schweigen ihrerseits oder die Ablehnung einer Stellungnahme zu den Vorgängen in Ihrer Redaktion ebenfalls veröffentlicht werden

Falls ich in der Annahme fehlgehe, daß die Freischaltung und die Zensur von Kommentaren in der metatagesschau.de unter Ihrer Oberaufsicht geschieht, korrigieren Sie mich bitte.

Falls Sie ahnungslos sind, was das Geschehen in Ihrem Haus betrifft, möchte ich Sie auf unten folgenden Kommentar hinweisen, mit der Anmerkung, daß Kommentare ähnlicher Art Ihren festen Platz, in der unter Ihrer Aufsicht stehenden Freischaltungsabteilung haben und Sie um eine dezidierte Stellungnahme zu dem Fall ersuchen. Um dies zu erleichtern, habe ich die Eckpunkte in Fragen niedergelegt und darf als Eingangspunkt die Grundsatzfrage an Sie richten :

1. An welchen Stellen und mit welchen Aussagen verstößt der Kommentator TCG_BarbarosF244 gegen die Kommentarrichtlinien der metatagesschau?

Der Kommentar erschien am 28. Juni zu Türkei bringt Truppen an syrischer Grenze in Stellung, http://meta.tagesschau.de/id/62508/tuerkei-bringt-truppen-an-syrischer-grenze-in-stellung.

@dito

28. Juni 2012 – 16:22 — TCG_BarbarosF244

„p.s. eine phantom fliegt 15 km in etwa acht sekunden.“

Das bedeutet also, eine Phantom welche 15 Minuten NACH der Luftraumverletzung und im internationalen Luftraum 13SM (und damit 1 Meile VOR Syr. Hoheitsgebiet) abgeschossen wurde, kann durchaus 8SM (und damit in syr. Gewässern) runtergehen/aufschlagen!

FAKT ist, der Jet wurde ohne Vorwahnung heruntergeholt..
FAKT ist, die Türken werden ohne Vorwahnung ein Exempel statuieren, wenn die Syrer erneut Gelegenheit dazu geben.

Dumm gelaufen Assad. Die Lobhudelei und das blinde Vertrauen, welches manche in Dich und deinem Informationsminsiterium entgegenbringen, wird Dir auch nicht mehr helfen.

Wenn Du nicht wie Ghaddafi enden willst, solltest Du jetzt schon in Moskau, Peking oder Pjöngjang (alles lupenreine Demokratien) um Asyl ersuchen.

Aus der Nummer kommt Assad nicht mehr heraus, da ist es dann doch wahrscheinlicher das Deutschland Fussball Europameister wird.

Fragen:

2. Wie bewerten Sie die Aussage „FAKT ist, die Türken werden ohne Vorwarnung ein Exempel statuieren“? Handelt es sich um Kriegsrhetorik?

3. Handelt es sich bei dem Satz „Dumm gelaufen Assad usw.“ um eine Beleidigung des Präsidenten der Syrischen Arabischen Republik“? Wie ist Ihre Meinung, – wird der Satz „Dumm gelaufen Merkel“ oder „Dumm gelaufen Obama“ in sinnvoll passendem Zusammenhang ebenfalls freigeschaltet werden?

4. „Wenn Du nicht wie Ghaddafi enden willst, solltest Du jetzt schon in Moskau, Peking oder Pjöngjang (alles lupenreine Demokratien) um Asyl ersuchen.“ Wie bewerten Sie den Satz „Wenn du nicht wie Gaddafi ermordet werden willst, dann verlasse dein Land“, in seiner Gesamtheit und in seiner Auswirkung über unsere Landesgrenzen hinaus?

5. Der fortwährende Gebrauch des Du dem Präsidenten der Syrischen Arabischen Republik gegenüber, „Dumm gelaufen Assad“, „wird dir auch nicht mehr helfen“, „solltest du schon jetzt“, „wenn du nicht wie Gaddafi enden willst“, zeugt meiner Meinung nach von Respektlosigkeit. Wie lautet Ihre Ansicht zu dem fortwährenden Gebrauch des Du dem Präsidenten der Syrischen Arabischen Republik gegenüber und sind Sie der Ansicht, daß dies nicht gegen Kommentarregeln verstößt UND zu einem Ansehensverlust der ARD führen könnte?

6. Was werden Sie gegen den Kommentator und was werden Sie gegen den oder die Moderatoren unternehmen, die den Kommentar freigeschaltet haben?

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit meinen besten Wünschen

Hans-Peter Schröder

(Zweifache Ausfertigung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. 6. 2012

Sehr geehrter Herr Schröder,

ich sehe in dem von Ihnen zitierten Kommentar keinen Verstoß  gegen unsere Kommentarrichtlinien.

Mit freundlichen Grüßen

OOX

Redaktionsleiter tagesschau.de
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg

 

 

  1. 7. 2012

Sehr geehrter Herr Schröder,

Ihre Mails vom 26.06. und 30.06. habe ich erhalten. Ich sehe keinen Sinn in der Fortsetzung dieses Schriftwechsels und werde Ihre Zuschriften nicht mehr beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

OOX

Redaktionsleiter tagesschau.de
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg

Stand vom 3. Juli 2012

 

* Durch die Erpressungsversuche der GEZ und den kriminellen Versuch, mich zu bestehlen, wurde inzwischen eine veränderte Situation geschaffen. Die Absprachen, deren einziger Zweck vom Täterstandpunkt aus, dem Schutz des oder der Täter dienen, sind unter den neuen Voraussetzungen irrelevant. Sie waren bereits unter den alten Bedingungen eine Zumutung. Die unverschämt-dümmliche Arroganz der Verantwortlichen soll breiteste Aufmerksamkeit finden.

von H.-P. Schröder

 

4 Gedanken zu „Hensel´s Sonntagsmatinée: GEZeichnet – für das Leben!

  1. Bei mir ist die Tage auch ein Schreiben der GEZ eingeworfen worden. Jetzt muß auch ich wohl zahlen oder habt ihr ein paar Tricks wie man dieser Steuer entgehen kann? Für hilfreiche Tips&Tricks wäre ich sehr dankbar.

    Gruß

  2. Danke an H-P Schröder, für die Dokumentantion über den Zustand dieser „Anstalt“ des Öffentlichen Rechts…!

    garlic D-221 – In der Hoffnung, Du hast nicht geöffnet, einfach zurückschicken, mit dem Hinweis: Absender unbekannt, denn es handelt sich ja nur um ein Vertragsangebot, was Du nicht annehmen mußt…!

    Solltest Du es geöffnet haben, wäre zu überlegen, ob Du es diesem Herrn, der dieser Tage hier einen Kommentar hinterließ: http://helmutenz.wordpress.com/ , nachmachst…!

    Viel Erfolg wünsche ich Dir!

  3. Sehr gut! Aber jetzt geht es im Supermarkt weiter! Kann mir mal jemand erklären, warum ich mich beim Einkaufen, mit gesundheitsbedrohlichen Disharmonien und Neschergebrüll quälen lassen muß! Ich verstehe bis heute nicht, warum das Ordnungsamt oder das Amt für Arbeitsschutz diese Läden nicht schließt! Man muß diese Geschäfte verklagen und Schadensersatz verlangen.

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