Afghanistan: Drogen, Öl und Krieg

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erschienen bei voltairenet – Danke an Armeeverkauf

von Peter Dale Scott

Peter Dale Scott setzt seine Analyse des Systems der US-Vorherrschaft fort. Auf einer Konferenz in Moskau fasste er die Ergebnisse seiner Forschungen über die Finanzierung dieses Systems durch Drogen und Kohlenwasserstoffe zusammen. Obwohl alles schon bekannt ist, ist es immer noch schwierig, die Wahrheit zuzugeben.

 

Rede auf der Konferenz von Invissin über die NATO (Moskau, 15. Mai 2012)

 

Zunächst einmal danke ich den Organisatoren dieser Konferenz für die Erlaubnis, über das schwerwiegende Thema des Drogenhandels in Afghanistan sprechen zu können. Heute ist er sowohl für Russland als auch für die Beziehungen zwischen diesem Land und den Vereinigten Staaten eine Gefahr. Ich werde daher über tiefe Politik, aus der Perspektive meines Buches „Drogen, Öl, und Krieg“, meinem neuesten Buch, diskutieren, aber auch von (La Machine de guerre américaine ) und dem vorigen (La Route vers le nouveau désordre mondial ). Diese Bücher analysieren die Faktoren, die den internationalen Drogenhandel sowie die US-Interventionen bestimmen, zwei Phänomene, die dem russischen Volk und dem amerikanischen Volk abträglich sind. Ich werde auch über die Rolle der NATO sprechen mit ihren unterstützenden Strategien, um die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten auf dem asiatischen Kontinent zu etablieren. Aber ich möchte zuerst den Drogenhandel analysieren, an Hand des Maßstabs eines wichtigen Faktors, der sich in meinen Büchern als entscheidend beweist. Es geht um die Rolle des Öls in der asiatischen Politik der Vereinigten Staaten und auch um den Einfluss der großen Ölgesellschaften, die auf die Interessen des Landes ausgerichtet sind, darunter British Petroleum (BP).

Hinter jeder neueren Offensive der USA und der NATO war die Öl-Industrie eine entscheidende tiefe Kraft. Um es zu veranschaulichen, betrachten wir einfach die Interventionen in Afghanistan (2001), Irak (2003) und in Libyen (2011). [10]

Ich habe daher die Rolle der Ölkonzerne und ihrer Vertreter in Washington studiert – und ihre Lobbys -, in jedem der großen Interventionen der USA seit dem Vietnam in den sechziger Jahren. [11] Die Macht der US-Ölkonzerne bräuchten einige Erläuterungen für ein russisches Publikum, wo der Staat die Öl- und Gas Industrie selbst führt. In den Vereinigten Staaten ist es praktisch das Gegenteil. In der Tat neigen die Öl-Unternehmen dazu, sowohl die Außenpolitik des Landes, als auch den Kongress zu beherrschen. [12] Dies erklärt, warum alle Präsidenten, von Kennedy über Reagan bis zu Obama, unfähig waren, die Steuervorteile der Ölkonzerne abzugrenzen, die durch die « oil depletion allowance » [Öl Erschöpfungserlaubnis] garantiert waren – selbst im aktuellen Kontext, wo die meisten der Amerikaner in Armut wegsacken. [13]

Die US-Aktivitäten in Zentralasien, in Russlands traditionellen Einfluss-Bereichen wie Kasachstan, haben eine gemeinsame Grundlage. Tatsächlich zeigten seit 30 Jahren (oder mehr) die Ölkonzerne und ihre Vertreter in Washington großes Interesse an der Entwicklung und vor allem an der Kontrolle der Öl- und Gas-Ressourcen des nur unzureichend genutzten Kaspischen Beckens. [14] Zu diesem Zweck hat Washington Strategien entwickelt, die zur Errichtung von Stützpunkten in Kirgisistan und während vier Jahren (2001-2005) in Usbekistan geführt haben. [15] Der angezeigte Zweck dieser Stützpunkte war, die militärischen Operationen der Vereinigten Staaten in Afghanistan zu erlauben. Nebenbei ermutigt die Präsenz der USA auch die Regierungen der Nachbarnationen, unabhängiger von dem russischen Willen zu handeln. Wir können als Beispiel Kasachstan und Turkmenistan anführen, beide Länder sind Bereiche von Öl- und Gas-Investitionen von US-Unternehmen.

Washington dient den Interessen der westlichen Ölgesellschaften, nicht nur wegen ihrem korrumpierenden Einfluss auf die Verwaltung, sondern weil das aktuelle Überleben der US-Petro-Ökonomie von der westlichen Weltvorherrschaft im Öl Handel abhängt. In einem meiner Bücher analysiere ich diese Politik, und erkläre, wie sie zu den jüngsten Interventionen der USA, aber auch zur Verarmung der Entwicklungsländer seit 1980 beigetragen hat. Einfach ausgedrückt, haben die Vereinigten Staaten die Vervierfachung der Ölpreise in den 70er Jahren im Wesentlichen gemeistert, indem sie die Petrodollar, mit Hilfe geheimer Absprachen mit den Saudis, in die US-Wirtschaft wieder einschleusten. Das erste dieser Abkommen war eine besondere und kontinuierliche saudische Beteiligung an der Gesundheit des US-Dollars; das zweite verankerte den permanenten Schutz des Landes in der ausnahmslosen Preiseanlegung in Dollar für Öl Käufe in der OPEC. [16] Diese beiden Abkommen gewährleisteten, dass die Wirtschaft der Vereinigten Staaten durch die OPEC-Öl-Preissteigerungen nicht geschwächt werde. Die schwerste Bürde würde im Gegenteil auf den Schultern der Volkswirtschaften der am wenigsten entwickelten Länder lasten. [17]

Der US-Dollar, trotz seiner fortschreitenden Abschwächung, hängt noch in großem Masse von der Politik der OPEC ab, die diese Währung ihren Käufern aufzwingt. Wir können ermessen, mit wie viel Kraft die Vereinigten Staaten imstande sind diese Politik aufzuzwingen, wenn man das Schicksal der Länder, die beschlossen haben ihr zu widerstehen, beobachtet. „Im Jahr 2000 bestand Saddam Hussein darauf, dass irakisches Öl in Euro verkauft wird. Dies war ein politisches Manöver, das die jüngsten Einnahmen für den Irak durch die Wertsteigerung des Euro gegenüber dem Dollar erhöht hat.“ [18] Drei Jahre später, im März 2003, drangen die Vereinigten Staaten in dieses Landes ein. Zwei Monate später erließ Bush am 22., Mai 2003 durch eine Executive Order, dass irakisches Öl wieder in Dollar und nicht in Euro gekauft werden müsse. [19]

guerra por petoleo libioNach einem russischen Artikel, kurz vor der Intervention der NATO in Libyen Anfang 2011, hatte Muammar al-Gaddafi manövriert, um den Dollar als Währung für libysches Öl zu verweigern, sowie Saddam Hussein. [20] Im Februar 2009 kündigte der Iran an, „ganz aufgehört zu haben, Öl-Transaktionen in US-Dollar zu machen.“ [21] Die wirklichen Konsequenzen dieser gewagten iranischen Entscheidung wurden noch nicht beobachtet. [22]

Ich betone den folgenden Punkt: jede neuere Intervention der USA und der NATO hat dazu beigetragen, die rückläufige Überlegenheit der westlichen Ölgesellschaften in dem globalen Öl-System zu unterstützen, also auch die der Petrodollar. Ich denke jedoch, dass die Öl-Unternehmen selbst imstande sind, oder zumindest dazu beitragen, politische Interventionen auszulösen. Wie ich bereits in meinem Buch „Drugs, Oil, and Wars“ schrieb(s. 8):

Wiederholt wird US-Ölfirmen vorgeworfen, sich an Geheimoperationen, entweder direkt oder über Zwischenhändler, zu beteiligen. In Kolumbien (wie wir sehen werden) war eine Sicherheitsfirma der USA, die für Occidental Petroleum Company arbeitete, an einer militärischen Operation der kolumbianischen Armee beteiligt, „die irrtümlich 18 Zivilisten tötete“.

Als passenderes Beispiel aus Russland würde ich eine geheime Operation von 1991 in Aserbaidschan erwähnen, die ein klassisches Beispiel für tiefe Politik ist. In diesem Land haben ehemalige CIA-Beamte, die in einer zweifelhaften Öl-Firma (MEGA-Oil) beschäftigt waren, „eine militärische Ausbildung ins Leben gerufen, verteilten ‚Aktentaschen voller Bargeld’ an Mitglieder der Regierung, und richteten eine Fluggesellschaft […] ein, die bald Hunderte von Mudschaheddin-Söldner aus Afghanistan in dieses Land einfliegen konnte.“ [23] Ursprünglich wurden diese zuletzt auf etwa 2000 geschätzten Söldner eingestellt, um die armenische Armee, die von Russland unterstützt wurde, in der umstrittenen Region von Bergkarabach zu bekämpfen. Aber sie verstärkten auch die islamistischen Kämpfer in Tschetschenien und Dagestan. Sie halfen auch, aus Baku einen Umschlagsort für afghanisches Heroin zu machen, zugleich für den russischen, städtischen Markt und die tschetschenische Mafia. [24]

1993 nahmen sie an dem Sturz von Abulfaz Elchibey teil, dem ersten gewählten Präsident von Aserbaidschan und an seiner Ersetzung durch Heydar Aliyev. Letzterer unterschrieb dann einen großen Öl-Vertrag mit BP, der schließlich die Baku-Tbilisi-Ceyhan Öl-Pipeline wurde, die das Land mit der Türkei verbindet. Es sei darauf hingewiesen, dass der US-amerikanische Ursprung der MEGA-Oil-Beamten unbestritten ist. Auf der anderen Seite wissen wir nicht genau, wer dieses Unternehmen finanziert hat. Es hätte eine der Ölgesellschaften sein können, die meisten von ihnen haben (oder hatten) ihre eigenen Geheimdienste. [25] Einige große Ölfirmen wie Exxon, Mobil und BP wurden beschuldigt „hinter dem Staatsstreich zu sein„, der zu dem Ersatz von Elchibey durch Aliyev geführt hat. [26]

Offensichtlich glauben Washington und die größten Ölgesellschaften, dass ihr Überleben von ihrer währenden aktuellen Vorherrschaft im internationalen Erdöl-Markt abhänge. In den 1990er Jahren, als man die größten nicht bewiesenen Kohlenwasserstoff-Reserven hauptsächlich in dem Kaspischen Becken lokalisierte, wurde diese Region für die US- Investitionen in Öl-Unternehmen und für die Sicherheits-Expansion der Vereinigten Staaten ein zentraler Punkt. [27]

Als Stellvertretender Secretary of State und enger Freund von Bill Clinton versuchte Strobe Talbott, eine vernünftige Strategie vorzulegen, um diese Erweiterung zu gewährleisten. In seiner wichtigen Rede vom 21. Juli 1997:

« Talbott stellte die vier Aspekte einer [potenziellen] Unterstützung durch die Vereinigten Staaten der Ländern des Kaukasus und Zentralasien vor: 1) Förderung der Demokratie; (2) Gründung von Marktwirtschaft; ((3) Förderung des Friedens und der Zusammenarbeit, innerhalb und unter den Ländern der Region und 4) ihre Integration in die internationale Staatengemeinschaft. […] Er kritisierte scharf, was er für ein veraltetes Design des Wettbewerbs im Kaukasus und in Zentralasien hielt, und warnte alle jene, die das „great game“ [Großes Spiel] als Deutung in der Region adoptieren wollten. Stattdessen schlug er eine Vereinbarung vor, bei der alle durch Zusammenarbeit mit Gewinn herauskommen würden. » [28]

al kaida usaAber dieser multilaterale Ansatz wurde von den Mitgliedern beider Parteien sofort angegriffen. Nur drei Tage später reagierte die Heritage Foundation, die rechtsdenkende Maschine der Republikanischen Partei, „die Clinton-Administration, begierig Moskau zu besänftigen, zögerte die strategische Chance auszubeuten, um die Interessen der Vereinigten Staaten im Kaukasus zu sichern.“  [29] Im Oktober 1997 fand diese Kritik ihr Echo in „The Great Chessboard“ [dem Großen Schachbrett], einem wichtigen vom ehemaligen Berater der Nationalen Sicherheit, Zbigniew Brzezinski, geschriebenen Werk. Letzterer ist sicherlich der Hauptgegner von Russland in der Demokratischen Partei. Obwohl er zugab, dass „die [US] Außenpolitik die notwendigen Verbindungen zu einer echten globalen Zusammenarbeit fördern [sollte…]“, verteidigte er aber in seinem Buch das Konzept des von Talbott abgelehnten „Großen Spieles“. Nach Brzezinski, wäre es zwingend notwendig, die Entstehung eines Mitbewerbers in Eurasien zu verhindern, der in der Lage wäre, den Kontinent zu beherrschen und [die USA] herauszufordern„. [30]

Im Hintergrund dieser Debatte entwickelten die CIA und das Pentagon durch das Atlantische Bündnis eine „Projektions-Strategie“, die sich den Vorschlägen von Talbott widersetzte. Im Jahr 1997 begann das Pentagon im Rahmen des Programms „Partnerschaft für den Frieden“ der NATO, militärische Übungen mit Usbekistan, Kasachstan und Kirgisistan. Dieses Programm war „der Ansatz einer Militärmacht, die von der NATO in dieser Region geführt wurde“. [31] Als CENTRAZBAT getauft, wurden diese Übungen eine potentielle Bereitstellungen der amerikanischen Kampftruppen. Catherine Kelleher, Assistentin des stellvertretenden Staatssekretärs für Verteidigung, zitierte „die Präsenz riesiger Energieressourcen“ als Rechtfertigung für das militärische Engagement der Vereinigten Staaten in dieser Region. [32] Usbekistan, das Brzezinski für seine geopolitische Bedeutung hervorhob, wurde zum Drehpunkt für die amerikanischen militärischen Übungen, obwohl dieses Land eine der schlechtesten Noten in Sachen Menschenrechts-Achtung in dieser Region hat. [33]

Natürlich war die „Tulpenrevolution“ vom März 2005 in Kirgisistan ein weiterer Schritt der Doktrin der strategischen Projektion des Pentagon und der CIA. Sie erfolgte zu einem Zeitpunkt, als George W. Bush häufig von „Strategie der Projektion der Freiheit“ sprach. Später, bei einem Besuch Georgiens, akzeptierte er diese Änderung des Regimes und stellte sie als ein Beispiel für „Demokratie und Freiheit in voller Expansion“ dar. [34] (In Wirklichkeit war sie mehr ein blutiger Staatsstreich als eine ’Revolution’.) Das Bakijew-Regime „dirigierte das Land wie ein Verbrecher-Syndikat“, in den Worten von Alexander Cooley, Professor an der Columbia University. Insbesondere beschuldigten viele Beobachter Bakijew, die Kontrolle über den lokalen Drogenhandel übernommen zu haben und ihn wie ein Familienunternehmen zu verwalten. [35]

In einem gewissen Maß hat sich die Obama-Administration von dieser Vorherrschafts-Rhetorik, die das Pentagon die „totale Vorherrschaft“ („Full-Spectrum Dominance„) nennt, entfernt. [36] Allerdings ist es nicht verwunderlich, dass unter seiner Präsidentschaft der Druck zur Reduzierung des Einflusses der Russischen Föderation beibehalten wurde, wie z. B. in Syrien. In der Tat ist Washington seit einem halben Jahrhundert in zwei Lager gespalten. Auf der einen Seite, eine Minderheit, die hauptsächlich in dem Außenministerium (z. B. Strobe Talbott) wirkt, die eine Zukunft in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion vorgesehen hatte. Auf der anderen, die hegemonialen Falken, die vor allem bei der CIA und dem Pentagon (William Casey, Dick Cheney und Donald Rumsfeld) arbeiten. Sie haben ständig Lobbyarbeit geleistet, um in den Vereinigten Staaten eine unipolare Strategie für globale Vorherrschaft durchzusetzen. [37] Bei der Verfolgung dieses unerreichbaren Zieles zögerten sie nicht, sich jetzt mit Drogenhändlern, vor allem in Indochina, Kolumbien und Afghanistan zu verbünden. [38]

Darüber hinaus haben diese Falken massiv die narkotische Tilgungs-Strategie der DEA (Drug Enforcement Administration) verwendet, [39] wie ich es in der „Amerikanischen KriegsmaschineLa Machine de guerre américaine (p.43) geschrieben habe:

« Das eigentliche Ziel der meisten dieser Kampagnen […] war noch nie das hoffnungslose Ideal, die Drogen auszurotten. Es war vielmehr die Aufteilung des Marktes, d.h. auf bestimmte Feinde zu zielen, um sicher zu stellen, dass der Drogenhandel unter Kontrolle von Händlern bleibt, die mit dem Sicherheitsgerät des Staates Kolumbien oder der CIA verbunden sind“. [40]

Offensichtlich findet dieser Trend auch in Afghanistan statt, wo die Vereinigten Staaten ehemalige Drogendealer einstellten, damit sie ihre Invasion 2001 unterstützten. [41] Später kündigte Washington eine Strategie zur Drogenbekämpfung an, die sich explizit nur darauf beschränkte, Drogenhändler anzugreifen, die die Aufständischen unterstützten. [42]

suuna schia usaSomit sind diejenigen, die wie ich, sich für die Verringerung des Drogenexports aus Afghanistan einsetzen, mit einem Dilemma konfrontiert. In der Tat müssen Strategien zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels, um wirksam zu sein, multilateral sein. In Zentralasien benötigen sie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation. Aber im Gegenteil waren die Bemühungen der wichtigen Pro-USA-Kräfte in diesem Bereich – einschließlich der CIA, US Army, NATO und der DEA bis jetzt nicht auf Zusammenarbeit aus, sondern auf die US-Hegemonie konzentriert.

Meiner Meinung nach wird die Antwort auf dieses Problem in der gemeinsamen Nutzung von Expertise und Ressourcen beider Länder zu suchen sein, im Rahmen der bilateralen und multilateralen Agenturen, die von keiner Partei dominieren werden. Eine erfolgreiche Anti-Drogen-Strategie sollte mehrdimensional sein, wie die Kampagne, die in Thailand erfolgreich geführt wurde. Darüber hinaus wird es wahrscheinlich nötig sein, dass beide Länder eine für die Bevölkerung günstige Politik umsetzen, was weder das eine noch das andere Land geschafft hat. [43]

Russland und die Vereinigten Staaten haben viele gemeinsame Merkmale, und auch viele Probleme. Beide sind Großmächte, obwohl sich ihre Überlegenheit gegenüber dem aufstrebenden China schwächt. Als Supermächte gaben beide Nationen der Versuchung des afghanischen Abenteuers nach, das viel besser informierte Köpfe heute bereuen. Zur gleichen Zeit muss dieses verwüstete Land, was Afghanistan geworden ist, dringende Probleme lösen, die auch diese drei Supermächte kennen. Es ist die Bedrohung durch Drogen und die entsprechende Gefahr, der Terrorismus.

Es ist im Interesse der ganzen Welt, dass Russland und die Vereinigten Staaten diesen Gefahren konstruktiv und uneigennützig widerstehen. Und hoffen wir, dass jeder Fortschritt bei der Reduzierung dieser gemeinsamen Bedrohungen ein neuer Schritt in dem schwierigen Prozess der Friedenskonsolidierung sein wird.

Das letzte Jahrhundert war der Schauplatz eines kalten Krieges zwischen den USA und Russland, zwei Supermächten, die sich schwer bewaffneten, im Namen der Verteidigung ihrer jeweiligen Völker. Die Sowjetunion verlor, was zu einer nicht-stabilen Pax Americana führte, gleich der Pax Britannica des 19. Jahrhunderts: eine gefährliche Mischung kommerzieller Globalisierung, wachsender Unterschiede von Einkommen und Vermögen und brutalem und expansivem Militarismus. Dieser verursacht mehr und mehr bewaffnete Konflikte (Somalia, Irak, Jemen und Libyen), wobei die Gefahr eines möglichen Weltkrieges (Iran) wächst.

Die Vereinigten Staaten, um ihre gefährliche Überlegenheit zu bewahren, sind heute dabei, gegen ihr eigenes Volk aufzurüsten, und nicht nur, um es zu verteidigen. [44] Alle Völker der Welt, einschließlich der Vereinigten Staaten, haben Interesse an der Schwächung dieser Vormachtstellung für eine weniger militaristische und mehr multipolare Welt.

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Ein Gedanke zu „Afghanistan: Drogen, Öl und Krieg

  1. der gute alte Dale-Scott. Ich kann nur empfehlen alles von ihm zu lesen!
    Ich hoffe er lebt noch lange und ist in der Lage weiter die Mächtigen bloßzustellen.

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